Wieso schämt man sich für Erscheinung anderer?

    • (1) 09.08.14 - 15:42

      Hallo zusammen!

      Die Überschrift ist nicht ganz ausreichend. Meine Frage ist: Wieso schämt man sich für oder stört sich an der äußeren Erscheinung (zb Kleidung) anderer Menschen?

      Ich komme darauf, weil ich in letzter Zeit öfters mit dem Thema konfrontiert werde und gerade einen Thread zum Thema "Kleidung von Kleinkind auf Hochzeit" gelesen habe, in dem klar gesagt wurde, dass man auf einer Hochzeit keine Jeans trägt. Ich möchte mit der Frage nicht provozieren - ich verstehe es wirklich nicht.

      Auf meinem Abiball kamen fast alle in festlicher Kleidung, aber ein Mitschüler kam in Lederhose und schwarzem Tshirt mit dicken Ketten, Nieten und schweren Stiefeln. So lief er immer rum und keiner fand das seltsam. Ich persönlich würde so nie erscheinen, erst recht nicht zu so einem Anlass, aber auch wenn es mich etwas amüsiert hat, hat es mich nicht gestört oder beschämt, ich fand es eher gut, dass er sich treu geblieben ist. Nächsten Monat bin ich auf einer Hochzeit eingeladen und habe mir dafür ein hübsches Kleid gekauft und freue mich darauf, mich rauszuputzen, das mache ich ab und zu sehr gerne. Aber wenn ich lieber eine Hose (und sei es eine Jeans) anziehen würde, müsste ich damit rechnen, dass alle tuscheln und das als störend oder peinlich empfinden. Schließlich trägt "frau" zu so einem Anlass Kleid. Wieso?

      Ich sehe im Alltag oft Kleidung, Frisuren, Piercings, Tattoos, was auch immer, die mir persönlich nicht gefallen und die ich unpassend empfinde - aber ich muss so doch nicht rumlaufen? Mich stört das nicht. Ich finde es lustig, unangebracht, peinlich für die Person, etc, aber es schränkt mich persönlich nicht ein. Wenn sich jemand nackt oder mit dreckiger Kleidung auf meine Couch setzen würde, dann rege ich mich natürlich auch auf. Wobei nackt sein in der Öffentlichkeit ja wieder ein eigenes Thema ist...

      Naja, jedenfalls bringt mich das alles zu der Frage: ist unangemessene Kleidung ein Statement im Sinne von "ich möchte nicht zu euch gehören" oder "eure Meinung ist mir völlig egal"? Und ist die Jeans auf einer Hochzeit eine klare Ansage für das Brautpaar ala "ich nehme keine Rücksicht auf eure Wünsche"? Was ist überhaupt "unangemessen", wer bestimmt die Regeln? Ich weiß, dass Jugendliche vor einigen Jahrzehnten mit der Länge ihrer Haare gegen ihre Eltern protestiert haben und mir ist klar, dass man sich durch Kleidung, Frisur etc ausdrücken möchte und da oft eine Aussage hintersteckt. Aber wenn man sich an Äußerlichkeiten nicht stören würde, würde das doch nicht mehr funktionieren? Ich denke, die Gesellschaft ist sehr tolerant geworden. Lange Haare bei Männern und Hosen bei Frauen sind völlig normal - vor 60 Jahren unvorstellbar. Manche Dingen (Tattoos, bunte Haare) werden langsam gesellschaftsfähig, es findet ein Umdenken statt. Aber ab und zu hört man ja trotzdem noch "das geht gar nicht" oder "das gehört sich nicht" und manche Dinge sind für viele nach wie vor ein NoGo. Wird es sowas immer geben oder glaubt ihr, dass irgendwann jeder rumlaufen kann, wie er will? Gibt es für euch persönlich NoGos, die ihr nie nachvollziehen konntet? Oder Kleidung, die ihr (bei bestimmten Anlässen) nicht tolerieren könnt?

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

      Truly

      PS: das alles bezieht sich wirklich nur auf die äußere Erscheinung und nicht auf das Verhalten! Schließlich kann der feinste Anzugträger ein fieser Mensch sein und sich daneben benehmen. Oder ist das Auftreten in unangemessener Kleidung auch schlechtes Verhalten...?

      • (2) 09.08.14 - 17:02

        Hallo Truly,

        ich habe den Thread auch still mitgelesen und ja, mich verwunderten auch so einige Auffassungen!

        Die Menschen der heutigen Gesellschaft setzen einerseits wohl viel Wert auf Individualität und das bestimmt wohl deren ganzes Leben aber zu Individualität gehört auch Stil und Gefühl und das fehlt 90% der Betroffenen und dann kann es unangenehm enden aber auch das fällt den Menschen selbst dann kaum auf.

        Hinzu kommt, sie orientieren sich an Ikonen der Medienwelt die selbst wenig Stil haben aber sich selbst im Mittelpunkt allen Seins sehen.
        Ein Individualist mit Stil ist immer auch ein Original und da stimmt dann alles, egal wo und mit was er das erscheint denn dieses Original strahlt Charakter über alles aus (siehe z.B. Lagerfeld).

