Tattoos - "immer diese Vorurteile..."

Tattoos sind...

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    • (1) 19.01.14 - 02:21

      Hallo zusammen!

      Entschuldigt, dass ich direkt noch einen Thread eröffne, aber ich möchte den anderen nicht schreddern. Den wollte ich ja nur zum oberflächlichen Austausch mit einem Zwinkern nutzen. Allerdings kam da das Thema Tätowierung auf und ich muss sagen, dass ich mich sehr gewundert habe, dass teilweise auch bei jüngeren Leuten dieser Körperschmuck noch als asozial verschrien ist. "Sowas haben nur Seeleute, Knastbrüder und Prostiuierte" ist ein Satz, den ich von einem 75jährigen durchaus erwarte und sogar nachvollziehen kann, da es früher ja so war... wenn aber eine 35jährige diesen Satz äußert, wundert mich das sehr.

      Die meisten tätowierten Menschen, die ich kenne oder sehe, kann ich in keine Gruppe einordnen, außer halt "die Tätowierten". Da sind alle möglichen Menschen bei, deren einzige Gemeinsamkeit halt die Farbe unter der Haut ist. Natürlich gibt es darunter auch geistig minderbemittelte Sozialschmarotzer und asoziale Schläger, Seeleute, Knastbrüder und Prostituierte. Aber eben auch jede Menge Abiturienten, Studenten, Bänker, Ärzte, Krankenschwestern (meine Wenigkeit z.B., und mir fallen auf Anhieb mehr als 10 Kolleginnen ein, die Tattoos haben), Hausfrauen, Karrierefrauen, Mütter, Väter, Künstler, IT-Spezialisten, ... und noch viele mehr.

      Ich wohne relativ ländlich, also nicht im Szene-Viertel einer Großstadt. Hier gibt es genug "spießige" Leute und selbst die haben größtenteils irgendwie kein Problem mit Tätowierungen, soweit ich es mitbekomme. Klar, es ist natürlich auch immer die Frage, WAS und WO. Jemand mit einem Blümchen am Fußgelenk fällt weniger auf und polarisiert sicherlich nicht so sehr, wie einer mit Spinnennetz am Hals. Und den meisten Arbeitgebern hier ist es schon wichtig, dass die Leute nicht von oben bis unten bemalt sind. Aber ein Tattoo innerhalb der T-Shirt-Grenze ist hier Gang und Gebe und stört keinen. Natürlich finden manche es einfach nicht schön, klar, das steht außer Frage und ist nachvollziehbar. Darum geht es ja auch nicht, Geschmäcker sind verschieden.

      Ja, auch ich habe Vorurteile, auch was das Thema Tattoo betrifft. Der Klassiker "Name des Kindes mit Geburtsdatum in Schnörkelschrift auf dem Unterarm" lässt mich eine Schublade öffnen, das Wappen vom Fußballverein ebenso. Aber die generelle Einschätzung tätowiert-asozial, die erschließt sich mir nicht, weil es einfach zu viele verschiedene Arten, Körperstellen und Menschen gibt, als dass ich da ein Schema erkennen könnte. Ich richtig somit die Frage an euch : wieso sind Tattoos asozial bzw (wenn dies nicht eure Meinung ist) was glaubt ihr, lässt andere Menschen so denken? Wie ist eure Meinung generell dazu? Die Umfrage ist relativ oberflächlich; ich wollte nicht zu viele Möglichkeiten geben. Deswegen würde ich mich freuen, wenn man noch etwas dazu erläutert. Für mich ist es wie gesagt wichtig, wo und wie und was. Wie ist das bei euch?

      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Truly

      PS: Ich möchte keinen missionieren und vom Gegenteil überzeugen. Ich habe Tattoos, ja, die gehen auch nicht mehr weg, egal wie die Meinung hier ist. Ich weiß, wie ich bin und ich fühle mich nicht angegriffen, wenn jemand alle Tätowierten als asozial bezeichnet, ich weiß es für mich schließlich besser. ;-) Diesen Thread habe ich aus reiner Neugier erstellt.

