Wie reagieren?

    • (1) 01.08.14 - 17:48

      Hallo,

      ich hatte heute ein etwas eigenartiges Erlebnis und wusste nicht, wie ich reagieren sollte.

      Ich lebe in einem großen Wohngebiet und zwischen den einzelnen Blöcken sind Höfe mit Grünflächen und Spielplätzen. Es wohnen hier viele Menschen aufeinander, so dass man die meisten Leute und auch die dazugehörigen Kinder nicht kennt.

      Heute Vormittag wollte ich zum Einkaufen und habe den Weg über die Höfe genommen. Da kam mir ein kleiner Junge - ich schätze ihn auf 4 Jahre - entgegen geradelt. Ich wollte ihm ausweichen, da legte er an Geschwindigkeit zu und hielt direkt auf mich drauf. Ich "sprang" zu anderen Seite, er hielt wieder auf mich zu. Ich sagte ihm freundlich, dass er etwas aufpassen solle und mir gelang es schließlich, ihm auszuweichen. Als ich an ihm vorbei war, versuchte er mich mit einem Affenzahn von hinten zu erwischen und fing richtig an zu pöbeln.#schock Er wollte wissen, wohin ich wolle, ich dürfe den Weg nicht benutzen und ob ich in seine Wohnung wolle. Dabei versuchte er permanent mich mit seinem Rad zu erwischen. Ehrlich gesagt, erinnerte mich dieses Verhalten eher an rotzfreche bzw. aggressive Jugendliche, aber nicht an ein kleines Kind. Ich erklärte ihm (immer seinen Angriffen mit dem Rad ausweichend), dass er das bitte sein lassen solle, dass der Weg für alle da sei und ich nicht in seine Wohnung wolle.

      Ehrlich gesagt, war ich froh, als ich auf der Straße angelangt war, da kam er dann nicht mehr hinterher.

      Jetzt hört sich die ganze Angelegenheit für Euch sicher albern an, aber wie reagiert man in so einem Fall? Der Kleine war wirklich aggressiv mit seinem Rad. Ich hatte jedoch Bedenken, "deutlicher und energischer" einem wildfremden Kind gegenüber zu werden. Nicht, dass, wenn mich jemand dabei beobachtet hätte, die "böse" Frau gewesen wäre, die dem Kind gegenüber handgreiflich wird (wenn ich das Rad weg geschoben hätte). Die Eltern des Kindes waren weit und breit nicht zu sehen.

      LG, Cinderella

      • Vielleicht hätte genau dieses Kind deutliche und energische Worte gebraucht....

        • Wenn es sich um ein Kind gehandelt hätte, dessen Eltern ich kenne, gehandelt hätte, wäre ich sicher auch energischer gewesen.

          Ich habe mich in dem Moment nicht getraut, nicht dass es nachher heißt, was macht die Frau mit dem Kind. Die Situation war schon irgendwie grotesk. Es war noch ein richtiger Knirps, der sich aufgeführt hat wie ein Schlägertyp.

          • Was es nachher heißt wäre mir wurscht! Von einem 4 jährigen sich zu provozieren lassen wäre eher Gesprächsthema. Der knirps hätte ne ordentliche ansage bekommen sollen und sein rad hätte er wieder bekommen wenn ich an der Straße angekommen wäre. Er hätte gerne zu mama Rennen können, der hätte ich gratuliert zu ihrem rotzbengel.

      Vielleicht ist es nicht die pädagogisch Wertvollste Reaktion , aber ich hätte mit der Polizei gedroht und das Handy gezückt. Solchen Kindern muss beigebracht werden, dass sowas nicht geht. Und meiner Erfahrung nach kommt man da mit " Bitte könntest du das mal sein lassen" nicht weit.

      Aber ich kann verstehen, dass man in so einer Situation irgendwie auch geschockt ist über so eine Respektlosigkeit.

