Ärztinnen

    • (1) 22.02.14 - 07:36

      Guten Morgen.

      Ich habe gestern bei der Impfung meiner Tochter mal wieder feststellen müssen, dass ich echt ein Problem mit Ärztinnen habe... Ich fühle mich - bis auf eine Ausnahme bisher- nicht wohl, da alle (bis eben auf eine) die ich bisher kennengelernt habe wenig einfühlsam, irgendwie verkrampft, teilweise sogar tadelnd waren. Bei Ärzten hatte ich das noch nie!?

      Die gestern z.b. war so ganz nett und hat fachlich sicher auch was auf dem Kasten, aber sie war wahnsinnig kurz angebunden (was der Arzt in dieser Gemeinschaftspraxis nie ist, obwohl er sich natürlich auch nicht viel länger Zeit nehmen kann, er kommt nur anders über), hat meiner Tochter "vorgeworfen" das die Impfung schon überfällig ist (als könnte ein 8 jähriges Kind was dafür und als wäre Impfung Pflicht), hat auf unangenehme Art festgestellt wie dünn sie ist, hatte eine seltsame Art Scherze zu machen. .. einfach unsympathisch in meinen Augen und so wie mein Kind da saß, kaum wußte was sie auf dieses oder jenes antworten soll, war sie auch nicht wahnsinnig begeistert von ihr (Ich saß die ganze Zeit lächelnd daneben und habe nur wenn ich gefragt war etwas gesagt)

      Und so ist das oft, mein erster Frauenarzt Besuch war doof - eine Ärztin. Die hat keine Fragen beantwortet, von alleine schon gar keine Infos raus gegeben, hat wie blöde in mir rumgestochert und alles ging ruck zuck. Meine erste Zahnärztin war super streng und hat gemotzt statt Angst zu nehmen, die nächste war ähnlich und hat nie aufgehört wenn man eine Pause brauchte. ... Das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben und wenn ich es mir aussuchen kann, gehe ich zu einem Arzt.

      Aber warum ist das so? Haben Frauen es so schwer in diesem Beruf ernst genommen zu werden, dass sie "abhärten"? Ist das ein "unter Frauen" Ding? Hab ich einfach nur die doofen rausgepickt?

      Die eine Gute die ich mal erwischt habe, war genau wie ich mir einen Arzt (egal welchen Geschlechts wünsche, locker damit man auftaut und sich wohlfühlt, freundlich und nicht aufgesetzt, beantwortete Fragen und gab Mut auch Fragen zu stellen die einem vielleicht unangenehm sind...)

      Wie sind eure Erfahrungen?

      Hallo

      Habe zum Teil ähnliche Erfahrungen gemacht, allerdings habe ich auch schlechte Erfahrungen mit männlichen Ärzten gemacht....

      Meine erste Zahnärztin hier im Ort (bin vor 11 Jahren zugezogen) war wenig einfühlsam und fachlich sehr inkompetent... Ich habe eine Riesenangst vor Zahnärzten und darauf ist sie gar nicht eingegangen... Das ging soweit, dass ich zu einem Termin erschienen bin und beim Aufrufen einfach statt ins Untersuchungszimmer einfach gegangen bin.... Danach habe ich mich durch den Freundeskreis gefragt und bin nun bei ein Zahnarzt, der zwar auch niemals nicht mein bester Freund werden wird, aber der zumindest auf meine Angst eingeht und einfühlsam ist... Er hat auch keinerlei Probleme damit, eine Behandlung kurz zu unterbrechen, wenn er merkt, dass ich zu schlimm verkrampfe... Andererseits hat mich dieser Zahnarzt schon zweimal weiterüberwiesen, ebenfalls zu männlichen Spezialisten und diese waren der Inbegriff von Zahnarzthorror... Bei dem ersten Mal war es eine schmerzhafte Wurzelbehandlung, den Arzt interessierten die Schmerzen dabei jedoch nicht und das, obwohl ich schon als Angstpatientin angekündigt wurde von meinem Zahnarzt... Und beim zweiten Mal war es ein Kieferchirurg, bei dem ich schon beim ersten Satz (ein einfaches Guten Morgen!!!) die Spritze im Kiefer stecken hatte und nein, das ist leider nicht übertrieben... #zitter

