Konfession wechseln oder kann ich meine Kinder auch so kath. taufen lassen?

    • (1) 03.02.14 - 14:15

      Hallo,

      vorweg, ich war mir nicht sicher, wo es hingehört. Sollte es an dieser Stelle falsch sein, kann es gern verschoben werden.

      Also es geht darum, der KV und ich sind beide evangelisch getauft. Ich selbst aber nicht konfirmiert, da ich damals mit Religion nicht viel anfangen konnte.

      Nun hatte ich ein Gespräch mit meinem Papa, der schon etwas empört ist, dass meine Beiden (3 Jahre und 7 Monate) nicht getauft sind. Er selber ist Katholik, zwar nicht streng gläubig, aber die Taufe ist für ihn ein wichtiger Wert.

      Ich habe mich ein wenig mit dem Thema auseinander gesetzt und würde meine Beiden gern katholisch taufen lassen.
      Muss ich dafür die Konfession wechseln?
      Oder können meine Kinder trotz dessen, dass der KV und ich evangelisch sind, die katholische Taufe erhalten?

      Hat jemand da Erfahrungswerte?
      Unser zuständiges Pfarrbüro hat diese Woche leider geschlossen.

      LG

      • Hallo,

        ich kenne mich auch nicht aus, vermute aber, dass es nicht geht, außer du wechselst die Konfession. Dies dürfte aber gut möglich sein, die katholische Kirche ist derzeit um jedes Schäfchen froh ...

        Übrigens würde ich, wenn ich mit Religion nichts anfangen kann, meine Kinder niemals taufen lassen, egal, ob mein Vater darauf drängt oder nicht. Meine Mutter hätte es auch gerne gesehen, wenn meine Kinder getauft wären, aber mein Mann ist aus der Kirche ausgetreten und ich kann mit dem System "Kirche" auch nichts anfangen. Also sind meine Kinder nicht getauft und können das später selbst entscheiden. Fände ich generell auch sinnvoller, früher wurde man auch erst dann getauft, wenn man das selbst entscheiden konnte. Heute wird man durch die Taufe bereits vorher in eine Glaubensrichtung gedrängt. Das wäre das gleiche, wenn ich meine Kinder bereits vor der Geburt im Turmspring-, Skispring-, Kuntsradfahr-, ....-verein anmelde, weil es ja sein könnte, dass ihnen das mal Spaß macht ... .

        LG,
        delfinchen

        • Danke für deine Antwort.

          Mir persönlich ist eine Taufe auch schon wichtig. Ich wollte den Großen immer bei unserer kirchlichen Trauung taufen lassen.
          Naja kirchlich getraut sind wir bis heute nicht und mittlerweile ist unsere Tochter ja auch schon da.

          Ein weiterer Grund warum ich beide auch vor Schulbeginn taufen lassen will, ist dass alle konfessionslosen und auch muslimische Kinder in der hießigen Grundschule keinen Religionsunterricht haben und diesen möchte ich für beide schon.

          • (4) 04.02.14 - 09:59

            "Ein weiterer Grund warum ich beide auch vor Schulbeginn taufen lassen will, ist dass alle konfessionslosen und auch muslimische Kinder in der hießigen Grundschule keinen Religionsunterricht haben und diesen möchte ich für beide schon."

            Bist du sicher? Bei uns können auch muslimische und konfessionslose Kinder in den Religionsunterricht ihrer Wahl. Sie müssen das nur angeben, dass sie eben auf den Ethikunterricht verzichten und dafür in den Religionsunterricht xy gehen.

      (5) 03.02.14 - 14:30

      Hallo,

      ich glaube, dass die katholische Kirche das nicht zulassen wird, da nicht zumindest einer von Euch katholisch ist.

      Warum lässt Du Deine Kinder nicht evangelisch taufen und sie entscheiden dann später, ob sie zur katholischen Kirche wechseln wollen?

      GLG

      • (6) 03.02.14 - 14:54

        In erster Linie möchte ich beide ja vor Schulbeginn taufen lassen.

