Frage zur Patientenverfügung

    • (1) 19.12.13 - 16:48

      Hallo zusammen,

      ich schreibe hier im Forum weil ich denke das ich hier schneller eine Antwort bekomme als unter Gesundheit.

      Es geht um folgende Situation.

      Mein Vater hatte das erste Mal vor 3,5 Jahren Lungenkrebs gehabt. Das zweite Mal letztes Jahr ebenfalls in der Lunge. Es war keine Metastase sondern wieder ein neuer eigenständiger Tumor.

      Jetzt ist er wieder im KH. Er hat seit letzter Woche angefangen etwas Blut morgens zu husten worauf dessen die Ärzte heute eine Lungenspiegelung gemacht haben.

      Eine konkrete Antwort konnten die Ärzte mir nicht geben da sie nicht wissen was es nun genau ist. Sie haben bei ihm festgestellt das er Blut in der Lunge hatte. Das haben sie ausgespült und es hat in der Spiegelung auch nicht mehr nachgeblutet.

      Jetzt war die Ärztin bei ihm ( ich war auch dabei) und teilte ihm mit das sie morgen wieder eine Lungenspiegelung machen müssen um zu gucken wo dieses Blut herkam und damit sie eine Gewebeprobe entnehmen müssen. Vetrmutung im Raum steht wieder Krebs. Entweder das da wieder was neues gekommen ist oder eine Metastase ist.

      Diese Nachricht hat ihn natürlich geschockt. Er wurde auf einmal total blass und ich kenne meinen Vater. Bis die Ergebnisse da sind ( dies kann ja jetzt etwas dauern aufgrund der Feiertage) wird ihn komplett um den Verstand bringen.

      So jetzt meine Frage zur Patientenverfügung.

      Um Gottes Willen ich will nicht über sein Leben oder Tod entscheiden dafür ist mein Vater noch sehr klar im Kopf.

      Ich wollte nur nachfragen ob es etwas gibt, das mein Vater mir unterschreibt, das ich alle Gespräche mit den Ärzten führen darf ohne ihn, das ihm schreckliche Mitteuilungen nicht gemacht werden das ich darüber erst informiert werde und das ich meinem Vater die Diagnosen schonend beibringe.

      Denn als ich gerade der Ärztin gesagt habe das meine Vater bei der Geschichte eh schon psychisch verkorkst ist (wie auch nicht bei 2 Mal Lungenkrebs) sagte sie zu mir das sie mit mir allein nicht darüber reden darf das mein Vater auch über alle Dinge informiert werden muss. So sieht das Gestez vor.

      Ich weiss aber auch das mein Vater bis zu den Ergebnissen , die evtl. erst am Dienstag eintreffen werden sich komplett verrückt machen wird.

      Gibt es denn soetwas?

      LG

      mela

      • Hallo
        ich denke sowas gibt es nicht ABER du und dein Vater können die Ärzte bitten, Diagnosen bitte NUR in deiner Anwesenheit zu sagen bzw er kann darum bitten, dass man dir alles sagt und du es ihm dann sagst in Anwesenheit der Ärzte natürlich, denn er hat ja ein Recht darauf zu wissen was ist.

        Liebe Grüße und gute Besserung für deinen Vater!

        • Hallo lilalaus,

          danke für deine Antwort.

          Ich habe es mir schon fast gedacht das es soetwas nicht gibt.

          Das Problem ist aber, wenn mein Vater in Anwesenheit der Gespräche ist, das er es immer falsch aufnimmt. Auch wenn ich die deutsche Staatsbürgerschaft habe, haben meine Eltern dennoch ausländische Wurzeln. Und da mein Vater zwar sprechen und verstehen kann (deutsch meine ich) nimmt er dennoch einige Dinge falsch auf, erst Recht wenn es um dieses sensible Thema geht.

          Und da kann ich ihm noch versuchen zu erklären das es so nicht ist steigert er sich da total hinein. Er weiss ja ganz genau was er 2 mal durchmachen musste. Er weiss ja ganz genau wie fertig ihn die zweite Op gemacht hat und dann erst Recht die Chemo.

          Das waren alles sehr harte Zeiten für uns und erst Recht für ihn.

