...seht Ihr das genauso? Lobeshymnen auf Drogensüchtige...

    • (1) 06.02.14 - 12:39

      Hallo zusammen,

      der Tod von Philip Seymour Hoffmann geht ja nun seit ein paar Tagen durch die Medien.
      ...und jetzt stehen ja die Oscars vor der Tür ein hier und da liest man schon, von Lobeshymnen auf ihn usw.

      Ich denke dann immer: Hey, der war drogenabhängig, der war es ja "irgendwie" selber schuld. Der hat seinen Entzug abgebochen (oder was sollte das nach einer Woche sein).

      Auf Sky Biography kommen immer Dokus über Drogenabhängige, die schaue ich, weil mein Cousin auch (schwer) drogenabhängig ist.. und dort sagte man mal: "es gibt keine alten Drogenabhängigen".

      Warum wird das so "toll" geredet? Warum sagt niemand die Wahrheit - dass man entscheidet, so leben zu wollen - mit allen Konsequenzen. Und das ist nunmal - nicht sehr alt und dabei krank zu werden...

      Es war bei allen anderen auch so, Amy Winehouse, Heath Ledger - alle wurden belobigt, ohne die Wahrheit zu sagen: Drogen zerstören Euer Leben! Und jeder der Abhängige unterstützt, unterstützt damit seine Sucht.

      Stattdessen wird nur gesagt: Ein Genie weniger...

      Ist mir schleierhaft und ich würde gerne mal Eure Meinung lesen.

      viele Grüße, shella #blume

      • Hallo,

        bei den dir genannten verstorbenen wurde doch nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie drogenabhängig waren und dass die Drogen wohl für den Tod verantwortlich waren. Trotzdem haben sie alle tolle Dinge vollbracht und wurden dafür " gelobt". Das ist doch legitim, finde ich.

        hey,

        phu, ist schwer und sehr polarisierend. das eine schließt das andere nicht aus. ein mensch kann ein genialer, wunderbarer und mitreißender schauspieler sein und dennoch ein problematisches leben haben, drogen- oder alkoholabhängig sein, seine frau und kinder schlagen, betrunken autofahren, und, und, und.

        nur weil jemand auf eine art und weise sein leben beendet, die eben nicht sonderlich "gesellschaftskonform" ist - soll heißen nicht alt und krank werden und dann eben irgendwann abnippeln - kann er dennochfür das, was er an eindruck hinterlassen hat, gewürdigt werden.

        wenn jemand an drogen stirbt, bekommt er von mir auch keine extra sympathiepunkte. irgendwann an irgendeinem punkt seines lebens hat sich dieser mensch dazu entschlossen drogen zu nehmen. ja. dennoch ist eine drogensucht nicht gleichzusetzen mit "heute esse ich das joghurt, morgen nicht!". da sind ganz andere mechanismen am werk. nicht, dass ich das gutheiße und deswegen jeden süchtigen in watte packe. aber "hör einfach damit auf!" funktioniert da einfach nicht.

        soll heißen: ich finde heath ledger und phillip seymore hoffman waren großartige schauspieler und haben großartige filme gedreht. dafür gehören sie mit sicherheit gewürdigt. ob ich ein ganzes leben, karriere oder errungenschaften besch***en finde, nur weil derjenige unkonventionell an drogen gestorben ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. ich persönlich finde das etwas engstirnig.

        curt cobain hat geniale musik gemacht und sich in den mund geschossen. dass er drogen genommen hat war kein geheimnis, macht das seine musik deswegen schlechter als die von hansi hinterseer, der keine drogen nimmt?

        das ist meine meinung dazu.

        lg

        Offenbar scheinst Du keine Ahnung vom Thema "SUCHT" zu haben!

        NIEMAND entscheidet sich freiwillig für eine Sucht, völlig egal welche.

        Es ist eine Krankheit, da rutscht man ohne die Absicht "jetzt werde ich Drogensüchtig" rein und findet nur sehr, sehr schwer wieder raus.

        Wer bist Du, dass Du Dich erdreistest darüber zu urteilen ob sich ein Mensch "freiwillig" Krankheit aussucht?

        Sagst du auch über Menschen die an Magersucht gestorben sind "selber schuld".

        Menschen die an Krankheiten sterben verdienen genauso Respekt wie welche die an Unfällen oder Altersschwäche sterben!

