Schlechte Noten - durch Tod des Vaters in der Schule abgesackt...

    • (1) 29.07.14 - 16:49

      Hallo Ihr Lieben,

      ich benötige dringend Hilfe... Mein Sohn kam heute mit dem schlechtesten Zeugnis aller Zeiten nach Hause. Mathe 4, Deutsch 4, Englisch 3, Technik 4 (gut, da kann ihn die Lehrerin nicht besonders leiden... Ich hatte sie schon als Schülerin und musste seinerzeit mit ihr vor das Schulamt, da sie mit einem Schlüssel nach mir geworfen und mich am Kopf getroffen hatte...), Arbeit-Wirtschaft-Technik 2, der Rest wieder nur 3er und 4er.
      Ach ja, er geht nur auf die Hauptschule!

      So jetzt zum Problem... Es ist das Zeugnis mit dem er sich um einen Lehrstelle für 2015 bewerben muss. Er hat zwischenzeitlich zum Glück 3 sehr gute Praktikumsbestätigungen von Autohäusern (er möchte KFZ-Mechatroniker werden)...

      Sein Vater ist vor 3 Jahren gestorben und das hat ihn/uns mächtig gebeutelt... Seitdem ist er ein ruhiges, zurückgezogenes Kind (jetzt 14 Jahre alt). Er hat einen besten Freund und nur mit dem unternimmt er etwas - mehr lässt er nicht an sich ran...

      Seine Lehrerin, die er seit der 5. Klasse durchgehend hat, kreidet ihm das jetzt (jetzt 8. Klasse) an. Er war früher so aufgeweckt und fröhlich und jetzt ist er in sich gekehrt, macht keinen Spaß mehr mit... Wortlaut der Lehrerin mir gegenüber: Irgendwann muss es auch mal gut sein, er kann sich nicht immer auf dem Tod seines Vaters ausruhen..." (Hat auch keiner gesagt - es hat halt ihn und sein/unser Leben verändert!) :-[

      Ich bin seit dem Tod seines Vaters mit ihm ich psychologischer Behandlung. Fabio hat ihn nach einem Herzinfarkt als erstes in der Wohnung gefunden. Er war da 11 Jahre alt und kam von der Schule nach Hause, ich war mit unserer Tochter einkaufen...

      Der Professor sagt alle 3 Monate: Ich bin sehr zufrieden, er geht gut damit um. Allerdings wird der Verlust prägend für sein weiteres Leben sein. Aber es ist alles in Ordnung. Er ist ein ruhiger, freundlicher Jugendlicher...

      So egal wie - auch die Beurteilung in seinem Zeugnis ist niederschmetternd... Ruhig, zurückgezogen, nimmt an der Klassengemeinschaft nicht teil...
      Das gute sind wirklich die Praktikumsbestätigungen, die sind sehr herausragend.

      Die Betriebe haben mitgeteilt, dass er freundlich, hilfsbereit, höflich und aufgeschlossen ist.

      Aber wie kann er die schlechte, schulische Leistung evtl. in die Bewerbung einbauen? Hat jemand eine Idee wie das formuliert werden könnte?

      Klar, jede Mutter lobt ihr Kind, aber er ist wirklich ein lieber und hilft mit im Haushalt, kümmert sich um seine kleine Schwester (6 Jahre) mit... Ich bin verzweifelt und glaube nicht, dass mit diesem Zeugnis ihm jemand eine Chance gibt wenn keine passende Erklärung abgegeben werden kann...

      Sorry für das viele #bla#bla#bla. Evtl. fällt ja jemandem ein heißer Bewerbungstipp ein....

      Vorab #danke#danke#danke
      und liebe Grüße von einer schwarz sehenden Mama... #heul

      • Hallo,

        das ist traurig für Euch #liebdrueck

        Für Deinen Sohn ist das sicherlich ein einschneidendes Erlebnis gewesen, das sich eben nicht mal so einfach wegwischen lässt.

