Welt-Suizid-Präventionstag

    • (1) 10.09.14 - 20:04

      Hallo
      Da heute am 10 September Welt-Suizid-Präventionstag ist und Suizid leider immernoch ein Thema ist über das viele nicht informiert (und gleich abfällig Kommentare wie z.B. "Menschen um sich in den Stich gelassen",..) sind wollte ich gerade an diesem heutigen Tag die Chance dazu nutzen Menschen aufmerksam zu machen denn auch ich wusste kaum etwas über das Thema bis sich ein mir sehr nahe stehendes Familiemitglied umbrachte..
      Es nehmen sich im Jahr rund 1 Millionen Menschen das Leben und jeder von uns kann irgendwann mit dem Thema in Berührung kommen, ich persönlich habe mich leider erst als wir selbst Betroffen waren richtig informiert was mich im Nachhinein fast schon sauer gemacht hat denn wer weiß, wäre ich besser informiert gewesen hätte ich möglicherweise Anzeichen gesehen und den Suizid verhindern können
      Da es zuviel zu schreiben wären habe ich hier ein paar Links angehängt und hoffe der ein oder andere hat sich die Zeit genommen um sich das ganze durch zu lesen bzw. sich zu informieren

      http://www.agus-selbsthilfe.de/info-zu-suizid/
      http://www.suizidprophylaxe.de/
      http://www.suizidpraevention-deutschland.de/

      Jetzt bitte nicht falsch verstehen, aber WAS soll so ein Tag denn bringen?

      Ein Tag für Menschen, sich mal ein paar Gedanken zu machen, die eine oder andere melancholische Träne darüber zu verschwenden, und sich evtl. als Weltverbesserer zu fühlen, um danach nicht mehr daran zu denken und zum allgemeinen Tagesablauf über zu gehen?

      Sry...ich finde solche "Gedenktage" schlicht und ergreifend dämlich......etwas für Leute die zu viel Zeit haben, und von den Facetten des Lebens selbst REIN GAR NICHTS kennen.

      Du kannst Dich mit dem Thema beschäftigen bis Dir Schleifchen aus den Ohren kommen......trifft es dann im nahen Umfeld zu, ist es IMMER wie ein Tritt zwischen die Beine.

      Und als Mensch der selbst schon vor vielen Jahren sich so sehr "mit dem Thema beschäftigt hat" dass wenn es noch intensiver gewesen wäre, ich dazu heute nichts mehr schreiben könnte, empfinde so einen "Gedenktag" eher als hämisch und ziemlich daneben !

      • Solche Tagen sind dafür da um Aufmerksamkeit auf gewisse Themen zu werfen die sonst an vielen nur vorbei gehen
        Es geht hier nicht um meine persönliche Geschichte und ich bin auch kein fachmensch, anstatt das ich hier einen Ellen langen Text zusammen schreib bei den am Ende noch etwas falsche drin steht hänge ich lieber den Link zu Fachseiten an wo alles abgedeckt wird,es richtig Informationen gibt und wo es auch für den normalen Mensch verständlich ist

        Das hat auch überhaupt nichts mit "melancholischen tränen" zu tun und schon garnicht fühle ich mich als Weltverbesserer, es gibt einfach Themen über die so viel Ignoranz und Unwissen herrscht und das zu ändern ist das Ziel von solchen Tagen

        Falls du das noch nicht wusstest, natürlich gibt es viele Präventionen und Informationstage für etliche Themen aber das heißt doch nicht das nur an dem Tag für das Thema etwas gemacht wird,es gibt Organisation die sich jeden einzelnen Tag mit dem Thema beschäftigen aber wie man an dir merkt erreichen sie leider nicht jeden

        • Du verwechselst Aufklärung und Hilfsangebote mit kleingeistigem Gutmenschentum mit viel Hurraa und Tamtam und selbst auf die Schulter klopfen.

          Ersteres ist wichtig und hilfreich.....das zweite überflüssig und dumm !

          Und um sich mit einem Thema auseinander zu setzen bedarf es meistens dass dafür auch ein Grund besteht....ansonsten bewirkt es nämlich genau das, was so ein "Weltfrauentag"...."Weltkindertag"......"Welttag der geschlagenen Wühlmaus" und von mir aus auch ein "Weltsuizidtag" und anderen Kram.

