Wie erklärt man Psyche?

    • (1) 18.03.14 - 16:18

      Im Partnerschaftsforum gab es vor 2 Tagen einen Thread, wo es um antrainiertes Verhalten ging, also Thema Psyche/Psychologie und es jemand zu erklären, der sich wohl noch nie damit beschäftigt hat. Ich fand es sehr spannend, die verschiedenen Antworten zu lesen in Bezug auf das Verständnis für die Psyche.

      Wie würdet ihr jemand Psyche und die Zusammenhänge erklären, wenn derjenige damit noch nie etwas zu tun hatte bzw. eher auf dem Standpunkt ist…alles schnickschnack mit dem Psychokram und wer zum Psychologen geht, ist „plemplem“?

      Ich versuche es immer so zu erklären:

      Es sitzen 3 Babys in einem Raum und es krabbelt eine Vogelspinne vorbei, sie tut den Babys nix, krabbelt nur vorbei.
      30 Jahre später hast Du einen Menschen, der völlig fasziniert von Spinnen ist, der andere sieht Spinnen völlig neutral und der dritte schiebt richtig Panik vor Spinnen.
      Keiner der 3 kann sagen warum!

      Ein Ergebnis…3 x anders abgespeichert…so geht Psyche. Man muss nicht immer verprügelt oder schwerst mißhandelt worden sein.

      Wie macht ihr das? Wo würdet ihr ansetzen bei einem Erklärungsversuch?

      Hier ist eine verständliche Zusammenfassung:

      http://www.gordonpraxis.de/de/geistpsyche

      >>>Wie würdet ihr jemand Psyche und die Zusammenhänge erklären, wenn derjenige [...] eher auf dem Standpunkt ist…alles schnickschnack mit dem Psychokram und wer zum Psychologen geht, ist „plemplem“?<<<

      Mit so jemandem würde ich mich gar nicht auseinandersetzen.

      • Die Erklärung des Links find ich sehr greifbar...Danke!

        Den ganze harten "Anti Psyche" Menschen geh ich auch lieber aus dem Weg...

        • "Den ganze harten "Anti Psyche" Menschen geh ich auch lieber aus dem Weg..."

          was heißt denn "anti psyche"?
          welche begriff haben diese menschen denn dann für das innenleben, das "seelenleben"?

          die "psyche" ist ja nichts konkretes, sondern ein konstrukt, unter dem wir die prozesse zusammenfassen, die mit erleben und steuerung von verhalten zu tun haben.
          Gerade in der zeit der neurowissenschaften ist für viele das "gehrin" sitz dieser prozesse und somit ein köperlicher teil.
          für andere ist "psyche" genau der gegenpart zum körperlichen (als "körper- und geist" gegensatz)

          was sich nun genau abspielt in diesem menschlichen teil, den wir geist, psyche oder seele nennen, dazu gibt es ja sehr viele unterschiedliche erklärungsmuster in der "psychologie" (= lehre vom verhalten und erleben).
          darüber streiten menschen seit jahrhunderten und immer wieder ergeben sich daraus theorien, die in sich schlüssig sind, ohne jedoch jemals "wahr" zu sein, ohne jemals "psyche" ganz erfassen zu können.

          aber jemanden, der komplett bestreitt, daß es einen teil seines selsbt gibt, in dem gedanken, gefühle, bewertungen, wahrnehmung,.. stattfindet kann ich mir jetzt nicht vorstellen.

          daß dessen ansichten darüber, was sich dort abspielt, wo dies "sitzt" oder wie dies greifbar gemacht werden kann von meinen abweichen, das ist ja klar.
          umso spannender ist ja dann der austausch über die unterschiedlichen bilder, dei wir davon haben...

          • Anti-Psyche war etwas salopp gesagt ;-)

            Gemeint sind Menschen, die meinen wer zur Psychotherapie geht, hat sie nicht mehr alle und die würden sich nur anstellen und wären Weicheier.
            Meist kommt dann noch der Kommentar "ich bräuchte soetwas niemals"...witzigerweise sind das aber die Menschen die ne Therapie am nötigsten hätten ;-)

            Solche Menschen können sich halt nicht vorstellen, dass man zu jemanden geht und redet und dann geht es einem irgendwann besser....das ist nicht greifbar.

            Tut der Arm weh, geht man zum Arzt, kriegt ne Spritze und alles ist gut.

            • na ja, dann kommt es natürlich drauf an, ob ich einen intelligenten und aufgeschlossenen menschen vor mir habe oder einen ignoranten

              ist ersters der fall, dann kann sich daraus ja dennoch ein interssantens gespräch entwickeln:
              also die frage: warum und vor alle mWIE es ihm gelingt schwierige lebensereignisse gesund zu überstehen. dazu hat erjenige ja sicher eine idee im kopf.
              und auch in der neueren forschung ist ja genau DAS ein schwerpunkt: WIE gelingt es manchen menschen schwierige lebensereigneisse gut zu integrieren, keine Psychotherapeutische hilfe zu brauchen sondern psychisch gesund zu bleiben, wo andere in ähnlichen situationen störungen entwickeln.

              also: welche idee haben diese menschen von ihrerer "resilienz"?

