plötzlich Angst!

    • (1) 08.12.14 - 16:12

      Hallo

      ich weiß nicht so recht in welches Forum mein Anliegen passt.
      Und zwar bekomme ich seit kurzen immer mal wieder tierische Angst meinen Mann zu verlieren. Nicht mit dem Gedanken das er mich betrügt und verlässt, sondern das ihm was zustößt.

      Wir planen gerade unsere kirchliche Trauung für Oktober 2015 und dann kommen diese Ängste das wir das vielleicht gar nicht zusammen erleben.
      Diese Gedanken sind schrecklich. Verursachen Magenschmerzen und Atemnot.

      Dazu kommt jetzt noch das mein Mann nächstes Jahr operiert werden muss. Eine kleinere und dann noch eine längere OP. Und auch da kommen wieder diese Ängste hoch.
      Was ist noch normal?

      Kennt das jemand?

      LG Muckel

      • Hat sich denn im Zusammenleben mit deinem Mann sonst großartig was verändert?

        • Nein gar nicht. Wir sind über 17 Jahre zusammen. Haben 2 Kinder, schon länger ein Haus.

          Es geht ihm im Moment gesundheitlich nicht ganz so gut. Er hatte mal einen schlimmen Unfall, wodurch er berufsunfähig geworden ist. Aber das ist nun auch schon viele Jahre her. Er hat sich erholt, hat eine Umschulung gemacht und hat einen neuen Arbeitsplatz an dem er glücklich ist.

          Da ich beruflich bedingt sogar schon bei OPs dabei war, weiß ich nicht warum mich jetzt diese bevorstehenden OPs von meinem Mann so panisch werden lassen

      (4) 08.12.14 - 17:24

      Ich weiß ja nicht, wie ausgeprägt deine Ängste sind, finde sie so pauschal aber nicht unnormal (oder aber ich bin auch unnormal ...).

      Ich habe, seitdem ich denken kann, Angst, mir nahe stehende Personen zu verlieren. Erst meine Eltern und mein Bruder, nun mein Mann und meine Tochter (ist bei ihr noch nicht so stark ausgeprägt, da ja immer jemand auf sie aufpasst).
      Geht mein Mann z.B. abends weg, brauche ich auch regelmäßig ein Lebenszeichen von ihm, weil ich ihn immer vor meinem geistigen Auge Fahrradunfälle o.ä. haben sehe.
      Völlig bescheuert, das weiß ich auch, ich kann es wenigstens so steuern, dass es mich nicht völlig fertigmacht, aber abstellen kann ich es leider, leider nicht.

      Was mir aber aufgefallen ist: Ich habe es stärker, wenn ich generell gestresst bin. Habe ich eine entspannte Phase, habe ich auch nicht soviel Angst.
      Dass dich die Hochzeit und die bevorstehenden OPs etwas aus dem Tritt bringen, finde ich eigentlich verständlich und evtl äußert sich das dann in dieser Angst.
      Wenn es dich sehr belastet, such dir jemanden zum Reden. Deinen Mann vielleicht oder einen Therapeuten (?).

    • Hallo,

      ich kann dich verstehen #liebdrueck bei mir fing es an als ich meinen Sohn im Februar 2014 in der 19ssw still zur Welt bringen mußte #heul auf einmal hatte ich selber Angst zusterben-war sogwahr zweimal beim Notarzt weil ich dachte ich habe einen Herzinfakt....und Angst um meinen Mann und meine Kinder das denen was passiert etc.

      Habe mich beim Hausarzt durchchecken lassen und er meinte das wäre normal-das jeder mal diese Phase hat...er wäre 50 und hat die Hälfte seines Lebens hinter sich und denkt auch ab und zu daran ob er wohl noch seine Enkel etc.aufwachsen sieht.....

      Lg

      Ich finde die Ängste ganz normal - bei OPs dabei zu sein ist alles sehr nüchtern und anonym - bis es jemand ist, den Du kennst...

      Ihr habt schon schlimmes durchgemacht und es stehen noch zwei OPs an.

      Ich denke, nach den OPs wird es besser gehen.

      Such Dir jemanden, mit dem Du reden kannst. Der zuhört und für Dich da ist.

      p.s. Ich bin auch ziemlich abgeklärt - und bei der Gallenblasen OP meiner Mutter habe ich die Nacht vorher sowas von Panikattacken gehabt #hicks

    • Vielen lieben Dank für eure Antworten.