        Wir Erwachsene können ja vieles kompensieren, aber ein schweres Trauma ist auch für unsereins nur sehr schwer zu bewältigen.

        Ist er in psychologischer Betreuung? M.E. braucht er hier noch ganz viel Hilfe und Unterstützung.

        Wenn er ein Praktikum in einem Betrieb macht, in dem er seinen Berufswunsch verwirklichen kann, und dort gut ankommt, schauen die dortigen Ausbilder auch nicht mehr so auf die Noten.

        GLG und alles Gute für Euch #klee

        Hallo,

        warum macht dein Sohn nicht den erweiterten Hauptschulabschluss dann hat er noch 1 Jahr Zeit um seine Noten zu verbessern und der Schulabschluss ist auch ein etwas besserer.
        Damit hätte er dann auch evtl. die Chance eine Lehrstelle in seinem Traumberuf zu finden.
        Denn es ist ja nicht nur die Ausbildung die dein Sohn wuppen muss sondern auch die Berufsschule.
        Sprich mal mit deinem Sohn darüber und ermutige ihn dazu.

        LG

        Es tut mir leid mit seinen Vater, aber als ausrede wuerde ich es bestimmt nicht zaehlen lassen nach 3 jahren, da hat er halt pech und wird fuer seine faulheit bestraft und muss wenn er pech hat was anderes lernen, dass war ja vorher klar.

        Sorry, aber die Lehrerin hat recht, so hart wie es ist, aber er kann sich nicht immer mit den tot rausreden, waere ja auch noch schoener.

        eine passende Erklärung fuer seine schlechte noten und seine art in der schule gibt es nicht,da ja auch die praktkums beorteilungen anders aussehen, als ist es desintresse an der
        Schule und seinen Klassenkameraden und faulheit was das lernen angeht, wie soll er mit der einstellung eine Ausbildung schaffen, wenn er nur mitmacht, wenn er lust hat. So wuerde ich die zwei unterschiedlichen beorteilungen auslegen.

        • Sag mal, geht es noch? Alles klar bei Dir?

          Wie kann man nur so einen Stuss schrieben, wenn es um einen traumatisierten Jugendlichen geht, dass in psychologischer Betreuung ist und seit dem Trauma zurückhaltender und verschlossener ist und mit den Noten etwas abgesackt ist.

          Echt, ich habe hier selten so etwas empathieloses und dreistes gelesen und hoffe die TE nimmt sich davon NIX an.

          Es gibt genug Teenager, die nach so einem Erlebnis ganz anders reagieren, Drogen nehmen, komplett rebellieren und gar nicht erst zur Schule gehen, geschweige denn sich in einem Praktikum engagieren.

          Hier schreibt ein Junge nur ein paar 4er und zieht sich zurück!

          • Danke fräuleinblume... Das baut mich jetzt auf. Er ist nicht stinkfaul, er hat eine Dyskalkulie (Rechenschwäche) und daher ist die 4 in Mathe berechtigt. Dyskalkulie wird in Bayern nicht anerkannt... Ist halt so. In Deutsch gab es (manch einer mag es nicht glauben - ist aber so... nur ein Diktat im halben Jahr und das hat er mit der 4 vermasselt) Zwischenzeugnis 3 + Diktat 4, also 3,5 aufgerundet auch 4...

            Es wird immer Menschen geben, die schnell über andere urteilen ohne selbst in deren Schuhen gelaufen zu sein...

            Fühl Dich gedrückt & Danke

            • Sorry,

              aber ich habe einen Jungen gekannt der in der 9. Klasse sein Diktat "vermasselt" hatte mit einer 5 und als Erklärung kam von ihm an die Mutter: die Lehrerin hat ja auch nicht mit uns geübt! Da frage ich mich wirklic, wie soll so ein junger Mann nach der Schule in der Berufsschule zurecht kommen....???

