Sowas habe ich noch nicht erlebt - Autoverkauf

    • (1) 31.12.13 - 06:48

      Hallo,

      ich habe vor ein paar Wochen mein Auto verkauft.
      Käuferin kam mit 2 weiteren Personen. Alle haben sich das Auto angeschaut.
      Auto ist schon über 10 Jahre alt, somit also auch kein Neuwagen und mit Mängeln.
      Diese habe ich auch im Vorfeld alle bekannt gegeben, auch das wir z.B. einen

      Auffahrunfall haben und das aber alles repariert wurde (wurde dann auch im Kaufvertrag festgehalten). Wir sind dann auf deren Wunsch auch noch in eine Vertragswerkstatt
      gefahren, gleich als Probefahrt. Ist auch kein Problem, denn bis auf die aufgezählten

      Mängel ist/war meiner Meinung nach alles ok mit dem Auto. Ich fahre meine Kinder damit auch durch die Gegend. Der Mechaniker nahm das Auto dann unter die Lupe, entdeckte
      lediglich etwas Rost, kleine Stelle, mehr aber nicht.
      Tüv war übrigens auch in nächster Zeit fällig, aber da sagte der Mann aus der Werkstatt das Auto kommt durch.

      So, nun einige Woche später, nachdem das Auto also schon länger im Besitz des Autos ist und auch schon längst umgemeldet usw. meldet sich der Käufer bei mir und ist sauer.
      Er sagt er war in der Werkstatt (wegen Tüv und hat das Auto durchchecken lassen) und da hätte man wohl Schäden im Wert von 2500 € festgestellt, um das Autodurch den Tüv zu bekommen. Auch sollte das Auto plötzlich offensichtliche, großflächige Schäden haben, die man beim anschauen nicht gesehen hat?!? Da sollen Teile kaputt sein, von denen ich noch nie etwas gehört habe, wo ich nicht mal weiß wozu die sind.

      Es war auf jeden Fall eine unendliche Disskussion in der dann auch Aussagen fielen wie ich hätte sie wissentlich betrogen oder ich solle das Auto zurück nehmen oder mich an den Reperaturen beteiligen. Ich war echt perplex.

      Mir tut das natürlich leid wenn es so sein sollte, nur ich bin auch kein Experte und weiß nicht was drin steckt. Die kommen zu dritt, man macht eine Probefahrt und die Werkstatt sagt soweit alles ok. Mehr kann ich ja auch nicht machen. Ich habe auch auf vieles hingewiesen was so gemacht wurde, habe dafür noch Rechnungen. Hatte dem Käufer auch gesagt das er diese gern noch haben kann.

      Letztendlich habe ich die Diskussion dann nach einer Weile beendet, weil ich eh hätte sagen können was ich will. Ich habe dem Käufer dann nur gesagt wenn er meint ich hätte ihn betrogen, dann soll es sich einen Anwalt nehmen.

      Oder was hättet ihr gemacht?

      Ich meine ich kann das nach ein paar Wochen auch alles nicht mehr nachvollziehen,
      wer weiß woher das alles kommt (z.B. ein Lackschaden auf einmal).

      Ich habe das Auto wirklich mit besten Gewissen und alle mir bekannen Mängeln verkauft, was dann ja auch schriftlich festgehalten wurde.

      Ich muß auch noch dazu sagen, das der Käufer auch nach dem Kauf die erste Zeit oft anrief, z.B. bekam er das Handschuhfach nicht auf, dann leuchtete wohl eine Kontrollleuchte, dann sprang das Auto wohl nicht an weil es bei der Kälte herum stand.
      Mag alles sein, aber was sollte ich da machen?

      Sowas habe ich auf jeden Fall noch nicht erlebt.

      • Hallo lamada,

        ich kann verstehen das du entsetzt bist das der Käufer jetzt ankommt und gern die Mängel auf deine Kosten reparieren lassen möchte. Genauso kann ich den Käufer verstehen der nach Aussage der Werkstadt ein Auto gekauft hat das angeblich keine größeren Mängel aufweist.
        Ich denke es kann auf einen Rechtsstreit hinauslaufen. Dann wird geklärt in wie weit der Käufer Ansprüche gegen dich hat. Ich denke mindestens 3 Monate nach Kauf hat der Käufer gute Aussichten dich an den Reparaturkosten zu beteiligen. Scheinbar liegen ja verdeckte Mängel vor.
        Den Lachschaden sehe ich aber nicht als verdeckten Mangel an.

        Freundliche Grüße blaue-rose

        Hallo,

        kanntest du den Mechaniker in der Werkstatt? Wenn nicht und ihr seid zufällig da gelandet, dann würde ich mit meiner Laienmeinung sagen, du hast gute Chancen, den Rechtsstreit zu gewinnen. Aber selbst wenn ihr euch kanntet, dann müssten die die Käufer nachweisen, dass du und die Werkstatt unter einer Decke stecken. Du hast alles getan, worum die die Käufer gebeten haben. Du hast wahrheitsgemäß alle Mängel angegeben. Sie haben ihn dennoch gekauft.
        Sie könnten den Vertrag nur wegen arglistiger Täuschung anfechten udn das scheint mir bei der Sachlage unmöglich.

