Vorladung bekommen wg Verletzung der Fürsorgepflicht

    • (1) 25.09.14 - 16:52

      Hallo.

      Ich habe heute eine Vorladung zur Polizei bekommen. Aber erst kurz zur Vorgeschichte.

      Am 02.08., also vor fast 2 Mo., ist mein Sohn (fast 4) aus dem Fenster in 5 Meter Höhe gefallen. Ich hatte kurz vorher das Fenster im Schlafzimmer aufgerissen weil ein Gewitter aufzog und es sich endlich abkühlte. Mein Sohn wusste dass er nicht ans Fenster darf wenn es aufsteht. Und bis zu diesem Tag (und auch jetzt danach) war und ist das nie ein Thema. Jedenfalls waren wir gemeinsam im WoZi und er spielte auf dem Fußboden. Ich bin kurz ins Bad. In der Zeit ist er ins Schlafzimmer geflitzt aufs Fensterbrett geklettert und weg war er. Dazw lagen ungelogen ungefähr 30 Sek. (Kurz zw.durch zur Erklärung: später erzählte er mir dass er es im WoZi hat blitzen sehen und das wollte er genauer sehen und ist daher ins Schlafzimmer. Im Fenster haben wir ein Fliegengitter mit Rahmen und dagegen lehnte er sich und dachte es hält ihn.) Jedenfalls lag er dann unten im Garten. Ich rief dann sofort den Rettungsdienst da er auch noch Bluter ist und er bei Verletzungen umgehend seinen Gerinnungspräparat bekommen muss. Ich kann ihn leider nich nicht selber spritzen. Mein Mann trug ihn dann wieder nach oben und legte ihn ins Bett. Er war die ganze Zeit bei Bewusstsein und klagte lediglich über seine leicht aufgeplatzte Lippe. Naja lange Rede kurzer Sinn. Nach 3 Tagen im Kkh konnten wir wieder nach Hause. Meine Sohn hatte sich nichts (NICHTS) getan. Ich hatte ein mega schlechtes Gewissen weil das nicht hätte passieren dürfen war dann aber umso erleichterter, dass er nichts abbekommen hatte. An dem Abend als es passierte stand auch die Polizei vor der Tür und nahm meine Daten auf. Die wurden automatisch mit angefordert da es ja hätte sein können dass ich meinen Sohn absichtlich aus dem Fenster geworfen habe. Die waren auch sehr nett und meinten noch ich solle mir nicht allzu große Vorwürfe machen. Es gibt Dinge die passieren einfach. Nur ein kleiner Trost, aber in dem Moment tat es gut. Jedenfalls stand dann ein paar Tage später auch das Jugendamt vor der Tür. Die wurden automatisch von der Polizei informiert und mussten sich nun ein Bild von mir und meinen beiden Kindern machen. Alles gut, ich fand das auch total in Ordnung und hatte ja auch nichts zu verbergen. Ich hab denen alles so geschildert, denn außer, dass ich für einen Moment nicht hingesehen habe, hatte ich mir nichts vorzuwerfen. Die haben dann vom JA brav ihr Protokoll geschrieben. Hab noch gefragt was noch kommen könnte. Die meinten dann, dass von denen keine Bedenken wg Kindeswohlgefährdung bestehen und dass es eben ein dummer (wenn auch vermeidbarer) Unfall war und sie dies so an die Polizei weitergeben. Für mich war die Sache dann erledigt.

      Wir waren jetzt zw.zeitlich auch öfter beim Arzt wg der Spritzerei und der Unfall war auch gar kein Thema mehr. Heute nun bekomme eine offizielle Vorladung als Beschuldigte wg Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht. Der Termin ist erst in 2 1/2 Wo. Am liebsten würde ich gleich morgen fahren um das endlich abzuschließen, aber telefonisch erreiche ich heute dort niemanden mehr.

      Das wühlt mich jetzt echt schon wieder auf, weil wir damit echt schon abgeschlossen haben. Gottseidank ist nichts passiert und dann kommt 2 Monate später noch ne Vorladung!

      Kann mir viell jmd sagen warum das so ist? Ich bin davon ausgegangen, dass nichts mehr kommt, da ja vom JA ein positives Feedback kam. Warum kommen die erst jetzt? Ich hab doch nichts weiter falsch gemacht, also keine Termine versäumt usw.

