Grußformel: Beste Grüße

    • (1) 03.02.14 - 14:42

      Hallo,

      in letzter Zeit sehe ich in geschäftlichen Schreiben öfters die Grußformel "beste Grüße". Dachte erst das sei so eine Marotte von Einzelnen und so pseudo-individuell, hab dann aber gesehen, dass es wohl "empfohlen" ist anstelle von "mit freundlichen Grüßen" (das sei so unpersönlich).

      Ich frag mich nur was an beste Grüße persönlicher ist als an "freundlichen Grüßen"? Mir sind beste Grüße ehrlich gesagt zutiefst zuwider, hört sich so gönnerhaft an, im Stile von: "gute Frau" - weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll.

      Wie unterschreibt ihr denn offizielle Korrespondenz?

      • Hallo
        Da die Lehrerin meines Sohnes "Liebe Frau W....." und "mit freundlichen Grüssen" schreibt, bekommt sie das selbe in der Antwort.
        Es gibt Situationen, bei den ich nur "hochachtungsvoll" scheibe. Dann Gibt es welche, wo ich "Liebe Grüsse" schreibe- wie bei Urbia...
        Aber ich habe mir nie Gedanke darüber gemacht, ob "Beste Grüsse" oder "freundliche Grüsse" besser klingt #schwitz
        mir ist das ehrlich gesagt Schnuppe. Egal, welches Beispiel davon- ich finde alles besser als "Kind regards" zu schreiben, obwohl der Text auf Deutsch verfasst wurde. So schreiben alle Arbeitskollegen meines Mannes- ist wohl in diesem Betrieb üblich #gruebel
        Liebe Grüsse :-p

      Na wenn ich da nicht prädestiniert bin, was zu zu sagen :-)

      "Beste Grüße" war früher die Grußformel, die jemand von höherem Stand an jemanden niederen Standes wählte, um seine Wertschätzung auszudrücken.

      Normalerweise wäre hierbei eine Grußformel gar nicht vorgesehen gewesen, so dass diese Formel tatsächlich etwas Besonderes war.
      Heutzutage verwendet man die gern, um etwas mehr als die freundlichen Grüße auszudrücken, aber dennoch formell zu bleiben.

      In diesem Sinne
      Beste Grüße
      Tom

      • Na klasse, da hab ich doch ein feines Öhrchen für das dünkelhafte...

        • Naja, die Denotation ändert sich ja auch mit der Zeit, insofern finde ich das "Dünkelhafte" in dieser Formulierung heute eher nicht mehr.
          Allerdings wäre es dumm, bzw. wahrscheinlich fatal, diese Grußformel beispielsweise in einem Anschreiben in einer Bewerbung zu verwenden.

      "Beste Grüße" war früher die Grußformel, die jemand von höherem Stand an jemanden niederen Standes wählte, um seine Wertschätzung auszudrücken.

      Wo steht denn das? Hast du vielleicht einen Link?

      • Mit nem link kann ich leider nicht dienen. Ich las das neulich, als mir meine bessere Hälfte auf dem Trödelmarkt das Buch "Gutes Benehmen" von ca. 1900 kaufte, um mich damit aufzuziehen :-)

        Ich kann Dir aber gerne am Donnerstag, bis dahin sind das Büchlein und ich leider ziemlich weit voneinander entfernt, das Zitat aus dem Buch raussuchen und Dir zukommen lassen.

        Beste
        Tom
        scusi, aber bei mir kommt das einfach aus den Fingern, ich denk da nicht mehr drüber nach ;-)

    Oooooh...

    Ich hätte jetzt vom Gefühl her gesagt, wenn ich jemanden nicht "freundlich" grüßen möchte, dann bekommt er nur kurz und knapp " Beste Grüße".

    • Naja, aber der Superlativ ist nun mal ein Superlativ, obwohl man den auch damals schon (und heute noch speziell im Rheinland) zu "Mit den allerbesten Grüßen" steigern konnte ;-)

Hallo,

wenn es ein offizielles Schreiben ist, dann Mit freundlichen Grüßen, bei Menschen, die ich schon länger kenne, aber doch eine gewisse Distanz habe, kommt Beste Grüße hin.

Mache ich aber sehr lange so, auch weil es da, wo ich mal gearbeitet habe, so üblich war.

GLG

"Wie unterschreibt ihr denn offizielle Korrespondenz?"

Mit "Beste Grüße". Weil mir die besagten freundlichen Grüße zu altbacken und steif sind. Vielleicht liegt es daran, dass schon seit Jahr und Tag offizielle Post mit "Mit freundlichen Grüßen" unterzeichnet ist? Vielleicht geht es den besten Grüßen auch irgendwann so.

So halb formelle Post (also keinen Behördenkram aber berufliche Korrenpondenz) unterschreibe ich oft auch mit herzlichen Grüßen. Aber nur, wenn sie wirklich herzlich gemeint sind.

Hier unterschreibe ich auch mit ganz und gar nicht gönnerhaft gemeinten besten Grüßen. :-)

(13) 03.02.14 - 16:35

Immer noch mit "mit freundlichen Grüßen". Ich denke "beste Grüße" ist von vielen aus den "best regards" aus dem Englischen übernommen. Schlimm finde ich es nicht, nur ein bisschen affig.
...Spricht die, die seit neuestem eine "am Ende des Tages"-Marotte (im Sinne von "letztlich") hat, die auch aus dem Englischen stammt. #schein

(14) 03.02.14 - 19:06

Hi,

es kommt immer drauf an, wie ich den Ansprechpartner kenne, wie evtl. das vorherige ( bis dato Unbekannter) telefonat war, wie deren email geschrieben ist.