          Und da hat er natürlich Angst.

          Aber so knallhart wie die Ärzte es einem sagen würde ich es natürlich meinem Vater ganz anders beibringen. Ich möchte ja schon das er die Wahrheit weiss aber nicht so knallhart und erst Recht wenn das Wort bösartig hört denkt er sich dann immer das es dann sien Ende beideutet. Was dem natürlich nicht sein muss.

          Er hatte ja zwei mal einen bösartigen Krebs in der Lunge gehabt den er zweimal heldenhaft gemeistert hat. Und da bin ich echt stolz auf ihn.

          Wir haben alle die Angst das wieder was da ist. Ich weiss auch das mein Vater nicht mehr der jüngste ist er ist jetzt 69 dennoch möchte ich das er noch ein paar Jährchen uns erhalten bleibt.

          Die richtige Patientenverfügung wo man lebenserhaltende Massnahmen abschalten kann das möchte ich ja alles gar nicht. Dieses Gewissen möchte ich gar nicht auf mich nehmen das soll mein vater alles sellbst entscheiden wenn es denn dazu kommen sollte was wir alle nicht hoffen.

          Nur eben diese Gespräche das ihm nicht alles so knallhart gesagt wird.

          Oh mann.

          Mir graust es jetzt schon wenn ich daran denke das wir die schreckliche Zeit nochmal durstehen müssten.

          Traurige Grüsse

          • hallo
            rede doch bitte mal mit dem arzt und erkläre es ihm. auf seine psyche muss ja auch geachtet werden und ich denke, dass jeder onkologe so sensibel ist und das versteht.

            liebe grüße

      http://www.mjv.rlp.de/binarywriterservlet?imgUid=30449f74-a874-8013-3e2d-cf9f9d3490ff&uBasVariant=11111111-1111-1111-1111-111111111111

      Bei einer Generalvollmacht, kannst du über ALLES entscheiden und informiert werden.
      Somit hättest du das Recht mit der Ärztin alleine zu reden.

      Was allerdings nicht heißt, dass dein Vater das Recht hat über ALLES informiert zu werden. Da hat die Ärztin recht, es ist Gesetz, dass sie über alles mit deinem Vater reden muss.

      Ich denke allerdings, wenn dein Vater sagt, dass er das nicht will und alles mit dir besprochen werden soll, dann wäre das völlig OK.

      • Der Vater hat nicht das recht über alles informiert zu werden, andererseits muss die Ärztin mit ihm über alles reden?

        Das widerspricht sich doch. Oder wo soll der Unterschied zwischen über alles informieren und über alles reden sein?

        Welches Gesetz meint Du wo das Vorgeschrieben ist?

        Die Ärztin müsste also auch gegen den erklärten Willen des Patienten mit ihm über alles reden, selbst wenn er bei klarem Verstand dies nicht möchte und hierfür jemanden bevollmächtigt? Wo ist dies denn gesetzlich geregelt?

        • Da habe ich mich verschrieben. Der Vater hat das Recht über alles informiert zu werden.

          Und ich habe ausserdem geschrieben, dass es bestimmt ok ist wenn er der Ärztin sagt, dass er nicht alles wissen möchte und seine Tochter über alles informiert werden soll.

          • Hallo zusammen,

            Ich habe mit meinem Vater die letuten Tage über alles gesprochen.

            Da er aber wjrklich noch bei vollem verstand ist, haben wir selber zusammen beschlossen und es auch den Ärzten mitgeteilt das mein Vater ebenfalls bei allen Gesprächen dabei ist, aber kein Gespräch ohne mich stattfinden darf.

            Das heisst dass, wenn die Ärzte ihm etwas mitteilen möchten, das er mich sofort anruft oder eben die Ärzte (je nachdem in welchem Zustand er ist) und ich mit aalles anhöre.

            Das Problem ist ja bei ihm das er alles falsch auffasst und wahrnimmt. Durch die Vorgeschichte ist er nun mal negativ geprägt und denkt immer sn das schlimmste sobald die Ärzte reinkommen.

            So ist das für uns am besten. Und die Ärzte sind auch damit einverstanden.

            Patientenverfügung brauchen wir nicht und da bin ich foch etwas froh drum denn mein papa möchte auch nicht das ich ein schlechtes gewissen hsbe oder mir später Vorwürfe mache.