        Das es katholisch sein soll, hmm der Gedanke schwirrt mir schon seit der ersten Schwangerschaft durch den Kopf.
        Da kommt es nicht auf den strengeren Glauben bei den Katholiken an, sondern auf das ganze Drumherum in unseren Gemeinden.
        Unser Ortsteil hat gar keine evangelische Kirche mehr hier und das Angebot für die Kinder ist hier viel schöner. Viele Veranstaltungen, die den Glauben übermitteln auf kindgerechten Art.

        Ich denke mir halt, wenn ich sie taufen lasse, dann sollen sie auch was über den Glauben erfahren.
        Ich krieg das alles so mit, da die Kinder meiner Cousine katholisch sind und ich sie zu allen Festen begleite.

        • (7) 03.02.14 - 17:13

          Hallo,

          ich war als Grundschulkind auch noch nicht getauft. Trotzdem haette ich in der katholischen Gemeinde (meine Mutter ist evangelisch, mein Vater aus der Kirche ausgetreten) alles mitmachen koennen, von den regelmaessigen Treffen einmal die Woche bis zur jaehrlichen Freizeit! Frage doch mal, ob das bei euch auch moeglich waere!

          LG Morlin

          • Dem kann ich nur zustimmen.

            Ich bin auch nicht getauft, war vom Kindergarten an bis Abitur immer auf einer katholischen Schule und habe im Kindergarten und Grundschule auch immer den Pfarrer der Gemeindekirche mitbesucht und alles bis auf die Beichte mitgemacht.

            Evtl. ist das auch möglich bei euch? Denn ich kann echt nicht verstehen, wenn man als Elternpaar nicht gläubig ist und der Glaube im Alltag nicht wirklich eine ehrlichgemeinte Rolle spielt, warum muß man Kinder zur Taufe ''zwingen''? Du lebst doch auch dein Leben lang ohne der Konfirmation und der Gemeinde damit und hast keine Nachteile, oder? Nichts gegen die Taufe. Aber ich bin eher der Überzeugungsmensch. Wenn ich selber von etwas nicht überzeugt bin, wie soll ich diese Werte denn weitergeben?

            Wünsche dir eine hoffentlich für euch alle zufriedenstellende Entscheidung.

            #herzlich

      Hallo!

      Die katholische Kirche selbst lässt erst einmal jede Taufe zu. Ein Pfarrer darf keinem Kind die Taufe verweigern. Sogar Eltern, die aus der Kirche ausgetreten sind und bekennende Atheisten sind, können ihr Kind katholisch Taufen lassen, wenn sie dem Pfarrer glaubhaft machen könne, dass das Kind im katholischen Glauben erzogen wird (das können auch die Paten übernehmen). Wenn der Pfarrer Zweifel an der künftigen katholischen Erziehung des Kindes hat, kann er allerdings die Taufe aufschieben - mehr nicht.

      LG

      • Da hast du Recht! Wenn man bereit dazu ist, sich so einige herablassende Sprüche und dämliches Geschwätz eines bigotten Pfarrer über sich ergehen zu lassen, dann kann man sich das antun! Meine Erfahrung mit der katholischen Kirche hat da gezeigt das man als Protestant weniger wert ist als der Dreck unter den Nägeln und genau so wird man von vielen katholischen Pfarrern auch behandelt. Wer danach sein Kind dennoch noch kath. taufen lassen möchte, muss wirklich überzeugt davon sein das eine Kirche die in der Vergangenheit Kriege geführt hat, betrogen, abgezockt und einen Skandal nach dem anderen produziert die einzig richtige ist.

        • Ich weiß zwar nicht, mit was für Pfarrern du Erfahrungen gemacht hast, aber die meisten Gemeinden, die ich kenne, leben die Ökumene. Da werden Protestanten auch gegen Anweisung von ganz oben zur Kommunion zugelassen, da werden bei Trauungen und Taufen beide Augen zugedrückt etc.

