koma bekommt mann was mit

    • (1) 28.12.13 - 21:41

      Hallo. Mein Vater liegt seit dem 23. 12 im koma (künstlich) seit er Copd und Lungenentzündung mit sepsis. Daher haben sie ihm ins koma gelegt. Nun merke ich das sein Puls runter geht wenn ich bei ihm bin und hoch wenn er sich aufregt. Er hat sich gedreht einfach so. Laut Ärzte und Pfleger kämpft er. Nun frage ich mich bekommen sie was mit? Uns hat jemand Erfahrung in so eine Richtung gemacht? Lg josie sorry mit dem Handy drin sas dauerte.

      • ich hab keine persönlichen Erfahrungen aber ein Freund von mir lag zwei Wochen im Koma, allerdings in einem "echten", kein Künstliches.

        Bei einem künstlichen Koma wird der Patient ja sediert. Ich denke, dass da evtl noch eher was wahrgenommen wird, als wenn das Hirn selbstständig auf Sparflamme schaltet. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dein Papa spürt, dass du da bist und er dann ruhiger wird. Er erkennt sicher deine Stimme oder nimmt deine Berührungen wahr.

        Ich durfte meinen Freund leider nicht besuchen, als er im Koma lag. Allerdings direkt danach. Es ging ihm noch sehr schlecht, er konnte nicht reden, wirkte sehr abwesend.
        Heute kann er sich an die Zeit des Komas und auch an die ersten 2 - 3 Wochen nach dem Aufwachen nicht mehr erinnern.

        Ich wünsche dir und deinem Papa alles Gute.

        (3) 28.12.13 - 22:15

        Meine Mutter war anfang des Jahres wochenlang im künstlichen Koma. Sie kann sich an nichts mehr erinnern.

        Ich hatte jedoch auch den Eindruck, dass meine Mutter auf unsere anwesenheit reagiert hat.

        Alles Gute

        (4) 29.12.13 - 10:21

        Hallo,

        meine Mutter lag auch im künstlichen Koma (auch Copd und Lungenentzündung, dazu noch ein sehr schwaches Herz) für eine Weile. Die Ärzte sagten, sie sei sehr sehr weit weg und bekam auch unheimlich viele Medikamente. Es hiess aber auch, sie spüre unsere Anwesenheit, das könne man aus Erfahrung so sagen.

        Ich habe ihr jeden Tag ihre Lieblingsmusik angemacht und mit ihr geredet, die Ärzte fanden das gut und sinnvoll so und waren überhaupt sehr menschlich und einfühlsam. Ein paarmal hatte ich auch das Gefühl, sie regt sich ein wenig, aber leider weiss man eben nie, was richtig ist und da ist es gut, einfach auf das Bauchgefühl zu hören. Es gibt einfach zwischen 2 Menschen noch eine andere Verbindung, als die, die man hören oder sehen kann!

        Alles Gute für Deinen Papa!

        LG
        Katja

        • (5) 29.12.13 - 12:03

          Wie ging es damals aus?

          • (6) 29.12.13 - 12:27

            Nachdem ich meine Antwort ebgeschickt hatte, hatte ich schon Bedenken, Du würdest fragen..

            Meine Mutter ist nicht mehr aufgewacht. Grund hierfür war jedoch ihr extrem schwaches Herz, dass es nicht mehr geschafft hat, die Medikamente übers Blut durch den ganzen Körper zu pumpen. Sie war sehr sehr schwach und hat sich leider auch noch zur Lungenentzündung einen Krankenhauskeim zugezogen, der das Ende bedeutete.

            Ich kenne aber viele Fälle, in denen es wieder bergauf ging, also lasse Dich bitte nicht entmutigen.

      Hallo,

      mein Mann lag 2012 nach einem schweren Unfall zwei Wochen im künstlichen Koma.

      Richtig erinnern kann er sich nicht mehr.
      Erst, als es zum Schluss ans aufwachen ging, man ihn langsam zurückgeholt hat.

