Hilfe - Post vom Gericht, aber ich versteh den Inhalt nicht so ganz

    • (1) 18.06.14 - 16:06

      Hallo ihrs,

      hatte schon mal gepostet und mich erkundigt wegen Mahnverfahren einleiten und so.
      Kurz erklärt: Ex-Vermieter - eine GmbH, erstattet unsere Kaution nicht zurück. Einschreiben unsererseits wurden ignoriert.
      Also online Antrag auf Mahnbescheid erstellt, alles ausgefüllt, Unterlagen mitgeschickt etc.
      Es wurde mir auch Prozesskostenhilfe dafür zugesprochen.

      Dann kam schriftlich vom Mahn-Gericht der antrag auf Vollstreckung - auch ausgefüllt und hingeschickt.
      Gegen diesen Bescheid hat die GmbH dann wohl Einspruch eingelegt.....jedenfalls wurde das ganze jetzt an das Gericht in Leer weitergegeben, da wo die GmbH ihren Sitz hat.

      Grad nun kam eine förmliche Zustellung von dem Gericht dort, und ich steig bei dem Text nicht ganz durch.

      in dem Verfahren .......wird Ihne aufgegeben, innerhalb von 2 Wochen den geltend gemchten Anspruch in einer Form zu begründen, die der einer Klageschrift entspricht.

      Die Klageschrift muss enthalten:
      1. die Bezeichnung der Parteien und des Gerichts
      2. die bestimmte Angabe des Gegenstandes und des Grundes des erhobenen Anspruchs sowie einen bestimmten Antrag ( § 253 Abs. 3 Ziff. 1 ZPO )

      Sie können die Begründung schriftlich einreichen oder zu Protokoll der Geschäftsstelle dieses Gerichts erklären.....

      So.....was genau wollen die jetzt?
      Das ich einen simplen Brief schreibe wo ich noch mal betone das ich meine Kaution erstattet haben möchte?
      Und was meinen die mit bestimmten Antrag??

      • Willst Du nicht lieber zu einem Anwalt gehen?
        Eine Klageschrift muss ganz bestimmte Inhalte haben

        Soweit ich in deiner Visitenkarte gesehen habe ist der Weg zum zuständigen Amtsgericht zu weit um es dort zu Protokoll zu gben, da würde dir der Rechtspfleger dabei helfen und es korrekt formulieren.

        Du kannst ja mal telefonisch nachfragen ob die Möglichkeit besteht es bei deinem lokalen Amtsgericht mit Hilfe des Rechtspflegers zu erstellen und dem anderen Amtsgericht zuzustellen...

        Da dir Prozesskostenhilfe zusteht würde ich ab jetzt das ganze per Anwalt machen um etwagige Einreichungsfehler zu vermeiden.

        siehe auch http://amt24.sachsen.de/ZFinder/verfahren.do%3Bjsessionid=F814E068DD2ABD253849F3CDED0ED7D5.zufi2_2?action=showdetail&modul=VB&id=310084!0

        Zitat:
        "Einreichen der Klage

        Eine Klage beim Amtsgericht können Sie auf drei Arten einreichen: Sie können eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt mit der Formulierung und Einreichung der Klageschrift beauftragen, die Klageschrift selbst formulieren und schriftlich beim Gericht einreichen (in mehrfacher Ausführung), Ihre Klage bei der Rechtsantragstelle des Amtsgerichts mündlich zu Protokoll geben. Die Urkundsbeamtin oder der Urkundsbeamte hilft Ihnen auch bei der Formulierung der Klageschrift und leitet Ihre Klage im Anschluss weiter.

        In der Klageschrift müssen Sie den Sachverhalt schildern und Ihre Forderungen mitteilen. Sie können die Erfolgsaussichten Ihrer Klage verbessern und zur Beschleunigung des Verfahrens beitragen, wenn Sie bereits in der Klageschrift Zeuginnen und Zeugen benennen oder Beweise anführen.

