jemand mit Erfahrung Jugendamt hier oder Mitarbeiter vom Jugendamt

    • (1) 02.09.14 - 14:37

      Hallo, ich bräuchte Tipps. Es geht um eine Mutter, alleinerziehend, 2 Kinder. Hartz 4. 100 Sanktion. Kein Geld für nichts. Ausser Lebensmittelgutschein.
      Andere Vorfälle in der Vergangenheit mit Polizeieinsätzen. Angeblich weiß das Jugendamt einiges usw.
      Partner hat die Mutter öfter vor den Kindern verprügelt etc.
      Nun wegen der Sanktion und eben anderen gefährlichen Sachen, teilweise, meine Frage oder Meinung von euch? Wenn man das Jugendamt informieren würde...werden die tätig?
      Ich meine so Hilfe für die Mutter. Im Alltag. Wie zahle ich Rechnungen. Wie betreue ich meine Kinder. Wie kann ich leben mit einem Partner der mich schlägt. Was tue ich damit meinen Kindern an usw.

      Danke für Tipps oder Infos

      Feneva

      • Ja, hier wird das Jugendamt definitiv aktiv werden. (mittellos und häusliche Gewalt sind sehr gute Gründe)

        Ich hoffe sogar, dass man der Mutter erstmal die Kinder wegnimmt, bis sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommt.

        • "Ich hoffe sogar, dass man der Mutter erstmal die Kinder wegnimmt, bis sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommt."

          Weil so ein Bruch für die Kinder natürlich immer das Beste ist. Weg von den Eltern zu sein, juckt die meisten Kinder ja nicht. (Achtung Ironie!)

          Raus aus der Familie ist glücklicherweise immer das letzte Mittel, zu dem vom Jugendamt gegriffen wird! Hilfe zur Selbsthilfe ist hier das Stichwort!

          • Doch, ich bin der Ansicht, dass die Kinder im o.g. Fall nicht bei der Mutter bleiben sollten.

            Die Mutter hat eine 100 % Sanktion. Die kommt nicht von ungefähr. Das ist für mich ein Zeichen, dass sie keinerlei Pflichtbewusstsein hat.

            Sie haben kein Geld. Nur Wohnen und Essen. Davon kann man allein nicht leben.

            Die Mutter lässt sich vor den Kindern verprügeln. Gehts noch?

            Du würdest die Kinder echt in solch einer Familie belassen? Was müsste denn deiner Meinung nach geschehen, damit das JA die Kinder da raus holt?

            • Die Schilderungen aus dem Ausgangsbeitrag sind super unkonkret. Daran kann man doch nicht festmachen, ob die Kinder akut gefährdet sind.

              "Es geht um eine Mutter, alleinerziehend, 2 Kinder. Hartz 4. 100 Sanktion. Kein Geld für nichts. Ausser Lebensmittelgutschein."

              ^^ Da gilt es zu prüfen, ob das 1. stimmt und 2. warum das so ist. Solange die Kinder versorgt sind (Kleidung, Lebensmittel, Windeln usw.), lässt sich eine finanzielle Notlage überbrücken und ist noch kein Grund, Kinder aus der Familie zu nehmen.

              "Andere Vorfälle in der Vergangenheit mit Polizeieinsätzen. Angeblich weiß das Jugendamt einiges usw. Partner hat die Mutter öfter vor den Kindern verprügelt etc. Nun wegen der Sanktion und eben anderen gefährlichen Sachen, teilweise, ..."

              ^^ Hier geht es um Vorfälle in der Vergangenheit. Wann in der Vergangenheit? Gestern? Letzte Woche? Vor 6 Monaten? Ist die Mutter noch mit dem Partner zusammen? Es fällt das Wort "Angeblich", aber was weiß man genau? Besteht eine akute Gefährdung? Welche Hilfe bekommt die Familie bereits?

              Hier sind die Hinweise viel zu ungenau. Auf der Grundlage würde keine Inobhutnahme vor dem Familiengericht standhalten!

              Ich stimme absolut überein, dass es nicht ok ist, wenn die Kinder Gewalt erleben! Gar keine Frage! Und ich stimme auch überein, dass sich bei der Familie etwas ändern muss!

      Hallo,

      ja, da kann das JA eingreifen, allerdings kann es nur dann helfen wenn die Mutter es auch will.
      Wobei eine SPFH nicht alles davon abdeckt. Finanzielles ist eine andere Baustelle, da wäre eher eine PPM/ASP bzw finanzielle Betreung das richtige.

      Ich habe selbst eine SPFH und weiß daher welche Bereiche sie abdecken können und welche nicht.

      Lg wirbelwinds.mama

    (9) 02.09.14 - 21:33

    Hi!

    Wenn man das Jugendamt informiert, dann muss es tätig werden! Dazu ist es verpflichtet.

    Allerdings kann man als Laie bzw. als Ausensteheder immer schlecht beurteilen, wie sie tätig werden.

    Es kommt natürlich auch immer auf die Meldung an, die beim Jugendamt gemacht wird. Mit dem, was du bspw. da oben beschrieben hast, kann das JA nicht viel anfangen:

    Du nennst keine genauen Daten (Wann ist was passiert? Heute? Gestern? Vor 6 Monaten?).

    Du nennst nicht, woher du das weißt (Dabei gewesen oder selbst gesehen/gehört oder vom Nachbarn erfahren oder weils Dorfgespräch ist?).

