Erwarte ich zuviel vom Leben

    • (1) 08.10.14 - 13:36

      Hallo ihr lieben :-D

      Ich hatte gestern meinen 31 Geburtstag und habe mir Gedanken zu meinem bisherigen Leben gemacht bzw wie es in der Zukunft weiter gehen soll.

      Zu mir als Person: ich bin 31 Jahre, habe 2 Kinder ( 5 und 2 Jahre alt) bin verheiratet ( mein Mann arbeitet Vollzeit er bekommt 2200Netto raus, er hat ein Auto) ich bin verzweifelt auf der Suche nach einem Job aber mich will keiner haben weil ich zu unflexibel mit den Kindern wäre dabei habe ich meine Schwiegermutter in der Nähe Tante und Onkel,sind auch in der Nähe + eine Freundin die jederzeit einspringen kann, der große ist im Kindergarten aber das zählt wohl alles nicht. Ich würde auch Puzten gehen! Gelernt habe ich Arzthelferin aber mich will einfach keiner haben:-(

      Ich möchte doch nur ein normales Leben ohne Geldsorgen, auch wieder ein eigenes Auto vielleicht ein eigenes Haus und einen Job. Ist das in der heutigen Zeit zuviel verlangt???

      Verlange ich zu viel vom Leben?

      @ an alle die keine Geldprobleme haben, wie habt ihr das geschafft, könnt ihr mir Tipps geben was ich falsch im Leben mache, ich weis echt nicht weiter.
      Sorry fürs jammern ich bin heute einfach so fertig mit den Nerven. Sorry
      Lg pur

      • Hi,

        je nach dem, wo man wohnt, sind Teilzeitstellen fast unmöglich zu bekommen. Mein Mann ist jetzt fast 12 Jahre wegen unserem Sohn zu Hause und würde auch gerne 20-25 Teilzeit arbeiten. Bei uns in der Eifel nicht zu finden - schon gar nicht, wenn dabei "was hängen bleiben soll". Eine Halbtagsstelle, für die er 40km einfach fahren muss, rechnet sich einfach nicht. Deshalb verteilt er in unserem Ort die Zeitung (insgesamt ca 400€)

        Aber: wir haben mit Kindergeld, meinen VZ-Einkommen und dem Einkommen meines Mannes etwas weniger als ihr an Nettoeinkommen. Trotzdem haben wir ein Haus (gut, Eifel ist billig - und Dorf sowieso), zwei Autos, fahren alle zwei Jahre in Urlaub, haben drei Hunde und alle Hobbies. Sparen können wir mittlerweile auch wieder. Deshlab verstehe ich nicht ganz, warum Du von finanziellen Problemen sprichst. Aber jeder hat andere Ansprüche und Gründe dafür.

        Aber: wenn Du arbeiten willst und euch auch ein 450€ Job reicht, hast Du mal daran gedacht, am Wochenende (oder abends oder wenn Dein Mann zu Hause ist) 1-2 Tage Kellnern zu gehen oder in der Spülküche zu arbeiten? Selbst hier bei uns werden immer wieder Leute gesucht und ich selbst habe das fast 6 Jahre noch nebenbei gemacht. Oder die klassischen "amerikanischen" Restaurants - die stellen gerne in TZ ein und man kann ganz vernünftig verdienen. Oder evtl. Zeitungen austragen - ist anstrengend, weil nachts, aber bringt sicheres Geld.

        Gruß
        Kim

        Hallo

        Ich finde nicht, dass Du zu viel erwartest und ich finde es sehr gut, dass Du wirklich Interesse daran hast, arbeiten zu gehen.

        Vielleicht liegt das Problem an den Arbeitszeiten?
        Viele Arbeitgeber haben das Problem, dass sie mehrere Mütter haben, die morgens arbeiten wollen und zur Mittagszeit daheim sein möchten.

        Vielleicht kannst Du einem Arzt anbieten, dass Du Mittags arbeiten kannst, also z.b. 2-3 "volle" Tage und wirklich die Kinder über Mittag betreuen lässt von der Schwiemu oä.

        Das zeigt eine gewisse Flexibilität und würde vielleicht die Chancen erhöhen.

        Ich arbeite 26 Stunden die Woche, also 3 volle Tage. Ich fange um 06.00 Uhr an morgen,weshalb mein Mann die Kinder versorgt und zur Schule bringt/oder zum Bus) und dafür abends länger arbeitet. Um 15.00 Uhr bin ich fertig und hole die Kinder direkt ab.

        Vielleicht gibt es eine Praxis die früh aufmacht und das wäre ein Modell für Dich?

        LG#klee

        <<<<Ich möchte doch nur ein normales Leben ohne Geldsorgen, auch wieder ein eigenes Auto vielleicht ein eigenes Haus und einen Job. Ist das in der heutigen Zeit zuviel verlangt???

        Verlange ich zu viel vom Leben?
        <<<<<<<<<

        Hm, warum habt ihr Geldsorgen? Mit eurem Einkommen liegt ihr weit über dem HartzIV-Satz. Ihr müsstet also klarkommen. Eventuell mal ne Auflistung machen, was unnötig ist.

        Ein eigenes Auto ist kein Zauberwerk. Für unter 1000 Euro kann man schon was Kleines, zwar Älteres, bekommen.

        Ein eigenes Haus braucht man nicht zum Glücklichwerden. (Eher hat man da wieder Geldsorgen bzw. man muss den Cent öfter umdrehen, denn alles muss allein bezahlt werden.) 20 - 30 Jahre Schulden im Nacken ist ja auch nicht so schön.