      Nur hatte er die ganze Zeit über schlimme Träume, die immer wieder in Schleife abliefen.
      Die setzen ihm heute noch zu.

      LG
      Katie

      (9) 29.12.13 - 11:50

      Das habe ich mich auch oft gefragt. meine Kleinste (geb. August 2012) lag im Mai ne Woche im künstlichen Koma und jetzt vor 2 Wochen nochmal 4 Tage...keine Ahnung ob sie etwas mitbekommen hat, ich habe aber ganz viel mit ihr gesprochen und sie gestreichelt. Beide Male war sie nachher total auf mich fixiert.

      Lg kathrin

      • (10) 29.12.13 - 11:57

        Hallo. Danke für eure antworten. Mwin Vater hat kaum Lebenserwartung wenn er wach wird. Leider. Wir fahren heute zu ihm und hoffe auf was positives zu hören aber diese Angst wenn das telefon geht. Aber es ist gut zu wissen das sie qas mitbekommen. Frage an die usein mit der Mutter die Copd hat. Wie ging es aus?

    hallo.

    also ich bin von beruf altenpflegerin und habe auch mal eine ganze zeit mit patienten gearbeitet die im wachkoma, bzw. im "richtigen" koma lagen.

    wenn ich die im richtigen koma versorgt habe waren die geräte alle im normalzustand, also ich hab keine änderung der herzfrequenz feststellen können.

    das war bei denen im wachkoma schon anders. einige dieser wachkomapat. waren auch an der beatmungsmaschine. die sprang bei der versorgung öfters an und auch der puls ging schneller.

    daher denke ich schon das dein papa etwas mitbekommt, zumal er ja "nur" im künstlichen liegt. und wir haben in der ausbildung gelernt ( und das sagt dir auch jeder arzt ) das man mit pat. im koma viel viel reden soll. denn sie bekommen durchaus was mit.

    ich hab da noch eine situation die ich selber miterlebt habe. ich war noch neu auf der koma station und wurde eingearbeit. wir versorgten einen jungen mann im wachkoma. meine kollegin stellte mir ihn vor und erzählte mir die umstände seines zustandes. sehr tragische geschichte. :-( wir versorgten ihn also fertig und als wir gingen drehte ich mich nochmal zu ihm um. keine ahnung warum ich das machte. da liefen dem jungen mann die tränen über die wangen. alle kollegen hatten das bei ihm noch nicht erlebt gehabt und wir alle hofften das es ein zeichen sei das er wieder aufwacht.

    ich wünsche deinem papa alles erdenklich gute und schnelle genesung.

    vg#klee

    (14) 29.12.13 - 16:24

    Hallo!
    Ja, rede mit ihm, halt seine Hand, spiel im leise seine Lieblingsmusik vor. Selbst wenn es nichts bringen sollte, schaden wird es auf keinen Fall. :-)

    Ich hatte beruflich mit sedierten, komatösen und Wachkoma-Patienten zu tun und mit allen wird gesprochen, eben weil man nicht weiß, wie viel ankommt. Wir ermutigen die Angehörigen auch, persönliche Dinge mitzubringen und mit den Patienten zu sprechen.
    Ich selber lag als 8Jährige ca 1 Woche im (teilweise künstlichen) Koma. Meine Eltern und meine Paten waren regelmäßig da, sie redeten mit mir, lasen mir aus meinem Lieblingsbuch vor und brachten einen Walkman mit meinen Bibi Blocksberg-Kassetten mit. Ganz offensichtlich habe ich darauf reagiert, mein Puls und Blutdruck ging etwas runter, ich beruhigte mich.