        Lass sie kommen und warte ab. Gut wäre, wenn du vorab mit dem Mechaniker sprichst und ihn bittest, im Notfall für dich auszusagen.

        vg, m.

        • Nee, den Mechaniker kannte ich nicht, zumindest nicht persönlich.
          Ich kaufe zwar selbst ab und zu kleinere Ersatzteile dort, aber sonst nichts.
          Die Werkstatt hatte der Käufer auch ausgesucht, weil sie halt in der Nähe von mir war.
          Hat er sich vorher im Internet rausgesucht glaube ich und dort angerufen.
          Die Werkstatt hat das Auto auf die Bühne genommen, von unten angeschaut, in der Motorraum geschaut und dann halt gemeint alles soweit in Ordnung, Tüv wird es geben. Er ist dann auf dem Gelände sogar noch einmal im Kreis gefahren (etwas zügiger).
          Der Käufer hatte wohl auch ein "Klappern" auf der Probefahrt gehört (was ich z.B. nicht hörte, ich war dabei) und den Mechaniker direkt darauf angesprochen. Der Mechaniker hat nachgeschaut und fand dort nichts. Und jetzt ist alles total kaputt und es wäre lebensgefährlich mit dem Auto zu fahren sagte mir der Käufer noch am Telefon.
          Wenn das so wäre, dann hätte ich ihn wissentlich nicht gefahren, ich habe Kinder!

          Ich denke ich würde den Mechaniker im Notfall auch wiedererkennen und ihn mal ansprechen. Schriftliches hatte ich oder der Käufer aber nicht bekommen.

          Naja, da heißt es wohl abwarten ob was kommt und dann reagieren, versichert bin ich ja zum Glück.

      Hallo,

      ich hatte sowas auch mal.

      ich hab mich damals auf überhaupt keine Diskussion eingelassen.

      Das Auto wurde angeschaut und ich habe nichts wissentlich verschwiegen.
      Als Privatperson gibst Du doch keine Garantie.

      Ich habe davon nach dem einen Anruf auch nie wieder irgendetwas gehört.

      hey

      habt ihr einen ordentlichen Kaufvertrag für das Auto abgeschlossen? Wenn ja, hast du dann als Passus ein Gewährleistungsrecht ausgeschlossen? Wenn ja, dann hat der Käufer schlechte Karten. Dann heißt's "gekauft, wie gesehen". Dann müsste er dir arglistige Täuschung nachweisen, was relativ schwierig ist. Wenn nein, dann hat der Käufer allerdings ein Nachbesserungs- bzw. Rückgaberecht. Die Frist für die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen beträgt 2 Jahre (Gem. § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB). Bei arglistiger Täuschung beträgt die Verjährungsfrist 30 Jahre.

      Allerdings: meine persönliche Meinung: auch ich habe erst kürzlich ein gebrauchtes Auto gekauft. Der hat sogar ein paar Jahre mehr auf dem Buckel. Ich wusste von Anfang an, dass ich kein neues Auto kaufe, dass ein altes Auto eben Mängel hat, auch Kratzer oder Dellen, dass Rost auftreten kann und dass ich dieses Auto sicher nicht bis in alle Ewigkeiten fahren kann. Ich habe die Karre angeguckt, von oben bis unten, von innen nach außen, hab eine Probefahrt gemacht und dann den Kaufvertrag unterschrieben mit dem Wissen, dass ich den Verkäufer sicher nicht hinterher wegen irgendwelcher nicht funktionierender Lämpchen oder einem Radio mit Wackelkontakt zur Rechenschaft ziehen werde. Ich denke, dass dein Käufer jetzt noch das Maximalste aus der Geschichte rausholen will. Aber die sogen. versteckten Mängel kannst du als Laie gar nicht kennen, ihr wart in einer Werkstatt - der Käufer war dabei - und habt gehört, dass nichts großes dran ist. Warum dein Auto jetzt plötzlich nicht durch den TÜV kommen soll, ist mir schleierhaft. Überprüfe den Kaufvertrag!

      Gruß
      MamahatFernweh

      • Ich habe so einen vorgefertigten Kaufvertrag.

        Da steht

        Ausschluss der Sachmängelhaftung

        Das KRaftfahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft,
        soweit der Verkäufer nicht nachstehend eine Garantie oder Erklräung abgibt.
        Der Ausschluss der Sachmängelhaftung gilt nicht im Falle des Vorsatzes und der
        groben Fahrlässigkeit sowie bei -verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.

