Würdet ihr bitte über meine Bewerbung schauen?

Würdet ihr mich zu einem Bewerbungsgespräch einladen? ;-)

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    • (1) 24.11.14 - 00:01

      Hallo ihr lieben Urbianer/innen,

      ich möchte mich gern bewerben für eine Hebammenausbildung.

      Es ist ein riesen großer Traum von mir eine der wenigen Ausbildungsstellen zu ergattern.

      Allerdings ist mein Bewerbungsschreiben mein einziger Trumph, ich muss damit überzeugen, da mein Lebenslauf nicht so rosig ist.

      Kurz dazu:
      -erweiterter Realschulabschluss (Notendurchschnitt 1,8)
      -Ausbildung zur Ergotherapeutin, leider kurz vor Abschluss abgebrochen:-( ( aus persönlichen Gründen und jugendlicher Naivität, bereu es heute sehr)
      - Abitur (Notendurchschnitt 3,2)
      - Studium im Fach Verwaltungsökonomie ( noch dabei und zu tiefst unglücklich mit dem Studium#schmoll)

      wie wirkt meine Bewerbung auf euch? Ich weiß sie ist sehr lang, aber weiß nicht wie ich sie kürzen könnte und ich tu mich sehr schwer mit der Kommasetzung, vielleicht könnt ihr ja da mal ein Auge drauf werfen?

      Ich würde mich sehr freuen über ein paar hilfreiche Antworten.

      Liebe Grüße angiy

      • (2) 24.11.14 - 00:05

        Und hier folgt das Schreiben:

        Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zur Hebamme

        Sehr geehrte Damen und Herren,

        hiermit bewerbe ich mich um einen Ausbildungsplatz zur Hebamme.
        Für mich ist es ein großer Wunsch, diese Ausbildung absolvieren zu dürfen.
        Ich selbst kam das erste Mal in den Kontakt mit den Tätigkeiten einer Hebamme, als ich schwanger war und während bzw. nach der Geburt meiner Tochter. Seitdem habe ich mich viel mit Hebammen ausgetauscht und beraten. Ich habe mich weitgehend belesen und informiert über das Berufsbild und deren Hauptthematiken (Schwangerschaft, Geburtsabläufe, Anatomie und Wochenbett), da mich all das sehr interessiert und fasziniert. Dadurch wurde für mich immer deutlicher, dass dies der Beruf ist den ich mit Freude und großem Interesse ausüben möchte.
        Sehr gerne möchte ich mehr erfahren und mein Wissen stetig ausbauen, anwenden und an werdende bzw. gewordene Eltern weitergeben, sie beraten und begleiten. Ich möchte ihnen Hilfestellungen und Sicherheit geben, in dieser sensiblen Zeit.
        Ich strahle viel Ruhe aus und kann mich sehr gut auf verschiedene Situationen und Bedürfnisse einstellen und auf diese angemessen reagieren. Nicht zuletzt durch meine eigene Schwangerschaft, kann ich mich gut in die schwangere Frau und in die frisch gebackenen Eltern hineinversetzen und habe keine Berührungsängste mit Neugeborenen.
        Auch über die unpopuläreren Tätigkeiten bin ich mir bewusst, welche einem eventuell nicht sofort in den Sinn kommen, wenn man an das Berufsbild der Hebamme denkt. Wie beispielsweise ausführliche Dokumentationsarbeiten, das Beseitigen von menschlichen Körperausscheidungen und –flüssigkeiten, das Setzen von Kathetern und andere Arbeiten.

        Das Berufsbild der Hebamme mit all seinen Facetten, interessiert mich sehr und ist für mich ein absoluter Traumberuf.
        Daher bitte ich sie innig, mir die Chance zu geben Sie davon persönlich zu überzeugen.
        Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich daher ganz besonders freuen.

        Mit freundlichen Grüßen

        • tipp von mir: beende dein studium. 2 abgebrochene berufsausbildungen schrecken einen potentiellen ausbildungsträger ziemlich ab. zudem ist es verschwendung von steuergeldern, da ja die gemeinschaft für die kosten deines studiums aufkommen musste. zudem hast du ja einen studienplatz belegt, den ja sonste jemand anders hätte haben köennen.

          also beiss die zähne zusammen.

          gruss

          • also es handelt sich hier um einen offenen Studiengang und ich bin Späteinsteiger, ich habe also keinem einen Studienplatz weggenommen, ich beziehe kein Bafög oder dergleichen und bemühe mich die Kosten für den Staat gering zu halten, im übrigen bin auch ich Steuerzahlerin, ich arbeite nebenbei

            und klappt es mit dem Ausbildungsplatz nicht, geht das Studium für mich weiter

            allerdings mach ich das dann nur wegen des Geldes wegen, was mich nicht erfüllt, aber dann sei es so