      Sorry, dass es so lang geworden ist. Aber das tut meiner Seele grad nicht gut.

      LG
      nineeleven

      • Hallo,

        Erstmal tut es mir leid was euch da passiert ist, ein Glück das nichts passiert ist!!
        Es ist wirklich furchtbar wie schnell sowas geschieht, wir hatten auch schon so einige "kleinere" Unfälle und ich kenne es wie schlecht man sich dann hinterher fühlte, sich vorwürfe macht etc.

        Was mir dazu einfallen würde,gibt's in der Nachbarschaft oder im näheren Umfeld jemanden der dich angeschwärzt haben könnte? Manchmal fragt das Jugendamt dort ein wenig umher, nach sowas.
        Ich hatte mal einen Unfall mit einer schweren Hantel die ich grad weglegen wollte und mein Sohn (damals ca. 3 Jahre) ist volle Kanne dagegen gerannt, ich stand so unter schock das ich es selbst irgendwie nicht fertig gebracht hatte den Krankenwagen zu rufen, das hat dann meine Mutter übernommen.
        Als die hier ankamen war ich mit meinem Sohn allein und hinterher musste ich mich auch sehr dafür rechtfertigen warum ich zwar beim Unfall dabei war, aber jemand anderes den Krankenwagen bestellt hat.
        Meine Mutter musste dann auch nochmal bestätigen das sie das übernommen hat weil ich nicht in der Lage war und nicht weil sie davon ausging das ich ihm das Ding selbst übergebraten habe.
        Ich hatte damals auch fest damit gerechnet das das jungendamt nochmal vorbei kommen würde, dies geschah aber nicht.
        Ich kann mir aber vorstellen das sowas kommt wenn irgendjemand nochmal was meldet.
        Braucht ja nur mal zu sein weil jemand sich beschwert das man zu laut mit den Kindern schimpft oder was weiß ich.
        Würde mir hier aber expertenrat zu Rate holen und nochmal hinterfragen was das soll.

        Tut mir jedenfalls wirklich leid das du nun so einen Mist noch durchmachen musst, als wäre so ein Unfall nicht schon strafe genug :-(

        LG

        • Hallo.

          Erstmal danke für deine Antwort.

          Auf dem Schreiben steht direkt drauf, dass es sich um den Vorfall vom 02.08. mit Uhrzeit handelt. Also alles andere schließe ich daher aus, zumal unsere nä Nachbarn ein Stück weit weg wohnen. Naja werd ich wohl durch müssen. Ich werde morgen trotzdem nochmal anrufen und fragen ob man den atermin nicht vorverlegen kann. Ich vermute schon, dass es wohl nur eine reine Formsache ist. Aber warum kommen die erst jetzt? Wenn wirklich eine Kindeswohlgefährdung vorliegen würde hätte ich ihn ja in der Zwischenzeit nochmal was antuen können.

          LG und danke nochmal.

          • Klar bezieht sich das auf den Unfall, aber manchmal steht ja doch irgendwas in den Akten vermerkt von dem man gar nichts weiß,weil irgendjemand stänkern muss oder eben berechtigte Sorge hat (meine ich jetzt nicht auf dich bezogen).

            Aber andere sagen hier ja auch das es reine Formsache ist, dann ist das wohl so.
            Vielleicht kommt es so spät weil die viel um die Ohren haben und deine Sache nicht als soooo dringend abgestuft wird.
            Hätte das JA Verdacht gegen dich gehabt wäre es vielleicht schneller gegangen.
            Bei einer Bekannten meiner Schwester ist das gleich vor einigen Jahren passiert, hier scheint es nicht gang und gebe zu sein das es zu einem Verfahren deswegen kommt, dabei hatte das Kind leider um einiges mehr davon getragen.

      Hallo,

      ach Du Schreck, so schnell kann's gehen! :-(

      Ich bin zwar keine Expertin, aber ich glaube, die Vorladung ist der übliche Weg nach einer derartigen Geschichte.

      Meiner Mutter erging es vor zig Jahren (bei einem ähnlichen Vorfall) auch so. Im Prinzip eine Formsache, um die man nicht herumkommt.
      Augen zu und durch!

