Trauerfall spenden oder Geld in die Karte? Seite: 2

                  • wenn es der Wunsch der Trauerfamilie ist, dass Geld auf ein bestimmtes Konto für einen guten Zweck gespendet wird, ja, dann empfinde ich es als billig, wenn jemand statt dessen Geld in eine Trauerkarte reinlegt. Gibt es die Option Spenden nicht, ist das was kpl. anderes. Oder hast du mir gerade unterstellt, ich würde es generell so sehen, dass Geld in der Trauerkarte "billig" ist?
                    Wenn ja, dann teilen wir uns den Platz des guten Beispiels für die Abgründe

                    • Es war offensichtlich der Wunsch, dass STATT BLUMEN eine Spende stattfindet. Das ist für mich unabhängig vom Kondolenzgeld, das einem anderen Zweck dient, nämlich der späteren Grabpflege (die nicht nur aus Blümchenkaufen besteht!). Oft fließt es auch in die Beerdigungsrechnung mit ein.

                      Ich glaube auch nicht, dass Geld in Karten gelegt wird, um sich hervorzutun. Mit 'nem Zehner oder 'nem Zwanni - mehr ist es ja in der Regel nicht - lässt sich nicht sonderlich gut protzen.

                      • über Geld spricht man nicht. Hast du schon mal eine Traueranzeige gesehen, in welcher drin stand, dass man keine Blumen und kein Geld (für welchen Zweck auch immer) haben möchte? Die Blumen stehen stellvertretend auch für Geld (in Karten). Und wenn dann explizit darauf hingewiesen wird, dass die Leute lieber für einen bestimmten Zweck spenden sollen (sogar unter Angabe der Kontonummer) dann sollte man diesen Wunsch respektieren.

                        >>Ich glaube auch nicht, dass Geld in Karten gelegt wird, um sich hervorzutun. Mit 'nem Zehner oder 'nem Zwanni - mehr ist es ja in der Regel nicht - lässt sich nicht sonderlich gut protzen. <<
                        ist im Grunde auch egal, was du oder ich glauben

                        • >>Hast du schon mal eine Traueranzeige gesehen, in welcher drin stand, dass man keine Blumen und kein Geld (für welchen Zweck auch immer) haben möchte?<<

                          Jo. "Anstelle von Blumen- oder Geldspenden bitten wir um eine Spende an...".

                          >>ist im Grunde auch egal, was du oder ich glauben <<

                          Dann hättest du dir deinen Rundumschlag ja gleich sparen können.

                          • findest du? Es wird hier im Forum über so viele Dinge geschrieben, so viele haben ihre eigene Meinung und glauben dies und das, was wahrscheinlich alles letztendlich ganz anders ist. Wäre ansonsten ganz schön ruhig hier.

                            Danke für das Textbeispiel. Ist mir so noch nicht aufgefallen

      (31) 08.01.14 - 11:31

      Hallo,

      wenn es einen definierten Wunsch in der Traueranzeige gibt, würde ich diesem nachkommen.
      Blumen auf dem Grab verwelken - Spenden kommen (hoffentlich) immer an und wirken.

      Bei uns ist es auch üblich zu spenden und eine Karte abzugeben, manchmal noch ein paar Blumen zusätzlich, dann aber eher für das Trauerhaus und manchmal auch einfach ein paar Tage nach der Beerdigung, wenn sich alles schon mal etwas "gesetzt" hat.

      "...Da es meine 1.Beerdigung ist habe ich die Dame in der Kirche gefragt wie man am besten kondoliert. Sie sagte Spenden, eine schöne Karte und das Trauerhaus in Ruhe lassen...."
      Ja - "das Trauerhaus in Ruhe lassen" ist natürlich Erwägungssache. Manche Trauernde wollen auch nicht wirklich allein sein, manche können in diesem Moment keinen sehen.

      Als mein Vater starb, war ich sehr glücklich und dankbar für Besuche von Freunden. Es kommt aber sicherlich darauf an, in welcher Beziehung man zu der Familie steht.
      Hilfe wird häufig nicht "gewünscht" aber dennoch sehr gern angenommen. Das sollte man aber aus dem Kontext heraus lesen.

      Du brauchst Dich nicht schlecht fühlen - Du machst es richtig.
      Ich kenne es nur nicht so, dass sich die Nachbarn zusammentun. Bei uns handelt da jeder eigenständig - auch wenn wir eine sehr gute Nachbarschaft pflegen.
      So bleibt es jedem selbst überlassen, wie er handelt.