      Genauso beim Gyn... Ich hatte bis zu meinen Schwangerschaften immer nur weibliche Gynäkologen, weil ich dachte, die seien einfühlsamer... Vor der Schwangerschaft waren die Gynäkologen hier im Ort alle wahnsinnig überlaufen und ich hätte Termine jenseits der Halbjahresgrenze bekommen können, deshalb bin ich zu einem männlichen Gyn gegangen und siehe da, ich kam plötzlich viel besser damit klar... Als ich in der Urlaubszeit meines Gyns zur Ärztin in der Gemeinschaftspraxis musste, war es echt höllisch... Null Einfühlungsvermögen, im Spekulum (nutzt mein Gyn gar nicht) hat sie mir noch die Haut geklemmt, was irre wehtat, allgemein eine sehr unruhige Art zu Behandeln, furchtbar.... Die eine Gynäkologin im Krankenhaus bei der Geburt war jedoch eine Seele von Mensch und wirklich eine super Ärztin... Sie wollte mich zwar die ganze Zeit dazu überreden, nach der Geburt eine Kurznarkose zu akzeptieren, um mich nähen zu können, aber als ich ihr sagte, dass ich daran kein Interesse habe (wollte keine Zeit mit unserem Baby verpassen ;-)) und sie zusehen soll, dass sie mich zunäht, hat sie das akzeptiert... Sie war überrascht, dass ich 1 1/2 Stunden Nähen ausgehalten habe #schein Ich allerdings auch ;-)

      Unser Hausarzt ist mittlerweile auch männlich... Es ist eine Gemeinschaftspraxis eines Ehepaares und wenn ich mir aussuchen kann, zu wem ich lieber möchte, nehme ich ihn... Sie ist auch sehr kompetent und sympathisch, allerdings schaut sie einen manchmal an, als wäre man ein leidender Hund, so richtig mitleidig, da könnte ich wahnsinnig werden... Wenn ich zum Arzt gehe, möchte ich Mitgefühl, kein Mitleid! Er ist da ganz anders, ebenfalls sehr kompetent und mit ihm kann man auch wirklich sprechen...

      Ich habe also mit beiden Geschlechtern schlechte und gute Erfahrungen, aber wenn ich es mir aussuchen kann, gehe ich lieber zu männlichen Ärzten... Für einen guten Arzt suche ich aber auch gerne mal etwas länger und nehme auch etwas mehr Fahrtzeit auf mich... Bis auf den Zahnarzt sind alle unsere Ärzte mit Fahrtzeiten bis zu 45 Minuten verbunden, obwohl wir sämtliche Fachrichtungen auch vor Ort hätten... Aber für eine gute medizinische Betreuung, wie ich sie mir vorstelle, nehme ich das in Kauf...

      LG

      • Unser Kinderarzt ist dank Umzug nun auch etwas weiter weg, wechseln wollen wir aber nicht, da es eine wirklich tolle Praxis ist (und auch wenn die Ärztin mir persönlich unsympathisch ist, ist sie eine gute Ärztin und fas zählt ja schließlich)

    Hi,

    das kann ich jetzt so nicht bestätigen.

    Mitterlweile ist es sogar so das ich fast nur zu Ärztinnen gehe. Ich habe eine Hausärztin, die wirklich wahnsinnig einfühlsam und nett ist. Bei Ihr habe ich überhaupt nicht das Gefühl das es noch andere Patienten gibt und das obwohl es bei ihr auch immer sehr schnell geht. Ihre Urlaubsvertretung (männl.) hingegen ist der Horror und der einzige Arzt mit dem ich mich sogar gestritten habe weil er einfach ein inkompetentes A.... ist.
    Ich habe eine der liebsten Gynäkologinnen überhaupt und meine Augenärztin ist zumindest ok. Der einzige männl. Arzt den ich noch regelmäßig besuche ist mein Zahnarzt!

    Was Kinderärzte angeht so gibt es auch verschiedene Varianten. Die 1. Kinderärztin die ich mit meinem Sohn besucht habe war eine Katastrophe und in etwa so wie die in deiner Beschreibung. Vor allem war sie aber furchtbar unbeholfen im Umgang mit Babies. Als meine Tochter geboren wurde waren wir in einer Gemeinschaftspraxis mit einem Ehepaar und beide waren echt super. Die Frau war mir aber damals trotzdem einen Tick lieber da sie zusätzlich noch Ahnung vom Stillen und Ernährung hatte (4fache Stillmutter!). Im übrigen war sie die einzige Kinderarzt/ärztin von der ich das behaupten kann. Leider sind wir weggezogen und haben jetzt auch einen sehr guten männl. Kinderarzt.