      LG
      Karin

      Da hattet ihr bestimmt eine Riesenschreck #schwitz

      Aber ich glaube auch, das ist nur Formsache, die müssen der Sache nachgehen und sich deine Geschichte genau ansehen. Es könnte auch was Schlimmeres dahinter stecken und sie müssen es prüfen.

      Mein Schwager hat meine Nichte mit dem Auto aus Versehen überfahren als sie 3 Jahre alt war #schock

      Da kam der Notarzt und musste natürlich auch die Polizei einschalten. Der Vater bekam eine Anzeige, auch Formsache, er wurde befragt und hat geschildert wie es geschehen ist und die meinten schon, die Anklage wird zu 99% fallen gelassen.

      So war es dann auch. Es hatte keinerlei Folgen. Aber man muss solchen Dingen eben nachgehen.

      Alles Gute #klee

    • Hi!

      Da habt ihr aber Glück gehabt, dass nichts weiter passiert ist!

      Die Vorladung hat mit dem Jugendamt nichts zu tun.

      Die Polizei schreibt ihren Bericht und es wird entschieden, ob öffentliches Interesse an der Verfolgung des Vorfalls besteht. Dann kann es eben sein, dass die noch mal ermitteln.

      Das ist ähnlich wie bei Autounfällen. Wenn du bspw. mit einer Freundin Auto fährst, sie einen Unfall baut (gegen einen Baum fährt) und du eine Beule hast und kurz ins KH gehst, dann nimmt die Polizei das auf. Ist ja eigentlich nix Wildes. Trotzdem könnte dann bei deiner Freundin wegen Körperverletzung ermittelt und sogar eine Anklage vor Gericht gestellt werden.

      Ich denke, bei dir ist jetzt das Prozedere ähnlich.

      Alles Gute!

      Hallo nochmal.

      Erstmal schon danke allen die geantwortet haben und evtl noch antworten werden.

      Also mir ist schon irgwo klar, dass die Polizei noch einen Abschluss für deren Akten braucht. Ich finde es trotzdem extrem blöd, dass jetzt erst was kommt, wo wir eig echt schon damit abgeschlossen haben. An sowas möchte man eig nicht mehr erinnert werden bzw das Ereignis im Kopf soweit nach hinten schieben, dass es fast schon nicht mehr wahr ist. Letztenendes hatte das ganze ja keine Folgeschäden hinterlassen, so dass das Abhaken relativ schnell und gut gelang.

      Aber wenn du jetzt auf einmal eine Vorladung in den Händen hälst, wo man dich als "Beschuldigte" betitelt, puh, das wühlt alles wieder auf. Ich fühle mich grad so an die Wand gedrückt, als habe ich wirklich ALLES falsch gemacht. Und mich ärgert, dass der Termin soweit im Voraus liegt. Mir wäre es lieber, wenn das ganze endlich komplett erledigt ist.

      Also danke nochmal für alle Antworten.

      nineeleven

      • Hallo!

        ich kenne dieses Gefühl des wiederaufreißens einer Wunde.
        Ich hatte, als ich schwanger war und das Herz des Babys schlug, gleich beim Arbeitsamt bescheid gesagt.
        1 Wochen später war es tot. Auch das gab ich sofort weiter.
        6 Wochen später kommt ein Brief, ich solle doch endlich den Entbindungstermin des Kindes bekannt geben, sonst würden mir Leistungen versagt werden.

        Das hat mich tierisch runtergezogen. Das hat alles noch mal aufgerissen, dabei hatte ich schon damit abgeschlossen. (Ich hatte hier die möglichkeit, die sachbearbeiterin zur Rede zu stellen und sie entschuldigte sich bei mir- sie hatte es übersehen, dass ich nciht mehr schwanger war.)

        Diese ganzen Sachen sind einfach Formsachen. Sie sind teil einer maschinerie, die keine Emotionen kennt.
        Vor 8 Jahren war ein ganz fürchterlicher Unfall im Radio. Da hatte ein Vater nachts seinem Baby die Flasche gegeben. Er hatte es auf ein Kissen gebettet und ist beim Flasche-geben eingeschlafen. Das Baby kullerte von seinem Arm, landete mit dem Gesicht auf dem Kissen und starb.
        Dass die Eltern vor Gericht standen war für mich absolut unfassbar.
        Sie wurden natürlich frei gesprochen.

        Einfach nur eine dumme Maschinerie.

