Alternative Medizin: Hokuspokus oder Hilfe?

    • (1) 29.01.14 - 20:00

      Hallo zusammen!

      Ich wüsste gerne mal eure Meinung zu alternativen Heilfverfahren. Homöopathie, Heilpraktiker, Akupunktur, Kräuterkunde, Mondkalender, Handauflegen, usw. Was ist eurer Meinung nach Blödsinn, was hilft? Habt ihr Erfahrungen mit solchen Dingen, positive wie auch negative?

      Ich komme ja beruflich aus der klassischen Medizin, aber auch bei uns wird das ein oder andere angewandt. Und wie immer gilt: so viele Köpfe, so viele Meinungen. Der eine Arzt schwört auf Globuli, der andere lacht drüber. Die eine Krankenschwester geht lieber zum Heilpraktiker und trinkt Tees, die andere greift zu Tabletten und Co.

      Ich persönlich bin mir nicht sicher bei vielem. Von einigem bin ich überzeugt, aber anderes halte ich auch für absoluten Quatsch. Und bei vielem denke ich, dass es nicht helfen kann...und höre dann von jemandem, dass es dem Bruder von der Nachbarin einer Freundin...ihr kennt das. Deswegen die Frage an euch und die Bitte um Erfahrungsberichte.

      Vielen Dank für eure Antworten schon mal!

      Liebe Grüße, Truly

      • kurz, knapp
        Ein Arzt kann einen Menschen nicht heilen. Dies kann nur der Körper selbst. Man kann seinen Körper dabei unterstützen. Ein Arzt/Heilpraktiker etc. macht nichts anderes. Ob man jetzt eine Zuckerpille oder eine richtige Tablette nimmt. Die Hauptsache ist, man glaubt daran, dass es einem hilft;-) (Gilt bis auf wenige Ausnahmen)

        • Das finde ich eine interessante Ansicht, auch wenn ich da widersprechen muss. Denn bei vielen Dingen (und nicht nur manchen) muss von außen eingegriffen werden, da kann der Körper sich nicht selber helfen oder wenn, nur unzureichend. Sei es nun ein Medikament, eine Operation oder eine Schiene durch Arzt, Heilpraktiker oder einen selbst. Das gilt natürlich nicht für Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Aber Diabetes, Blinddarmentzündung und Knochenbrüche sind doch ein ganz anderes Kaliber, waren früher tödlich oder führten zu starker Beeinträchtigung. Wie ist deine Meinung dazu?

                • Es gibt eine Definition lt. Who

                  Gesundheit ist der Zustand vollständiger körperlich,geistiger,sozialen Wohlergehens und nicht nur das fehlen von Krankheiten und Gebrechen.

                  Eine funktionseinschränkung ist nicht gesund

                  Ob du das unter krank einsortierst bleibt dir überlassen

                  • >>Gesundheit ist der Zustand vollständiger körperlich,geistiger,sozialen Wohlergehens<<
                    wenn ich mich vollständig körperlich, geistig und sozial wohl fühle, nennt man das Wohlergehen, ja?
                    Und wenn ich so fühle, trotz einer Funktionseinschränkung, dann bin ich also gesund!
                    ;-)Und jetzt genug Erbsen gezählt

                    • Das ist die Definition der WHO

                      :-)

                      Ich finde das gar kein Erbsen zählen

                      Das ist eine sehr gute individuelle Definition

                      Nicht jede Einschränkung muss therapiert werden
                      Es sei den der betreffende ist in seinem Wohlergehen eingeschränkt .