        Der Mensch will einerseits dazu gehören und trägt "Einheitskleidung" im Alltag denn man trägt ja was in ist und was modisch ist und somit trägt man was jeder andere auch trägt aaaaber einen vorgeschriebener Dresscode bei einer Hochzeit , nein, den will man nicht denn das ist ja spießig ;-)

        Das Alles hat ja irgendwie auch mit Respekt, Ehre und Anerkennung zu tun.
        Bin ich bei einer Hochzeit geladen dann ist das eine Ehre und ich zolle den Brautleuten den Respekt und erscheine im gewüschten Dress und erkenne ihre Wünsche an.

        Ja und wer zu einer Adelshochzeit usw. geladen ist und keine Vorstellung von angebrachter Kleidung hat der hat ja noch das Inet und die Suchmaschinen und da gibt es sogar für kleine Kinder vielfältigste, festliche und dem Anlass entsprechende Kleidung und wenn man sein Kind darin nicht kleiden mag dann sollte man es nicht mit nehmen aber das halte ich auch für falsch denn das untergräbt den Respekt zu den Brautleuten.

        Sollte ein Gast auf einer Feier nicht der gewünschten Kleiderordnung entsprechen steht es den Gastgebern sogar frei diese Gäste von der Feier zu verweisen. Gut, dies wird heute wohl kaum noch vorkommen aber man wird dann wohl nie wieder geladen werden und im Umfeld auch nicht.

        Ach ja, Turnschuhe und Jeans auf einer Hochzeitsfeier mit "Kleiderordung" und/oder in einigen Kreisen gehen absolut gar nicht.

        Auch festliche Kleidung kann bequem sein :-)

        lg, marada

        Ich sehe es mal so...
        Das Brautpaar schreibt auf die Einladung dass eine bestimmte Kleiderordnung erwünscht ist, dann respektiere ich diesen "Wunsch" sofern er für mich zumutbar und machbar ist.
        Es ist doch nett, mitzuteilen in welcher "Form" die Feier geplant ist und man dementsprechend dafür sorgen kann, sich passend zu kleiden. Ist doch blöd, wenn man glaubt es wird eher eine lockere Feier mit Grillpartyfeeling- erscheint in Jeans und Bluse und dann ist es eine Coktailparty in Abendgaderrobe...#zitter

        Prinzipiell sind diese "Vorschriften" für mich "Leitlinie und ich entscheide, ob und inwieweit ich mich daran orientieren möchte.
        Fremdschämen...selbst schuld! ;-)

        Wäre ja mal cool statt äußerlichkeiten als "Motto" zu wählen, Eigenschaften zu wählen....
        Ich würde meine Schwiegermutter glatt zur Party zum Thema " Ehrlich- und Herzlichkeit.. gelebte Liebe"#rofl

        Karna

        Im Allgemeinen finde ich, dass jeder tragen kann was er möchte. Ich bewundere auch oft Menschen, die auffällig und "anders" gekleidet sind für ihren Mut zu ihren Vorlieben zu stehen. Ich persönlich bin eher ein Mensch der sich gerne versteckt, auf Grund meiner Schüchternheit.

        Bei einer Hochzeit sehe ich das aber anders. Wenn in der Einladung steht, dass festliche Kleidung gewünscht wird, dann halte ich Jeans für peinlich, ja. Das Brautpaar plant lange Monate ein tolles Fest und möchte auf seinen Fotos später gerne elegegant gekleidete Menschen haben. Diesen Wunsch hat man als Gast zu respektieren und wenn man das nicht kann oder möchte, dann kann man ja immer noch absagen. Wenn in der Einladung was von lockerer Kleidung steht, dann mag das wieder in Ordnung sein. Wenn ich aber die Gesellschaft kenne in der das Fest stattfinden soll und in der Einladung ein Dresscode vorgegeben ist, dann empfinde ich es als unhöflich, sich darüber hinweg zu setzen.

        LG

      • (5) 09.08.14 - 18:36

        Hi,

        wenn man un der absolute Jeansträger ist und nix anderes im Schrank hat - dann ist es nun mal so.
        Ist man Rocker, Hippi, etc. dann ist es denen Schnuppe was andere Denken, sie haben ihren Stil gefunden und fertig.

        Nur hat vieles heutzutage etwas mit Anstand und Knigge zu tun, das man sich dem Anlass entsprechend kleidet und benimmt.

        Sei es im Job, Privat oder verschiedene Anlässe.
        Bei einer Beerdigung diskutiert man ja auch nicht ob man in Rot gekleidet kommen kann....außer es ist erwünscht;-)

        Achja, mein Mann arbeitet in einem Job, wo ANZUG Pflicht ist und da werden Bewerber von Anfang an disqualifiziert, die nicht passend gekleidet und gepflegt auftreten. nicht nur, weil der Chef es verlangt, sondern auch die Kunden.