    LG

    • Unsere erste Kinderärztin war auch eine Katastrophe, da hab ich dann auch ganz schnell gewechselt (dazu kam, das auch die Praxis bzw das Wartezimmer echt besch... war)

      Die Ärztin gestern war einfach nur unsympathisch, fachlich sind die in dieser Gemeinschaftspraxis alle super, da kommt nie ein Zweifel auf und keiner von den 3 Ärzten schwatzt einem irgendwas auf, diagnostiziert falsch weil die Kasse klingeln soll oder sie es nicht besser wissen.

Guten Morgen,

kann mich anschließen. Wenn ich die Wahl habe ziehe ich immer einen Arzt einer Ärztin vor. Einfach, wei ich mit Ärztinnen auch schon schlechte Erfahrungen gemacht habe hinsichtlich launischem, rücksichtslosen und zickigem Verhalten.

Zu Schulzeiten bin ich auch schon immer lieber von Lehrern unterrichtet worden.

Ebenso sind mir männliche Vorgesetzte 1000* lieber als eine Chefin.
Beim Physiotherapeuten wähle ich lieber den männlichen Kollegen und so könnte ich die Liste noch fortführen...

Du siehst bei mir zieht sich das wie ein roter Faden durch. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass Frauen ihre persönlichen Befindlichkeiten allzu oft nicht unter Kontrolle haben und diese dann in ihre Arbeit und Entscheidungen einfließen lassen.

LG

  • Da hab ich mit meiner Chefin Glück :-)

    Siehst du es dann auch so wenn du dich gleichzeitig mit einem Kollegen um eine Befoerderung bewirbst ihm der Vorzug gegeben werden sollte, weil er sich ja besser unter Kontrolle haette?

    Dieser Sexismus ist ja wiederlich.

    Ich hab momentan ne gute Chefin, hatte davor 2 gute Chefinnen, davor einen miserablen Chef, davor eine miserable Chefin, davor einen guten Chef, davor eine gute Chefin etc.

    Von deren Geschlecht hing das mit Sicherheit nicht ab und ich will im Beruf auch nicht durch das Prisma meines Geschlechts gesehen werden.

    Bei Aerzten ist es genauso. Ich kaem noch nicht mal drauf mir da Gedanken drueber zu machen, welches Geschlecht sie haben.

    • >>>(...)ihm der Vorzug gegeben werden sollte, weil er sich ja besser unter Kontrolle haette?<<<

      Wenn das der Fall ist und sogar anderen auffällt dann: JA

      >>>Ich hab momentan ne gute Chefin, hatte davor 2 gute Chefinnen, davor einen miserablen Chef, davor eine miserable Chefin, davor einen guten Chef, davor eine gute Chefin etc.<<<

      Das freut mich für Dich, vor allem, dass du zur Zeit ne gute Chefin hast! Dann hast du eben andere Erfahrungen gemacht als ich und somit ne andere Sicht auf die Dinge.

      Meine Meinung soll auch kein Leitfaden für Andere sein - ist einfach meine Einstellung/Erfahrung.

      • "Wenn das der Fall ist und sogar anderen auffällt dann: JA"

        Wieso ploetzlich "wenn"? Du hast doch vorher gesagt, dass ja geschlechtsgebunden ist, also muesstest du ja davon ausgehen dass er als Mann auf jeden Fall besser geeignet ist.

        • Wieso willst du mich denn unbedingt zu einer Pauschalisierung für alle Zeiten drängen?

          Ich habe geschrieben, dass ICH oft die Erfahrungen gemacht habe und MICH deshalb so entscheide. Wie das Andere das handhaben ist mir ehrlich gesagt schnuppe...

          Natürlich sind es letztlich immer Einzelfallentscheidungen. Wenn ich die Wahl habe entscheide ich mich trotzdem immer wieder so wie es sich für mich am Besten anfühlt.

    "Dieser Sexismus ist ja wiederlich."

    DAS habe ich auch gedacht. Erschreckend, diese ganze Diskussion.

    • Aber ist doch symptomatisch fuer Urbia. Frauen haben in Fuehrungspositionen nix verloren. Deshalb wird hier wenn jemand professionellen Rat sucht auch nur gefragt ob den ne Arzthelferin oder Krankenschwester da ist, und niemals ob ne Aerztin mitliest. Bzw ob ne ReNo-Gehilfin da ist, aber nie nach ner Anwaeltin.

      Das gehoert sich fuer ne Frau einfach nicht. ;-)

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