Die versprochene Karriere.

    • (1) 13.02.14 - 14:04

      http://hellogiggles.com/watch-these-ladies-dance-in-the-red-light-district-for-a-cause

      Ein sehr gelungener Beitrag, der vielleicht ja zum Nachdenken anregt.

      L G

      White

      mich bringt zum Nachdenken, warum dieser Rahmen dafür gewählt wurde. Kann man denn nur noch mit halbnackten Frauen auf Aufmerksamkeit hoffen?

      • Na, wenn es um zwangsprostituierte Frauen in diesen besagten Fenstern geht - das ist Dienstkleidung, sozusagen. Authentizität

        Alles andere wäre falsch, denke ich. Hast du die Fenster in Amsterdam noch nie gesehen? Da sitzt keine Frau in Jeans und Pullover und verkauft ihren Körper...

        "Kann man denn nur noch mit halbnackten Frauen auf Aufmerksamkeit hoffen?"

        Nein. Aber es sind die halbnackten Frauen, denen eine große Karriere versprochen wurde und die sich nun in diesen Schaufenstern wiederfinden. Vielleicht nicht genau die, die da tanzen, aber genau darum geht es ja in der Kampagne. Um Frauen, denen das Blaue vom Himmel versprochen wird und die dann im Bordell landen statt auf der Bühne.

        • das ist mir schon klar. Vielleicht bin ich zu schlicht gestrickt, aber wäre es nicht sinnvoller dort, wo diese Versprechungen statt finden, an zu setzen und nicht vor dem Publikum, das die Dienste dieser verarschten Mädels all zu gerne in Anspruch nimmt? Zu was sollen die Zuschauer bewegt werden?
          Ja, mag sein, dass ich zu doof bin

          • Ich denke nicht, dass Du zu doof bist. Letztlich ist es ja eine Geschmacksfrage, ob eine Kampagne verfängt oder nicht.

            Wo würdest Du denn ansetzen wollen? Die Jungs, die den Mädchen versprechen, sie ganz groß rauszubringen, wissen, was sie da tun. Da hilft kein Aufrütteln, keine Aufklärung. Keine Ahnung, an welcher Stelle man da eingreifen kann.

            Ich denke, das Publikum, das die Dienste der Damen gern in Anspruch nimmt, ist genau die richtige Stelle. Die Kundschaft muss aufgeklärt werden und die ganzen kleinen Mädchen, die allzu gern diese Versprechen glauben. Insofern ist die Straße bzw. sind diese Schaufenster genau der richtige Ort dafür. Das garantiert maximale Öffentlichkeit.

            Letztlich muss man an der Nachfrage ansetzen. Den Freiern muss klar sein, wen sie da vor sich haben. Solange diese Männer sich ohne zu fragen durch die Puffs vögelt, solange wird auch das Angebot aufrecht erhalten.

            • >>Den Freiern muss klar sein, wen sie da vor sich haben. <<
              meinst du wirklich, man könnte Männern, die in den Puff gehen, ins Gewissen eindringen. Sollen sie dann die Mädels vorher fragen, ob sie den Job freiwillig machen? Gäbe es eine ehrliche Antwort?
              >>Die Kundschaft muss aufgeklärt werden und die ganzen kleinen Mädchen, die allzu gern diese Versprechen glauben.<<
              ja, genau die ganzen kleinen Mädchen. Die tummeln sich aber nicht vor besagten Schaufenstern.

              • "meinst du wirklich, man könnte Männern, die in den Puff gehen, ins Gewissen eindringen."

                Ja, das glaube ich schon. Eher als denen, die den Mädels eine Karriere als Tänzerin/Model/Schauspielerin versprechen.
                Es sind ja nicht alles gewissenlose Arschlöcher, die ins Bordell gehen. Viele wollen es nicht wissen, andere wissen es vielleicht wirklich nicht, und wenn auch nur die Hälfte der Kundschaft eines Billigschuppens mal über das eigene Handeln nachdenkt, wird der Betreiber das zu spüren bekommen und evtl. mal über seine Geschäftspraktiken nachdenken.

                So oder so ähnlich stelle ich mir den Idealfall vor.

                Und nun muss ich weg.

                #winke

          Ich finde das im Sinne einer Aufklärungsarbeit im westeuropäischen Raum schon gut - und die Kamapgne hat auf jeden Fall hohe Aufmerksamkeit erzielt. In meinem erweiterten Bekanntenkreis war der Film schon vor längerem Thema.

          Ich frage mich allerdings auch immer, ob in den klassischen Herkunftsländern überhaupt Aufklärung betrieben wird. Ich kann mich erinnern, dass A.I. entsprechende Initiativen gefordert hat, aber ob sowas bisher in großem Stil (und vor allem auch mit Geldern aus den Zielländern) umgesetzt wurde? Keine Ahnung. Wäre in der Tat essentiell.

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