        In USA sagen meine Kollegen, das Jeans allgemein im ( gehobenen) Office Bereich verpönt ist.

        lisa

        "ich fand es eher gut, dass er sich treu geblieben ist"
        Würdest du das auch wenn du zu deine Hochzeit einlädst, angibst das man festlich gekleidet erscheinen kommen und es Personen gibt die mit Jeans,T Shirt und Sneakern kommen?
        In seiner Freizeit kann man sich anziehen wie man will, bei der Arbeit,auf Feiern,.. geht das aber nicht das man sich einfach so wie man will anzieht. Es gibt gewisse Vorgaben und wer sich daran nicht hält ist einfach ignorant

        Es muss sich NIEMAND verstellen, es gibt für jeden Anlass etwas passendes für einen das in die Vorgaben passt aber einfach das anziehen will geht einfach garnicht
        "Oder ist das Auftreten in unangemessener Kleidung auch schlechtes Verhalten...?"
        Ja, wer sich nicht an Vorgaben hält für eine Veranstaltung die er höchstwahrscheinlich freiwillig besucht ist für mich auch schlechtes Verhalten
        Wir waren letzte Woche ebenfalls auf einer Hochzeit eingeladen bei der man festlich gekleidet sein sollte, meine Tochter HASST Kleider aber trotzdem haben wir Kleidungsstücke gefunden die festlich waren und im Stil meiner Tochter, sie war "sie selbst" und hatte an was gewünscht war
        Verstehe ehrlich gesagt garnicht was daran so schwer ist #gruebel

      • (7) 10.08.14 - 08:13

        Hallo!

        Ich war 14 Tage nach der Geburt unseres Sohnes auf der Hochzeit einer sehr lieben Freundin.

        Da es ja nun mal 14 Tage nach der Geburt und mir einfach noch nichts anderes passte als meine Umstandsjeanshose habe ich die angezogen. Natürlich nach Absprache.

        Und weil ich ehrlich gesagt nicht gewillt war für die zwei Stunden die ich da war mir ne komplette Garderobe für viele Euros zu kaufen, die mir hinterher sowieso nicht mehr gepasst hätte.

        Man was haben die Leute blöde geguckt, alle in Kleidern und schicke Frisuren und so weiter.

        Meine freundin hat gemeint, das es sie nicht stören würde, hauptsache ich käme.

        War dann auch in Ordnung...

        LG

        • Ist finde ich auch ne vollkommen andere Situation.

          Bei meiner Hochzeit hätte ich es z.B. auch okay gefunden, wenn mein Onkel in Hemd und Jeans gekommen wäre - einfach, weil ich weiß, dass er echt kaum Kohle hat und vielleicht nicht mehr unbedingt nen passenden Anzug im Schrank.

          Aber prinzipiell gehört das für mich bei Hochzeiten schon dazu.

          Wie schon eine schrieb, es zieht ja auch niemand knall bunte Sachen zu ner Beerdigung an...

      (9) 10.08.14 - 10:16

      "Oder ist das Auftreten in unangemessener Kleidung auch schlechtes Verhalten...? "

      Ist es. Respektlos, egozentrisch. Ich halte es für ein Zeichen unserer - ach so auf Individualismus getrimmten - Zeit, dass immer mehr Menschen eine Scheißegalhaltung an den Tag legen. Nicht nur bei Klamotten.

      Es ist eine Frage des Respekts (z.B. gegenüber dem Brautpaar oder einem Konfirmanden) sich dann etwas "fein" zu machen. Ich habe eine Freundin, die lief ewige Zeiten, noch lange nach den 80ern, in "Wave/Gothic"-Richtung herum. Zu einer Hochzeit erschien sie dann aber nicht in einem Gothic-Gewalle, sondern in einem Fifties-Kleid, es ging so ein bisschen in die Burlesque-Richtung. Sie fühlte sich nicht verkleidet, weil das ihrem Stil entsprach und die anderen sahen "Da hat sich jemand für den besonderen Anlass im Rahmen seines persönlichen Stils besonders angezogen". Perfekt.

      Aber wenn ich auf Schulabschlussfeiern (einmal Realschule gemeinsam mit der Hauptschule und einmal Abi) selbst Eltern in SEHR lässiger Freizeitkleidung sehe, fällt mit nichts mehr ein. Ein Vater kam zur Feier des Realschulabschlusses tatsächlich in einer Jogginghose aus Polyester. Da wundert es mich nicht, dass wenn wir zu einer Arbeitgeberveranstaltung einladen (und auch noch in die Einladung reinschreiben, dass man sich danach vorstellen kann, wenn man möchte) die Frauen jenseits Größe 44 in Spaghettitops und Flipflops auflaufen oder die Herren in einer graumelierten Joggingkombination.

      Konventionen müssen nicht unbedingt heißen, dass man seine Individualität hergeben muss. Aber das scheinen viele zu denken. Ich jedenfalls halte manches an Klamottenauswahl schlicht für respekt- und gedankenlos.

      Gruß
      o_d

      • (10) 10.08.14 - 10:19

        Nachtrag: Es ist auch - gerade heute in Zeiten von ebay und kleiderkreisel etc - absolut keine Frage des Geldes mehr, sich angemessen zu kleiden. Ich hatte selbst ind knappsten Zeiten immer die Möglichkeit, mich angemessen anzuziehen - früher bin ich oft auf Kleiderbazare, später dann eben viel über ebay.