        Das Gericht stellt die Klageschrift der oder dem Beklagten mit der Aufforderung zu, sich innerhalb einer bestimmten Frist dazu zu äußern.
        Güteverhandlung

        Das Gericht legt gegebenenfalls einen frühen ersten Termin fest, der mit einer Güteverhandlung beginnt. Bei der Güteverhandlung können beide Parteien den Fall aus ihrer Sicht schildern. Ziel ist es, eine gütliche Einigung (Vergleich) zu erzielen."

              • Hallo,
                ist die GmbH Pleite oder einfach nur hohl?

                Wobei, die Kaution muss insolvenzsicher vom Vermögen der GmbH getrennt sein.

                Nimm dir einen Anwalt und reich mit dem Klage ein.
                Lass den Anwalt aber nicht unnötig rumplänkeln, der braucht die nicht mehr außergerichtlich Anschreiben und um Kautionsrückzahlung bitten.
                Das ist unnötige Geldverbrennung an Anwaltskosten.

                Gruß
                Demy

                • ach...bei denen weiß der eine nicht was der Andere tut.
                  eigentlich läuft alles über eine Verwaltung - witzigerweise im gleichen Haus wie die GmbH......alles ein Gemauschel da.

                  Hab keine Ahnung warum die da nun so quer schiessen......denen passte es nicht das ich eine ausserordentliche Kündigung gemacht hatte und nicht die 3 Monate eingehalten hatte.
                  Gab aber trifftige Gründe....Wohnung war bei Einzug nicht in vertraglich Vereinbartem Zustand, und es wurde auch nicht mehr nachgeholt obwohl ich mehrmals angemahnt hatte.
                  Hab natürlich vorher immer erst beim Mieterschutzbund nachgefragt was der nächste Schritt ist.....

                  Ich schätze mal das die nun einbringen das ich denen 2 Monate Miete "schulde"....nur ist es ja so das Miete und Kaution 2 Paar Schuhe sind, und die meine Kündigung hingenommen haben, inkl. Wohnungsübergabe, und ich seitdem nichts mehr von denen gehört hatte.

                  Aussergerichtlich einigen ist eh keine Zeit mehr zu....es liegt ja nun bereits beim Gericht Leer und die warten nur auf die Klageschrift.

                  Und mein Anwalt ist nicht zu erreichen.....grrrrr

      Wenn die Gegenseite Einspruch einlegt, wird das Verfahren automatisch zum streitigen Verfahren. Dafür würde ich dir auch die Inanspruchnahme eines Anwalts empfehlen.

      Soweit ich das in Erinnerung habe - ich bin schon lange aus der Materie raus - muss für das streitige Verfahren auch erneute Prozesskostenhilfe beantragt werden. Da der Gegner Einspruch eingelegt hat, muss ja neu geprüft werden, ob hinreichende Erfolgsaussichten bestehen. Bei dir ist das ja gegeben, also würde ich die Begründung den Anwalt machen lassen, der auch gleich den Antrag auf die Prozesskostenhilfe mitstellen kann.

      (10) 19.06.14 - 16:05

      Hallo,

      ich würde da ganz dringend einen Anwalt einschalten.

      Und die Zeit drängt da auch, denn die Klage muß innerhalb von 14 Tagen eingereicht sein. Das hat die Hausverwaltung ja auch geschickt gemacht. Hätten sie einen Widerspruch gegen den Mahnbescheid eingelegt, dann hätte es diese zweiwöchige Fristsetzung nicht gegeben. die haben sicher mit Absicht erst gegen den Vollstreckungsbescheid Einspruch erhoben, da sie hoffen, dass ihr die Frist oder Form nicht einhalten werdet.

      Ich habe früher mal in einer Mahn- und Vollstreckungsabteilung gearbeitet. Klagen wurden von uns auch nur über die Rechtsabteilung eingereicht, das ist alleine nicht so einfach als Laie.

      LG
      klaxx

      • Habe dem Anwalt heut schon auf den AB gesprochen und um dringenden Termin gebeten.....leider noch keine Antwort.
        Versuche es morgen wieder.......sehe ja auch ob er in der Kanzlei ist wenn ich vorbei fahre, und heut Vormittag wars jedenfalls duster da

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