    Wie viel ein Koma-Patient mitbekommt, ob er Inhalte versteht oder nur die vertraute Stimme hört, weiß man nicht. Und auch wenn ich mich überhaupt nicht an diese Dinge erinnern kann und ebenfalls noch nie von einem wieder erwachten Patienten gehört habe, dass er alles mitbekommen hat - was heißt das schon? Mit einem Baby wird auch liebevoll gesprochen, obwohl es den Inhalt nicht versteht und sich später nicht daran erinnern kann. Für die Entwicklung ist es trotzdem sehr wichtig. Also, trau dich.

    Tu dir aber bitte selbst einen Gefallen und frag hier nicht danach, wie der Verlauf bei den Usern, die dir antworten, war. Man weiß nie, wie so etwas ausgeht; lass dich bitte nicht verunsichern oder dir falsche Hoffnungen machen durch die Erlebnisse anderer. Das hört sich gemein an, natürlich gibt es Prognosen und statistische Chancen, aber die bringen eigentlich nichts. 99% Überlebende helfen dir nicht, wenn dein Fall zu dem 1% gehört. Und ebenso kann es sein, dass es in deinem Fall gut ausgeht, obwohl niemand damit gerechnet hat. Das weiß man einfach nicht. Jeder Mensch ist individuell. Die Ärzte und Pfleger werden sich gut um deinen Vater kümmern, du kannst viel für ihn da sein, den Rest macht er selber. :-)

    Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft und alles Gute.

    Liebe Grüße, Truly

    • (15) 29.12.13 - 20:10

      Hallo. Ist es ei gutes Zeichen wenn er versucht selbst zu atmen? Er versuchte es zwei stunden. Aber sein Blutdruck ist instabil das er ei Medikament bekam das sein hf höher schlägt. Koennen Patienten im künstlichen koma versuchen sich zu bewegen? Morgen ist Visite. Lg

(16) 29.12.13 - 18:47

Hallo!
Tut mir leid das mit Deinem Vater #schmoll
Ich lag schon mal drei Tage im künstlichen Koma und habe NIX mitbekommen. Mag ja sein, das man unterbewusst was merkt, aber erinnern kann ich mich wirklich an nichts mehr (auch nicht, das ich überhaupt ins Koma gelegt wurde)
Meine Erinnerungen setzen erst wieder ein, als ich langsam aufgeweckt wurde.

Vermutlich hätte ich es nicht gemerkt, wenn ich einfach gestorben wäre....
Alles Gute für Deinen Vater! Der Opa meines Mannes hat auch COPD und lag sogar ichglaub 3 Wochen im Koma und wurde von den Ärzten eigentlich schon aufgegeben...
das ist jetzt 2 Jahre her und ihm gehts zwar nicht supergut, aber er ist zu Hause und den Umständen entsprechend fit! #klee
LG
asira

(18) 30.12.13 - 21:57

Hallo,
mein Sohn war 2009 nach einer Tumor-Hirnop im künstlichen Koma und ich denke schon das sie irgendwas wahrnehmen. Bei ihm war auch eine deutliche Veränderung von Puls, wenn ich bei ihm war, gesprochen habe und seine Hand gehalten habe.
Das haben damals auch die Schwestern auf Intensivstation gesagt. Ich hab das leider nie hinterfragt :-( .
Hatte da hochschwanger andere Sachen im Kopf #klatsch .
Leider kann ich ihn auch nicht fragen, aber ich denke schon das sie die Anwesenheit spüren und die Stimmen irgendwie wahrnehmen.

Zumindest habe ich es mir gewünscht.

#winke

(19) 30.12.13 - 23:02

ja, ich bin sicher, dass er in dem Moment spürt, dass jemand bei ihm ist, mit ihm spricht, ihn berührt usw. auch wenn er sich später vielleicht nicht mehr erinnern kann.
Ich finde es auch völlig normal, mit den verstorbenen Bewohnern bei uns im Altenheim zu sprechen .Selbst da habe ich manchmal das Gefühl, dass sie noch hören, was man zu ihnen sagt. Wenn die Bestatter dann den Leichnam abholen, sage ich ihm auch "Auf Wiedersehen".

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