Frage zu Pflege

    • (1) 22.01.14 - 21:54

      Hallo!

      Frau 88 Jahre entmündigt, weil dement.

      Ihr Mann wurde eingesetzt, als ihr Vormund(?). Er entscheidet über alles was sie betrifft. Ist aber selber schon 88.

      Die Pflege kommt 3 mal am Tag. Das alles nur zur Info, falls wichtig.

      Was mich jetzt interessieren würde: Er bestellt die Pflege manchmal ab, obwohl er es mit seiner Frau alleine, fast, nicht mehr schafft. Das er es kann ist mir klar.

      1. Müsste die Pflege nicht eigentlich trotzdem kommen, weil es so abgemacht ist, oder ist es rechtlich wirklich so, dass er anruft und die Pflege dann wirklich nicht kommen muss? Ohne wirklichen Grund.

      2. Warum dürfen seine Kinder (bei der Pflegeeinrichtung) nicht mehr "bestimmen", außer sie lassen ihn auch entmündigen? Das steht natürlich nicht zur Diskussion. Seine Kinder müssen es nur dann immer ausbaden, wenn es wieder einmal schief gelaufen ist.

      Er ist geistig und körperlich noch ziemlich fit, schätzt aber manche Sachen einfach nicht mehr richtig ein. Er liebt seine Frau immer noch. Richtig süß, wenn man die beiden zusammen sieht.

      Liebe Grüße
      Marion

      • Hallo,

        es gibt keine Entmündigung mehr und auch keinen Vormund.
        Man kann aber eine Person unter Betreuung stellen lassen und dann wird entweder ein gesetzl. Betreuer bestimmt oder es macht ein naher Angehöriger.

        Und ja, man darf den Pflegedienst auch mal anrufen und abbestellen. Einen Grund muss man nicht angeben.

        Solange der Ehemann die Betreuung seiner Frau übernommen hat darf auch er nur bestimmen.

        LG

        • Danke dir.

          Können auch mehrere als Betreuer eingesetzt werden?

          • Ja, aber das sollte dann auch alles Rechtlich abgesichert werden.

            Ich hatte eine Patientenverfügung für meinen Mann, von meinem Mann unterschrieben, und eine Generalvollmacht. Das wurde alles von einem Notar erstellt. Ich war auch als Betreuer für meinen Mann eingesetzt und habe es vor 2 Jahren für meine beiden Kinder genauso gemacht, jeder für sich einzeln. Denn ich weiß ja nicht, wo sich einer von den beiden aufhält wenn bei mir mal dahingehend eine Entscheidung getroffen werden muss.

            LG

        Also, kurz bei meinem Freund nachgefragt:

        Ihr Ehemann ist ihr Betreuer und ihr Sohn ihr Ersatzbetreuer, falls ihr Mann nicht mehr kann, aus welchen Gründen auch immer.

        Kann man nicht beide gleichberechtigt einsetzen?

        • Gleichzeitig in eine Verfügung und dann einzeln und gleichberechtigt, DAS weiß ich nicht.
          Darum habe ich es nach Absprache mit dem Notar eben einzeln gemacht. Und unsere Kinder waren bei meinem Mann NICHT mitspracheberechtigt. Aber ich habe keine Entscheidung ohne die Meinung meiner Kinder getroffen.

          Erkundigt euch doch mal bei einem Beratungsgespräch bei einem Notar, so teuer ist ein Beratungsgespräch nicht.

          LG

          • Ich meine es nicht böse, aber ich höre von meinem Freund immer, wenn er die Pflege abbestellt hatte, das sie etwas verwirrter ist, als wenn die Pflege kommt. Weil leider trinkt sie auch den ganzen Tag zu wenig.

            Er aber leider auch.

            Danke ich werde mit meinem Freund reden.

            Mein Freund sagt, es war eine Entscheidung vom Amtsgericht und er müsste seinen Vater klagen, wenn er mehr entscheiden will.

            Das will er aber natürlich nicht.

            • Hallo,

              sorry weil ich jetzt erst antworte.

              Der Vater deines Freundes ist dann per Gesetz zum Betreuer bestellt worden. Da kann man wirklich nur auf dem Klageweg etwas erreichen.

              Wie weit wohnen denn die Eltern von euch entfernt? Denn es gibt nichts wichtigeres als TRINKEN, egal wer von den Beiden und darauf muss geachtet werden. Der Pflegedienst wird wohl Getränke hinstellen und solange sie im Haus sind auch mal sagen: jetzt wird getrunken, aber eigentlich haben die bei deiner Schwiegermutter etwas anderes zu tun. Ältere Leutchens vergessen das Trinken (haben auch nicht mehr dieses Durstgefühl) gerne mal (kenne ich von meiner Mutter, sie ist dann auch etwas tüdeliger wenn sie nicht genug getrunken hat). Zur Not müsst ihr einfach mal über den Tag verteilt anrufen und daran erinnern oder man fährt bei ihnen vorbei und wartet bis das Glas leergetrunken wurde und gießt dann gleich wieder voll.

              Mehr könnt ihr dann nicht machen.

              LG

              • Mein Freund wohnt in der gleichen Stadt, kann aber erst nach der Arbeit hinfahren. Das kann dann leicht 17 Uhr werden.

                • Wann getrunken wird ist eigentlich relativ egal, Hauptsache, es wird getrunken.
                  Und für das Bett gibt es Inkontinenzunterlagen (auch 1x Unterlagen), die werden dann eben jeden Tag entsorgt. Wenn deine Schwiegermutter eine Pflegestufe hat bekommt man über die Apotheke/Sanitätshaus auch 1x im Monat Pflegemittel wie Einmalhandschuhe usw. Da bekommt man dann auch diese Einmalunterlagen. Man muss es nur bei der Pflegekasse beantragen. Sind ca 30 Euro monatlich. Fragt den Hausarzt. Er hat dafür kein festes Budget sondern darf solche Verordnungen ausschreiben. Lasst euch nicht abweisen.

                  @ All: Bitte sprecht bei Erwachsenen nicht von Windeln, bitte. Das hört sich so negativ behaftet an. Es sind Inkontinenzvorlagen bzw. Pants. Ich denke, es ist für denjenigen eh schon peinlich, aber dann so abwertend darüber zu sprechen ist einfach Unwürdig.

                  LG

Top Diskussionen anzeigen