Oma meiner Freundin gestorben ....

    • (1) 25.06.14 - 19:50

      Guten Abend,

      ich bin etwas unsicher ... die Oma meiner (fast besten) Freundin ist gestorben. Ich kannte sie vom Sehen (Taufen, Hochzeiten, ....). Sie wohnte neben meiner Freundin.

      Was machen wir jetzt? Eine Trauerkarte schreiben ist klar, würdet ihr da Geld reintun? Ich bin etwas unsicher ...

      GLG
      Miss Mary

      • Wenn du den Verdacht hast, dass die Familie Schwierigkeiten hat, eine Beerdigung zu bezahlen, tu Geld rein, ansonsten auf keinen Fall.

        • Warum soll sie "auf keinen Fall" Geld reintun? Ist das nicht angebracht? Ich frage, weil ich das bisher immer getan habe, wenn mir diejenigen, denen ich eine Trauerkarte schickte, nahe standen, auch wenn ich den Verstorbenen nicht gut oder überhaupt nicht kannte. Man gibt doch Geld, damit die Angehörigen davon Pflanzen/Blumen in der kommenden Zeit kaufen können, statt dass bei der Beerdigung Tonnen von Kränzen/Blumen aufgefahren werden. So kenne ich das. Würde aber gerne wissen, warum du das anders siehst. Nicht dass ich mit meinen Geldbeiträgen sonst jemanden verärgere.

          Bei der ein oder anderen Beerdigung war es auch so, dass die Angehörigen sich wünschten, dass das Geld gespendet wird (z.B. zur Erforschung der Krankheit des Verstorbenen oder an das Hospiz ...). Daher denke ich auch, dass Geldschenke üblich sind.

          • Es scheint regional unterschiedlich zu sein, ob man Geld reinlegt oder nicht. Hier ist das absolut üblich und so wie du es beschrieben hast.
            Ich würde mich immer daran halten, was üblich ist.

            Bei uns in der Gegend ist das total unüblich. Man kauft eher einen Kranz oder ein Gesteck oder spendet eben an die oft angegebene Organisation.

            Ich würde auch meinen Großeltern kein Geld zur Goldenen Hochzeit schenken, gerade, wenn ich es mir vom Bafög abknapsen müsste und sie die fette Rente bekommen.

            • Also, den ersten Teil deiner Antwort kann ich nachvollziehen. Wenn es regional unüblich ist, hält man sich natürlich daran. Dann kann ein Geldgeschenk auch als unangemessen aufgefasst werden.

              Aber den zweiten Teil deiner Antwort als Argumentation heranzuziehen, finde ich recht unangebracht. Zum einen kann das eine für das andere nicht als Argumentation herhalten. Was hat denn eine goldene Hochzeit mit einer Beerdigung zu tun? Unabhängig davon klingt es recht unsympatisch und auch etwas verbittert "BaföG abknapsen" und "fette Rente". #kratz Jeder schenkt so viel wie er kann und möchte. Und ich denke Großeltern freuen sich über etwas persönliches mehr als über Geldgeschenke. Ich kann deiner Antwort nicht folgen.

              • (10) 28.06.14 - 19:13

                Vielleicht habe ich mich ungeschickt ausgedrückt und bestimmt hinkt der Vergleich!

                Das einzige, was ich damit ausdrücken wollte ist, dass es für mich bei Geldgaben oder Geldgeschenken auch immer auf die jeweilige finanzielle Situation ankommt. (Angestellte schenken den Firmeninhabern auch kein Geld zum Geburtstag umgekehrt schon, Enkel schenken ihren Großeltern kein Geld, umgekehrt schon und so weiter.)
                Dasselbe lässt sich für mich auch auf die Frage der geldgabe zur Beerdigung übertragen: Wenn der Verstorbene, bzw. die Erben finanziell deutlich bessergestellt sind als ich, dann tu ich keinen 10er in die Karte.

                Das mit Bafög und "fetter" Rente sollte nur ein Beispiel für den Statusunterschied und die persönliche Situation sein. Ich bin nicht verbittert, bekam früher nämlich kein Bafög und werde aller Voraussicht nach auch keine nennenswerte Rente bekommen ;-)

      Das wichtigste ist, dass Du Deiner Freundin sagst oder zeigst, dass Du für sie da bist!
      Von Deiner Karte hat sie nix, aber von Deiner Fürsorge schon.
      Mag jetzt etwas brutal klingen, aber das ist meine Erfahrung.

      Viele tun sich schwer mit Tod und lassen die Person allein, schreiben ne Karte und da haben sie ihre Pflicht getan, weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.

      Ich habe noch nie eine Karte geschrieben und werde es auch nicht tun, sondern für den Mensch da sein. Damit bin ich bisher sehr gut gefahren und habe auch entsprechende Rückmeldungen bekommen.

      • Seh ich nicht pauschal so. Natürlich ist, wenn es sich wie bei der TE um eine Freundin handelt, die Fürsorge wichtiger.
        Grundsätzlich habe ich mich aber auch über die vielen Karten mit persönlichen Worten von nicht ganz so nahestehenden Menschen gefreut, deren Fürsorge mir zuviel geworden wäre.

    Hallo,

    wenn die Oma meiner besten Freundin sterben würde, würde ich persönlich auf die Beerdigung gehen und ihr persönlich mein Beileid aussprechen.

    Geld in Karten zu legen, ist bei uns nicht üblich.

    GLG

    Hallo,

    ich würde pers. auf die Beerdigung gehen und meine Freundin bereits vorher fragen, ob ich ihr irgendwie helfen kann.

    Bei uns ist es üblich, dass man sich auf der Beerdigung ins Kondolenzbuch einträgt, zusätzlich bei näherer Bekanntschaft aber noch eine Karte an das Trauerhaus schreibt.
    Entweder lässt man dann zur Beerdigung noch Blumen/Gesteck liefern oder legt Geld in die Karte mit dem Hinweis, dies für den zukünftigen Grabschmuck zu verwenden.

    Zweite Variante ist beliebter (vor allem bei den Trauernden), da meistens bei der Beerdigung sehr viele Blumen kommen, die dann alle nach kurzer Zeit verblüht sind.
    Wenn man nach und nach immer mal wieder Blumen aufs Grab bringen kann, ist der Effekt anhaltender.

    Wir haben auch bei jeder Beerdigung immer sehr viele dieser Karten mit Geld erhalten (obwohl allen klar war, dass wir uns die Beerdigung leisten können #aha....das hat auch damit gar nichts zu tun) - allein mit dem Gedanken, in ein paar Monaten immer noch Blumenschmuck organisieren zu können auf Wunsch des "Beileidsbekundenden".
    Es ist eine schöne Geste.

    LG

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