      Ist ja irgendwie beruhigend das es wohl doch einigen so geht.

      Ich kenne das eigentlich gar nicht von mir. Bin eher die kühle und abgeklärte. Bin auch überhaupt keine "Übermutter" oder so. Deshalb überkommen mich diese Attacken jetzt so überraschend

      Jetzt ist grade alles gut, bringe gleich die Kinder ins Bett, mache mir einen gemütlichen Abend mit meinem Mann und wenn ich dann neben ihm im Bett liege, kommen diese Ängste ihn zu verlieren.
      Mal gucken wie es wird ansonsten gehe ich mal zu meinem Hausarzt.
      Und ja stimmt, mit Stress wird es schlimmer.

      Ich wünsche allen Schöne Weihnachten und das keinem wirklich was passiert!
      Alleine diese Gedanken/Ängste sind grausam genug!

      Glg Muckel

      • Hallo

        ich würde zeitnah zum Hausarzt gehen.

        Ich habe auch eine Angst und Panikstörung, die mich seit 15 Jahren begleitet. Mal mehr mal weniger gut komme ich damit zurecht, zumal die angstfreien und angst / panikbehafteten Phasen sich abwechseln.

        Aber eins kann ich Dir sagen, hol Dir psychologische Hilfe, lieber im Keim ersticken, als allein herumdoktorn und hoffen, dass es weg geht. Wenn Du Pech hast, wird es zum Hochzeitstermin eher schlimmer statt besser, denn diese Erkrankung findet "ihr Fressen" auch im Stress.

        Versuch Dir Entspannungstechniken anzueignen, nimm Dir Deine Freiräume.
        Irgendwas brodelt in Deinem Unterbewusstsein, so dass diese schlimme Angst, Deinen Mann zu verlieren aufkommen kann.

        LG , entspannte Weihnachtstage & gute Besserung für Dich

        • Hallo

          Und danke für deine Antwort.
          Ich werde es jetzt mal ruhiger angehe lassen. Hab erst mal alle nicht so wichtigen Termine abgesagt.Ende der Woche erfahren mein mann und ich Wie es mit ihm weitergeht, wann und was für OPs nötig werden. Vielleicht ist es auch das ungewisse zur Zeit.

          aber sollte im Januar nicht besser sein, gehe ich auf jeden Fall zum Arzt.

          Glg und Schöne Weihnachten

          Muckel82

          • Ich denke, darin liegt die Begründung - nicht zu wissen, wie es weitergeht oder was auf einen zukommt kann ganz schön fertig machen.

            Gerade wenn man immer die Starke ist ist es wichtig, dass Du jemanden findest, wo Du auch mal schwach sein darfst. Keiner kann immer stark sein - weiss ich aus eigener Erfahrung ;-)

            Bei mir war es eine Freundin. Noch nicht mal meine beste Freundin - aber jemand, mit dem ich ungeschönt und ganz offen reden konnte mit allen unschönen Details vom tod meiner Mutter ohne mir Gedanken um ihre Gefühle zu machen. Alle anderen habe ich versucht zu schonen. Tat richtig gut!

            Ich wünsche Dir auch so einen Menschen in Deinem Leben!

          Hallo

          dann wünsche ich Dir auf jeden Fall, dass Ihr Gewissheit bekommt, das nimmt sicherlich schon einiges an Schrecken und Angst weg.

          Ich drücke Euch die Daumen und Dir eine gute Zeit

          LG

    Hallo,

    im letzten Jahr hatte ich so eine Phase wo mich solche Panikattaken überrollt haben. Mir wurde in der schlimmen Phase zu Progressiven Muskelentspannung bzw. Autogenes Training geraten.
    Habe mich für Progressive Muskelentspannung entschieden und wende dies manchmal noch an, wenn ich nachts vor Angst nicht mehr schlafen kann.

    Alles Gute

    LG

    reike82

    • Hallo

      Ich habe letztes Jahr 10 Hypnosesitzungen mitgemacht. Es war super interessant und hilfreich.
      Ich habe viel gelernt. Auch Wie man dem Stress entfliehen kann. Man muss sich nur mal wieder intensiv damit beschäftigen

      Danke für deine Tipp

      Glg

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