    Was ich damit sagen will ist, dass die Handlungsmöglichkeiten immer nur so gut sind, wie die Anhaltspunkte, die man bekommt. Du sollst das alles hier auf keinen Fall breittreten, aber denk noch mal für dich drüber nach, woher du was weißt und wann was stattgefunden hat.

    Generell kann der Mutter einiges an Hilfe angeboten werden: Familienhilfe, Frauenhaus, Schuldnerberatung, gesetzlicher Betreuer usw. Aber erst einmal muss die Mutter dem zustimmen. Tut sie das nicht, braucht das Jugendamt wieder Informationen (von anderen oder durch eigene Kontakte zur Mutter). Sollte es die Mutter zu weit treiben und weiterhin Hilfe ablehnen, würde das Jugendamt irgendwann das Familiengericht einschalten, das bspw. eine Familienhilfe als Auflage einrichten kann.

    LG

    • (10) 03.09.14 - 06:54

      Hallo. haben wir alles gemacht. Ich selbst mit ihr mal bei der Polizei nach einem Angriff von dem "Freund". Familienhilfe angeboten vom JA. Selbst Hilfe aus der Familie usw. Irgendwie nimmt sie nichts an. Will immer selbst alles machen. Anzeigen bei der Polizei zieht sie dann zurück. Angeblich soll sie nun mit dem Mann wieder zusammen sein. Das weiß keiner genau. Sie wurde nur vom Kindsvater mit ihm erwischt. Der wollte dann sein Kind haben, weil er Angst um die Kinder hat- Sie hat aber das Sorgerecht und hat die Kids nicht raus gegeben.
      Die mittelosigkeit ist aktuell jetzt eingetreten. Die Übergriffe von dem Mann ziehen sich durch das Jahr. Die kl. Tochter erklärt nur immer, wenn Mami nicht mehr weiß was sie machen soll wenn der Mann da ist, dann brauch man nur die Polizei rufen und die kommen dann und sind 2 und dann helfen die Mama. Traurig oder?
      Ich überlege halt, ob man nichts macht und dann passiert richtig was schlimmes oder ob man was machen kann bzw. helfen kann. Ich bin aber keine Sozialarbeiterin. Vielen Dank für die Infos hier.

(11) 03.09.14 - 14:22

Bei 2 kindern eine 100 % sperre? Das kann ich mir nicht vorstellen, dass das rechtens ist. Wie alt sind die Kinder?

Leider kommt es vor, dass Menschen psysisch krank sind und sich dann auch nicht mehr zur Wehr setzen können. Ich würde mit der Frau eine Sozialberatung aufsuchen, die Stadtverwaltungen wissen, wo es eine gibt.

Gruß

Manavgat

  • Doch das gibt es. Ich habe selbst mal im Jobcenter gearbeitet. Meistens als letztes Mittel,wenn nichts mehr geht u. derjenige unter 25 ist. Das sind Härtefälle.

    Eine Minderung von 100 % bedeutet nicht 100 % der gesamten Leistungen, sondern "nur" 100 % der Regelleistung (oder RL und KdU) der/desjenigen, der/die die Pflichtverletzung begangen hat. Für die Kinder werden weiter Leistungen gewährt. Was natürlich bedetuet, dass das BG-Mitglied, dessen Leistungen gemindert wurden, von den Leistungen der anderen mitlebt. Sehr bitter oft zu beobachten, bei Frauen, die sich ein - wie sagst du immer? - Arschtörtchen an Land gezogen haben, welches sich nicht bewirbt und Job um Job auf Grund eigenem Verschulden verlebt. Auch schlimm oft bei allein erziehenden Frauen mit unter 25jährigen, volljährigen Pubertisten (und ggf. noch weiteren kleineren Kindern) im Haus. Wenn die Pubertisten der Ansicht sind, Ausbildung und Arbeit ist was für Doofe und Mutter fehlt dann das Geld - was den Pubertisten oft herzlich wenig juckt.

    Ab einer Minderung von über 30 % KANN (bei minderjährigen Kindern Haushalt MUSS) das Jobcenter übrigens für das geminderte BG-Mitglied auf Antrag Lebensmittelgutscheine ausgeben. (§ 31a Abs. 3 SGB II)

    Ich kenne zudem von manchen JC, dass ab 60 % Minderung und Kindern unter 12 im Haushalt eine Info an das Jugendamt ergeht.

    LG
    o_d

(15) 06.09.14 - 23:39

Auf jedenfall BITTE melden! Gucke nicht weg! Wenn dort nichts ist, können sie ihr nichts! Und das JA handelt immer erst für Mutter und Kinder der das alles wieder Paletti werden kann.

Wenn du Angst hast das du die Petze sein könntest: du hast die Wahl zu sagen, es soll gerne anonym ihr gegenüber bleiben.

Es darf niemals weg geguckt werden und wenn man das JA in so einem Fall nicht informiert, sorry der gehört gestraft.

Das ist eine erwachsene Frau, die kann selbst entscheiden wie sie lebt aber verdammt noch mal DIE KINDER!! Die sind zu Klein und hilflos und dürfen so eine verdammte sch... Mit ansehen und miterleben nur weil keiner tätig wird!!

Ihre Kindheit wird geprägt! Wieder 2 Kids die von einer traurigen schlimmen Kindheit berichten werden... Ich bitte dich. Es schadet nicht

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