Standard ist : Mit freundlichen Grüßen....schlicht und einfach, unpersönlich aber höflich
ansonsten eher :herzliche Grüße (mit indiv. Zusatz)

Beste Grüße.....ist mir noch nicht untergekommen....würde ich selber auch nie schreiben.

LG
lisa

Hallo,

also wenn ich erstmals an jemanden schreibe, der wichtig ist und von dem ich was will benutze ich "mit freundlichen Grüßen", häufiger "mit freundlichem Gruß". Wenn derjenige dann zurückschreibt, locker und nett klingt, dann verwende ich gerne mal "beste Grüße". Ich mag das! Das klingt schöner als das andere. Netter, lockerer eben...aber kommt eben immer darauf an, mit dem man es zu tun hat.

Unter meinen Unidozenten hat sich das aiuch schon eingebürgert. Die schreiben ja selber: "Hallo liebe Frau xy..." bzw. Liebe Frau xy" ...selbst die Professoren.

In diesem Sinne: mit besten Grüßen
Jana

Bei richtig formellen Sachen - Mit freundlichen Grüßen
Bei Freunden - Liebe Grüße
Bei Sachen dazwischen (z.B. Menschen die ich auf Tagungen getroffen habe, mit denen ich mich sehr gut verstehe; Dozenten die ich persönlich kenne; etc.) - Beste Grüße

Hallo,
bei offiziellen Schreiben schreib ich "schöne Grüße" und bei Freunden "liebe Grüße"

(18) 03.02.14 - 21:08

Wenn mir die Person egal ist: Beste Grüße

Wenn ich die Person persönlich sehr gut kenne: Liebe Grüße

In allen anderen Fällen am liebsten: Herzliche Grüße (kommt immer gut an, auch wenns eigentlich formell sein soll)

Ich schreibe "Mit freundlichen Grüßen", denn das passt in der Regel auch. Weil ich zu allen Menschen (zumindest erstmal) freundlich bin.

"Beste Grüße" klingt für mich so gezwungen auf locker getrimmt. Gefällt mir persönlich nicht.

Ich kenne übrigens noch die Abstufung "Mit freundlichem Gruß", wenn man es nicht ganz so freundlich meint.

Was ist eigentlich mit "schöne Grüße"? Eine Bekannte von mir schreibt das immer in privaten Emails. In meinen Ohren klingt das auch etwas komisch, nicht direkt unfreundlich, aber auch nicht gerade herzlich. Ist das heutzutage eine gängige Grußformel unter Freunden, Bekannten?

LG

  • (21) 07.02.14 - 01:28

    Ich hatte gerade auch eine Korrespondenz, in der die Andere immer "schöne Grüße" geschrieben hatte. Ich hatte schon überlegt, ob das regional üblich ist, sie kommt aus München. Ich fand das recht distanziert, auch wenn wir nur geschäftlich miteinander zu tun hatten, aber sie ist die Freu din einer Freundin.

    Ich bin aber auch recht schnell bei "liebe Grüße", das ist für mich schon die Standardverabschiedung, nur in hoch offiziellen Anschreiben (Ämter, Kpndigungen etc.) nutze ich "mit freundlichen Grüßen". Bei etwas lockereren Anschreiben sind es "viele Grüße". Von Freunden verabschiede ich mich mit "dicken Drückern" oder "Küssen", eben so, wie ich es auch von Angesicht zu Angesicht tun würde.

(22) 04.02.14 - 08:38

Offizielle Schreiben, wenn ich jemanden nicht kenne, beende ich nach wie vor mit freundlichen Grüßen. 'Beste Grüße' finde ich irgendwie seltsam. Ich mein, 'beste' ist die Steigerung von 'gut'. Hat schonmal jemand die Grußformel 'guter Grüße' verwendet? Müsste es ja auch geben, wenn es 'beste Grüße' gibt.

Grußformeln sind aber wirklich eine Wissenschaft für sich. Ich bekomme manchmal eMails, die mit 'kollegialen Grüßen' enden. Finde ich ziemlich albern, aber ich weiß, dass Anwälte beispielsweise empfindlich reagieren, wenn ein Schreiben eines Kollegen nicht damit endet.

Bei Freunden kommt es drauf an. Da sind es 'schöne', 'liebe' der 'herzliche' Grüße.

Kann ich jemanden nicht ausstehen, klatsch ich nur ein 'Hochachtungsvoll' unter ein Schreiben. Passiert aber wirklich selten.

Hallo,

bei mir kommt es darauf an, wie ich die Korrespondenz beginne.

"Hallo, Frau XYZ.....

Beste / viele Grüße"

"Sehr geehrte....

Mit freundlichen Grüßen"

Für mich sind beste / viele Grüße vertrauter als freundliche Grüße, aber distanzierter als liebe Grüße,

Gruß,

Ariane

Hallo,

in offizieller Korrespondenz schreib ich auch immer noch "mit freundlichen Grüßen".
Ist einfach für mich am stimmigsten. Ich glaube, es liegt durchaus daran was man selbst gelernt hat. Ich zb. konnte mich nie überwinden "Hochachtungsvoll" zu schreiben - fand das viel zu hochgestochen und übertrieben.

Wenn ich einen Geschäftspartner/in schon länger kenne oder wir schon viel mit einander zu tun hatten - dann ändert sich das aber durchaus und bei vielen entstand dann der Gruß "Schöne Grüße aus xxx" oder auch durchaus "Liebe Grüße".

LG

  • (25) 04.02.14 - 17:59

    Ich habe auf der Handelsschule das Fach "Schriftverkehr" gehabt und da gelernt, dass "Hochachtungsvoll" die unfreundlichste Verabschiedung überhaupt ist.

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