Thermomix

    • (1) 10.12.14 - 10:42

      Hallo!

      Nachdem dieses Gerät hier in letzter Zeit für rege Diskussionen gesorgt hat, dachte ich, das könnte den ein oder anderen interessieren.

      "Ein Gerät, das offenbar ein tiefes Bedürfnis befriedigt: die Sehnsucht nach Häuslichkeit und technisiertem Wohlstand, der sich auch vorzeigen lässt"

      http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2014-12/thermomix-vorwerk-mixer

      LG!

      • Tausend Ocken für eine Küchenmaschine, Schnitzel aus dem Aldi.

        So ist das hier in Deutschland: Wir geben das meiste Geld für Küchenutensilien aus, aber das wenigste für die Lebensmittel.

        • Ich denke schon, dass gute Lebensmittel ebenso als Statussymbol funktionieren können, aber im Allgemeinen liegn die Prioritäten sicher bei anderen Dingen, wenn es darum geht, zu zeigen, was man hat.

          "Technisierter Wohlstand" lässt sich in einer Zeit, in der ein Auto, Computer, Handy, etc. in der Regel Standard ist, nur noch mit spezielleren, "besonderen" Produkten zeigen. Für den Mittelstand ist das wahrscheinlich ein Weg von vielen, sich von schlechter gestellten abzugrenzen. Da man über Geld (zumindest offline) nicht spricht und inzwischen scheinbar jeder Hansel ein Haus bauen kann und die obengenannten Standards auch nicht mehr der Differenzierung von gut gestellt oder nicht dienen, muss eben was neues her.

          • Ich verstehe immer die ganze Aufregung nicht.

            Meine Schwester ist alleinerziehend mit zwei Kindern, bekommt nicht viel Unterhalt und ist berusfunfähig....mit Geld kann sie also nicht um sich schmeißen.

            Sie hat so ein Ding, weil sie von den Funktionen einfach total begeistert ist. Mit technisierter Wohlstand hat das wohl weniger zu tun.....

            Ist doch okay, wenn andere sagen, das ist es mir nicht wert....man bekommt auch Autos für 1000 Euro, die fahren, trotzdem hat es sicher nichts mit Wohlstand zu tun, wenn ich mir nen kleinen Twingo für das zehnfache kaufe - Menschen setzen ihre Prioritäten nur einfach unterschiedlich, das ist alles. Und sollte eigentlich auch völlig okay sein.

            • Natürlich ist so ein Ding ein hervorragendes Beispiel für technisierten Wohlstand.
              Alles, was so ein Thermomix kann, können auch andere (z. T. günstiger manuell zu betreibende) Geräte und wenn sie nicht berufstätig ist, hat sie sicher auch die Zeit, ganz herkömmlich Essen zuzubereiten, oder?

              Der Autovergleich ist auch nicht so 100% passend, vergleichbar wäre vielleicht, wenn ich mir für den Weg zur Nachbarin ein Auto kaufe, statt 3 Gehminuten in Kauf zu nehmen.

              LG

              • Naja, es ist schon anders....es kann ja nun viele Dinge gleichzeitig, wofür man sonst andere/mehrere bräuchte und ob man etwas manuell machen möchte oder nicht ist auch wieder da, wo man selbst seine Prioritäten setzt. Genau genommen braucht auch kein Mensch eine Rührmaschine, kannste alles mit der Hand machen und trotzdem wird es heute kaum einen Haushalt geben, der so etwas nicht hat.

                Und dieses Dünsten etc, wenn ich es richtig verstanden habe, wäre es jetzt sehr zeitaufwendig, das so ohne ein Gerät zu machen bzw braucht man dann auch wieder einen Dampfgarer, das war das was ich meinte mit viele Maschinen...

                Ich sagte berufsUNFÄHIG, das bedeutet nicht, dass sie Zeit hat, stundenlang in der Küche zu stehen und zu kochen - und auch keine Lust wäre für mich ein Argument.

                Der Vergleich mit den 3 Minuten passt nicht, denn das würde bedeuten, dass es eben nicht sehr zeitaufwendig ist, genau so zu kochen wie man es zeitsparend mit dem Ding kann.