      LG

    • (32) 08.01.14 - 11:39

      "Geld- statt Blumenspenden" hat doch nichts mit dem Geld in der Kondolenzkarte zu tun. Das ist bloß für die Grabpflege gedacht und wird eigentlich immer beigelegt. Wenn die Familie das lieber spenden möchte, kann sie's ja tun. Aber die Bitte bezog sich doch bloß auf Blumenspenden. In sofern denke ich, deine Nachbarin hat Recht und du hast da was missverstanden. Ihre Reaktion scheint allerdings überzogen. An eurer Stelle hätte es hier Geld in die Kondolenzkarte gegeben UND - wenn die Nachbarschaft sonst einen Kranz gestiftet hätte - zusätzlich das Geld für den Kranz als Spende an die Palliativstation.

      Aber der Drops ist ja jetzt gelutscht. Rede halt mit deiner Nachbarin (wenn sie sich beruhigt hat), sag, dass das blöd gelaufen ist und gut.

      (35) 08.01.14 - 19:56

      "Das ist bloß für die Grabpflege gedacht und wird eigentlich immer beigelegt."

      Das scheint aber sehr von der Region abhängig zu sein. Bei uns ist das völlig unüblich.

      • (36) 08.01.14 - 22:03

        Stimmt, ist mir im Nachhinein auch aufgefallen. Hier ist es jedenfalls üblich, ein Scheinchen beizulegen. Die Familien nutzen das dann meist entweder direkt für die Beerdigung, die Grabgestaltung oder um die erste finanzielle Belastung abzufedern. Deswegen hab ich auch nicht gerafft, was die Aufregung um das Geld in der Karte soll. Wenn wirklich gar nichts gewünscht ist, wird das hier in den Traueranzeigen auch ausdrücklich so vermerkt, Marke "Statt Geld- oder Sachspenden...". Ist aber unüblich.

(37) 08.01.14 - 13:46

Hallo!

In der Anzeige wurde darum gebeten, lieber zu spenden, statt Blumen zu schenken. Es wurde nicht darum gebeten, nur zu spenden und nichts anderes zu tun.

Bei uns ist es auch üblich, Geld in die Karten zu legen. Wenn die Familie das Geld lieber spenden möchte, dann kann sie es doch immer noch tun.

Ich denke nicht, dass deine Nachbarin den Wunsch missachtet, den die Familie geäußert hat, schließlich gibt sie Geld und kauft keine Blumen.

Ich denke, ich wäre auch etwas angefressen gewesen, hatten alle Nachbarn gemeinsam etwas vereinbart und ich bin dann die einzige, die es so macht, weil alle anderen plötzlich umspringen und spenden. Wie gesagt, der Wunsch wird ja nicht missachtet. Will die Familie das Geld nicht fur sich, können sie es ja selbst spenden.

LG

  • (38) 08.01.14 - 14:39

    washeißt "es sich anders überlegen" das stand ja so in der anzeige, die bei der ersten "verabredung" noch gar nicht bekannt war...

    aber da stimme ich dir zu: ob man das geld nun der familie gibt oder direkt spendet ist mMn persönliche geschmackssache.

    aaaaber wenn ich schon dieses "anschreiben" lese... ich spreche mit meinen nachbarn... dann hätte man dieses vielleicht nur kleines missverständnis gleich ausräumen können... denn mehr ist es denke ich gar nicht...

"Sie sagte Spenden, eine schöne Karte und das Trauerhaus in Ruhe lassen."

Das ist schön und das richtige... lass die komische Nachbarin machen - ich finde es auch schöner so, da es sogar gewünscht ist :-)

Eine tolle Geste... halte daran fest, du tust das Richtige :-)

(40) 08.01.14 - 14:11

Ich sehe es auch so, dass es ein Wunsch des Verstorbenen war und das sollte man respektieren. Wenn sie es nicht direkt auf das Konto gewollt hätten, hätten sie es in der Anzeige nicht extra angegeben.

Und auch finde ich, dass man Wünsche von Trauernden respektieren soll. Vor 2 Jahren verstarb mein Papa. Wir haben extra in die Anzeige geschrieben, dass wir bitten von Beileidsbekundungen am Grab Abstand zu nehmen. Haben sich aber auch viele nicht daran gehalten, war ganz schrecklich. Wir haben uns ja schon was dabei gedacht, dass wir es extra gewünscht haben. Und es war nicht nur dass die Leute Beileid gewünscht haben, sondern einige wollten Smalltalk führen und gerne hören wie es genau war als er gestorben ist (kam plötzlich). Am liebsten hätte ich die alle angeschrien sie sollen abhauen.