        Der Tod JEDES Drogenabhängigen Menschen ist einfach nur tragisch.

        Eine "Lobeshymne" gibt es auf die Leistung die Philip Seymour Hoffmann gebracht hat und nicht dafür, dass er drogensüchtig war. Und diese Leistung war - zweifellos - überragend!

        Beiträge wie Deine sind an Arroganz kaum zu übertreffen.

        Warst Du schon immer so hochmütig und selbstgerecht?

        Pfui Teufel!

        • "NIEMAND entscheidet sich freiwillig für eine Sucht, völlig egal welche."

          Ach tatsächlich ist das so? Ich war eigentlich schon immer der Meinung das es meine eigene Entscheidung ist Drogen zu nehmen, oder eben auch nicht.

          Ich kenne niemanden der zum rauchen, trinken oder Drogen nehmen gezwungen wurde?!? Hm...

          • So sehe ich das auch.
            Sicherlich gibt es hier und da Ausnahmen, bei denen absichtlich Menschen abhängig gemacht werden (Bordelle usw.), aber bei den genannten romis war das ganz sicher nicht der Fall.

            In meiner Clique in der Schule wurden - wie bei vielen hier sicher auch - dieJoints herumgereicht. Ich habe IMMER Nein gesagt, weil mir die Konsequnzen bewusst waren.
            Wer meint, er müsse das "einfach mal" ausprobieren, soll sich hinterher auch nicht wundern.

          • natürlich ist das so.

            Zeig mir einen Süchtigen der seine Droge zum 1. Mal konsumiert in dem Bewusstsein "JA, jetzt werd ich süchtig, das wollte ich gerne"

            Der Mensch neigt im Allgemeinen leider dazu sich selbst zu über- bzw. andere zu unterschätzen.
            Jeder der Drogen zum 1. Mal nimmt, denkt sich doch dabei "ist ja nur ein einziges Mal, davon werde ich bestimmt nicht süchtig"

            Zwischen Dummheit/Naivität und Absicht liegt ein himmelweiter Unterschied!

            • Tut mir leid aber ich sehe es trotzdem anders.

              Wenn ich mich dazu entschließe Drogen zu nehmen, mit dem Rauchen anzufangen etc dann kenne ich das Risiko der Sucht! Also ist es mein freier Wille ob ich dieses Risiko eingehe oder nicht.

              • Du vielleicht.

                Danke Deinem stabilen sozialen Umfeld, deiner Gesundheit und einer gelungen Aufklärung (alles Dinge, die Du nicht selbst gemacht hast, sondern von anderen bekommen hast) dass Du in der Lage bist, diese Entscheidung überhaupt zu treffen.

                Doch dann sage mir mal, was jemand machen soll
                - der bereits mit einer genetischen Disposition geboren wird
                - der aufgrund einer Mütterlichen Suchterkrankung bereits bei der Geburt selbst suchtkrank ist
                - dem nie einer die Risiken erklärt hat
                - der falsche Freune hat, die ihm weis machen, ein Mal sei kein mal
                - der in Folge einer notwendigen Medikamenteneinnahme eine Sucht entwickelt

                Es ist Arroganz, zu glauben, dass es alle so gut haben wie Du

                • Ich finde es von dir arrogant zu Glauben aus welchem sozialen Umfeld ich stamme etc.

                  Lass dir gesagt sein, ich hatte eine sehr schwere Kindheit und trotzdem bin ich nicht Suchtkrank! Bei uns zuhause wird auch kein Alkohol getrunken, einfach weil mein Mann und ich das nicht wollen.

                  Willensstärke nenne ich das!

                  Das einzige Laster das ich hatte war Rauchen, aber auch das habe ich vor einigen Jahren aufgegeben. Durch Selbstbeherrschung und Willenskraft!

                  Deine Beispiele wie Gruppenzwang oder das jemand zu wenig aufgeklärt wurde empfinde ich als totalen Schwachsinn, denn Punkt eins, auch einem Gruppenzwang zu Wiederstehen ist Einstellungssache und Punkt zwei, heutzutage hat jeder Mensch Zugang zum Internet etc jeden Müll kann man googeln, und jetzt sagst du mir, das man sich über Risiken von Drogen nicht informieren kann? Okay, wenn das deine Meinung ist, für mich sind das fahdenscheinige Ausreden.

