Meinungen benötigt

    • (1) 08.09.14 - 10:03

      Hallo ihr lieben,

      ich brauche mal ein paar Meinungen.

      Kind (5) kommt im nächsten Jahr in die Schule.

      Wir sind deutsche, das Kind spricht dementsprechend gutes Deutsch, ist etwas schüchtern, aber das gibt sich recht schnell.

      Sprich, er schaut immer erst, taut dann aber recht schnell auf.

      Während der Ferienzeit erhalten wir ein Schreiben von der Schule.

      "Sehr geehrte Familie XYZ, wir bitten Sie, ihren Sohn ab XX.XX.XXXX zum Deutschkurs in unsere Schule zu bringen..:"

      Wir dachten, das es sich hierbei um einen Fehler handeln muss, haben das Schreiben dann mal im Kindergarten vorgelegt. Auch die Leitung fand das Schreiben sehr amüsant

      Ich habe heute dann bei der Schule angerufen.

      Antwort:" Es handelt sich ja nicht immer um die deutsche Sprache, es wäre für die ausländischen Kinder halt toll, wenn deutsche Kinder vor Ort sind, zudem war das Kind ja beim 5-minütigen Pflicht-Anmeldegespräch recht schüchtern, deshalb habe sich die Schule dazu entschlossen, dass unser Kind in den Kurs kommen muss!

      Davon abgesehen wird mein Sohn diese Schule nicht besuchen. Unser Kind ist auf mehreren Privatschulen angemeldet, leider haben wir noch keine Zusage, sodass wir der staatlichen Schule keine konkrete Schule nennen können. (Der Schulleitung ist bekannt, dass unser Kind auf anderen Schulen angemeldet ist) Sollten wir tatsächlich von allen privaten Schulen eine Absage erhalten, werden wir in das Haus meiner Schwiegereltern ziehen, da die Grundschule in diesem Ort einen besseren Ruf hat als die, in unserem jetzigen Einzugsgebiet. (Wir haben uns auch beide Schulen angeschaut um uns ein Bild von beiden zu machen)

      Naja, lt. der Schule MUSS mein Sohn jetzt diesen Unterricht besuchen. Ich halte davon gar nichts und kann mir nicht vorstellen, dass mein Sohn jetzt in die Schule gehen soll.

      Wir haben morgen ein ernstes Gespräch mit der Leitung. Ja, ein „ernstes Gespräch“ – so sagte es die Leitung.

      Mich würde es jetzt mal interessieren, ob ihr Euer Kind zu einem Deutschkurs schicken würdet und wie ihr reagieren würdet.

      Ich fühle mich nicht wohl bei diesem Gedanken ?

      • Also von müssen kann keine Rede sein. Wann soll der Deutschkurs denn stattfinden?

        Wenn er vor Schulstart stattfindet, ist dein Sohn doch noch gar nicht schulpflichtig.

        Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es deinem Sohn schaden würde. Wenn er gut deutsch spricht, kann so ein Kurs durchaus sein Selbstvertrauen stärken.

        LG
        Sabine

        Hallo,

        unter den von Dir geschilderten Umständen würde ich mein Kind nicht zu diesem Deutschkurs schicken.

        Beim "ernsten" Gespräch mit dem Rektor würde ich ihn darauf hinweisen, dass mein Kind der Schulpflicht noch nicht unterliegt und mir von ihm erklären lassen auf welcher rechtlichen Grundlage er meint, mich dazu zwingen zu können mein Kind zu diesem Kurs zu schicken.

        Gruß K.

        Mein Sohn (7) hat in dem Alter auch den Vorkurs gemacht.

        Mein Mann und ich sind beide in Deutschland geboren und aufgewachsen, haben aber einen Migrationshintergrund.

        Mein Sohn versteht zwar die jeweilige Sprache der Eltern (serbisch und türkisch), spricht aber ausschließlich nur deutsch.

        Wir haben uns auch etwas gewundert, als wir die Einladung bekamen, haben uns aber dafür entschieden, weil er so schon mal in die Schule reinschnuppern konnte.

        Das es ein MUSS ist, habe ich noch nie gehört.

        Wir durften selbst entscheiden, ob wir unseren Sohn anmelden.

        P.S. Er ist auch alles andere als schüchtern. An dem liegt es sicherlich nicht.

      • Hallo,

        ich hätte mir die Stellungsnahme schriftlich zukommen lassen und auch die Anfrage schriftlich gestellt.

        Ich würde mir erklären lassen, in wie weit so ein Pädagoge in wenigen Minuten eine fachliche Meinung über die Deutschkenntnisse eines deutschen Kindes ablegen kann.

        Zwingen kann dich niemand. Es gibt eine allgemeine Schulpflicht und der kommt dein Kind ja dann auch nach.

        Wenn nicht alle deutschen Kinder am Deutschkurs teil nehmen müssen, seh ich den Gleichheitsgrundsatz verletzt und vor allem entbehrt es jeglicher Verhältnismäßigkeit ein etwas zurückhaltendes Kind in ein Kind in einem Kurs vor Migranten zu stecken.