        • Hey,
          Ich bin jetzt ja kein Jurist, aber das was da steht, ist klar ein Gewährleistungsausschluss. Das bedeutet, dass der Käufer dir nicht viel kann. Jetzt kommt es natürlich drauf an, wie hoch der Streitwert ist bzw. die Höhe des Kaufpreises und ob es sich für ihn überhaupt rentabel wäre, es auf einen Prozess ankommen zu lassen, um dir arglistige Täuschung nachzuweisen. Wenn er jetzt behaupten würde, du hättest mit Absicht verschwiegen, dass die Bremsen z.B. nicht funktionieren oder so. Aber bei der Probefahrt haben sie ja wohl funktioniert. Also ich denke, du solltest folgendes machen: auf weitere Anrufe usw. nicht reagieren, ihn allerhöchstens auf den Gewährleistungsausschluss im Kaufvertrag hinweisen - nichts weiter, und dann abwarten, ob der überhaupt einen Anwalt bemüht.

          Viel Glück
          MamahatFernweh

          • 1000.-

            • (10) 31.12.13 - 12:15

              Lehn dich entspannt zurück!

              Bei der Summe?
              Da kommt nix mehr.
              Weise die Ansprüche zurück und sag sie können gerne klagen.

              Wichtig, keine weiteren Rechtfertigungen, keine Begründungen, keine weiteren Infos.
              Man verschießt sein Pulver nicht vorher.
              Wenn der Gegner "nichts weiß" kann er sich nicht richtig vorbereiten.

              Gut begründen muss man erst im Prozess und der kommt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht.

              Einen Guten Rutsch wünsche ich!

              Gruß
              Demy

              ???????????? Kaufpreis des Autos??? Dann würde ich ganz entspannt abwarten. Kein Anwalt lässt sich auf so nen Witz ein. Der Käufer will jetzt im Nachhinein halt noch Profit rausschlagen, aber bitte, was erwartet der für 1000 €??? Soviel hat ja meiner gekostet, und der steht wesentlich übler da!!!

              Lass dich da nicht kirre machen. Das ist ausserhalb jeglicher Verhältnismässigkeit. Jetzt dachte ich da gehts um 10.000 € oder mehr ????????

    (12) 31.12.13 - 10:07

    Hi,

    ich wäre da ganz entspannt!

    Du hast die Dir bekannten Mängel und den rep. Unfallschaden angegeben, der Käufer hat eine Probefahrt gemacht - und die in eine Werkstatt - mehr kann man nicht machen, um einen Verkauf fair abzuwickeln.

    Hast Du im Vertrag evtl. auch einen Passus "Bastlerfahrzeug" oder "gekauft wie besichtigt und Probegefahren" oä drin? Die Mägnel habt ihr ja festgehalten.

    Naja, und es gibt tatsächlich Leute, die es schaffen, ein Auto innerhalb von wenigen Wochen kaputt zu fahren. Wer weiß, wo der überall hergefahren ist, wieviele KM er seither gefahren ist, ob Öl / Wasser regelmäßig geprüft wurde etc.

    Lass ihn den Rechtsweg beschreiten. Ruf ggfs. Deine Rechtschutzversicherung an und melde das Problem schonmal - falls was kommt, weisst Du direkt, ob die RS eine Deckungszusage erteilt (mir ist sowas wichtig, bevor ich zum Anwalt gehe). Viele RS-Versicherungen bieten auch eine telefonische Vorabberatung an und äußern sich dazu, wie sie aufgrund Deiner Schilderung den Fall beurteilen.

    Reagieren würde ich nicht weiter und mir auch weitere Anrufe verbitten.

    Gruß
    Kim

    • (13) 31.12.13 - 10:10

      Hast Du im Vertrag evtl. auch einen Passus "Bastlerfahrzeug" oder "gekauft wie besichtigt und Probegefahren" oä drin? Die Mägnel habt ihr ja festgehalten.

      Nein.
      Nur die Mängel die ich kenne, Schäden usw. sind aufgeführt, alle wichtigen,
      jetzt nicht sowas wie Sitzpolster haben Flecken oder so.

hallo
es kommt auf den Vertrag an...
ich habe grundsätzlich immer im Vertrag festgehalten, dass ich das Auto mit allen sichtbaren und unsichtbaren Mängeln ohne Garantie verkaufe, aber der käufer das Recht hat das Auto vor dem Kauf auf eigene Kosten in einer Werkstatt zur Begutachtung vorzufahren.

Also lass die - vielleichtd enken sie man kanns ja versuchen. Sollen sie eben einen Anwalt nehmen, aber sobald du etwas bezahlst, siehst du quasi deine Schuld ein.

LG

(15) 02.01.14 - 01:57

""Sowas habe ich noch nicht erlebt....""

Das passiert in diesen Tagen wohl immer öfter, nicht nur bei Ebay, bei Kleinanzeigen etc.,.

Jeder wil doch nur noch auf Kosten anderer leben.

Schlimm, keinerlei Eigenverantwortung mehr, leere Portmonaies und schild sind immer die anderen.

Ganz klar: Abperlen lassen!

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