        Liebe Grüße
        Faltblatt

    hallo!
    ich denke auch, das gehört einfach zum prozess/ablauf bei einem solchen fall dazu!
    aber ehrlich gesagt, kann ich jetzt kein großes mitleid mit dir haben!

    klar, es ist nix passiert, aber es hätte etwas passieren können! es haben sich schon menschen bei weitaus weniger hohen höhen verletzt! bzw hättest du, würdet ihr im 4. stock leben, auch so gehandelt?
    du solltest die sache einfach nicht verdrängen und so schnell wie möglich abhaken, sondern dir gerade immer wieder ins gedächtnis rufen und deine konsequenzen daraus ziehen!
    und ich sage das nicht, um dich zu beschuldigen oder so, sondern darum, weil ich schon beim lesen mir auch meine gedanken mache und überlege, ob ich in der hinsicht genug aufpasse! wir wohnen im eg, aber auch da kann es blöd zugehen.
    also, nimm diesen termin nicht als beschuldigung, sondern als konsequenz aus deinem unbedachten handeln.
    lg julia

    • Hallo.

      Ich kann deine kritischen Worte schon verstehen. Aber denke bitte nicht, dass ich damit sorglos umgehe bzw. umgegangen bin.

      Mir ist bewusst, dass schlimmeres hätte passieren können, zumal mein Sohn diese Bluterkrankheit hat. Aber was soll ich jetzt machen? Die Fenster bleiben jetzt zu, solange er alleine im Zimmer ist, das ist klar. Aber ansonsten kann ich nichts mehr ändern.

      >>>hättest du, würdet ihr im 4. stock leben, auch so gehandelt?<<<

      Wie hab ich denn in deinen Augen gehandelt? Ich habe mir genug Vorwürfe gemacht, als ich im Kkh neben meinem Sohn stand, der vollnarkotisiert und mit Beatmungsschlauch, mehreren Flexülen, Magensonde usw. verkabelt war. Das alles waren nur reine Vorsichtsmaßnahmen um ihn ruhig zu halten, sollte er innere Verletzungen haben. Umso froher war ich, als es hieß, er hat nichts und er müsse jetzt nur noch aus der Narkose aufwachen. Soll ich nun jeden Tag weinend durch die Gegend laufen? Nein, daher habe ich es eben abgehakt als schlimme Erfahrung, die ich nicht mehr brauche. Ich habe meine Konsequenzen daraus gezogen.

      Ich weiß nicht ob du Kinder hast, da ich nicht in jede Visitenkarte schaue. Aber ich nehme mein Kind weder an die Leine, noch bin ich permanent in Blickkontakt mit ihm. Auch sollte es möglich sein, dass er eine zeitlang alleine oder mit seiner Schwester sein kann, während ich im Bad oder Küche bin.

      Du sagst ja selber, dass es selbst im Erdgeschoss schon blöd zugehen kann. Kleines Beispiel: Vor zwei Wochen ist er ungelogen über eine Grasnarbe gestolpert und mit dem Kopf und dem Knie auf Pflastersteine geditscht. Ergebnis war ein aufgeschürftes Knie und eine fette Beule auf der Stirn. Mein Mann stand grad mal einen Meter daneben und hat es genau gesehen. Was dagegen tun und es verhindern konnte er nicht. DAS hat uns dann zwei Arztbesuche und zwei Spritzen mehr eingebracht.

      Von daher bin ich froh, dass beim Fenstersturz nichts weiter passiert ist und daher habe ich den Unfall als solches und die Rennerei mit Krankenhaus und Jugendamt abgehakt. Dass ich den Sturz selber abtue, das stimmt nicht. Ich habe daraus meine Lehren gezogen.

      Mich nervt einfach dieser bürokratische, in die Länge gezogener Weg, dass jetzt nach acht Wo wieder was neues kommt. Wäre ich wirklich so eine grauenvolle Mutter, die sich sagt, "scheiß drauf, ist beim letzten Mal gutgegangen, wird schon wieder gutgehen" dann hätte schlimmeres passiert sein können und für das Kind wäre es viell zu spät gewesen.

      Und PS: ich wollte sicher kein Mitleid!