        Das Kind selber gewinnt dort möglicherweise Freunde, neue Erkenntnisse oder gar Wissen wohl kaum.

        Lass dir die Begründung schriftlich geben und lege dann formal dagegen Einspruch ein. Kannst aber auch vorab beim zuständigen Schulamt vor sprechen und blond anfragen, warum deutsche Kinder in Sprachkurse für Migranten müssen.

        ...und nein...ich würde mein Kind dort nicht hin schicken.
        Auf der Weiterführenden gab es auch so einen Unsinn, wo sogar Kinder mit nur einem ausländischen Elternteil zu so einem Kurs mußten - auch wenn dieser aus Österreich kam oder in frühster Jugend einwanderte. Mein Nachname klingt deutsch - also waren meine nicht erst eingeladen. Den Namen des Vaters habe ich bei der Einschulung nicht angegeben, somit war auch das kein Problem.

        Mancher hat dann klein beigegeben und sein perfekt deutsch sprechendes Kind dort hin gebracht. Das sind aber halt die, mit denen man es immer machen kann, also die Duckmäuser, die nur auf dem parkplatz eine große Klappe haben und beim Lehrer/Schulleitung die Zähne nicht auseinander bekommen.

        Diese Kurse sind für Kinder, wo Bedarf besteht.

        Umgehen kannst du dies unter Umständen, wenn die Kindergartenleiterin dir ein kurzes Gutachten schreibt. Mein Kinderarzt hätte das auch kostenlos verfasst, weil der sich über so einen Blödsinn auch immer aufregte.

        Dein Kind benötigt keinen Integrationskurs. Wenn ja.....verlange das auf jeden Fall schriftlich mit Begründung. Dann sollte das eigentlich vom Tisch sein. Bei der Schuleingangsuntersuchung wird wohl kaum eine Empfehlung dahingehend vorliegen.
        Auch wäre der schulpsychologische Dienst eine Anlaufstelle, weil die entsprechende Tests durchführen können.

        Telefonate oder Gespräche würde ich keine führen. Dies als Rat von jemandem, der 10 Jahre Eltern (und dies sehr gerne)vertreten hat. Dir wird nur das Wort im Munde rum gedreht und versucht dich ein zu schüchtern. Vor allem nicht allein hin gehen. Immer mind. zu zweit oder noch ein Dritter, der ein protokoll führt. Dazu habt ihr das Recht! Wirft man denjenigen, der dies schriftlich fest hält raus, geht ihr ohne wenn und aber mit.

        Letzteres sorgt für erheblichen Unmut, zeigt aber das man es mit euch nicht machen kann.

        Ich würde mich bei dem Gedanken schon nicht wohl fühlen, das mein Kind auf so eine Schule geht, wo die schulleitung nicht mal verinnerlicht hat, worum es in derartigen Kursen eigentlich geht.

        Dein Kind wird sich zu Tode langweilen und das dies die Lernfreude fördert, stelle ich in Frage.
        Wichtig ist aber, das du deinen Groll oder Bedenken nicht vor dem Kind ausdrückst.
        Auch später sollte man nie vor dem Kind über die Lehrerin schimpfen.

        Hallo,

        Bei uns ist es nur verpflichtend die Vorschule zu besuchen, wenn das Kind nicht in der Kita war, um dort eventuell fehlende Sprachkenntnisse nachzuholen.
        Ansonsten übernehmen das die Kitas mit sprachförderung, ein solcher Kurs wäre also gar nicht nötig.

        Nein, ich würde mein Kind dort nicht hinschicken ohne Bedarf, warum auch?
        Kann mir nur vorstellen das die irgendwie ihre Kurse voll bekommen wollen, aber das dies verpflichtend sein soll kann ich mir nicht vorstellen.
        Ich würde da auch ein "ernstes" Gespräch mit denen führen und mich an die Schulbehörde wenden, wenn die nicht mit sich reden lassen.

        LG

      • Hallo,

        Nur weil man deutschstämmig ist und die Muttersprache deutsch ist, heißt es noch lange nicht, dass das Kind perfekt Deutsch spricht. Wenn ich manch "deutsches" Kind samt Mutter sprechen höre#schock..........

        In einem Deutschkurs lernt man nicht nur die Sprache. Dein Kind hat die Chance einen Einblick in den Schulalltag zu werfen, er lernt gleichaltrige Kinder kennen.......!

        Oder hast du Angst, weil Kinder mit Migrationshintergrund ebenfalls diesen Kurs besuchen müssen (nur ein Gedanke, weil du die Privatschule so hervorhebst)#gruebel

        Mir ist das alles zu wirr.

        Dein Kind MÜSSTE rein theoretisch zu dieser Schule und DANN diesen Kurs besuchen?

        Oder gehen die davon aus, er wird in diese Schule gehen und soll diesen Kurs schon JETZT besuchen?

