Mietpreisgrenze

    • (1) 20.03.14 - 14:35

      Hallo,

      was sagt ihr zu dem Gesetzesentwurf für eine Mietpreisgrenze und zu der Regelung, dass Makler nicht mehr bzw. nur bei konkretem Suchauftrag vom Mieter bezahlt werden muss?

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/mietpreisbremse-auswirkungen-fuer-makler-mieter-eigentuemer-a-959803.html

      Ich würde mich freuen, wenn es tatsächlich so in Kraft treten würde, allerdinge befürchte ich, dass die Makercourtage dann einfach in irgendeinder Form, z.B. als Ablöse für Möbel oder Geräte, an den Mieter weitergereicht wird.

      Was die Mietpreisbegrenzung betrifft bin ich gespannt, wie die Regelungen für sanierte Objekte gestaltet sein werden.

      #winke

      • Ich fänds gut - wenn der Vermieter den Makler zahlt. Der Makler macht ja quasi die Arbeit für den Vermieter - Vorauswahl, Vorbereitung Mietvertrag etc.

        Und mal ehrelich, wenn ich mir mal angucke, wer da heut so als Makler unterwegs ist - eine einmalige Wohnungsführung ist mir keine 2,8 - ige Kaltmiete wert.

        Mal abgesehen davon dass die meistens gar keine Einzelbesichtigungn machen, sondern die Interessenten wie ne Schafherde hinter sich herführen.

        Finde auch Vermieter unsymphatisch, die über Makler suchen. Wäre ich Vermieter, würde ich bei Mietgesuchen gucken und mir da selber die passenden Leute raussuchen oder ich hätt ne eigene Hausverwaltung wenn ich mehrere Objekte hätte. Mietpreisgrenze find ich auch spannend...

        Hab neulich so nen Bericht gesehen in dem vergammelte Altbauwohnungen luxussaniert wurden - der vorherige qm-Preis kalt war drei Euro, nachher betrug die Miete 3000 kalt wenn ich es richtig in Erinnerung hab. Da ist auch so ein großkotziger Makler rum der sich gefreut hat, dass das Gesocks das früher in den maroden Wohnungen gehaust hat, weitergezogen ist. O-Ton: So ist für jeden etwas dabei. Durch die neue Mietpreisstruktur würde das Viertel aufgewertet und die Wohnungen seien jetzt für Leute mit gewissen Ansprüchen. Die mit nicht so gewissen Ansprüchen können ja für 5 Euro qm Preis in den Plattenbau außerhalb Berlins ziehen...

        Ich hoffe, dass bald die Mietr den Makler bezahlen müssen.

        Da ich bald umziehe und mich quasi selbst um die Wohnungssuche kümmern muss, finde ich es schon dreist das zweifache der Kaltmiete dafür zu bezahlen, das mir da einer nur die Tür öffnet.

        Was anderes ist es, wenn man als Mieter selbst einen Makler aufsucht, der sich nach einer passenden Wohnung umsehen soll.

        Meine Eltern vermieten ein Haus im Ausland. Dort ist es üblich, dass der Vermieter den Makler bezahlt, bzw. beide bezahlen den Makler je zu Hälfte, wenn der Mieter den Makler auch beuaftragt hat eine Wohnung zu suchen. Meine Eltern haben auch keine Probleme damit und finden es auch nur gerecht.

        Ich finde es muss sich was ändern. Die Mieten steigen und dann kommt noch die Maklergebühren dazu. Durch meine Suche ist mir erst bewusst geworden wie viel Geld man dadurch verliert.
        Nicht nur, dass die passenden Wohnungen hier schon um die 500 Euro Kaltmiete betragen, nein ich muss noch über 1000 Euro dafür blechen, dass mir jemand die Tür aufgemacht hat. Das Geld sehe ich nie wieder und dann kommt noch die Kaution dazu. So schnell ist man fast 3000 Euro los ohne die Wohnung noch eingerichtet zu haben ( ja mir ist bewusst, dass man die Kaution auch später zurückbekommt).

        Hallo

        Ich fände es fair, wenn den Makler beide zu gleichen Teilen zahlen müssen.

        Bianca

      • Es wurde Zeit, dass die Maklercourtage bei Mietobjekten der bezahlt, der den Makler bestellt. Und eine Weiterreichung der Kosten durch Ablöse kann ich mir nicht vorstellen. 99% der Mietobjekte werden leer vermietet, je nach Region ist eine Küche vorhanden. Verlangt der Vermieter dafür eine Ablöse, dann kann der Mieter die Küche bei Auszug mitnehmen. Das wird sich jeder Vermieter gut überlegen, denn eine neue Küche käme ihn im Zweifel teurer.

        Die Mietpreisbremse für Ballungszentren ist durchaus sinnvoll, dazu dann noch die Absenkung der Kappungsgrenze. Allerdings sind die Mieten in Großstädten heute schon dermaßen hoch, dass es für junge Familien kaum noch bezahlbaren Wohnraum gibt. Leider.

        Ich bin sowohl Mieter als auch ex Vermieter.

        Wir haben unsere Wohnung im inet mit Makler gefunden. Allerdings hat der nen guten Job gemacht und wirklich zwischen Vermieter und Mieter vermittelt. Ich konnte gut damit Leben.

        Als ich einen neuen Mieter für meine Wohnung suchte habe ich mich 6 Wochen lang darum bemüht ohne Makler auszukommen. Gute Whg. Wirklich nichts siffig oder loch artig. Aber keine Chance! Also Makler eingeschaltet und siehe da nach 10 tagen war die Whg. Vermietet.

        Da sag ich selber schuld!

        Von Mietpreisen will ich hier in Freiburg garnicht anfangen! Eine Durchschnitts Familie kann sich es nicht mehr leisten in der Stadt zu wohnen der qm kostet hier min. 11,50€

        Der Mietspiegel sagt was von 9! Realistisch ist das nicht!

        Grüße

      • Viele privatvermieter haben eine Eigentumswohnung als Rentenersatz/zusatz. Mietpreisbremse bedeutet hier eine Einkommensbremse!

        Auch die Deckelung bei der Neuvermietung bedeutet, dass die Vermieter jetzt regelmässig erhöhen werden, damit sie nachdem langjährige Mieter ausgezogen sind für ihre Gutmütigkeit nicht noch bestraft werden #aha

        Und: vermieter werden jetzt eher geneigt sein, ihre immobilien vergammeln zu lassen.

        Das ganze Gesetz ist daher kontraproduktiv.

        Einzig das Bestellerprinzip bei den Maklern kann ich als sinnvoll sehen, wobei es vermutlich umlaufen wird. gescheiter wäre imho gewesen, die courtage auf eine Monatsmiete herabzusetzen.

        Gruß

        Manavgat

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