                  • du sitzt auf einem ganz schön hohen ross und schaust auf die menschen hintunter. wenn dir das nicht irgendwann mal selbst vor die füße fällt.
                    weißt du, nur weil du eine schwere kindheit hattest, aber mit selbstbeherrschung und willenskraft allen widrigkeiten widerstanden hast, gibt dir das nicht das recht über andere so zu urteilen.
                    und ja, das tust du.

                    ich habe auch so meine meinung zu vielen dingen, fühle mich im recht bei vielem etc. aber ich fphle mich dabei nicht rechtschaffener als andere.

                    was weißt du schon, was im leben eines menschen zu seinen entscheidungen geführt hat? nichts. und das ist der knackpunkt.

                    du machst es dir recht einfach zu sagen, dass andere nur den willen aufbringen müsste, sich besser informieren müssten etc. aber so einfach ist die welt nun einmal nicht. sie ist komplex.

                    natürlich ist es toll, dass du es so gut geschafft hast trotz deines elternhauses. aber findest du es nicht verwunderlich, dass gerade jemand wie du, der weiß, wie schwer es sein kann, andere aburteilt, weil sie nicht die richtige menge an kraft zur richtigen zeit hatten? solltest nicht gerade du verständnis haben und es zeigen?

                    ich hatte eine schöne kindheit. habe leider meinen vater früh verloren, würde aber meine kindheit dennoch als glücklich bezeichnen. wie kommt es, dass ich so viel verständnis aufbringen kann?

                    mein onkel war ein alkoholiker, pegeltrinker und hat sehr ungesund gelebt. starb dann einen relativ frühen tod mit ende 50. er hat sich seinen weg selber mit geebnet. aber viele dinge spielten rein, dass er ihn auch ging. hätte, wäre, wenn ... er stärker gewesen wäre, keine ahnung! ich bin nicht er!was man einem suchtkranken ankreiden kann ist das, was sie ihrer familien udn verwandten damit zumuten. jedenfalls zum teil. aber dass sie ihren eigenen tod damit verursachen, das ist viel zu traurig, als dass ich da noch schuld zuweisen würde.

                    • Okay gut, sitz ich eben auf einem hohen Ross!

                      Jeder Erwachsene ist für sein Leben selbst verantwortlich! Was soll andauernd diese rumgeheule und baden im Selbstmitleid?!?

                      Wenn ich keine Drogen nehmen will dann nehme ich keine, Punkt aus!

              So sehe ich das auch!

          Es dürfte ja wohl jeder so weit aufgeklärt sein, dass der Konsum von Drogen nicht ganz ungefährlich ist und viele suchtkrank werden. Es wird billigend in Kauf genommen, das ist auch eine Form von Vorsatz.

    Man darf ja durchaus anderer Meinung sein und man darf sich auch über die Beiträge anderer aufregen, aber dann sollte man sich doch selbst zur Ordnung rufen und sachlich bleiben.
    "Offenbar scheinst Du keine Ahnung vom Thema "SUCHT" zu haben!"
    Erst einmal die Sachkompetenz des Gegenübers durch eine Unterstellung herabsetzen. Schöne Eröffnung!
    "NIEMAND entscheidet sich freiwillig für eine Sucht, völlig egal welche."
    Ist das wirklich so? Ok es gibt anscheinend nur eine Wahrheit!
    "Wer bist Du, dass Du Dich erdreistest darüber zu urteilen ob sich ein Mensch "freiwillig" Krankheit aussucht?"
    ....sehr sachlich....
    "Eine "Lobeshymne" gibt es auf die Leistung die Philip Seymour Hoffmann gebracht hat und nicht dafür, dass er drogensüchtig war."
    Einzig vernünftiger Satz in diesem Beitrag.
    "Und diese Leistung war - zweifellos - überragend!"
    Was soll zweifellos aussagen? Dass alle, die ihn nicht gut fanden, wieder Unrecht haben?

    "Beiträge wie Deine sind an Arroganz kaum zu übertreffen.

    Warst Du schon immer so hochmütig und selbstgerecht?"

    Projektion?

    Ich bin zwar nicht der Meinung der TE und sehe den Irrtum in der Vermischung von Drogensucht und Schauspielkunst, aber die Form deines Beitrags ist mal echt abschreckend.

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