      • Ich habe zwar das erste angeklickt, es stimmt aber nicht immer. Wenn sich eine 70 - jährige ein Arschgeweih tätoowieren lässt, würde ich es unpassend finden. Genauso wenig mag ich Namen von dem Partner oder zu kitschige Bilder. Wenn sich einer Geburtsdatum von Kindern stechen lässt, mir egal. Ich würde es nicht machen. Für mich käme , wenn überhaupt nur Tribal in Frage. Aber ich schaue mir lieber Tatoos bei den anderen an ;-). Bei diesem Thema habe ich überhaupt keine Vorurteile, auch wenn ich nicht verstehen muss, warum sich eine erwachsene Frau Hello Kitty stechen lässt #gruebel. Aber solange sie sich damit wohl fühlt und ich damit nicht rumlaufen muss , ist mir das Wurscht.

        In meinem Heimatort lebte/lebt ein Mann, der paar Jahre im Gefängnis verbracht hat. Er ist psychisch gestört. Als er raus kam, hatte er ein Hackenkreuz auf der Stirn. Bei sowas habe ich mehr Angst, als Voruteile.

        Lg

        • Ich denke das ist das klassische Problem bei Tätowierungen: selbst wenn man sich das Arschgeweih oder den Hello Kitty-Tattoo als Jugendsünde stechen lässt - gut möglich, dass man damit 80 wird.... #kratz

          Ich finde Tattoos übrigens weder schön noch asozial. Eher ein mir nicht so ganz nachvollziehbarer Modetrend, mit dem Nachteil, dass man Tatoos nicht ausziehen kann...
          ;-) doremi

      (4) 19.01.14 - 07:43

      Hallo,
      habe klar für Körperschmuck abgestimmt.
      Allerdings sage ich auch ganz klar, das es für mich zwei Kategorien von Tätowierten gibt. Nämlich die, die es wirklich als Körperschmuck tragen und denen, die sich einfach mal eins stechen lassen, weil es gerade "in" ist.

      Man kann sie auch ganz konkret unterscheiden: Jemand der sich mit seinen Körperbildern identifizieren kann und eine Art Lebensinhalt sind fordert niemals eine andere Person auf, seine Tattoos zu zeigen. Um dann im nächsten Atemzug zu verkünden, er habe auch eins und hält mir dann (auch gerne in der Öffentlichkeit) seinen Delfin, die Rose oder sonstiges ins Gesicht. Dafür habe ich nur ein müdes "Aha" übrig.
      Jedes meiner Bilder ist sorgfältig und in Ruhe ausgesucht worden (habe manchmal bis zu 2 Jahren überlegt). Sie gehören zu mir. Sie haben alle für mich eine Bedeutung, verbinden mich mit einer Lebenssituation, einer Phase. Ein Außenstehender könnte aber nichts aus meinen Bildern lesen, das geht nur mich was an. Das nächste kommt, sobald meine Tochter malen kann, ihr Bild wird dann die Vorlage....es wird das Erste sein, welches man dann auch auf den ersten Blick zuordnen kann. Bin jetzt schon gespannt was bei rauskommt.
      LG

    • Hallo!

      Ich kann nicht abstimmen, weil die Antwortmöglichkeit "Stillos, aber nicht asozial" fehlt.

      Fällt für mich in die selbe Kategorie wie zweifarbige Nägel und gezupfte Augenbrauen beim Mann. Es gibt Schlimmeres, aber auch sehr viel Schöneres.

      Liebe Grüße!

      Tattoos sind ja echt nichts besonderes mehr und man kuckt kaum noch wirklich hin, wenn man sowas sieht ...... weil ja echt so viele mit rum rennen.
      Mit asozial hat das nichts mehr zu tun.