              und natürlich ist eine psychotherapeutische behandlung nicht zwangläufig "so lange drüber reden bis es einem besser geht" sondern jede therapeutische methode bezieht sich auf ein bestimmtes bild von der menschlichen psyche und deren wirkmechanismen und unterscheidet sich daher von anderen. "einfach mal drüber reden" ist kein therapeutisches konzept.

              die andere fragestellung wäre dann, wenn du

              "Tut der Arm weh, geht man zum Arzt, kriegt ne Spritze und alles ist gut." ansprichst.
              warum hört der arm ann auf weh zu tun"?

              und warum verbessern sich knieschmerzen nach einer operation- egal was nun bei dieer OP gemacht wurde oder ob sie überhaupt stattgefunden hat-

              http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=34511
              (alternativ natürlich andere placebo-verfahren)

              mit einem aufgeschlossenen menschen wird so eine unterhaltung ja immer an den punkt kommen, daß körper und psyche sich gegenseitig beeinflussen können un da ßes bestimmte mechanismen geben muß, die für psychische gesundheit verantwortlich sind (wenn derjenige sich asl psychisch gesund wahrnimmt, dann hat er ja ideen, wie ihm das gelungen ist).

              mit ignoranten menschen kann man mMn sowieso über kein thema druchtbar sprechen, daher spielt es keien rolle ob dsa thema "psyche" heißt oder "krim krise".

              • >>>mit ignoranten menschen kann man mMn sowieso über kein thema druchtbar sprechen, <<<

                Ich denke @lunalanu hat solche Menschen gemeint und sie als "Anti Psyche" Menschen bezeichnet.

                Ich kannte mal so einen, unglaublich, was da für Sprüche rauskamen. Ich würde @lunalanu auch recht geben bei ihrer Aussage, dass die, die einen Psychotherapeuten am meisten nötig haben, am heftigsten dagegen wettern.

                >>>also: welche idee haben diese menschen von ihrerer "resilienz"?<<<

                Da kommt dann häufig der Spruch vom "gesunden Menschenverstand" (den es meiner Meinung nach nicht gibt).

                • Ja, Du hast mich verstanden!:-D

                  ja natürlich gibt es solche menschen-
                  aber bei denen ist ja meist jedes gespräch über stammtischnieveau ein verlust an lebenszeit...

                  wie gesagt- wenn jemand interesse an der auseinandersetztung hat, dann sit auch der "gesunde menschenverstand" ja geeignet um weiter zu philosophieren.
                  was macht diesed nden ngesund und was unterscheidet ihn vom "kranken" menschenverstand?
                  ist mit verstand alles zu erklären?
                  was ist mit denen passsiert, die diesen kurzfristig veroren haben etc.

                  es kommt also mMn nicht darauf an, ob mein gegenüber ein gänzlich anderes verständnis von psyche hat als ich (könnte ja auch jemand z.b. ein sehr stoffgebundees konzet haben wie Psyche = gehirn) sondern darauf, ob jemand spaß daran hat seien sicht zu hinterfragen und / oder mit argumenten zu untermauern.

                  • >>>ja natürlich gibt es solche menschen-
                    aber bei denen ist ja meist jedes gespräch über stammtischnieveau ein verlust an lebenszeit...<<<

                    Das möchte ich so nicht sagen. Ich habe es erlebt (ist natürlich nicht repräsentativ), dass es punktuell das Thema "Psyche" und ihre Erkrankungen sind, die ins Märchenreich verwiesen werden. Ich habe das bisher nur bei Männern erlebt. Das waren keine Proleten, sondern "normale", intelligente Männer. Gleichzeitig haben diese Männer auch eine ausgeprägte Zahnarzt-Angst gehabt.

                    Ich habe dahinter immer eine Angst vor Kontrollverlust vermutet.

                    • also ich denke wenn jemand grundsätzlich offen, interessiert, wissbegieriegun und i nder lage ist über den eigenen tellerand hinauszuschauen, dann muß schon eine enorme abwehr vorhanden sein, um nicht (neben der eigenen, völlig legitimen ansicht, sowas wie psyche gäbe es nicht oder psychische störungen wären eingeredete störungen!) auch andere ansichten zumindest mal kurz zu überdenken und sie mit der eigenen ansicht abzugleichen.

                      ich gehe mal davon aus, daß sie bisher keine erfahrungen mit psychotherapie hatten. daher ist es auch völlig legitim zu sagen "ich kann mir das nicht vorstellen" oder "aus meiner sicht heraus ergibt das keinen sinn".

                      mir geht es auch nicht darum, daß derjenige meine sicht der dinge übernehmen sollte, sondern um die frage, ob jemand rein gar nicht interessiert daran ist, andere konzepte als die eigenen kennenzulernen.

                      und dazu gehört shon eine gewisse ignoranz.

                      Mich z.b. spricht die homöopathie so rein gar nicht an. alles was ich bisher darüebr gelesen und in erfahrung gebracht habe, bestätigt mich in meienbr ansicht. ich habe eine idee zum wirkmechanismus.
                      kämne jetzt jemand und wollte ein gespräch mit mir darüber beginnen, würde ich mich woh lauch nicht von den (gegenteiligen) meinungnen überzeugen lassen,. spannend finde ich es dennoch, andere blickrichtungen zu bekommen.

                      wie würden die herrn denn darauf reaigern, wenn du sie fragst, wie sie sich ihre angst vorm zahnarzt erklären würden?

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