Frust: Urlaub is vorbei wer noch

    • (1) 11.09.14 - 22:20

      :-(Hallo,

      hatte heute meinen 2. Arbeitstag nach 3-wöchiger Abwesenheit. Muss dazu sagen dass ich meine Arbeit ok und sinnvoll finde, ich habe nette Kollegen, so weit alles gut.

      Trotzdem bin ich total frustriert weil: mein Tag wieder komplett fremdgesteuert ist - obwohl so ganz stimmt das nicht, aber dieses äußere Korsett 9 Stunden irgendwo sein zu MÜSSEN macht mir zu schaffen.

      Und dann denk ich mir auch es gibt so viele schönere Flecken Erde an denen man leben könnte als HIER, aber hier ist halt alles, was mich und meine Kinder ernährt... Ist jetzt auch nicht so dass ich einen spektakulären Urlaub in einer Traumlandschaft hatte, aber ich war am WASSER, jeden Tag Himmel,Wolken, Gerüche. Meine Tochter hat mich im Urlaub öfters gefragt: worüber lachst du - hab gar nicht gelacht, sah wohl nur zufrieden aus. Eine Urlaubsbekanntschaft sagte mir: du siehst immer so heiter aus... Das sagt mir hier niemand!!!

      Ich beneide alle Menschen, die in landschaftlich schönen Gegenden leben wie in den Bergen, an der Küste etc. Das macht das Leben soviel schöner!!! Nicht dass man da keinen Ärger hat aber ich bin ganz sicher dass man ihn leichter hinter sich lassen kann. Und es macht schon nen Unterschied ob ich nach der Arbeit mit dem Hund durch die Fußgängerzone latsche oder am Strand entlang!

      Zugegebenermaßen hält man sich im Urlaub ja auch eher an den schönen Orten des Urlaubslandes auf, aber der Supermarktparkplatz in der Mittagspause hat mir grad den Rest gegeben...

      Wem gehts auch so und was tut ihr dagegen?

      Je älter ich werde desto eher verstehe ich Auswanderer...

            • Typisch... Es wird gleich die finanzielle Situation angesprochen.

              Nein, ich bin nicht neidisch auf den Urlaub an sich, obwohl ich es mir sehr schön vorstelle und es ihr auch nicht missgönne. Aber diese Unzufriedenheit, dass man einen Urlaub im Alltag nicht nachklingen lassen kann...
              Glaubst du, Reiten ist Erholung, wenn ich, sobald ich auf der Arbeit bin, gleich denke "Boah, jetzt wieder neun Stunden Fremdbestimmung"? Es ist auch nicht so, dass ich mich von Reitphase zu Reitphase hangle, sondern das Gefühl mit in den Alltag nehme... Ich verstehe, dass man traurig ist, wenn der Urlaub vorbei ist, aber das ist so unverhältnismäßig und forciert.

              Und, das kannst du nicht wissen, kann man, sobald man die Grundgangarten einigermaßen sitzen kann, sich eine Reitbeteiligung suchen, unter Umständen sogar kostenlos. Das heißt, wenn man zufrieden ist, dass man die drei Grundgangarten sitzen kann und sonst einfach mit dem Pferd entweder nach Buch/ Video/ mit Hilfe von Besitzerin oder Stallfreundinnen arbeiten will, ist reiten nicht teuer. Auch die Ausrüstung ist bezahlbar.

              Ich habe zwar zweimal wöchentlich Unterricht, da ich einen gewissen Ehrgeiz an sportlichen Leistungen habe, aber du hast Recht, Urlaub am Meer kann ich mir durchaus auch zusätzlich leisten, nur was das nie die Frage.

              Meine Bemerkung "es wäre schön..." könnte man von mir aus auch aus dem Beitrag streichen, da es offenbar missverständlich war.

          Nein, es ist dich einfach lächerlich! Anstatt den Urlaub nachklingen zu lassen, die Erinnerungen zu genießen, wird prompt gejammert.

          Deutschland ist kein hässliches Land und hat ebenso ganz schöne Flecken. Warum man nicht den Blick auf die positiven Seiten im Alltag richten kann, ist mir ein Rätsel, gerade in unseren luxuriösen Industrienationen. Außer, du bist schlichtweg überfordert, das ist natürlich ein Problem.

          Du wirst, solange du in Deutschland leben willst und einigermaßen deinen Standart aufrechterhalten, immer eine gewisse Fremdbestimmung haben, ob als Angestellte, Selbstständige oder Arbeitslose.

          Du hattest einen wunderschönen Urlaub, es sei dir gegönnt! Aber wenn es Alltag wäre, sähe die Situation auch anders aus... Darum ist es ja Urlaub. Die Menschen, die an den schönen und weniger schönen Flecken der Erde glücklich sind, sind es aufgrund der inneren Einstellung und weil sie die Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachten und gegebenenfalls ändern.

          Ich wette, drei Monate am Meer und du würdest dich über die langweilige Weite beschweren.

          • So sehe ich es auch...
            in meiner "Südamerika-Zeit" habe ich einige Deutsche, Schweizer und Österrecher kennengelernt. Nur wenige waren richtig glücklich. Geld haben dort (fast) alle Auswanderer, aber das macht einen nicht glücklich, wenn man sich nicht auch über kleine, selbstverständliche Dinge freuen kann... spätestens 2 Monate nach Auswanderung verliert man die rosarote Brille und dann fangen die Meisten an zu jammern, rumstreiten, rumheulen...
            Aaaalso Leute geniesst die 2 Wochen Urlaub und habt wunderschöne Erinnerungen. Und wenn der Alltag so beschissen(sorry) ist, dann kann man sich ein anderes Örtchen suchen, an dem man glücklich wird. Blöd ist nur, dass es kein Land gibt, wo es Geldregen gibt ;-), also bleibt das Problem mit der Arbeit trotzdem und der Teufelskreis wird nie enden...

