adoptierten Halbbruder gefunden. Wie der mutter beibringen?

    • (1) 08.04.14 - 17:02

      Hallo, ich habe zwei halbbrüder. Der eine ist 8 Jahre älter und mit dem bin ich groß geworden nachdem mein Vater ihn angenommen hat.

      Vor einigen Jahren habe ich durch Zufall eine weitere Geburtsurkunde gefunden mit einem 6 jahre älteren Halbbruder. Dieser wurde aus ungeklärten Dingen ( meine Mutter hat nicht drüber gesprochen da sie es nicht weiß das ich es weiß) zur adoption frei gegeben. Meine Mutter war beim ersten 18 und beim zweiten 20.

      Ich habe dann in einem suchportal die Daten hinterlegt und die Suche aufgenommen aber jahrelang ohne Erfolg.

      Gestern hat er mir über fb geschrieben ob ich seine halbschwester wäre er hätte es gelesen. Fasching irre ist das er 10 min. Entfrrnt lebt. Ich War total außer mir und bin gerade echt überfordert.

      Wie soll ich es meiner Mutter beibringen? Sie hatte vor 6 Jahren burn out ( sprach in der zeit oft von ihm) und hat sich davon nicht wieder erholt und hat demnach noch starke Depressionen. Sie ist im Moment sehr labil aber vlt baut sie das auch auf. Wir und er wollen halt auch wisse warum es damals dazu kam.

      Lg

      • Hallo Corinna!

        Ich habe ähnliches erlebt, aber in etwas anderer Konstellation - hab mit 31 von meiner angetrunkenen Mutter erfahren, dass ich väterlicherseits einen älteren Halbbruder habe. Ich habe ihn danach auch gesucht und bin mit seiner Lebensgefährtin seit fast einem Jahr in regelmäßigem Facebook- und Telefonkontakt, habe die Familie (Halbbruder, Lebensgefährtin und meine zuckersüße Nichte) mittlerweile auch persönlich kennengelernt. Habe auch lange gezögert, meinem Vater davon zu erzählen. Musste ja einen Grund haben, dass er nie was davon gesagt hat. Dachte ich jedenfalls. In einer ruhigen minute hab ichs angesprochen und mein Vater hat eiskalt reagiert. Er dachte, wir wüssten eh alle Bescheid, interessiert ihn nicht.

        Nun aber zu dir und deiner Situation: Ich denke, du kannst deine Mutter am besten einschätzen. Wie du schreibst wr sie damals 20, hatte das zweite Kind. Du hast nichts über die familiäre Situation damals geschrieben. Wird sicher Gründe gehabt haben, dass sie ihren Sohn zur Adoption freigab.
        Trotz allem solltest du ihr nicht verschweigen, dass du deinen Bruder gefunden hast. Wer weiß, vielleicht freut sie sich irrsinnig darüber? Und wenn nicht, musst du nichts vor deiner Mutter verheimlichen. Ich glaube, in ihrer Situation wäre es verheerender, wenn sie später oder aus anderer Hand erfährt, dass du deinen Halbbruder gefunden hast und womöglich Kontakt mit ihm hast.

        Es gibt bestimmt einen passenden Moment, in dem du deiner Mutter über die "Familienzusammenführung" berichten kannst. Ich möchte meinen Halbbruder nicht mehr missen (der übrigens sowohl optisch als auch charakterlich ein Ebenbild meines Vaters ist, leider wollen beide nichts miteinander zu tun haben).

        Liebe Grüße
        Liesl

        Ich würde mich erstmal mit meinem Halbbruder treffen, sogar mehrmals.

        Und dann kannst du irgendwann ganz in Ruhe deiner Mutter beibringen, dass du Kontakt zu ihm hast.

        Du hast selbst erst gestern Antwort von ihm bekommen und solltest erstmal deine Gedanken und Gefühle sortieren.

        Hallo,

        also erstmal würde ich mich allein mit meinem Bruder treffen und mit ihm reden und auch ihm die Situation mit deiner Mutter erklären.

        Wenn es deiner Mutter so schlecht geht, ist sie doch sicher in Therapie oder?

        Wenn dem so ist, würde ich mit ihrem Therapeuten sprechen und ihm die Situation erklären und ihn um Rat fragen! So eine Nachricht kann deine Mutter total aus der Bahn werfen und ich denke es ist wichtig das ganze richtig anzugehen.

        LG

        • Hallo, nein sie ist derzeit nicht mehr in Therapie. Die Ärzte meinen es sei derzeit nicht nötig. Sie hat ja halt auch nur zeitweise solche phasen daskkann mal ein paar tage sein oder nur das einen tag der antrieb fehlt. Wenn sie bei uns ist und mit den Kindern spielt ist alles okay.

          Ich weiß nur nicht wie lange ich es für mich behalten kann immerhin bin ich oft mit meiner Mutter zusammen

          Sicher wäre es besser erstmal mit ihm allein ein treffen zu vereinbaren.

          • Was ich nicht ganz verstehe, du schreibst in der Zeit in der es ihr schlecht ging, sprach sie von ihm, du schreibst aber auch sie weiß nicht, dass du es weißt!? Was weißt du ihrer Ansicht nach nicht?

            Ich würde es ihr wahrscheinlich sagen wie es ist, bzw erst mal den ersten Teil (Geburtsurkunde gefunden, neugierig gewesen, Suche begonnen/diesen Eintrag gemacht). Je nachdem wie sie darauf reagiert, würde ich ihr dann sagen, dass die Suche erfolgreich gewesen ist oder es eben für mich behalten

Top Diskussionen anzeigen