Warum fahren so viele Deutsch-Türken BMW?

    • (1) 25.02.14 - 09:31

      Wir wohnen in einem großen Neubaugebiet vor den Toren einer Großstadt.

      In unserem Wohngebiet gibt es eine erfreuliche Mischung unterschiedlichster Herkunfte (Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Pakistan, Russland, Türkei).
      Alle Haushalte haben ein oder mehr PKW, fast alle Haushalte auch mindestens 1 hochpreisiges Auto (da sind wir mit 2 Billigautos die Ausnahme ;-)).
      Während bei allen anderen Nationalitäten bei den teuren Autos keine Vorliebe erkennbar ist (da stehen VW, Mercedes, Audi, BMW und sogar 2x Porsche vor der Tür, bunt gemixt in Farbe, Form und Modell) , haben wirklich ALLE türkischen Familien einen oder mehrere BMW. Und alle in derselben Art (Limousine mit Stufenheck).
      Warum ist das so? #kratz
      Gibts da einen kulturellen Zusammenhang, den ich nicht kenne?
      Oder andere Gründe, auf die ich nicht komme?
      Wer kann mich erleuchten??? ;-)

      • DIE Frage habe ich mir aus dem selben Anlass auch schon ganz oft gestellt! Und mir ist außerdem noch aufgefallen, dass fast alle ein X im Kennzeichen haben. ;-)

        Lg

        • X im Kennzeichen ist mir noch nicht aufgefallen. ;-)
          Wenn viele Autos in einer Stadt immer den selben Buchstaben im Kennzeichen haben, gehören sie manchmal zu einer Autovermietung.

          Hier im Ort sind das die Autos mit Q im Kennzeichen.

          • Ah okay... das könnte natürlich auch sein.

            Also bei uns werden die Autos schon länger gefahren. Deswegen denke ich nicht, dass sie gemietet sind. Aber dieses Phänomen ist wirklich witzig :D.

      Weil BMWs einfach verdammt männlich-machende Autos sind. Ich finde es auch beeindruckender, wenn ein BMW vorfährt als ein Ford Fiesta. Ist so.

      Und grade Türken legen großen Wert darauf eindeutig ihre Männlichkeit zu betonen. Das ist bei denen wichtiger, als z.b. Für einen Italiener.

      Hallo,

      als Neuperlach als das Türken-Viertel verschrieen war, gab es diesen Scherz mit dem "3ern BMW".

      Es war einfach in, dieses Auto zu fahren. Das galt als cool, angesagt, besonders auch unter den jungen, männlichen Türken.

      Das ist teilweise auch heute noch so, allerdings gehen da inzwischen auch andere Autos.

      GLG

    Hi,

    könnte es u.a. damit zusammenhängen, dass viele Türken/Griechen/Italiener etc. damals in ihrer Heimat für Deutsche Automobilkonzerne abgeworben wurden und

    dadurch die Fahrzeuge ihrer Arbeitgeber fahren? Noch dazu sich das über Generationen weitergibt?

    Hier ist z.B, eine VW und AUDI Hochburg. Mein Vater wurde 1959 in Athen von Audi angeworben.

    Bei uns kommt keine andere Automarke auf den Hof als AUDI #rofl

    Die "corporate identity" haben wir mit der Muttermilch aufgesogen. Auch Türken fahren hier Vermehrt Audi ... A8 und solche Limousinen. BMW ist ihnen zu prollig.

    Also solltest du aus Bayern kommen, könnte sich das u.U. damit erklären. Aber wie gesagt - es ist nur eine Gedankenspielerei meinerseits.

    • Das mit den Gastarbeiter-Firmen hatte ich auch erst im Kopf.

      Aber: - wir wohnen in Norddeutschland und damit nicht in der Nähe eines BMW-Werks
      - m.W.n. waren Gastarbeiter hauptsächlich bei Audi und VW aktiv. Und die Firmen sind es ja gerade NICHT. #kratz

      • Ja ok. War nur ein Gedanke. Gerade in München - wo ich öfters bin, sehe ich viele Griechen und Türken mit BMW's. Sie bekommen ja div. Rabatte auf die Fahrzeuge und wie gesagt - hätte sein können. :-)

        Ich meine, dass man(n) in seiner Heimat mit so einem Auto (gerade in der Türke sind BMW und deutsche Fabrikate kaum bezahlbar) ziemlich den dicken Max machen kann ist klar.

        Wie auch immer.

        LG
        B.

Also bei uns auf der Strasse fährt eine türkische Familie Mini & alten Jaguar.
Die 3er BMW´s sind wohl eher was für die Jugend 18+. Habe auch schon gehört, dass sich die Jungs mit 5 Mann einen 3 er geteilt haben. Die dürfen dann abwechselnd zur Dönerbude.

Sunny

Hallo!

Ich denke, dass liegt daran, dass der 3er BMW als Limousine bei jungen Türken eine Arts Statussymbol ist. Und viele Menschen bleiben auch heute noch ihrem "Einstiegsauto" treu, indem sie zumindest bei der gleichen Marke bleiben.
Was mir außerdem aufgefallen ist: 90% der Menschen, die eine kleine Limousine fahren, sind entweder über 70 oder Ausländer - allen voran Türken und Russen. Da frage ich mich auch, woran das liegen mag. Gerade Türken haben ja oft große Familien und fahren mit diesen auch gerne im Auto in die Heimat (wollte ich auch nicht, aber so what?). Da wäre doch ein Kombi deutlich praktischer, aber nein, es muss eine Limousine sein. Mein Arbeitskollege (kommt aus Dubai) fuhr ein Mercedes Coupe, dann kündigte sich Nachwuchs an und er tauscht den Mercedes gegen eine A6 Limousine. Auch hier denke ich: Ein Kombi wäre praktischer gewesen.

Was ich mich allerdings gerade frage: In was für einem Neubaugebiet lebst du, dass sich die Leute ein Haus und ein teures Auto leisten können? Ich wohne selbst in einem Neubaugebiet in einer Straße mit 18 Häusern. So hochwertige Autos stehen allerdings bei uns kaum rum. Wenn ich mal zusammenzähle, komme ich auf 3 BMWs, 2 Minis, 2 Mercedes, 1 kleiner Audi (A3). Da es in einem Haushalt zwei dieser Fahrzeuge gibt (BMW und Mini), gibt es in 11 Haushalten keine so hochpreisigen Marken. Bei uns herrschen eher die soliden Familienmarken vor wie VW, Opel, Ford - allerdings gibt es bei uns auch nur drei kinderlose Haushalte.

LG

  • Unser Wohngebiet ist vergleichsweise groß (200 Wohneinheiten, aufgeteilt in Einzelhäuser, Doppelhäuser und Eigentumswohnungen).
    Da ich mehrmals täglich mit dem Hund raus muss, kenne ich mittlerweile die meisten Leute vom Sehen. Und die Autos dazu natürlich auch. ;-)
    Ich frage mich auch immer, woher alle das Geld für solche Autos haben. WIR haben das nicht.

    Aber viele der Autos sind wohl auch Leasingautos.

    Aber wundern tue ich mich auch!!!

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