Ich glaube auch, dass es ein grund sein könnte, das die Trauernden sehen wieviel Geld man gegeben hat. Aber man gibt bei solchen Spenden ja den Namen der Verstorbenen an und die Angehörigen bekommen eine Auflistung.

Daher ärgere Dich nicht, die Nachbarin soll machen wie sie denkt, aber ich denke ich ihr macht das schon richtig.

(41) 08.01.14 - 14:33

gewünscht war doch geld statt blume, nicht überweisung statt bargeld. und bargeld/spende statt unnützem blumenstrauß der nächste woche matsch ist und keinem was hilft finde ich bargeld deutlich besser.

ob ihr das nun selber in die spendenkasse gebt oder das der familie überlasst finde ich absolut zweitrangig...

als nachbarn zusammenzulegen finde ich nett, birgt aber natürlich immer das problem dass der eine meint es sei zu viel, der andere zu wenig, und eine eigene zweite karte dazuzugeben macht auch wieder keiner...

mir klingt das ein bisschen nach kindergartengehabe von deiner nachbarin... kann ihr doch egal sein ob ihr euer geld nun in eine karte legt oder selber spendet...

auf jden fall geht der wunsch der trauerfamilie vor, und so, wie die es wünschen sollte man es auch machen wenn das irgendwie möglich ist. was genau deine nachbarin bewegt erschließt sich mir nicht, auch nicht warum sie auf dich sauer sein sollte... du hast ihr ja nichts getan sondern dich nach den wünschen der trauerfamilie gerichtet wie essich gehört....

glg gussy

(42) 08.01.14 - 15:09

Hallo,
wenn in der Anzeige auf eine Spendenaktion hingewiesen wird, dann wird ganz klar gespendet. Wäre das nicht, würde ich Geld der Karte beilegen. Der Wunsch der Familie (evtl auch des Verstorbenen?) ist meiner Meinung nach zu respektieren.

Deine Nachbarin möchte sich irgendwie nur profilieren, wenn sie trotz des Wunsches des Trauerhauses ihr eigenes Ding macht.
Habe schon einige Beerdigungen durch, ich weiß, das immer irgendwer aus der Reihe tanzen möchte (habe nie verstanden warum). Mach es so wie du und die Dame von der Kirche meinen, laß deine Nachbarin weiter angefressen sein.....ihre Sache.
LG

(43) 08.01.14 - 19:38

"Jetzt ist meine Nachbarin angefressen, weil nach der Anzeige alle Spenden und keiner 10.-€ in eine Karte gibt..."

Was hast du mit deiner Nachbarin zu tun? Sie soll machen, was sie für richtig hält...und du machst, was du für richtig hältst. Verkehrt wird beides nicht sein...es sind halt nur keine Blumenspenden erwünscht (vermutlich Urnenbeisetzung?). Ich würde mich allerdings auch eher an den Wunsch des Trauerhauses halten und an die Palliativstation spenden...damit machst du auf keinen Fall was falsch.

Mein Gott aus was man alles ein Drama machen kann! Die soll sich mal nicht so anstellen und einfach den Wunsch der Trauernden akzeptieren.

Allerdings ist es jetzt auch kein Drama, man kann das Geld auch selber einzahlen und dann Spenden - haben wir auch so gemacht.

(45) 08.01.14 - 21:09

Wenn in der Traueranzeige steht, dass für einen bestimmten Zweck Geld gewünscht wird, dann sollte man das auch respektieren.
Geld in Karte ist für mich noch so ein Relikt aus alten Heimatfilmen. Das Geld geht an den Pfarrer und der liest dann ein Jahr lang jeden Sonntag in der Messe noch ein Gebet für den Verstorbenen.

(49) 08.01.14 - 21:32

ich würde wie von den angehörigen erwünscht reagieren und direkt an die Station spenden.

LG

(50) 10.01.14 - 09:59

Ich glaube auch, ihr habt da was völlig falsch verstanden....

In vielen Regionen ist es üblich (so wie ihr es vor hattet), Geld in einer Karte zu "schenken". Was die Hinterbliebenen damit machen, ist ihre Sache.

Der Hinweis in der Anzeige diente nur dazu, zu verhindern, das BLUMEN (in welcher Form auch immer) gekauft werden.

Da ihr nie vorhattet, Blumen zu kaufen (geht jedenfalls aus deinen Beschreibungen nicht hervor), verstehe ich auch nicht, wieso der Plan geändert wird.

Wenn ihr Geld in einer Kondolenzkarte übergebt, können die Hinterbliebenen - wie gesagt - damit machen, was sie wollen, zum Beispiel der besagten Palliativstation spenden....

Top Diskussionen anzeigen