Muss ich zahlen?

    • (1) 04.11.14 - 20:10

      Hallo zusammen,

      ich weiß nicht ob es hier das richtige Forum ist, aber ich versuche es einfach mal.

      Und zwar folgende Situation:
      Mein leiblicher Vater ist verstorben und heute stand eine Dame vom Ordnungsamt vor meiner Tür, um mir dies mitzuteilen. Ich habe mit meinem Vater seit 26 Jahren keinen Kontakt, er lebte jahrelang auf der Straße und in Heimen. Sein letzter Wohnort war eine Entzugsklinik...
      Jetzt geht es um seine Beerdigung, ich bin laut Rangfolge die nächste, die sich darum kümmern muss...er hat noch einen Bruder.

      Mein Punkt ist nun der, dass ich Hausfrau bin und kein Einkommen besitze...klar Kindergeld, Betreuungsgeld, sonst ist mein Mann Alleinverdiener.
      Ich soll einen Antrag auf Beerdigungskostenübernahme ausfüllen.

      Jetzt meine Frage, bin ich verpflichtet Angaben zum Einkommen und Ersparnissen meines Mannes zu machen?
      Kann man mir an ein Sparbuch, welches für die Kinder ist gehen? Da sind eigentlich nur peanuts drauf, vielleicht 500 euro, aber es läuft auf meinen Namen...

      Hat jemand von Euch Erfahrungen mit so einer Situation gemacht?

      Schönen Abend
      lavendelherz

      • Also ganz ehrlich, hier würde ich mir erstmal fachlichen Rat einholen ob du hier überhaupt was musst. Denn du hattest sehr sehr lange überhaupt keinen Kontakt ( dafür wirds ja Gründe geben) und wenn ich mich recht entsinne hast du unter gewissen Umständen eventuell keine Verpflichtungen. Von daher, mach dich schlau. Ich weiß es nämlich nicht genau.

        Ela

          • Das stimmt so.Nur weil kein Kontakt bestand, heisst es nicht, das du nicht zahlen muss. Auch wenn du kein Einkommen hast. Dein Mann ist dir zu Unterhalt verpflichtet. Das ist dann wie Einkommen. Auch Ersparnisse zählen dazu.
            Der Bruder ist raus, er hat damit nichts zu tun. Da du die nächste angehörige bist, treten sie an dich heran.

            Wie gesagt weiß ich hier nichts genaues. Aber wenn du eh schon eine Rechtschutzversicherung hast, dann kann so oder so eine anwaltliche Auskunft nicht schaden!

            Ela

      Wenn es auf deinen Namen läuft, ist es offiziell deins.

      Somit hast du ja Geld

      Hallo!

      Gem. § 1968 BGB trägt der Erbe/die Erben die Kosten der Bestattung. Allerdings hat Du nach Kenntnisnahme des Erbfalles 6 Wochen Zeit, das Erbe auszuschlagen.
      Zahlen musst Du dann nur, wenn die Beerdigung schon in Auftrag gegeben wurde.

      Dies und alles andere kannst Du u.a. hier nachlesen.:
      http://www.bestattungen.de/ratgeber/bestattungskosten/kostentragungspflicht-bei-einer-bestattung.html

      Alles Gute und LG

      Tokee21

      • Das ist völliger Humbug. Die Beerdigung ist auch im Falle eines ausschlagens zu zahlen.
        Erzähl nicht so einen Mist

        • Zum einen geht das auch ETWAS freundlicher, zum anderen habe ich lediglich wiedergegeben, was in dem von mir erwähnten Link steht.

          • Wenn du es richtig gelesen hättest und verstanden, dann hättest du es nicht gepostet. Eben und Erben können auch 2 verschiedene sein. Erben, die nicht gesetzlich sind und ausschlagen, müssen nicht die Beerdigung zahlen. Aber nahe Angehörige( Frau, Kinder) MÜSSEN sie zahlen. Ob sie ausschlagen oder nicht. Sie haben die Bestattungspflicht

          Das steht aber in dem Link nicht so.

          Gruß,

          W

          Nein das hast Du nicht "nur"!

          Du hast behauptet sie MUSS nur dann zahlen, wenn sie die Bestattung schon besuftragt habe.

          Und das ist schlichtweg falsch.

          Würde ein Anwalt so eine Auskunft geben kann er schnell in der Haftungsfalle sein.

          Und deshalb ist es gefährlich Ratschläge zu geben wenn man keine Ahnung hat.

          Du hättest sagen können ich glaube, dass du wohl nichts zahlen musst und verweist auf den

          Link.

          Du hast es aber als feststehend hingestellt.

          Selbst wenn die TE ausschlägt und keine Beerdigung beauftragt hat, entfällt zivilrechtliche Pflicht die Kosten zu tragen. Es gibt aber auch eine öffentlich-rechtliche Bestattungspflicht mit Kostentragungspflcht. Wenn der Staat dann die Kosten zunächst trägt, will er die vom Pflichtigen wieder.

          Hiervon gibt es aber Ausnahmen. Wenn man z.B. finanziell nicht dazu in der Lage ist.

          Ich glaub auch, wenn ausnahmsweise keine gesetzliche Unterhaltspflcht besteht.

          Und selbst wenn sie die Beerdigung beauftragt hätte kommt sie je nach Fall ungeschoren da raus (und deshalb ist deine Aussage so pauschal auch für diesen Fall nicht richtig).

          Wenn sie finanziell schlecht dasteht, ist sie bei Beauftragung der Beerdigung dem Bestattungsinstitut vertraglich zur Zahlung verpflichtet. Sie kann aber einen Antrag beim Sozialamt auf Übernahme dieser Kosten stellen. Dieses bezahlt dann die angemessenen Kosten. Einen Grabstein für 1.500 € z. B. nicht.

          Unterstellt habe ich die Ausschlagung des Erbes.

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