        Meine Meinung? Generell fänd ich das nicht schlimm, gäbe es das in der Schule meiner Tochter... Ich würde es nicht tragisch finden wenn auch sie anwesend wäre UND wenn es nur darum ginge, leistungsschwacheren zu helfen.

        Hallo,

        vielleicht brauchen sie einfach nur einen Blöden, der die Liste füllt, damit die Statistik passt. So wie das mit den Arbeitslosen und den Kursen gemacht wird, damit sie aus der Statistik der Arbeitslosen rausfallen.

        Hallo,

        da ich noch auf der Arbeit bin, kann ich nur kurz antworten.

        Unser Kind soll nicht auf eine private Schule, weil wir den Kontakt zu Kindern mit Migrationshintergrund meiden möchten, dann wäre er auch nicht in seinem jetzigen Kindergarten.

        Wir sind mit dieser Schule einfach nicht zufrieden, ausführen muss ich es nicht, aber es hat nichts mit dem Migrationshintergrund der anderen Schüler & Schülerinnen zu tun, ich denke, dann hätten wir in unserer Stadt auch wirklich ein Problem…

        Der Kurs soll 4 mal in der Woche stattfinden, von 8-10 Uhr, danach müsste er in den ca. 5 Km entfernten Kindergarten. Er wird nicht in diese Schule gehen, deshalb kann ich nicht nachvollziehen, dass er jetzt in einen Kurs gesteckt werden soll. Ich werde morgen zu diesen Termin gehen und mir anhören, was dort gesagt wird.

        • Hallo.

          >>> Der Kurs soll 4 mal in der Woche stattfinden, von 8-10 Uhr, danach müsste er in den ca. 5 Km entfernten Kindergarten. Er wird nicht in diese Schule gehen, deshalb kann ich nicht nachvollziehen, dass er jetzt in einen Kurs gesteckt werden soll. <<<

          Bei uns gibt es diesen Kurs auch in der Grundschule.
          Dieser ist für Kinder, die

          - einen Migrationshintergrund haben
          - andere Probleme mit der deutschen Sprache haben (und das sind dann durchaus auch deutsche Kinder)

          Und ja, ein Kind, dass sehr schüchtern ist, würde hier auch in diesen Kurs gehen soll.

          Der Kurs ging meines Wissens über ein 3/4 Jahr ... und dabei war es irrelevant, auf welche Grundschule die Kinder schlussendlich gingen ... ausschlaggebend war der Wohnort, also dass das Kind zum Einzugsgebiet dieser Schule gehört.
          Und meines Wissens war der Besuch auch verpflichtend.

          Es haben sich dann Eltern zusammengetan, da ja nun nicht jeder bis Kursende von der Arbeit wegbleiben konnte und die Kinder nach dem Kurs ja in den Kindergarten mussten.

          Meine Tochter war nicht in dem Kurs ... ich kann Dir also nur wiedergeben, was ich bei Kindern gehört und gesehen habe, die dorthin gingen.

          LG

          Hallo,

          ich habe von diesem Kursen noch nie gehört, aber wir hier in NRW haben den Delfin Test. Auch da MÜSSEN die Kinder an einem Sprachkurs teilnehmen, wenn sie in diesem Test eine bestimmte Punktzahl nicht erreichen.

          Es gibt drei Stufen: Bestanden, soll noch einmal getestet werden und dann wird entschieden, ob dieser Förderkurs nötig ist und Förderung ist auf jeden Fall notwendig.

          Dumm nur, dass Kinder, die sich total verweigern, automatisch in der letzten Gruppe landen. Mir hat der Kindergarten klargemacht, dass es da kein Rauskommen gibt.

          Auch ich habe mich extrem aufgeregt, weil meine Tochter wirklich sehr gutes Deutsch sprach und spricht und für diesen Kurs einen Sportkurs hätte aufgeben müssen.

          Was mich noch mehr aufgeregt hat, war die Tatsache, dass man die Unterlagen rund um den Kurs nur teilweise mitgegeben hat und ich ein weiteres Blatt nur auf wiederholte Nachfrage erhalten habe. Nämlich genau das Blatt, dass mir erklärte, dass ich einen weiteren Test einfordern kann.

          Genau diesen Test hat meine Tochter dann entspannt und mit einer sehr guten Punktzahl durchgeführt.

          Also mein Rat, mach dich noch mal schlau, ob man dir da nicht auch irgendeinen Schmu erzählt.

          Vier mal die Woche von 8 bis 10 Uhr?

          Ich müsste meinen Job aufgeben, wenn ich meinem Kindergartenkind die Teilnahme an diesem Kurs ermöglichen und es dann um 10 Uhr von der Schule noch in die Kita bringen müsste... #gruebel Oder bringen die die Teilnehmer anschliessend in die Kitas?

      Ich würde die Schule anschreiben, dass Ihr entschieden habt, dass Euer Kind nicht teilnehmen wird und Ihr auch keinen Gesprächsbedarf habt. Und dass Ihr - sollte es hierfür eine Rechtsgrundlage geben, Ihr einen klagefähigen Bescheid erwartet.

      Unglaublich!

      Gruß

      Manavgat

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