            DAS HIER ist lediglich ein Versuch einen Beruf zu ergattern der mich erfüllt und glücklich macht, reich werde ich damit ganz sicher nicht.

            ich finde es wirklich schade das du überhaupt nicht auf meine Frage bzw bitte eingegangen bist, dein Post dient nur dazu mir ein schlechtes Gefühl zu geben... auch wenn es keine Absicht von dir war... das hast du bei mir damit erreicht

            alles Gute

      • (7) 24.11.14 - 09:55

        Aus einer Fülle von möglichen Anmerkungen nur einige wenige: Du bist dir wahrscheinlich bewusst, dass dermaßen begehrte Ausbildungsplätze eher nicht an Bewerberinnen vergeben werden, die bereits zwei Ausbildungen abgebrochen haben/abzubrechen beabsichtigen. Das wäre nicht zuletzt auch ungerecht denen gegenüber, die in der Wahl der Ziele besonnener und in der Verfolgung der Ziele dann hartnäckiger sind.

        Gut gefällt mir, dass du auf die unbequemeren Seiten des Berufs eingehst. So detailliert ("Beseitigen von menschlichen Körperausscheidungen und -flüssigkeiten") würde ich das aber auf keinen Fall tun. Nebenbei: Flüssigkeiten sind auch Ausscheidungen.

        Weniger gut bis gar nicht gefällt mir, dass du durch deine eigene Schwangerschaft auf diesen Berufswunsch gekommen bist. Man könnte deinen Berufswunsch dann schnell als Mischung aus fixer Idee und falscher Sentimentalität abtun.

        Und spätestens, wenn du im letzten Satz "innig" und eine Chance bettelst, wärst du bei mir schnell unten durch. So etwas geht gar nicht.

        Leider fühlst du dich aber wegen deines unrunden Lebenslaufs zu so viel Demut verpflichtet - ein Indiz dafür, dass das wahrscheinlich nichts werden kann.

        Einziger Rettungsanker: Du hast keinen besonders ansprechenden Lebenslauf. Das sieht eh jeder. Du musst im Anschreiben irgendwas Besonderes zeigen. Dazu ist dein Entwurf viel zu konventionell.

        Vielleicht, ganz offensiv, im Bewusstsein, kaum eine Chance zu haben:

        "Schwanger sein. Sich auf fundiertes Fachwissen verlassen können. Zu wissen, da ist jemand, der mit kühlem Kopf das Richtige zu tun versteht. Der aber auch mit ganzem Herzen für mich, meinen Partner und für das werdende Leben da ist. Zu spüren: Sie ist da, auch wenn es schwer wird, auch wenn es mal zu schwer wird. Wissend. Fühlend. Immer. So jemanden wünscht sich jede Schwangere.

        Ich möchte gerne so jemand sein, möchte wissen, möchte können. Und möchte dann zu all meinem Wissen und all meinem Können meine ganze Leidenschaft in diesem Beruf einbringen. Eine Leidenschaft, die mich auch dann noch trägt, wenn mal nicht alles rosarot und reinlich ist.

        Mir ist bewusst: Mein Lebenslauf ist nicht der rundeste. Aber gerne würde ich Sie davon überzeugen, dass ich diejenige sein kann, die eine Schwangere sich an ihrer Seite wünscht. Gerne würde ich mich Ihnen vorstellen, vielleicht kann ich Sie ja von mir begeistern - so wie mich der Hebammenberuf begeistert.

        Mit freundlichen Grüßen
        ...
        "

        • " Mir ist bewusst: Mein Lebenslauf ist nicht der rundeste. Aber gerne würde ich Sie davon überzeugen, dass ich diejenige sein kann, die eine Schwangere sich an ihrer Seite wünscht. Gerne würde ich mich Ihnen vorstellen, vielleicht kann ich Sie ja von mir begeistern - so wie mich der Hebammenberuf begeistert."

          Das ist doch aber genauso gebettelt. Mich würde das ebenso abschrecken.

          Am Besten ist es, das Studium durchzuziehen, sich dann zu bewerben und dann kann sie forscher vorgehen. Bspw. mit "Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch."

          • ich möchte nicht noch mehr Jahre vergeuden, die Zeit habe ich nicht mehr, ich bin 26.