              Man kann nicht alles entschuldigen, man muss auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen und Klartext reden. Es geht nicht um deine Zukunft sondern um die von deinem Sohn und da solltest du evtl. den Psychologen wechseln oder der Lehrerin vertrauen.

              LG

            Ich nochmal ... das stand das mit der Dyskalkulie :-), hab mich schon gefragt, warum ich das jetzt im Kopf hatte, obwohl im Ausgangspost nicht die Rede davon war.

            Wo hat er denn genau Probleme in Mathe? Es gibt kein KM-Bek, wie für Legasthenie, das stimmt, dennoch liegt es im pädagogischen Ermessen der Lehrkraft, wie sie damit umgeht. Man kann beispielsweise grundsätzlich einen Taschenrechner zulassen - außer natürlich im Kopfrechenteil.

            Vielleicht habt ihr ja an der Schule einen Beratungslehrer, den ihr nach Tipps fragen könnt?

            Ein Diktat im Halbjahr ist nun wirklich sehr wenig ... aber es muss doch deutlich mehr Noten als diese 3 und die 4 gegeben haben? Wo sind Sprachbetrachtung, Aufsatz, Lesen? Oder gab es im gesamten Halbjahr nur eine EINZIGE Note? Das kann nicht ernst sein, oder??? Bitte, sag, dass das nicht stimmt oder die Proben unterschlagen wurden? Eine solche Note ist in keinster Weise zulässig!!!

            Vielleicht ist mein erster Vorschlag doch nicht soooo schlecht: achte Klasse wiederholen und auf einen verständnisvolleren Lehrer hoffen.

            LG
            delfinchen

      (11) 30.07.14 - 11:50

      Was für ein widerwärtiges, boshaftes, empathieloses Geseihere!

      hallo,

      ich bin baff. über deine art und weise zu urteilen udn dich auszudrücken.

      ich verstehe, was du sagen willst. dass der junge selbst verantwortlich ist und es nicht gut und richtig ist, alles mit der trauer zu entschuldigen.

      aber die art udn weise, wie du das herausbringst, da fehlen mir fast die worte. fast.

      ich selber habe meinen vater früh verloren und auch wenn meine schulischen leistungen nicht geliteen haben, dann doch mein soziales leben. ich habe mich zurückgezogen, habe meine freunde in der schule getroffen, außerhalb nicht. ich habe mich, wie der sohn der posterin auch, auf meine familie konzentriert. und das nicht nur über ein jahr. das ging weitaus länger so. und ich habe meinen vater nicht tot zu hause aufgefunden, wie der sohn hier. dieses trauma wurde mir erspart.
      trauma. ja, so nennt man so etwas.
      und ein trauma kann bewirken, dass einem eigentlich wichtige dinge, nicht mehr wichtig erscheinen. ob das nun ein grund für die schulischen leistungen ist, kann sicherlich keiner hier beurteilen. auch nicht DU!
      dementsprechend solltest du dich mit solchen unqualifizierten aussagen zurückhalten und wenn schon keine empathie walten lassen, dann doch eher den mund halten.

      ich bin sonst bei urbia nicht so radikal in meinen aussagen, aber hier betrifft es ein thema, das ich selber durchlebt habe und ich ertappe mich dabei, wie ich regelrecht wütend auf dich bin.

      trauer lässt sich nicht an oder abstellen. jeder geht damit anders um. dementsprechend sind 3 jahre gar nichts oder sehr viel.

