Nachkriegskinder

    • (1) 20.12.13 - 13:06

      Welche Eigenschaften sind typisch für diese Generation?
      Müssen sie zwingend das gesamte Leben begleiten oder ist es eher eine "faule" Rechtfertigung, um nicht an sich arbeiten zu müssen oder eine Meinung neben seiner stehen zu lassen?
      Ist es wirklich so schwer eine andere Meinung neben seiner eigenen stehen zu lassen?

      grübelnde Grüße
      Karna

      • ich glaube ich weiß, worauf du hinaus willst ;-)
        meine mutter und mein vater sind nachkriegskinder und wir haben seit einem knappen jahr keinen kontakt mehr.
        ob das eine jetzt mit dem anderen was zu tun hat, kann ich dir nicht sagen--schließlich haben ja noch viele nachkriegskinder mit ihren kindern und enkeln kontakt...
        aber meine eltern dulden aus prinzip keine andere meinung, ist aber nur die spitze des eisberges ;-)

        lg

        Karna, du verwirrst mich.

        "Müssen sie zwingend das gesamte Leben begleiten oder ist es eher eine "faule" Rechtfertigung, um nicht an sich arbeiten zu müssen oder eine Meinung neben seiner stehen zu lassen?
        Ist es wirklich so schwer eine andere Meinung neben seiner eigenen stehen zu lassen?"

        Ich verstehe nicht so wirklich, worauf du hinaus willst...

        grübelnde Grüße zurück,
        Nina

        Was hat denn diese Eigenschaft mit "Nachkriegskindern" zu tun? Verbohrt und rechthaberisch zu sein ist eine Eigenschaft, die auch vielen Angehörigen anderer Generationen eigen ist. Ich kenne sehr viele Menschen, die der von dir erwähnten Generation angehören und die sind völlig anders. Typische Eigenschaften an einer Generation festmachen zu wollen ist doch kompletter Unsinn.

      • Ich glaube nicht, dass es das" typische Nachkriegskind" gibt, denn die Lebensumstände waren viel zu verschieden und kollektive Traumata wie bei der Kriegsgeneration gab es nicht. Wahrscheinlich handelt es sich eher um " Altersstarrsinn", denn die meisten Menschen werden nicht unbedingt toleranter im Laufe der Jahre.

      Hallo,

      was hat jetzt die Nachkriegsgeneration mit dem "andere Meinungen nicht gelten lassen" zu tun?

      Meine Eltern (wie auch die meisten Tanten und Onkel) sind noch während des Krieges geboren, manche kurz nach Kriegsende.

      Sie sind zumeist Wissenschaftler oder sonstige Akademiker, die zwar gerne und viel über Gott und die Welt diskutieren, aber niemals ihre eigene Meinung als das allein selig machende hinstellen.

      Mich fasziniert auch immer, dass gerade diese Generation bereit war, in Sachen Kindererziehung doch noch etwas dazu zu lernen, so wie meine Eltern.

      Ich glaube eher, dass das, was Du beschreibst, unabhängig davon ist, wann jemand geboren ist, sondern eher ein individuelles Problem ist.

      GLG

      Na Mensch da bin ich ja mal froh. Ich habe echt langsam an mir gezweifelt.
      Mir wurde heute gesagt, dass meine damalige Entscheidung unangemessen hart war und ist. Ich würde meine Mutter für etwas bestrafen wofür sie nichts kann, schließlich sei sie ein Nachkriegskind und könne nichts dafür....

      Ich selber vertrete die Meinung, es hat mit ihrer eigenen und meiner Einstellung zu den Dingen zu tun. Und wenn man dann auch noch die Schuldfrage klären will, dann tragen wir sie wohl beide. Es lief einfach nach dem Motto Aktion-Reaktion und ein temporärer Selbstschutz spielte auch eine Rolle.

      Selbst der Vorwurf der unangemessenen Bestrafung hat mich gelinde gesagt , überrascht. Ich habe zu keiner Zeit über eine Bestrafung nachgedacht- wir sind schließlich erwachsen. Zudem was ist es denn für eine Bestrafung, wenn ein Kind dass immer wieder den Kontakt, die Aufmerksamkeit, Anerkennung und die Liebe der Mutter gesucht hat und nicht bekommen hat , nach einer erfolglosen Meditation mit vielen neuen emotionale Verletzungen , den Kontakt abbricht.
      Das sollte doch eher eine "Erlösung" für die Mutter gewesen sein.

      Na gut ich verbuche es einfach unter : "Dinge die ich nicht verstehe"

      Immerhin scheine ich doch nicht so beschränkt zu sein- ich werd ihr wohl eine Geburtstagskarte schicken ;-)

      • "....Immerhin scheine ich doch nicht so beschränkt zu sein- ich werd ihr wohl eine Geburtstagskarte schicken ...."
        Ja, du bist halt noch nicht in dem Alter in dem man KEINE mehr schicken würde, wenn es Disharmonien gegeben hätte;-)

        • ach bei keinem Kontakt kann es weder Disharmonien noch Harmonie geben.
          Aber immerhin ist sie ja "Schuld" dass es mich gibt :-D und dafür kann ich ihr ja zum Dank Glück und Gesundheit wünschen :-)

          • Stimmt! Und wenn du später auch einen Tunnelblick bekommst, dann könntest du ihr auch vorwerfen, dass sie an deinen Problemen Schuld trägt, denn wenn es dich nicht gäbe, gäbe auch deine Probleme nicht. Ganz logisch, oder?! Schliesslich bist du auch nur ein Opfer deiner Lebensumstände. Sooooo viele Schwierigkeiten, die sie durch Verhütung hätte verhindern können.... Somit seid Ihr quitt;-)
            Schöne Weihnachten!

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