            Dies stellt meine letzte Chance dar einen Beruf ausüben zu können der mich interessiert und fasziniert.

            ich möchte endlich arbeiten und nicht mit 30 Jahren immer noch studieren oder eine Ausbildung beginnen

            sollte es nicht klappen, geht mein Studium weiter und ich mache etwas was mir zwar keinen Spaß macht mich aber finanziell absichert...

            Liebe Grüße#winke

            • Das kann ich schon verstehen.
              Jedoch hatte ich in meinem Studium auch Personalvorlesungen. Zudem habe ich auch mal einige Zeit die Bewerbungen vorsortiert. Wer ist gleich draußen, wer wird eingeladen.

              Mit dem Lebenslauf hätte ich die Bewerbung sofort aussortiert.
              Du hast für die beiden ersten Ausbildungen ja bestimmt auch überlegt, was Dich daran interessiert. Deshalb würde ich Dir in dem Fall nicht mehr abnehmen, dass Du es bis zum Ende durchziehst.

              • ja da gebe ich dir vollkommen Recht, ich würde auch so handeln, wäre ich nicht selbst in dieser Situation. Dennoch versuche ich es, wohl wissend dass die Chance sehr sehr gering ist, aber ich will es wenigstens versucht haben...

                klappt es nicht, geht mein Studium weiter

        (12) 24.11.14 - 21:40

        Hallo, lieben Dank für deine Antwort.

        "Du bist dir wahrscheinlich bewusst, dass dermaßen begehrte Ausbildungsplätze eher nicht an Bewerberinnen vergeben werden, die bereits zwei Ausbildungen abgebrochen haben/abzubrechen beabsichtigen. Das wäre nicht zuletzt auch ungerecht denen gegenüber, die in der Wahl der Ziele besonnener und in der Verfolgung der Ziele dann hartnäckiger sind."

        Ja dessen bin ich mit bewusst und genau deshalb, ist es mir so wichtig das ich mit meinem Bewerbungsschreiben überzeuge, auch wenn es unwahrscheinlich ist.

        Ich hoffe eben und möchte es nicht unversucht lassen, und ich kämpfe deswegen nicht weniger hartnäckig als andere.

        Mein beruflicher Werdegang ist sehr unglücklich und ich wusste lange nicht wohin es für mich geht und habe dann jede Chance genutzt die sich mir bot, leider in die falsche Richtung

        danke für deine Ideen und Anregungen, ich werde diese beherzigen. Genau solche Antworten hab ich mir erhofft, man selbst entwickelt irgendwann eine Art Blindheit dafür wie es beim anderen an kommen könnte, dabei ist es doch so enorm wichtig

        eine schöne Woche wünsche ich dir noch! Danke

    (13) 24.11.14 - 15:36

    Lass die Aufzählungen der unpopulären Tätigkeiten weg. Eine Bekannte von mir steht kurz vor der Hebammenprüfung und menschliche Ausscheidungen und Dokumentation gehört noch zu den angenehmen Tätigkeiten. Totgeburten, Schwerstbehinderungen, Spätabtreibungen, drogenabhängige Babies (bzw. die trotzdem fürsorgliche Betreuung der Mütter) sind die unangenehmen Seiten des Berufs.

    Diese Bekannte ist übrigens Krankenschwester, hat 4 Kinder und hat trotzdem 3 Anläufe gebraucht um einen Platz an einer Hebammenschule zu bekommen. Hast Du einen Plan B?

    Grüsse
    BiDi

    • (14) 24.11.14 - 21:51

      Mein Plan B ist, das Studium beenden und einen Beruf auszuüben nur des Geldes wegen... ich habe einfach "keine Zeit" mehr auf die Ausbildung zu warten, ich bin jetzt 26 und möchte gerne "fertig werden" und endlich arbeiten

      diese "unangenehmen Tätigkeiten" sind mir bewusst, das is sehr schlimm aber gerade da bedarf es die Arbeit der Hebamme, die diese Momente so sensibel und angenehm wie nur möglich gestaltet für alle beteiligten, wobei das doch eher seltener Eintritt, aber leider oft genug

      dem bin ich mir bewusst und fühle mich dem Gewachsen, das ist nichts was ich ablehnen oder mich abschrecken würde.

      ich weiß es ist unwahrscheinlich das ich genommen werde, aber ich will es nicht unversucht lassen

      Danke für deine Antwort#winke

      (15) 24.11.14 - 22:22

      achso und ich schrieb absichtlich von unpopulären Tätigkeiten und meine damit auch unpopuläre Tätigkeiten und nicht unbeliebte, unangenehme oder schwere Tätigkeiten

      damit will ich lediglich zeigen das zum Hebammeberuf mehr gehört als Babies auf die Welt begleiten

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