      Lg Timmys und Anna Lias Mama ( Die sehr viel von guter Erziehung hält ;) )

      Also ich glaube hier läßt bei dem 4 jährigen sicherlich die Erziehung zu wünschen übrig denn sowas mehrmals hab ich auch noch nicht erlebt. Ehrlich gesagt hat das bei mir in 37 Jahren niemals ein Kind probiert. Wenn er das so lustig fand hätte er meine Ansage danach sicherlich auch lustig gefunden. Da wäre er nämlich heulend heim!

      Ela

    Hallo,

    Ich bin ja wirklich immer nett und geduldig mit Kindern, aber den hätte ich vom Fahrrad gezogen.
    Wenn ich rausbekommen hätte wo das Kind wohnt wäre ich da auch klingeln gegangen, damit sich mal jemand um das "außer Kontrolle geratene" Kind kümmert.
    Obwohl es sich schon komisch anhört das er sich sorgt du würdest in seine Wohnung kommen #kratz
    Vielleicht stimmt da Zuhause irgendwas nicht und der Junge ist deswegen so komisch drauf.

    Aber schon ein Kind allein in dem alter mit Fahrrad ist ja ne Nr. Für sich, ich hab eine Tochter in dem Alter, da würde ich angstzustände bekommen wenn die allein mit dem Ding draußen umherrasen würde #schwitz

    LG

    • Ich habe mich auch gewundert, dass so ein Knirps mit dem Fahrrad draußen alleine unterwegs ist. Naja, zumindest ist er auf dem Hof geblieben und hat mich auf den Gehweg nicht "verfolgt". Trotzdem, nicht auszudenken, wenn so ein Kind mal an den oder die Falsche gerät.

      Ansonsten merke ich schon, ich bin wohl zu nett und den Umgang mit Kindern in dem Alter nicht mehr gewohnt. Obwohl mir wirklich noch nie ein Kind begegnet ist, das einen solchen Ton am Leib hatte.

      Ich gehe diesen Weg ja öfter, mal sehen, ob ich den Knirps noch mal treffe.

      LG, Cinderella

      Hallo,

      bei uns in der Siedlung (Hochhaussiedlung) ist es gang und gäbe das die Kinder alleine draussen sind. Und das durchaus in Kleinkindalter.

      Meiner darf noch lange nicht. :-p

      Lg wirbelwinds.mama

      • Ich habe heute das erste mal meine bald 4-jährige samt großen Bruder, sowie Cousin raus auf den Spielplatz geschickt, selbst dabei war mir noch bange zu mute #schwitz
        Aber den Spielplatz habe ich knapp noch im Blick von der Terrasse aus...

        Manche Eltern trauen sich echt was.
        Aber man bekommt auch oft genug mit das große Geschwister die kleinen in die Kita bringen oder abholen, weil die Eltern (die durchaus Zuhause sind) zu faul sind die Kinder zu bringen, von daher wundert mich auch nichts mehr großartig.
        Aber mit Fahrrad in dem Alter allein finde ich echt extrem.

        LG

In so einem Fall wären mir andere leute egal. Ich hätte ihm sein rad weg geschnappt und ihm eine ansage gemacht. Ausgewichen wäre ich ihm sicher nicht. Wenn er meint sich mit meinen rad anfahren zu müssen dann hätte ich es mir halt gepackt. Natürlich hätte ich es nicht mit genommen sondern wenn ich an der Straße angekommen wäre, hätte er es wieder bekommen.

Ohje, ich stelle mir das gerade bildlich vor, wie du vor ihm davonhüpfst #rofl

Ich hätte ihn gefragt, wo er denn wohnt und ob er mich zu seiner Mutter bringen könnte. Dann wäre er zumindest (wenn er es denn gemacht hätte) vor mir hergefahren und ich hätte seine Mutter mal darauf ansprechen könne, was für einen Verkehrsrowdey sie sich da schon herangezüchtet hat ;-)

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