    (11) 10.08.14 - 12:52

    Hallo,

    also ich vertrete da auch eher die Meinung "jeder wie er will". Irgendeinen gibt es immer dem was nicht passt.

    Ich war im Juni bei einer Familienfeier, eine Hochzeit von einer Cousine meiner Mom. Ewig nicht gesehen und dann lädt die sämtliche Verwandte die ihr gerade einfielen ein. Allein das fand ich ja schon seltsam. Ich wollte da erst gar nicht mit hin, ich hab die das letzte mal gesehen da war ich 5, aber Oma hat angeordnet, dass wir da alle hinzufahren haben, also haben wir das gemacht.

    In der Einladung stand, dass alle Damen in Abendkleidung kommen sollen und die Herren in Anzug oder Smoking.

    Nun fiel ich durch mein äußeres auf. Ich war da schon sichtbar schwanger und bin an Armen, Beinen und Rücken tätowiert. Da ich mich für ein knielanges Kleid entschieden hatte, hat man natürlich meine binden Bildchen und mein Büchlein gesehen. Das ich mich an die "Anweisungen" in der Einladung hielt, hätte ich mir auch sparen können, auch wenn ich in Jeans und T-Shirt gekommen wäre, hätten diese Herrschaften trotzdem das gemacht was sie gemacht haben, nämlich getuschelt und Getratscht jenseits von gut und böse. Die ganzen Leute haben kein Wort mit mir gewechselt und bildeten sich ein, sich über mich eine Meinung bilden zu können.

    Darüber haben wir uns sehr geärgert. Besonders die Bemerkung "Da ist schon Hartz4 die 4. Generation in Anmarsch, was?" hat mich zum ausrasten gebracht.:-[ Seit dem vertrete ich die Meinung, dass ich in Zukunft zu Veranstaltungen gehe, wie mir das passt, wenn ich halt mit Stoffhose statt mit Kleid gehen möchte, ist das halt in so.

    Die meisten Menschen die sich als ach so Tolerant bezeichne, wissen nicht mal wie dieses Wort buchstabiert oder definiert wird!

    LG

    • (12) 10.08.14 - 22:04

      Hallo!

      Auch wenn ich offensichtliche Lästereien unter aller sau finde, aber irgendwie bist du auch selber schuld!

      Wenn Abendgarderobe gewünscht wird, heißt das schon mal nicht nur ein ärmelloses knielanges Kleidchen. Vor allem nicht mit Tätowierungen!!!

      Die gehören bei feierlichen Anlässen eh so gut wie möglich verdeckt!

      Also an deiner Stelle hätte ich mir unter geschmackvoller Abendgarderobe ein Kleid im Empire- Stil vorgestellt und dazu ein engeres Bolerojäckchen, das auch deine Arme bedeckt.

      Dass dein Outfit Hartz-4-mäßig rüber kam, wundert mich nicht unbedingt!

      Wo bleibt denn deine Toleranz gegenüber konservativen Menschen, die deinen Körper"schmuck" einfach nicht ebenso schön finden wie du?

      LG

      • (13) 10.08.14 - 22:40

        Du weisst doch gar nicht, wie mein Kleid aussah. Wo hab ich den geschrieben, dass es ärmellos war? Ich hatte mal einen Professor (ja Achtung, ich habe studiert und arbeite Vollzeit) der hat immer gesagt "erweitern Sie den Sachverhalt nicht um unbekannte".

        Ich hatte ein one-Sholder-Kleid an, der eine arm war bis zum Handgelenk bedeckt und der andere frei und sorry im Sommer ziehe ich kein komplett langärmeliges Kleid an, wer meine Tattoos so unansehnlich findet brauch ja nicht hinschauen und ich sehe es auch nicht ein mein Schwangerschaftbäuchlein zu verstecken. Ich zeig ihn gern, wenn jemand damit ein Problem hat, braucht er auch da nicht hinschauen.

        Außerdem, wenn in einer Einladung steht Damen in Abendgarderobe und in Klammer (lange Kleider sind der Braut und den Trauzeuginnen vorbehalten) was soll man dann noch für eine länge anziehen? Knöchellang finde ich fürchterlich altmodisch.

        Und wieso sollte ich meine Tattoos abdecken, wenn z.B. eine Vielzahl der männlichen Gäste, die zum Bräutigam gehörten, ebenfalls sichtbar, teilweise bis zum Hals tätowiert waren? Weil ich eine Frau bin oder was?

        • (14) 11.08.14 - 10:02

          Das habe ich einfach mal aus deinen Schilderungen geschlossen! Wenn sich alle über deine vielen sichtbaren Tattos ausgelassen haben, kann es ja so viel Stoff nicht gehabt haben!

          Ich sprach auch nicht von einem langärmeligen Kleid, sondern von einem Jäckchen, dass man je nach Bedarf (z.B. in der Kirche, für Fotos, beim Gang zum Buffet etc.) überwirft! Je nach Wetterlage kann es zudem auch im Juni noch relativ kühl sein, hab ich auch schon erlebt! Darum ist für mich ein Bolero oder kurzer Cardigan eine super Ergänzung.