                      Gute Nacht

            Das kommt ganz drauf an, wo und wie...klar ist es der Knochen, der wieder zusammenwachsen "will", nur kann er das nicht unbedingt, manchmal nicht mal schief, sondern schlicht und ergreifend gar nicht. Und ich kann dir zig Beispiele nennen, wo der Körper sich noch so anstrengen kann und heilen will, es aber einfach nicht kann. Deswegen finde ich deine Aussage sehr bedenklich. Man kann natürlich bestimmte Dinge nicht gut heißen und für sich entscheiden, dass eine bestimmte Erkrankung/Verletzung nicht therapiert oder nur alternativ behandelt werden soll. Stichwort Chemo, Organtransplantation, Reanimation, ...kann man gutheißen oder ablehnen. Aber einem Krebspatienten ein paar Zuckerpillen zu geben und ihm zu sagen, dass der Körper das schon hinbekommt, halte ich für Betrug. Natürlich versetzt der Glaube Berge und die innere Einstellung ist definitiv wichtig; ich weiß auch, wie gut Placebo wirkt, aber es kommt immer ganz drauf an...und wie gesagt: ich rede nicht von einer Erkältung, da bin ich definitiv erstmal für Hausmittel. Und ich glaube auch, dass viele unspezifischen Symptome psychosomatisch bedingt sind und man allein deswegen durch Dinge wie Handauflegen helfen kann. Bei vielen Sachen bin ich -wie schon gesagt- unentschlossen. Aber deine Sicht der Dinge finde ich (entschuldige) sehr einseitig.

            • >> wo der Körper sich noch so anstrengen kann und heilen will, es aber einfach nicht kann.<<
              und genau da hilft dann der Arzt dem Körper. Er hilft, er unterstützt und trotzdem wird die Heilung vom Körper "erledigt".

              So meine ich das. Ist evtl. nicht so gut rüber gekommen.
              >>Aber einem Krebspatienten ein paar Zuckerpillen zu geben und ihm zu sagen, dass der Körper das schon hinbekommt, halte ich für Betrug.<<
              seh ich genau so und ich habe auch nichts anderes geschrieben. Nochmal, der Arzt unterstützt, hilft, aber heilen kann er nicht. Wie die jeweilige Unterstützung und Hilfe aus schaut kommt drauf an, um was es geht

      Gilt das auch fuer Diabetes? #schein

      • >>Die Hauptsache ist, man glaubt daran, dass es einem hilft;-) (Gilt bis auf wenige Ausnahmen) << du hast dir (absichtlich;-)) eine der Ausnahmen heraus gepickt. Wobei man mit der richtigen Ernährung seinen Körper bei Diabetes ja unterstützen kann. Gilt auch für z. B. Bluthochdruck. In manchen Fällen gibt es keine Heilung im eigentlichen Sinn

(14) 29.01.14 - 20:27

Hallo,

ich persönlich halte sehr viel davon. Ich war zwar noch nie bei einem Heilpraktiker aber beschäftige mich seit längeren mit pflanzlichen Mitteln. Die Chemiekeule solle es nicht immer sein und ja, ich bin überzeugt, dass diese Mittel helfen. Warum auch nicht.

Ich finde es ein bisschen komisch Homöopathie und Handauflegen zu vergleichen. Das hat miteinander gar nichts zu tun. Du schmeißt hier ein paar Dinge durcheinander, die gar nichts miteinander zu tun haben. Klar funktioniert Akkupunktur, diese Medizin aus Fernost ist alt und findet hier in immer mehr Arztpraxen Anwendung. Ich habe es bisher nicht probiert, weil ich einfach Angst vor diesen Nadeln hab bzw. davor, dass sie nicht richtig gesetzt werden.

Und natürlich beeinflusst der Mond unsere Welt. Ja, er bewegt sogar das Meer (Ebbe und Flut) und hat auch auf den Menschen Einfluss.

Wenn Du daran nicht glaubst, dann probiere es doch einfach mal aus. Das kostet dich doch nichts. Ich nehme manchmal auch Bachblüten. Mein Sohn schläft ohne Baldriantropfen überhaupt nicht ein und geistert rum. In der Schule kann er sich nur dank Zappelin konzentrieren. Ich bin begeistert über manche Wirkung.

Die Homöopathie ist toll hat aber auch Grenzen. Manchmal muss man zur chemischen Keule greifen. Ich kannte auch mal eine Frau, die eine Entzündung im Gesicht hatte und keine Antibiotika nehmen wollte und nur zum Heilpraktiker ging. Es wurde immer schlimmer. Ehrlich, so hätte ich mich nicht auf die Straße getraut.

LG

Carola

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