        Warum es mit dem Job nicht klappt? Lass mal deine Bewerbungsunterlagen überprüfen. Lass das Alter deiner Kinder z.B. weg. Beim Vorstellungsgespräch sagst du, nur wenn du gefragt wirst: "Die Kinder sind bestens betreut. Ich bin da absolut flexibel und zuverlässig." Fertig, aus...

        Tipps kann ich nicht wirklich geben. Mein Mann und ich haben es so gemacht: Erst Ausbildung, dann ein paar Jahre arbeiten. Zwischendrin Weiterbildungen/Seminare besucht. Nebenbei ordentlich Geld gespart. Dann ein Baby bekommen (mit Mitte 20). Vom Ersparten und vom Geld meines Mannes eine lange Elternzeit (6 Jahre) gemacht (habe 5 Jahre davon ehrenamtlich gearbeit, 4 Jahre in einem Mini-Job). Dann, als Sohnemann in die Schule kam, wieder Teilzeit eingestiegen. (öD)

        Wir haben beide kein Abitur/Studium. Aber durch Fleiß und ein wenig Mut ;-) (Umzug von fast 500 Km), konnten wir uns zusammen ein recht gutes Einkommen erarbeiten. Das ist vielleicht das Geheimnis: Fleiß und Mut. Jepp #huepf Bloß sich nicht auf dem jetzigen Stand ausruhen. Hintern hoch und los....

      • Hallo Pur,

        nachträglich alles Gute!

        Wie war denn Dein/Euer Lebensplan. Wie bzw. habt ihr Euch Gedanken gemacht wie Ihr Euer Leben mit Kindern und als Familie gestalten möchtet? Warum hast Du Deine Stelle aufgegeben. Vielleicht denke ich einfach zu strukturiert und einfach (Ich habe keine Kinder und stehe finanziell zum Glück auch gut da.) - aber wenn ich bestimmte Wünsche an mein Leben habe muss ich doch auch irgendetwas dafür tun, bzw. entsprechende Vorkehrungen treffen... Meinem Partner war es z.B. schon immer wichtig ein Eigenheim zu besitzen, hat aber dafür schon seid er 16 entsprechend vorgesorgt. Auch für ein Auto müssen / mussten wir entsprechend sparen.

        Viele Grüße
        redsnapper

        (6) 08.10.14 - 15:17

        Vielleicht mal solltest du weniger auf das schauen was du nicht hast und dafür mehr auf das was du hast.

        Ich arbeite gerade mit Flüchtlingen zusammen und wenn du hörst was für bewegende Geschichten sich dort verbergen und mit wie wenig die hier ankommen, geht es uns allen ausgesprochen gut.
        Ich kenne viele Familien wo am Ende des Montats kaum noch Geld für Essen da ist. Das nenne ich Geldsorgen.

        Man verliert leicht aus den Augen wie gut es einen geht. Blicke nicht nur auf die, die mehr haben.

        Zu den Verdienst kommen ja auch nochmal Kindergeld dazu und dafür ist das doch ein recht guter Stand, ihr könnt Euch sogar ein Auto leisten.

        • Oh nee. Wenn ich sowas lese! Man soll sich als Deutscher also mit Flüchtlingen vergleichen, die hier Sozialleistungen in den Hintern gepustet bekommen! Nix gegen Kriegsflüchtlinge. Aber hier gibt es genug, die nur abkassieren wollen! Und ihr Mann verdient echt nicht so viel. Was manche hier an Kindergeld kassieren, ist in anderen EU-Ländern viel Geld. Und die lachen sich eins! Aber der Deutsche muss seine Frau malochen schicken, damit er noch was zu fressen hat. Rentner müssen Pfandflaschen sammeln. Nur die, die studiert haben und evtl. noch Studiengänge, die gefragt sind, haben es noch gut. Aber der normale Arbeiter?! Lächerlich. Es gibt so viel Armut in Deutschland im eigenen Volk!

          • Was ist mit dir denn los? Diese Leute haben alles verloren und keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Wir haben einfach Glück, hier zu leben, nur durch die Gnade Gottes sind wir nicht an ihrer Stelle.

            • "nur durch die Gnade Gottes sind wir nicht an ihrer Stelle. "

              Na ja.....demnach sind wir also des imaginären Freundes Lieblinge

              • Der Spruch stammt nicht von mir, also ist ein wenig Allgemeinbildung angesagt

                Wenn Du ein Zitat nicht kennzeichnest, ist es nicht verwunderlich, dass es als Deine Meinungsäußerung aufgefaßt wird.
                Mir ist die Zufallsversion wesentlich lieber aber wir sind uns einig, dass es nicht unser Verdienst ist, ausgerechnet in unserem wohlhabenden Sozialstaat geboren zu sein, oder?

                • Nein, wir können einfach nur froh sein. Ein schlechtes Gewissen habe ich aber auch nicht, weil ich privilegiert bin. Sorry, dachte das Zitat wäre bekannt, finde das Buch aber gerade nicht.

                  • Ein schlechtes Gewissen erwarte ich auch nicht dafür, dass man Glück hatte, am passenden Ort geboren worden zu sein. Ich denke aber, dass so gut wie jeder in Deutschland noch teilen könnte, wenn er denn wirklich wollte und das macht mir schon ein schlechtes Gewissen.

                    Ob das Zitat jetzt Allgemeinbildung darstellt oder nicht, sollte man Zitate eben kennzeichnen, um solche Mißverständnisse zu vermeiden aber darauf reite ich jetzt nur wegen Deines Rundumschlages von wegen fehlender Allgemeinbildung herum :)

                    LG

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