"neues Leben"

    • (1) 04.03.14 - 06:19

      Guten Morgen! :-)

      Ich wollte mal fragen, ob ihr auch schon mal an einem Punkt ward, wo ihr gesagt habt: "so wie es ist, kann es nicht bleiben" (warum auch immer) und was ihr dann getan habt, um euch bei dem Start in "das neue Leben" zu helfen.

      Ich bin da ja der Klassiker der Küchentisch-Psychologie. :-D Ich hab mir meine laaaangen Haare richtig kurz schneiden lassen und richte gerade mein Wohnzimmer komplett neu ein. Ich muss über mich selber lachen, aber ich merke wirklich, dass mir das gut tut, um abzuschließen.

      Ein Bekannter ist in so einer Situation ein halbes Jahr durch Australien gereist und kam wirklich sehr verändert zurück. Der hat den radikalen Weg gewählt. Eine Freundin von mir möchte neu starten und die alten Sachen hinter sich lassen, traut sich aber nicht.

      Kennt ihr sowas auch? Was habt ihr für kleine oder auch größere Tricks genutzt in solch einer Situation? Oder habt ihr sowas nie gebraucht?

      Liebe Grüße,

      Truly

      • Ja, kenn' ich.

        Nach der Diagnose einer Krankheit von der ich nciht wusste wie sie ausgeht habe ich vier Monate lang die Länder bereist in denen ich noch nicht war, die ich aber unbedingt gesehen haben wollte...nur für den Fall dass....

        Anschließend war ich ruhiger.

        Meine(Ex-) Frau kennt das auch glaube ich...die hat sich ein Jahr später von mir getrennt und nochmal richtig neu angefangen. Neuer Job, neue Stadt, neuer Freundeskreis, neuer Partner. Und sagt, sie ist glücklich mit ihrem Neubeginn.

        Morgen!
        Ich selber kenne das nicht von mir. Ich bin aber auch "erst" 29, kann also noch kommen.

        Ich kenne nur Jemanden, der nach der Trennung ein halbes Jahr in Tibet im Kloster war. Das finde ich schon ziemlich krass!
        Ich kannte ihn vorher nicht aber er ist so oder so ziemlich speziell...
        lg julia

        um die Sorgen zu vergessen, die uns in Südamerika begleitet haben(wir haben dort 6 Jahre gelebt), haben wir ALLES (ausser Fotos und paar Klamotten und noch paar Sachen, die uns wichtig waren) verkauft und sind nach Europa mit 3 Koffer zurück gekehrt. Wir haben ALLES neu gekauft und führen ein ganz anderes Leben- alles ist neu, ausser wir- wir sind so geblieben, wie wir waren. Somit war die Vergangenheit total abgeschlossen :-). Würde ich immer wieder tun- sofern es finanziell geht natürlich!

      • Bei dem einen Mal: "Wenn ich jetzt nichts ändere, gehe ich vor die Hunde", habe ich die Stadt, die ich eigentlich so sehr liebe, verlassen. #klatsch

        Habe im Südwesten mit meinem damaligen Partner neu angefangen, erlebte einen furchtbaren Kulturschock, der immer noch anhält und bewirkt, dass ich hier nie Fuss fassen werde. Macht aber nix, mein Leben ist immer ein wenig im Wandel, das passt schon. :-)

        Bei dem anderen Mal habe ich die Ehe beendet, die mich langsam und schleichend kaputt gemacht hat.
        Dann war ich (RUMMS) alleinerziehend, frei, glücklich, jedoch bei weitem nicht sorglos. Es war eine meiner besten Entscheidungen. Ich habe die Wohnung gewechselt (riesig und doch gehobener Altbau in kleinen und mittelständigen Altbau getauscht), die Stunden im Job erhöht, gelebt.

        Nun ändere ich wieder mein Leben, diesmal aus ganz anderen (positiven) Gründen, stückweise, schleichend, es wird ein fliessender Übergang. Und danach wird einiges neu und vieles alt sein.

        Das ist also etwas anderes als das, was du beschreibst.

        Ich hatte mal Dreadlocks, übrigens. Welch ein Wandel, als ich sie mir abschneiden liess und dann eine freche Kurzhaarfrisur trug. Ach, und plötzlich schauten mich ganz andere Männer an. Sehr spannende Männer.

        Eine so radikal neue Frisur kann also etwas wirklich spannendes für dich bedeuten... ;-)

        Ja, diesen Punkt im Leben kenne ich auch und bin froh, dass ich ihn genutzt habe, um mein Leben zum Besseren zu verändern. Ich glaube aber, dass es nicht reicht, die äußeren Umstände zu verändern. Wenn ich, weil ich mit mir und meinem Leben nicht zufrieden bin, in ein anderes Land ziehe oder meinen Arbeitsplatz wechsel, werden meine Probleme mir früher oder später folgen...
        Ich habe erlebt, dass die größte Veränderung in mir und meiner Einstellung stattfinden musste.

      Das ging mir so, als ich in D ale Zelte abgebrochen habe und mit meiner damaligen Freundin nach Chile ging. Nach etwa einem Jahr waren wir doch wieder in D.

      Nachdem ich von dieser Frau getrennt hatte bin ich irgendwann mit derselben Prämisse nach England gegangen. Habe dort gut 7 Jahre gelebt, und bin zwangsweise nach D zurück. England schien Geschichte und wieder habe ich dort alles aufgegeben.

      Dann ergab sich die Möglichkeit nach Polen zu gehen und dort neu anzufangen. Polen ist die Heimat meiner Frau (die ich übrigens in den 7 Jahren England kennenlernte). Wieder haben wir in Berlin alles aufgegeben und fingen in Poelne neu an.
      Nach nur einem Jahr stellte sich heraus, dass es das auch nicht war.

      Etwa zur selben Zeit begann mein letzter Arbeitgeber aus England sich wieder für mich zu interessieren. Also brechen wir einmal mehr die Zelte ab und siedeln gerade über. Will sagen, Ich bin bereits in England, der Rest der Familie braucht noch einen Moment...

      Solche Wandel kann ich eigentlich nur vollziehen, wenn ich mich ganz der Sache verschreibe. Hier alles aufgeben, um sich am neuen Ort komplett selbst neu zu erfinden hat so ein unglaubliches Potential wenn man es nur zu nutzen weiss.

      Ich selber bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass genau deswegen nicht etwa der Wechsel das einschneidende Erlebnis ist, sondern die Erkenntnis, dass tatsächlich nix im Leben von Dauer ist und man sich deswegen am besten so gibt, wie es einem selbst am besten tut.
      Und das ist für einen Menschen meines Charakters auch verdammt noch mal gut so. :-)

    (12) 04.03.14 - 21:07

    Das hatte ich vor 4 Jahren und habe mein Leben komplett umgekrempelt:-) jetzt bin ich glücklich in allen Lebenslinien!!!!

    (13) 04.03.14 - 21:24

    Hallo

    ich bin mit drei kleinen Kindern 70km weg gezogen und habe ein neues Leben begonnen.Haare habe ich nicht verloren, nur einige Kilo und Nerven.
    Ich hatte plötzlich von Allem sehr viel weniger und von den wirklich wichtigen Sachen viel mehr.

    L.G.

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