          Und ob die evangelischen Pfarrer tatsächlich soviel besser sind als die katholischen, wage ich zu bezweifeln. Sie sind vielleicht aufgrund des fehlenden Zölibats und der anderen Einstellung zu Frauen in christlichen Ämtern etwas weltoffener, aber weniger dämlich schwätzen die deswegen trotzdem nicht. Und weniger scheinheilig sind sie auch nur - ich denke nur an Margot Käsmann: Bereist im Alten Testament steht "Du sollst nicht die ehe brechen" und "Du sollst nicht begehren deines nächsten Frau". Das sind doch eigentlich eindeutige Regeln. Von daher sollte doch auch eine protestantisch geschlossene Ehe auf die Ewigkeit geschlossen sein. Trotzdem hat das Ehepaar Käsmann sich scheiden lassen - ein evangelischer Pfarrer und eine Bischöfin. Über den Sinn und Unsinn des Zölibats läßt sich streiten, aber wenn Pfarrer in der evangelischen Kirche heiraten, dann sollten sie auch dahingehend Vorbilder sein, dass sie diese Ehe heiligen, dass sie um ihre Ehe kämpfen und eben nicht aufgeben. Und jetzt sage nicht, eine auf die Ewigkeit geschlossene Ehe sei nicht zeitgemäß, der Mensch sei nicht dazu geboren oder was auch immer - ich kenne reichlich ehen, die 30 - 40 oder gar 50 Jahre gehalten haben und durchaus glücklich waren und sind. Mir persönlich sind da meine Eltern das beste Beispiel. In dem Umfeld, in dem ich aufgewachsen bin, gab es jedenfalls keine Scheidungen - das nur als Beispiel.
          Und was die Vergangenheit angeht: Jede Religion hat ihre schwarzen Seiten, sicher ist die katholische Kirche in ihrer Missionierungswut ein wenig zu aggressiv vorgegangen, aber solche schwarzen Flecken auf der Vergangenheit hat wohl jedes Volk, das hat doch nichts mehr mit der heutigen Kirche zu tun. Das ist Sippenhaft!

          LG

          • Naja wie du meinst. Wir sind in den letzten Jahren sehr viel umgezogen und ich habe bisher nur engstirnige und bigotte Pfarrer kennengelernt. Das kenne ich aus keiner evangelischen Gemeinde in der ich sehr viel mit den Pfarrern zu tun habe, da ich mich bemühe eine aktives Mitglied zu sein.

            Ich hatte wirklich nichts gegen die katholische Kirche, sonst hätte ich meinen Sohn auch nicht kath. taufen lassen (war eine kath. Gegend mit netten Angeboten für kath. Kinder!) aber das was ich so miterlebt habe, lässt mich nur noch mit dem Kopf schütteln. Voreingenommen, weltfremd, übergriffig und schlichtweg frech waren meine einzigen Erfahrungen, was nicht heissen soll das es nicht auch nette, weltoffene kath. Pfarrer gibt. Ich habe allerdings keinen kennenlernen dürfen!

            Ich finde nur das eine Kirche die Sex- und Gewaltskandale (aktuell!!!) am laufenden Band produziert, sich Ihren Ruf bereits vor Jahrhunderten mit Hexenverbrennung, Ablassverkäufen, Kreuzzügen und Inquisition gemacht hat, es sich eigentlich nicht leisten kann wählerisch bei der Zulassung ihrer "Schäfchen" sein darf! So eine Kirche kann froh sein überhaupt noch Steuerzahler zu finden!

        Dem stimme ich in allem zu #pro
        Vor ungefähr drei Wochen kam ein katholischer Bischof in unserer Schule vorbei. Meine Töchter, beide 9. Klasse haben mir berichtet, er habe als erstes alle anders gläubigen Kinder rausgeschickt mit den Worten, er wolle sie hier nicht haben. Er könne andere Glaubensrichtungen nicht ernst nehmen.

        Ich denke gerade momentan sollte die katholische Kirche froh über jedes einzelne Schäfchen sein, denn es werden täglich weniger. Das trotzdem mit solch einer Arroganz aufgetreten wird, dass sagt mir doch einiges.

        LG

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