      • Hallo!
        Ja, ich habe zwei Kinder, drei und ein Jahr, beide klettern gerne! Ich bin auch keine übervorsichtige Mutter und ernte auch ab und an böse Blicke dafür!
        Ich sage ja, dein Beitrag gab auch mir zu denken!

        Ich wollte dich auch nicht noch mehr fertig machen, sorry!
        Aber die Geschichte, die du hier erzählst ist deine Version (ich glaube dir, darum gehts mir nicht), aber die Behörden müssen diesen Dingen nachgehen! Dazu sind sie verpflichtet und das ist auch richtig so. Die müssen das ordentlich abhandeln und verhindern, das es wieder passiert bzw abchecken ob ein Risiko besteht, dass es wieder passiert, weil du zb Jemand bist, der sein Kind öfter unbeaufsichtigt lässt.
        Klar, das bist du sicher nicht, aber es könnte so sein. Ist ja kein persönlicher Angriff gegen dich! Man muss das immer im Sinne des Kindes sehen, denn als solches ist es gedacht (mal vom Bürokratiewahn abgesehen)!
        Alles Gute für deinen Kleinen!
        lg Julia

(13) 26.09.14 - 10:25

Hallo,

ich kann Dich verstehen. #liebdrueck

Wir hatten vor vier Jahren eine ähnliche Sache, die aber noch viel mehr ausgeartet ist, und ich fange heute noch an zu zittern, wenn ich mich damit befasse.

Man hat nichts getan (Wir hatten tatsächlich gar nichts falsch gemacht.) bzw. hat mal einen Moment lang nicht aufgepaßt (Was allen Eltern mal passiert. Das geht gar nicht anders mit Kindern.) und macht sich schon selbst fertig. Und dann kriegt man noch mit Polizei, Jugendamt und u.U. noch dem Gericht zu tun, und fühlt sich wie ein Schwerverbrecher.

Nach unseren Erfahrungen würde ich Euch auf jeden Fall zu einem Anwalt raten, selbst, wenn die Sache wahrscheinlich fallen gelassen wird. Aber lieber auf Nummer sicher gehen, als nachher in großen Schwierigkeiten stecken.

Unser Anwalt und mein Cousin (Polizist) haben uns z.B. damals geraten, gar nicht zu der Vorladung der Polizei hin zu gehen. Man muss nämlich als Beschuldigter nichts dazu sagen. Wenn man Pech hat, drehen die einem nur das Wort im Mund herum und man ist nachher erst richtig verdächtig.

Außerdem würde ich mich nochmal beim Jugendamt erkundigen, ob die tatsächlich weiter gemeldet haben, dass keine Kindeswohlgefährdung besteht. Wir haben mit denen nämlich ganz, ganz schlechte Erfahrungen bezüglich Wahrheitsverdrehung und deren vorrangigem Bestreben selbst gut dazustehen, gemacht.

Wenn die Vorgesetzte von Eurer Sachbearbeiterin meint, dass doch eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, obwohl sie nicht bei Euch war, dann wird die Sache trotzdem in Gang gesetzt.

Das kann einfach nur daran liegen, dass sie in letzter Zeit bei einer anderen Familie nicht reagiert haben und sich das dann als verkehrt heraus gestellt hat, und muss überhaupt nichts mit Euch persönlich zu tun haben.

Ganz liebe Grüße

Heike

Hallo,

ich hatte einen schweren Autounfall.
Hinterher wurde mittels diversen Gutachtern zweifelsfrei festgestellt,
dass ich Schuld hatte.

Meine Tochter (damals 2,5 Jahre) saß mit im Auto.

Auch ich wurde hinterher der fahrlässigen Körperverletzung angezeigt.
Darunter war auch die Körperverletzung an meinem Kind.

Der Fakt ist:
Ich habe mein Kind verletzt, genauso, wie du deine Fürsorge- und Aufsichtspflicht in dem Moment verletzt hast.
(Absicht oder Fahrlässigkeit oder was auch immer, wird ja dann erst im evtl. stattfinden Prozess beurteilt)

Grüße

Ist das eine Vorladung von der Polizei oder vom Gericht?

Vorladungen von der Polizei sollte man ignorieren oder nur mit Anwältin wahrnehmen. Da passiert übrigens nichts, wenn man nicht hingeht. Du hättest Dich auch weder beim Jugendamt noch bei der Polizei zur Sache äußern müssen.

Gruß

Manavgat

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