      @posterin: ich fühle sehr mit dir und deinen kindern und ich fidne es großartig, wie du dich um deine kinder kümmerst. dein sohn geht in eine psychologische behandlung, ihr scheint ein intaktes, liebevolles familienleben zu haben und er hat zukunftspläne. das alles solltest du dir bei all den sorgen vor augen halten.
      schaut, dass ihr gute bewerbungen abgebt und dein sohn auf die gespräche gut vorbereitet ist. sollte er wider erwarten keine lehrstelle bekommen, kann er dann weiter zur schule gehen, wie schon jemand vorshclug? älter werden, sich eventuell verbessern udn dann neu durchstarten?
      ich war selber in der situation deines sohnes, wobei ich nicht da trauma des findens meines vaters durchleben musste. aber ich kann das zurückziehen sehr gut nachvollziehen. ich habe mich sehr auf meine familie konzentriert danach und das war auch gut so. ich brauchte das. scheint dein sohn im allgemeinen glücklich trotz der umstände? dann würde ich nicht versuchen an der situation etwas krampfhaft zu ändern. das tat meine mutter auch nicht. sie hat mein zurückziehen mitgetragen und mein bedürfnis nach nähe. ich kam mir nie so vor, als müsste ich etwas tum,. wozu ich nicht bereit war.
      und dann, als ich es war, hat sie mich ziehen lassen:-)

      alles gute euch!

      lg

      Du schreibst hier über einen 14 jährigem Jungen, der seinen Vater verloren hat. Das in einem Alter, in dem er ihn dringend brauchen würde...

      Solche Beiträge erklären für mich aber immer wieder, warum unsere Gesellschaft so widerlich ist.

Hallo.

Wie schon geschrieben wurde ... gibt es nicht die Möglichkeit, dass er noch (ein Jahr) länger zur Schule geht, um a. einen wertigeren Abschluss zu machen und b.) seine Noten zu verbessern?

Das Problem ist einfach, dass Dein Sohn nur einen Hauptschulabschluss machen wird und dazu, wie es derzeit aussieht, auch noch einen schlechten, bzw. er sich eben mit einem schlechten Hauptschulzeugnis bewerben muss ... und damit hat er meines Erachtens so gut wie keine Chance.

Ausbilder schauen weniger auf Praktikumszeugnisse, da diese erfahrungsgemäß besonders wohlwollend sind (niemand will erfahrungsgemäß einen jungen Mensch mit einem schlechten Zeugnis brüskieren, vor allem weil ja so ein Praktikum eh nur von kurzer Dauer war), sondern vielmehr auf Schulnoten, da man während der Ausbildung einfach keine Probleme in der Berufsschule haben will.

Auch die Matheschwäche oder den Tod des Vaters als Erklärung bei der Bewerbung anzubringen, finde ich schwierig ... ich persönlich habe durchaus schon Bewerber mit Defiziten eingeladen, aber diesen sozialen Gedanken hat nicht jeder, insbesondere nicht in einer so "kernigen" Branche wie in einer Kfz-Werkstatt. Und gerade ein kleinerer Betrieb kann, bzw. will sich einen "eingeschränkten" Auszubildenden nicht leisten.

Ich drücke die Daumen, dass Ihr eine gute Lösung findet.

LG

Hallo,

erstmal tut es mir Leid, dass ihr euren Mann/ Vater verlieren musstet.

Warum ist eine Beurteilung denn niederschmetternd, wenn das Kind ruhig ist?
Zurückgezogen, nun gut, muss ja nicht jeder Paris Hilton sein und im Sekundentakt twittern ... Hast du da Gefühl, dass er sich in der Klasse wohl fühlt?

Kann er nicht die achte Klasse freiwillig wiederholen? Natürlich ist das bei den Noten nicht angezeigt, aber vielleicht kommt er in einer anderen Klasse bessern zurecht oder er bekommt einen verständnisvolleren Lehrer. Auch kann er so nochmal in Praktikas sein Können unter Beweis stellen und vielleicht entstandene Wissenslücken schließen. Das neunte Schuljahr ist sehr, sehr kurz und der Lehrplan dafür viel zu voll, da bleibt Lehrern nicht viel Zeit, um zu wiederholen.

Ansonsten sollte er bei potentiellen Ausbildern nachfragen, wie wichtig ihnen das Zeugnis noch ist, wo sich sich doch schon von seiner Arbeitsweise überzeugen konnten. Die Technik 4 ist natürlich nicht sehr vorteilhaft :-(.

LG und alles Gute
delfinchen

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