          Dass für Damen lange Kleider nicht erwünscht waren, hast du in deinem ersten Posting nicht erwähnt... keine Ahnung, da hätte ich bei der Cousine nachgehakt, inwieweit sie das mit der Abendgarderobe überhaupt ernst meint und dann wäre vielleicht raus gekommen, dass eine leichte Stoffhose auch o.k. gewesen wäre?

          Als Schwangere gelten eh nicht die ganz strengen Kleiderregeln und Bauch verstecken muss schon seit Generationen keine Frau mehr!
          Allerdings kann man sich auch als Schwangere geschmackvoll oder eben geschmacklos kleiden!
          Nur ein Beispiel: auf unserer Hochzeit war eine Bekannte, 4 Wochen vor ET und ordentlich rund! Sie konnte außer offenen Birkenstock Sandalen keine Schuhe mehr tragen, da Hochsommer war und es hat niemanden geschert, weil sie ansonsten nett zurechtgemacht war und eigentlich jeder eher Bewunderung dafür hatte, dass sie überhaupt solange durchhält und mitfeiert.
          So sind Birkenstock Schuhe zwar alles andere als Abendgarderobe, aber das Drumherum passte und es fiel nicht negativ auf plus dass jeder Verständnis hatte!

          Dass man dir weniger wohlwollend entgegengekommen ist könnte auch noch andere Gründe gehabt haben:
          1. hattest du schon zu beginn eine negative Einstellung der Feier gegenüber, du wolltest nicht hingehen und Oma hat dich genötigt. Sowas merkt man, ob jemand gerne kommt oder nicht!
          2. glaube ich nicht, dass dein Kleid wirklich schön war und dir gut stand, aber das ist natürlich nur Spekulation. Dennoch, irgendeinen Grund wirst du gegeben haben, dass so zahlreich und heftig gelästert wurde. Babybauch allein halte ich für unwahrscheinlich, außer es handelt sich um wirklich bösartige Verwandschaft, aber auch das ist nur Spekulation...
          3. Nur weil man studiert macht einen das nicht automatisch intelligent, empathisch und auch die Umgangsformen werden dadurch nicht besser. In meinem Studiengang waren etliche Leute, bei denen ich mich gewundert habe, wie die mal im Job zurecht kommen, weil das in meinen Augen die absoluten Proleten waren...

          Ich finde, dass es einem entweder wirklich egal ist, was andere über einen denken, dann braucht man sich aber auch nicht aufregen, wenn man (bewusst) aneckt! Oder aber man hinterfragt sich auch mal selber und ändert evtl. was an sich. Das hat nichts damit zu tun, dass man sich selbst nicht treu bleibt, aber es gibt Erfahrungen, die man als junger Mensch macht und auf Grund derer man auch reifen kann.

          LG

          P.S.: Bis zum Hals tätowierte Männer finde ich genauso schlimm! Allerdings orientiere ich mich an MEINEN Überzeugungen und nicht daran, wie es andere vielleicht genauso falsch machen!

          • (15) 11.08.14 - 12:15

            Aha, interessant was Du alles so spekulierst und annimmst.
            Meiner Meinung nach stand mir mein Kleid sehr gut. Auch die Braut hat mir dies gesagt und wollte unbedingt wissen wo ich das Kleid her habe.

            Richtig ist, dass ich auf diese Veranstaltung keine Lust hatte. Ich bin aber da nicht die einzige von den 300 geladenen Gästen gewesen! Ich habe einen Großteil dieser Gäste noch nie im Leben gesehen, weil wie gesagt die Braut ein entfernte Verwandte ist.

            Meine tattoos sind ja nicht irgendein Zeug, das hat Alles eine spezielle Bedeutung. Stellt meinen Lebensweg und meine Familie und Freunde dar. Wenn ich mich gezwungen fühle das zu verdecken, würde das für mich dem Gefühl gleich kommen mich und mein Leben und meine Familie verstecken zu müssen! Aber das versteht vermutlich nur jemand der selbst Tätowierungen mit Bedeutung hat und sich nicht nur aus Trendgründen ein ar...geweih unter die Haut hat stechen lassen! Zumal es auch mit verdeckten tattoos nicht anders gewesen wäre!

            Gelästert hat einzig und allein die Mutter der Braut. Die ist permanent zu den Leuten gegangen, die in meiner Nähe standen und hat sich dann lauthals über mich aufgeregt! Meiner Meinung nach hat sie sich damit selbst absolut lächerlich gemacht. Diese Frau hat mich das letzte mal mit 5 Jahren gesehen und wusste absolut nichts über mein Leben. Dieser Spruch mit "Hartz 4 die nächste Generation" kam von einer Person die mich nur durch die Erzählungen der Brautmutter kannte und das finde ich höchstgradig unverschämt! Hauptaufreger war übrigens der Babybauch, die tattoos von mir waren nur eine art Zusatzaufreger für diese Frau und hat damit alles ins Rollen gebracht.

            Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass die Braut seit vielen Jahren versucht schwanger zu werden und es nicht klappt. Das hat mir dann am nächsten Tag die Braut erzählt als sie sich selbst für das unverschämte Verhalten ihrer Mutter und deren Freunde geschämt hat und entschuldigt hat. Die Brautmutter hat sich da richtig reingesteigert, dass ich schwanger bin und dies auch sichtbar mit meinem (maßangefertigten) Kleid gezeigt habe und ist deswegen garstig auf mich gewesen!

            Das hat doch vorher aber keiner gewusst und ich konnte das ja schlecht ahnen. Hätte ich das gewusst, hätte ich den Bauch versucht zu verstecken oder wäre nicht hingegangen! aber vermutlich sagst Du ja dazu eh "das hätte ich wissen müssen"!

(16) 10.08.14 - 13:48

Hi,

Gegenfrage: nehmen wir an, DU heiratest. WIE??? In welchen Klamotten?? FlipFlops, Jeans und Trägertop? Oder dein Mann, Jogginganzug? Oder kurze Hose mit TankTop bzw. T-Shirt? Am Besten Turn- oder - noch besser - Trekkingschuhe dazu.

???

Für mich würdet ihr keine Individualität, sondern nur schlechten Geschmack beweisen! Genau wie Gäste, die auf einer Hochzeit, vor allem wenn festlicher Dresscode gewünscht ist, in Alltagskleidung erscheinen.

Und damit sind wir beim Punkt angelangt: eine Hochzeit ist - in 99 % der Fälle, würde ich mal behaupten - etwas ganz besonderes. Für das Hochzeitspaar und auch für die Gäste, die quasi die Ehre haben, eingeladen zu sein. Und da verstehst du nicht, warum dem Anlass entsprechend man einigermaßen festlich gekleidet kommt (ausgenommen, in der Einladung steht was von Freizeit- oder Alltagskleidung).#kratz

Sorry, dein "Nichtverstehen" in diesem Fall kann ich null nachvollziehen. Im Alltag kann jeder raumlaufen, wie er will, aber als GAST sollte man sich - auch kleidungstechnisch - zu benehmen wissen.

Wenn man sich unsicher ist, welche Kleidung gewünscht ist, kann man nachfragen. Das für den - siehe oben: Heirat im Jogginganzug - umgekehrten (und wohl eher sehr seltenen Fall), damit man nicht overdressed erscheint.

VG
Gael

  • (17) 10.08.14 - 14:11

    PS:

    und für den Fall, dass du dich für eine Ausbildung in einer Bank entscheidest o. ä., wo die Angestellten entsprechend gekleidet sind, empfiehlt es sich natürlich auch, eher NICHT zu verstehen, warum man eine Absage bekommt, nachdem man sich in Turnschuhen und entsprechend dazu passenden Outfit vorgestellt hat. Da könnte ich mir irgendwie durchaus vorstellen, dass die Chefin/der Chef keine Lust darauf hat, sich fremdzuschämen für seine Angestellte bzw. dem Kunden deine "Individualität" zu erklären.

    Allerdings: wenn du dich auf dem Bau bewirbst, bist du beim Vorstellungsgespräch mit sauberer Alltagskleidung eher besser beraten;-)

(18) 10.08.14 - 14:22

Hallo,

grundsätzlich sollte sich jeder treu bleiben.

Aber die KLamottenfrage an einer Hochzeit aufzuhängen, stimmt für mich nicht.

Auf eine Hochzeit festlich zu gehen hat für mich was mit Respekt gegenüber den Eheleuten zu tun. Für sie ist es ein besonderer Tag. Und das Besondere zeigt sich eben auch an der Klamotte. Und wenn es auf der Einladung so angegeben ist, dann ist es eben so. Wenn das stören würde, muss man ja nicht hingehen.

Andererseits dürfte so manches Hochzeitspaar nicht in Anzug und in weißem Prinzessinnenkleid zur eigenen Trauung erscheinen, weil ich oft genug auf Hochzeiten war, wo mindestens einer irgendwie verkleidet ausgesehen hat. Da wird eben ein riesiger Hype um Hochzeits-Klamotten gemacht. Ich kenne nur sehr wenige, die da nicht mitgemacht haben.

Es gibt offizielle und private Anlässe, die sich eben von allen anderen Tagen abheben und das zeigt sich auch in dem was man anzieht.

LG

(19) 10.08.14 - 14:22

Hallo,

kann da manchen Empfindungen zur gewissen Kleiderordnung nur zustimmen.
Wenn man zu einer außergewöhnlichen Feier, wie eine Hochzeit o.ä. eingeladen ist oder es eben geschäftlich eher so vorgeschrieben ist, sollte man in einer dementsprechenden Kleidung auftreten.
Das gehört dann meiner Meinung nach zu dem Respekt, den ich meinem Gegenüber oder dem Gastgeber entgegenbringe. Es ist vielleicht so, wie ein passendes Geschenk zu einer Feier, da kann man sich auch gut blamieren.
Aber die Kleidung, so finde ich, sollte nicht den Rahmen sprengen, eine dezente Aufmachung mit allem drum und dran ist sicher eher angebracht, als besonders bunt, aggressiv und aufgedonnert zu wirken.