          Nirgends habe ich geschrieben dass Deutschland ein hässliches Land sei. Mir ist sehr wohl bewusst dass es hier schöne Ecken gibt, manche davon kenne ich sogar. Nur leider lebe ich aus bestimmten Gründen gerade hier, wo ich jetzt lebe und das ist nicht unbedingt das schönste Fleckchen Erde, auch wenn es auch in meiner Region Orte gibt, an denen ich mich gern aufhalte.

          Und ich persönlich weiß ganz sicher, dass ich einfach glücklicher bin, wenn die Sonne scheint und der Blick unversperrt ist - egal was man gerade zu erledigen hat.

          Andererseits weiß ich auch, dass es für mich wesentlich schlimmere Orte zum Leben gäbe - bin zum Beispiel überhaupt kein Fan von Millionenstädten. Und war letztes Jahr sehr zufrieden als ich aus einer solchen wieder zurückkam.

          Dennoch glaube ich im tiefsten Innern, dass ich jemand bin, der ans Meer gehört.

Ja, Himmel wo lebst du denn?

Im Grunde kenn ich aber das Gefühl.

ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen, mein Vater kommt aus Ostfriesland und jedes Jahr waren wir an mehrmals an der Küste, er war wie ein anderer Mensch dort.

Jetzt im Sommer waren wir in Bayern, das ist ja Naturkick pur.

Wir leben jetzt nach vielen Jahren in einer Großstadt in einem Vorort, und ich hänge immer noch meinen Cafés, Bio Gemüseläden und alternativen DIY Läden nach.

Wenn aber meine Kinder von draußen rein kommen und mir von Spinnennetzen und Libellen berichten bekomme ich wieder die Kurve und erkenne wie geil hier die Natur ist.

Kajak fahren, wandern, Stockbrot backen.

man kann sich dieses Gefühl auch nach Hause holen, wenn man will.

  • Wo ich lebe?

    In einer Region die -quadratisch, praktisch, gut ist.

    In der du richtig lange fahren musst, wenn du keine Autobahn, keine Bahnschienen und keine Hochspannungsleitung sehen willst...

    Und das ist es, was mir hier auf den Sack geht. Immerhin haben wir (noch) keine Windräder, die würden den Gesamteindruck aber richtig schön abrunden...

hallo!

Klar, so hätte man jeden Tag "Urlaub", aber ich glaube das ist wie mit Geld: wenn man zu viel hat, ist es auch irgendwann nicht mehr gut genug ;-)

Ein Beispiel:
Die Tante meines Mannes lebt seit 30 Jahren in Californien. Zwar nicht am Meer, aber nur 30 Minuten entfernt. Könnte also eigentlich nicht schöner sein.
Und was ist? Sie vermisst oft das nasskalte Wetter #schock

Also Kopf hoch und auf den nächsten Urlaub freuen #sonne

LG
sonntagskind

Hi

Ich verstehe dich vollkommen !!!

Ich fange am Sonntag wieder an zu arbeiten nach dem Urlaub und habe überhaupt gar keine Lust.

Auch ich liebe eigentlich meine Arbeit und freue mich schon auf die Kollegen, aber die Ferien waren soooooo schön.

Scheißwetter und keine Reise in den Süden, sondern einfach nur in den Tag leben, ausschlafen, keine Termine....es war herrlich und ich fühlte mich so frei, so fröhlich, so ausgeglichen...wunderbar#verliebt

Unser Alltag ist sehr hart getaktet, sehr stressig und voll und das ist auch leider nicht zu ändern derzeit. Da weiß ich schon, wie fertig ich in zwei Wochen wieder bin.

Mir gehts gar nicht um die Gegend, das Wetter oä, einfach dieser ständige Druck was noch alles zu erledigen ist, Termine ect...

Die Kinder hatten jetzt in der ersten Schulwoche wieder ettliche Zettel dabei, was ansteht an Veranstaltungen, was noch zu besorgen sei für geplante Projekte ect und ich denke einfach: Oh Mann, geht das wieder los#schmoll

Ich hätte gerne einfach noch ein bisschen länger dieses unbeschwerte Ferien-/Urlaubs-Leben, also ich kann Dich verstehen.

LG#klee

Hallo

Klar ist es im Urlaub schön, so sollte es ja auch sein. Trotzdem nehme ich mir hier meine Auszeiten.

Meine Arbeit, na ja lassen wir das Thema . Da sind gerade alle sowas von unzufrieden.

Der Chef spart gerade am Personal und dadurch machen die vollzeitkräfte doppelschichten und ich mit meinen 12,5 Stunden komme auch nicht mehr klar. Wollte die Stunden erhöhen will mein Chef nicht. :-[

Guck mich schon anderweitig um.

War das mal schön da lange ist es her.:-(

Lg

Hallo,

wir machen es so. Lange und Kurze Urlaube während des ganzen Jahres.

Daher gilt für mich immer: nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.
Wir waren jetzt 3 Tage in Berlin, Freitag hin, Sonntag zurück. Leben in Ba-Wü.
Nächsten Monat geht es für einige Tage nach Südtirol.
Und im Dez/Januar sind wir in Malaysia und Thailand.

Daher ist für mich immer bald Urlaub.

Lieben Gruß Maux

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