      Es gibt Menschen, zu denen passen Tattoos und da kann ich es auch geil finden.

      Es gibt aber Menschen zu denen passt es gar nicht, und es sieht bescheuert bis megapeinlich aus.

      Das schlimmste Tattoo was ich jemals gesehen habe, war ein rießen Pitbullkopf auf dem dicken Arm einer Dorfmutti.
      Da sind bei mir alle Schubladen aufgegangen und als ich sie das erste mal hab reden hören, hat es auch gepasst.
      Solche Leute kann ich dann echt nicht mehr ernst nehmen.

    • Ich habe absolut nichts gegen ein hübsches Tattoo auf der Schulter o.ä.
      Aber das Zupflastern des Körpers mit seltsamen Fratzen finde ich so doof wie die Namen der Partner sich stechen zu lassen.
      Irgendwann mag man seine Schnapsideen in Bilderform nicht mehr sehen und dann wirds richtig teuer.
      Keiner denkt dran, dass er älter wird, die Haut schlaffer und dann sieht das sowas von Sch**** aus - schon mehrfach im Freibad gesehen ;-)

      Erschrocken bin ich, als ich kürzlich in einer Fachklinik erfahren habe, dass Tätowierte nicht mit Bestrahlungen behandelt werden können, wenn sie Krebs haben.......:-(

      Aber jeder kann von mir aus mit seinem Körper machen, was er will.
      LG Moni

      • Huhu,

        >>Erschrocken bin ich, als ich kürzlich in einer Fachklinik erfahren habe, dass Tätowierte nicht mit Bestrahlungen behandelt werden können, wenn sie Krebs haben.....<<

        da mußt du was falsch verstanden haben....ich kenne einige Leute die trotz Tattoo mehr als eine Strahlentherapie hinter sich haben und vor allem werden die Markierungen fürcdas Bestrahlungsfeld sogar oft tattowiert, weil die Patienten sonst wochenlang ultra vorsichtig duschen oder baden müßten um ja keine Markierung zu verwischen.

        lg

        Andrea

        • Ich habe meine Freundin in der Uniklinik Dresden besucht, die dort wegen Leukämie in Behandlung ist. Stammzellentransplantation mit vorheriger (wahrscheinlich sehr aggressiver) Strahlenbehandlung ist bei Tätowierten dort definitiv nicht möglich.
          Vielleicht kommt es auf die Art der Behandlung an, keine Ahnung. Aber diese Aussage steht.
          Dafür habe ich noch keinen Krebskranken erlebt, bei dem diese Markierungen tätowiert worden wären - und leider habe ich schon einige erleben müssen. Mein Schwager, meine Kollegin, ein sehr guter Bekannter usw. Sie waren immer mit Edding markiert.
          LG Moni

      alte, schlabbrige, schlaffe Haut sieht mit und ohne Tattoo scheiße aus #huepf

Auf mich wirkt das " billig". Die Zeiten als ich es wenigstens außergewöhnlich und interessant"fand, sind auch lange vorbei, denn mittlerweile scheinen in bestimmten Altersgruppen mehr Tätowierte als Nichttätowierte herumzulaufen- man ist als Nichttätowierter eher ein Exot. Die Art des Motivs finde ich unerheblich: Kindernamen, Tribals, Kirschblüten, Totenköpfe, Arschgeweihe..... Und ich wundere mich immer, daß die Träger der einen Sorte sich über die Träger anderer Sorten erheben("So ein Arschgeweih ist total asi, aber hier....so ein....finde ich total schön."). Ich selber kann da keine wesentlichen Unterschiede ausmachen und finde das alles nicht schön. Mit " asozial" bringe ich das nicht in Verbindung, denn diese Mode ist quer durch alle Berufgruppen vertreten. Trotzdem stelle ich niemanden ein, der im sichtbaren Bereich tätowiert ist( ebensowenig wie jemanden, der Piercings im Gesicht hat).

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