            Danke euch nochmal für die zahlreichen antworten.

            Liebe grüße
            Mela

            Dass er das Recht hat ist doch unstreitig.

            Die Frage ist, was ist, wenn er das gar nicht will, sondern dies explizit ein anderer wissen soll.

            Muss der Arzt dann trotzdem alles mitteilen oder niocht? Oder darf es dies (ausschließlich) auch nur dem Bevollmächtigten mitteilen.

            • Ist doch alles schon geklärt!!!!

              Ich habe meine Meinung dazu geschrieben und gut ist,

              • Es ist geklärt, was ein Arzt jetzt machen muss und was nicht? Wann ist da spassiert?

                Oder meinst Du nur, dasss cih das Problem der Te in wohlgefallen aufgelöst hat? Da sist eine amndere baustelle. Im Moment geht es doch darum was ein Arzt jetzt machen muss und was nicht. Also abstrakt für alle Fälle.

                "Da hat die Ärztin recht, es ist Gesetz, dass sie über alles mit deinem Vater reden muss"

                Und diese Behauptung von dir ist m.E noch nicht geklärt.

                Du gehst jetzt aber auch davon aus, dass die Ärztin nicht aufgrund eines Gesetzes (welchem?) verpflichtet ist mit dem Patienten zu reden auch wenn er das gar nicht will und einen Bevollmächtigen stellt?

                Also

                • Ja das Problem der TE ist geklärt und ihr hab ich geantwortet, wenn du mit meiner Antwort nichts anfangen kannst, dann beachte sie doch einfach nicht.

                  Wenn du mehr wissen möchtest, dann steht es dir frei dich darüber zu informieren.

                  Ich weiß, dass der Arzt verpflichtet ist, da mein Opa vor kurzem im Sterben lag und wir uns viel mit den Ärzten unterhalten haben!!!! Sie haben meinem Opa ALLES gesagt weil sie es mussten.

                  Und hier nochmal (zum dritten mal) ich denke, dass ein Arzt auch nur mit einem bevollmächtigten redet wenn das der Patient so wünscht aber ansonsten muss der Arzt dem Patienten alles erklären.

                  http://dejure.org/gesetze/BGB/630e.html

                  So und damit ist das Thema für mich erledt, wenn du noch irgendwas wissen willst dann informier dich sonstwo und geh mir nicht auf die nerven.

                  Oder wenn du es besser weißt dann klär mich auf.

                  • "Und hier nochmal (zum dritten mal) ich denke, dass ein Arzt auch nur mit einem bevollmächtigten redet wenn das der Patient so wünscht aber ansonsten muss der Arzt dem Patienten alles erklären."

                    Genau darum ging es doch aber.

                    Dass er eben nicht mit dem Partienren sprechen MUSS selbst wenn er es nicht will!

                    Und das klang halt nunmal zunächst anderst bei Dir.

                    Und Dein Beispiel mit Deinem Opa ändert daran gar nichts, da dieser ja nicht äußerte "bitte nicht mit mir reden".

                    Dass der Arzt mit dem Patieneten selbst reden MUSS wenn nichts anderes geäußert wird war nie streitig.

                    Fazit also: Der Arzt MUSS NICHT mit dem Patienten reden, wenn er das gar nicht will und einen Bevollmächtigten stellt.

                    P.S.

                    "Ja das Problem der TE ist geklärt und ihr hab ich geantwortet, wenn du mit meiner Antwort nichts anfangen kannst, dann beachte sie doch einfach nicht."

                    Das Problem der TE hat sich praktisch geklärt und nicht aufgrund Deiner Auskunft.

                    Nach der hätte man glauben können, der Arzt MUSS mit dem Patienten reden, weil es ja auch bei Deinem Opa so war. Und genau das ist eben nicht der Fall.

                    Und Dein Link bestätigt das ja auch.

                    • Das steht in meiner ersten Nachricht:

                      Ich denke allerdings, wenn dein Vater sagt, dass er das nicht will und alles mit dir besprochen werden soll, dann wäre das völlig OK.

                      Wenn du das nicht verstehst ist das dein Problem.

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