Zu unserer Hochzeit kamen an die hundert Gäste, alle gut gekleidet. Ausser ich kann mich an einen guten Freund erinnern, der kam in einem älteren ungebügelten T-Shirt, da er auf Etikette absolut keinen Wert legt. Das fand ich schon sehr unpassend, es fehlte mir der Respekt von ihm, der uns an diesem Tag entgegengebracht wurde.

Es ist eigentlich kein Problem für jemanden, das kleine Schwarze oder als Mann ein weißes Hemd im Schrank hängen zu haben.
Markensachen sind für mich unwichtig.

Eigentlich nimmt seit letzter Zeit immer mehr das Schamgefühl der Menschen ab und keinen Drang zu haben, sich , sage mal , gesittet zu kleiden. Wenn man das heutzutage noch überhaupt sagen darf, ohne Kritik zu erhalten. Egal, ob ich nun zum Einkauf gehe mit dem Hund eine Gassirunde mache oder zu einem Essen eingeladen werde.

Manchmal glaube ich, die Leute zu Hause besitzen keinen Spiegel.

LG Lotta

(20) 10.08.14 - 17:32

Ich finde, dass man sich in seiner Freizeit natürlich kleiden kann, wie man möchte. Wenn aber zu einem besonderen Anlaß ein besonderer Dresscode gefordert ist, hat es etwas mit Respekt zu tun sich daran zu halten.

Auf unserer Hochzeit wollte ich es auch unbedingt perfekt haben - da war ich wohl typisch Mädchen, alles hatte ich fast ein Jahr lang vorbereitet. Die vier Blumenstreukinder wurden von uns passend eingekleidet, der Ort für die Feier war edel und sehr festlich gewählt usw. Mag nicht jedermanns Ding sein, wir haben uns das viel Arbeit, Zeit und Geld kosten lassen. Ich hätte es wirklich respektlos gefunden, wenn jemand in Jeans gekommen wäre - obwohl ich da sonst nicht viel drauf gebe. Die Feier ansich war übrigens gar nicht spießig und laut vieler die coolste Hochzeit, auf der sie je waren.

Im Büro hab ich manchmal auch den Kopf geschüttelt. Ich habe früher oft Bewerbungsgespräche, besonders mit studentischen Aushilfen, geführt. Es war keine Bank oder ähnliches und wir waren alle recht normal gekleidet - Jeans war also völlig O.K. Trotzdem konnte ich nicht verstehen, wie sich manche bei mir vorgestellt haben. Dreckige Jeans, zerknüddeltes T-shirt, fettige Haare und Kaugummi im Mund waren wirklich kein so seltener Anblick - ich fand das sehr respektlos und habe diese Bewerber in der Tat direkt aussortiert. Das war für mich nämlich schon ein klares Zeichen für die spätere Arbeitsmoral.

Ich denke, man kann sich schon auch in jeder Stilrichtung angemessen kleiden. Ich tendiere, auf Grund meiner Körperfülle, auch oft eher zur Hose als nem Kleid, trotzdem bin ich, wenn gefordert, damit chick angezogen.

(21) 11.08.14 - 08:52

Hallo,

ich glaub ich weiß welchen Fred du meinst...

Ich muss ehrlich sagen ich habe bisher noch nie irgendeine Hochtzteitseinladung gehabt wo eine Kleiderordung drauf stand! Außer es war eine Motto Hochtzeit! Ich finde sowas albern...

Ich war genau 7 Tage nach der Geburt unseres Sohnes auf der Hochtzeit meines Cousins. Es hat kein Mensch sich an meinen Klamotten (Umstandsmode) gestört allerdings haben einige Blöd geguckt weil er einen Strampler anhatte! Das waren Allerdings auch Leute die sich im schicken Abendkleid und Anzug gesteckt hatten obwohl klar war das es eine Gartenparty wird, sprich es hat nicht zum Ambiente gepasst.... Es hat noch nicht mal zum Brautpaar gepasst... Aber gut ein Thema für sich.

Jeans ist jetzt vielleicht nicht grad der beste Stoff um auf einer Hochtzeit getragen zu werden (wobei das durchaus auch gut und stimmig sein kann).

Wobei ich es nicht verstehen werde Kindern erlaubt man sich so anzuziehen das sie es bequem haben und sich wohl fühlen. Erwachsene nicht...

Klar es gibt immer eine möglichkeit seinem Stil entsprechend anzuziehen auch festlich... Und wenn man sich nicht sicher ist was passt kann man sich ja im Netz schlau suchen. Oder auch bei Freunden sich umhören.

Und ja ich denke viele fühlen sich verkleidet wenn sie im schnieken Anzug rumlaufen. Ich mag zum Beispiel liebendgerne Kleider im Stiel der Rock 'n Roll Zeit aber nicht elegenate lange Abendkleider. Und würde immer das eine dem anderen Vorziehen.

Ich fühle mich mit Blazer und Co auch unwohl was ein Grund war mich nicht für einen Bürojob zu entscheiden. Es enstpricht einfach nicht meinem Stil auch wenn ich sowas besitze. Aber ich zieh sowas ungern an weil ich mich dann verstellt fühle.