          Die Leute lesen es....fühlen sich 5 Minuten solidarisch mit irgendwelchen "Betroffenen" verbunden, und dann fällt ihnen ein, dass die Wäsche noch aus dem Trockner muss....und wusch ist alles weg.

          Sehr hilfreich .....

          Schütten wir uns dazu doch noch ein paar Eiswürfel über die Köppe, und freuen uns, was für gute Menschen wir sind....wir haben doch überall die Möglichkeit, uns Informationen einzuholen.

          Wo ist das Kotzurbini wenn man es braucht..............

          Wichtig ist die Hilfe AN SICH wenn man sie braucht......und nicht ein Tag der darauf hinweist, was alles passieren kann.

          Was haben wir morgen?

          Den "Kinderhunger in Timbuktu Tag" bei MC Doof? Zu jedem Burger bekommen sie ein Bild von einem verhungernden Kind zum einkleben ins Sammelalbum? Sry.....das war mehr als geschmacklos.....aber das selbe gilt in meinen für solche "Aktionstage" wie weiter oben genannt !

          • Schon 5 Minuten Aufklärung (ob das lesen,tv Bericht,..ist ist egal) können Ignoranz und Unwissen in wissen umwandeln

            Es muss nicht jeder über alles super informiert sein, das geht ja auch garnicht, aber es spricht doch nichts dagegen über gewisse Themen ein Grundwissen zu haben und das Thema Suizid ist eben etwas das alle Menschen hier mehr betrifft als dein Beispiel
            Es muss ja wie gesagt niemand super über alles informiert sein aber gerade beim Thema Suizid ist es für viele so das sich die betroffenen "es einfach machen" und "alle um sich herum im stich lassen" und das ist etwas das aus dem Kopf der Leute muss denn es ist einfach nicht wahr
            Präventionen und Aktionstage kann man als unnötig sehen,sie erreichen trotzdem Menschen
            Es gibt vieles im Leben das man nicht "braucht" aber es kann helfen also wieso nicht ?

            • <<<Schon 5 Minuten Aufklärung (ob das lesen,tv Bericht,..ist ist egal) können Ignoranz und Unwissen in wissen umwandeln>>>

              Falsch.

              Erstens ist es keine "Ignoranz" (übrigens sehr überheblich von Dir !) wenn man sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt hat, weil es durchaus Menschen gibt, die mit der Thematik durch ein völlig intaktes Umfeld noch nicht in Verbindung gekommen sind, und "5 Minuten oberflächliche Aufklärung" kann Unwissen eher in gefährliches Halbwissen verwandeln.

              Solange Menschen noch kommunizieren dass sie Hilfe brauchen......egal in welcher Form, kann man ihnen auch helfen.

              Im Fall von geplantem Suizid ist es anders....und KEIN ANDERER MENSCH wird es merken, wenn sich jemand WIRKLICH dazu entschlossen hat, weil die Kommunikation dann wegfällt....kein "Hilferuf" in irgendeiner Form......sondern eher eine tiefe Ruhe, weil man endlich weiss was man tun kann/wird.....

              Klar...hinterher erkennt man als "Betroffener Hinterbliebener" plötzlich überall Anzeichen, und fängt vielleicht sogar an, sich Vorwürfe zu machen, weil man "Nichts gesehen und nichts getan" hat, aber was bitte, soll da so ein "Infotag" ausrichten....wo soll er helfen.....was soll das bringen?

              Es mag viele Bereiche geben, wo Prävention und Information nützlich sind.....aber NICHT hier !

    Hallo,

    " was mich im Nachhinein fast schon sauer gemacht hat denn wer weiß, wäre ich besser informiert gewesen hätte ich möglicherweise Anzeichen gesehen und den Suizid verhindern können"
    Dann musst du dich wohl noch besser informieren. Einen echten Suizid kann man fast gar nicht verhindern, wenn dann ist es mehr oder weniger Zufall. Der Soizid findet in den stabilen Phasen statt, diese kann man nicht von den anderen stabilien Phasen unterscheiden.

    Gruß Karin

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