Beschweren oder als "Weihnachtsstress" verbuchen?

    • (1) 12.12.13 - 10:03

      Hallo - mal eine Frage.

      Mein Mann ging gestern Abend in unseren Supermarkt hier im Ort, weil uns einfach 2-3 Sachen gefehlt haben. An der Kasse war eine riesige Schlange (waren drei Kassen offen). In der Schlange standen jede Menge Leute, die wir vom Sehen kannten. Wir wohnen recht ländlich (= idealer Nährboden für Klatsch und Tratsch).

      Mein Mann wollte mit Karte bezahlen, hat es zweimal versucht, es ging nicht. Auf jeden Fall mault ihn die Kassierin total laut an "Das wird nichts. Das passiert nur, wenn ihr Konto nicht gedeckt ist, sonst würde es klappen". So, dass es jeder mitbekommen hat. Auf jeden Fall - er hat auf einen dritten Versuch bestanden und konnte problemlos zahlen (unser Konto ist auch im Plus).

      Ich finde das total unverschämt. Ich meine, so behandelt man Kunden doch nicht? Ehrlich hätte ich gute Lust, mich da bei der Geschäftsleitung zu beschweren. Oder würdet ihr darüber hinwegsehen? Ich sehe halt schon das Gerücht durchs Dorf gehen, "Du, bei xy, da stimmt es finanziell nicht, stell dir vor, ....".

      Was würdet ihr machen?
      GLG
      Miss Mary

      • Ich hätte die vermutlich in Grund und Boden gebrüllt.

        Zu deiner Frage: schriftliche Beschwerde mit Angabe des Marktes der Uhrzeit und wenn du hast den Namen von der trulla! An den Vorstand, nicht an die Filiale.

        Gruß

        Manavgat

        In Ordnung isses nicht wirklich. aber ich haette gleich den Mund aufgemacht... zur Leitung rennen im nachhinein wäre mir zu drueber

        Ich würde mich nicht beschweren, denn diese Beschwerde macht dann im Dorf sicher genauso schnell die Runde. Einfach drüber stehen. Wir sind im Moment am umziehen und müssen auch öfter an den Geldautomaten, überweisen viel Geld und zahlen häufig mit EC-Karte, u.a. im Baumarkt. Dort hatten wir dann letzte Woche das gleiche Problem, dass unsere beiden Karten nicht funktionierten, obwohl unser Konto ein 5-stelliges PLUS aufweist. :-) Lag aber daran, dass man nur bestimmte Mengen pro Tag abheben/überweisen darf. Da hatten wir wohl im Kauffieber den Überblick der besagten Woche verloren. *g* Die Kassiererin bei OBI ging aber dezenter damit um als deine Landkassen-Trulla :-) Ist mir eigentlich völlig schnuppe, was andere denken, solange ich weiß, was auf meinem Konto ist. War aber auch die erste und einzigste Situation dieser Art in meinem Leben, bisher...................... Meinem Mann war das auch oberpeinlich.

        LG
        Merline

        • Ich würde mich nicht beschweren, denn diese Beschwerde macht dann im Dorf sicher genauso schnell die Runde.

          Mit Sicherheit nicht. Wenn sich direkt beim Vorstand beschwert wird, dann raucht es und die trauen sich so eine Aktion nicht nochmal.

          Gruß

          Manavgat

      Wenn ich schon nicht genug Rückgrat hätte, um die Kassierin bzw. ihren Spruch vor Ort zurückzuweisen und ihr ganz klar ihre Grenzen zu zeigen (Mutmassliche Kommentare über meine finanzielle Situation), dann würde ich mir die Beschwerde sparen...

      Gerücht wäre mir egal, ich finde einfach, dass sie sich zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.

      Für euer Seelenheil ist es vielleicht angenehmer, wenn man das verbucht. Mit einer Beschwerde hängt man sich lediglich länger am Thema auf, zumal ich nicht davon ausgehe, dass das der übliche Umgangston ist. Für mich fehlt hier der Anreiz des Ziels - Entschädigung oder Prävention, weil es zwar im Moment durchaus berechtigt frustrierend war, aber im grossen Bild des Lebens einfach... eher unter "Shit happens." fällt.

    • Und Dein Mann hat sich das kommentarlos gefallen lassen?

      Was machst Du Dir Sorgen um Gerüchte? Es ging doch dann?

      Beschweren. Bei allem Verständnis - ich habe selbst eine Weile im Verkauf gearbeitet - inzwischen werden manche Kassiererinnen immer ungezogener und unverschämter. Zumindest meine Beobachtung seit einigen Jahren.

      Da wir meist in den gleichen Läden einkaufen, lasse ich einen Ausrutscher durchgehen, kommentiere nicht, beschwere mich nicht. Kommt es allerdings mehrfach vor, dass sie sich daneben benehmen... nun, eine Beschwerdemail ist schnell geschrieben. Hier bei uns im L... war es mehrfach so, dass die Mitarbeiter beim Verräumen der Ware quer durch den ganzen Laden miteinander herumblökten, Witzchen machten. Man konnte sich kaum in Ruhe auf den Einkauf konzentrieren, ich konnte kaum ein Wort mit meinem Mann wechseln. Nichts gegen Spaß bei der Arbeit, aber als sich dann an der Kasse zwei Kassiererinnen lautstark darüber unterhielten, dass die Kunden heute "wie die Wilden" seien, und dass scheinbar jeder noch vor dem langen Wochenende hier "einfallen" müsse, als ob es nächste Woche nichts mehr gäbe (wir räumten gerade unseren - ob des langen Wochenendes und Besuches, den wir erwarteten nicht kleinen Wocheneinkauf aufs Band), ist mir der Kragen geplatzt. Als wir gingen, meinte ich zu unserer Kassiererin "Ach übrigens: Augen auf bei der Berufswahl." Sie: "Hä?!" Ich: "Wenn Ihnen dieser Job hier nicht passt, bei dem es nun mal dazu gehört, dass die Leute, die Ihr Gehalt finanzieren, ab und an auch mal einen Großeinkauf tätigen, suchen sie sich doch was in der Produktion oder sonstwo. Ich berate Arbeitslose und ich weiß aus dem Stand zehn Frauen, die Ihren Job hier gern hätten." Und weg war ich.

      Die Mail an L... eine Stunde später auch. #schein

      Wie gesagt, bei allem Verständnis, so schlecht zahlen Discounter nicht. Ja, es ist harte Arbeit und manche Kunden sind Ar...löcher. Aber das gehört zum Job. Mein Job ist auch hart, die Bezahlung auch nicht gülden und bei mir sind manche Klienten ebenfalls Ar...löcher. Ich muss mich aber auch zusammenreißen, darf die Klienten nicht anblöken und/oder im Beisein von Klienten über andere oder Klienten im allgemeinen herziehen. Geschweige denn sie coram publico bloß stellen, wie es die Kassentante mit deinem Mann gemacht hat.

      LG
      Ch.

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