Aber ich muss sagen bei seinen Freunden weiß man doch wie die so vom Stil sind und kann sich dazu passend auf der Hochtzeit anziehen. Man spricht ja auch mit dem Brautpaar.

Und bei seinen Kindern bekommt man ja auch mit wie die Eltern der Mitschüler drauf sind. Und wie man sich die Abschlussfeier so vorstellt. Normalerweise spricht man mit den Kindern.

Bei meinen Geschwistern (beide Abi) war es total unterschiedlich. Bei meiner Schwester wurde in einer Turnhalle (mit angrenzendem Restaurant) gefeiert es war eher so locker Sommerlich also nix mit Abendgaderobe. Die Zeugnisausgabe war dagegen richtig schick mit Abendkleid und Anzug die war aber auch einen Abend vorher.

Bei meinem Bruder wars so richtig mit Anzug und Abendkleid also sehr elegant (ok die Feier ab 23uhr ohne Eltern nimmer^^).

Bei beiden Festen erschien keiner falsch angezogen.

Bei meiner Abschlussfeier (Real) wars nicht so elegant aber eben nicht die Altagsklamotten. Das hätte einfach nicht zur Schule bzw. zur Klasse gepasst. Aber da kamen einige die zu elegant waren. Ok Anzug hatten die meisten Männer (auch die Jungs) an aber eben nicht diese Eleganten Teile ich hoffe du verstehst was ich meine? Aber trotzdem hats keinen gestört.

Generell schämt man sich bei uns im Freundeskreis eher für den Presswurstlook. Was vielleicht auch einfach daran liegt das wir uns gegenseitig gut einschätzen können und wissen wie welche Einladungen gemeint sind da brauch man nicht rätzell...

Ich denke es muss jedem Gestattet sein sich so anzuziehen das Er sich wohl fühlt. Ob das jetzt das Schicke Kleid ist oder lieber Hose mit Bluse ist doch wurst. Obs der schicke Anzug vom Schneider ist oder doch Lieber Hose und Hemd auch egal.. Hauptsache es passt zum Anlass.

(22) 15.08.14 - 08:33

Hallo,

ja, Auftreten in unangemessener Kleidung ist auch schlechtes Verhalten. Ich bin sehr dafür, dass man sich individuell kleidet und halte auch nichts davon, sich nach der aktuellen Mode zu richten. Aber wenn ich zu einer Beerdigung gehe, dann trage ich nicht knallpink. Und auf einer Hochzeit ziehe ich kein weißes Kleid wie die Braut an. Das hat was mit Respekt zu tun.

Kleidung soll etwas ausdrücken und das tut es auch beim Betrachter. Wir alle probieren danach Menschen einzuordnen. Wenn Menschen sich also extrem anders kleiden, dann zeigen sie damit, dass sich abheben wollen und nicht dazugehören. Das wiederum stößt andere Menschen ab oder diesen auf. Das ist ja auch eine provozierte und gewollte Reaktion auf das Styling.

Die Frage ist nur, lässt man sich davon provozieren oder nicht? Ich schaue gerne weg, wenn es mir nicht gefällt.

LG

Carola

  • (23) 15.08.14 - 10:29

    "Und auf einer Hochzeit ziehe ich kein weißes Kleid wie die Braut an. Das hat was mit Respekt zu tun."

    So ist es. Das ist mir auf meiner Hochzeit passiert. Gut, ich habe nicht in weiß geheiratet, aber die Farbe war bekannt und Diskussionsthema in der entsprechenden Familie.
    Und dann kommt da die neue Freundin meines Schwagers - die einzige Person, die ich noch nicht kannte - und trägt ein langes Abendkleid in der gleichen Farbe wie meins. #gruebel

    Das fand ich schon ganz erstaunlich und hätte es gut gefunden, wenn man sich im Vorfeld etwas schlau macht. Umso mehr, wenn man das Hochzeitspaar überhaupt nicht kennt, aber durch verwandtschaftliche Beziehungen zwangsläufig demnächst in engerem Kontakt stehen wird. Sprich, zum Kennenlernen der Familie meines Lebensgefährten wähle ich meine Kleidung mit mehr Bedacht. Also, ICH jetzt. Sie nicht so. #rofl

    Abgesehen davon kann ich auch ganz gut weggucken. Ich sehe ganz und gar nicht so aus, dass ich in jeder Situation angepasst wäre. Das kann ich nicht ändern, will ich auch gar nicht und ich bin in der Lage, mich dennoch vernünftig und dem Anlass angemessen zu kleiden. Trotzdem gibt es immer noch Menschen, die mein Aussehen als Affront auffassen - sollen sie. Es werden weniger. :-)
    Umgekehrt bin ich ebenfalls sehr tolerant, was das Äußere und auch die Aufmachung anderer Menschen angeht, sogar auf Hochzeiten. ;-) Es sollte sich ein gewisser Respekt dem Anlass und den Gastgebern gegenüber erkennen lassen, wobei meine Schwelle da offenbar deutlich anders liegt als bei vielen anderen hier.

    Merke: mit einem festlichen Abendkleid kann man deutlich weiter daneben liegen als mit einem schlichten Sommerkleid, Ballerinas und Tattoos.

    Viele Grüße!

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