                Ich brauch es nicht, mich hat es jetzt auch nicht überzeugt, aber wie gesagt, jeder setzt seine Prioritäten anders und ich kann nicht verstehen, wie man darauf so abgehen kann, nur weil einige so ein Teil haben/wollen....

                • Natürlich setzt jeder eigene Prioritäten aber dass man, wenn man ohnehin kaum Geld hat und Zuhause ist, unbedingt eine Küchenmaschine für über 1000 Euro braucht, weil es vernünftig ist, ist Unsinn.

                  Meine "Rührmaschine" (Handmixer) ist fast 20 Jahre alt und hat mal 15 oder 20 DM gekostet...rührt auch gut und ist in 2 sec. gereinigt.
                  Dünsten kann man im -Kochtopf m. Deckel-, dampfgaren im -Kochtopf mit Deckel und eingehängtem stinknormalem Metallsieb oder Dampfgareinsatz für den Topf :)

                  Man braucht nicht für jeden Handgriff ein teures Spezialgerät, Dampfnudeln u. ä. war schon lange vor Erfindung des Thermomix ein gängiges Gericht.

                  Die Kochdauer im Thermomix ist auch keine andere als im (ggf. Schnell-)kochtopf. Dass man unter großem Zeitdruck vielleicht nicht schnippeln kann, ist noch nachvollziehbar, dafür gibt es aber manuell betriebene Werkzeuge, die auch wieder kaum was kosten und Deine Schwester ist ja nicht ganztags außer Haus.
                  Natürlich paßt der Zeitvergleich, wenn ich Zufuß 3 min. braucht, sind es mit dem Auto vielleicht 30 secunden - ich spar mir sogar noch das Anziehen dicker Klamotten.

                  • Mit einsteigen, ausparken, anschnallen, einparken, spart man sicher keine Zeit ;-)

                    Ich brauch das Ding wie gesagt auch nicht, aber hier auf Urbia hat man manchmal das Gefühl, gleich wird einen Petition ins Leben gerufen, um die Dinger zu verbieten und ich verstehe die Aufregung einfach nicht.

                    Ich habe eine Kitchenaid zu hause. Brauche ich sie? nicht unbedingt, sie erleichtert mir nur vieles - und sieht verdammt gut aus ;-)

                    #winke

                    • Ich muß nicht ein- und ausparken, ist ein einfacher langgezogener Bogen, dafür schnall ich mich auch nicht an. Auto hat Funk-ZV, ist schon offen, wenn ich vor der Tür stehe und abschließen kann ich von ihrem Wohnzimmer aus :)

                      Den allerletzten Satz laß ich als Argument jetzt mal stehen. Mit DER Anschaffung hab ich aus genau dem einen Grund auch schon geliebäugelt. Im Gegensatz zum Thermomix ist sie aber auch wirklich eine Zierde für die Küche.
                      Welche Farbe hast Du denn?

                      LG

                    Ich bin auch dafür, endlich diese Diskriminierung der ganzen tollen Thermomixe und Thermomixerinnen sein zu lassen. Es gibt doch nun wirklich genug andere Gruppen, die man diskriminieren kann.

                    Die Thermomixe nehmen uns wenigstens keine Arbeitsplätze weg und sind auch ansonsten bestens integriert.

                    • Logisch gefährden die Dinger Arbeitsplätze. Früher hatte man Personal, um große Haushalte zu managen, jetzt reicht so ne Maschine...die Frauen, die die Dinger verticken wie Tupperware, könnten statt dessen einen richtigen Job machen usw. usw...

                      • ... Und weil die Beraterinnen keinen "richtigen" Job machen, gefährden sie Arbeitsplätze ??? Das verstehe ich gerade irgendwie nicht. Außerdem machen die meisten Repräsentantinnen das nebenbei (oder einfach nur zum Verdienen eines Taschengeldes, wenn der Mann abends zu Hause ist und auf die Kinder aufpassen kann).

                        Und ich hätte leider KEIN Geld, um mir einen "Haushaltsmanager" (Was ist das eigentlich?) ins Haus zu holen. Ich habe die günstigere VAriante gewählt und lasse mir seit Jahren vom Thermomix unter die Arme greifen! #pro ;-)

                        LG.

      (15) 10.12.14 - 11:20

      Hallo,

      du hast es auf den Punkt gebracht.

      Gestern kam im TV die Aldi Story und da wurde gesagt, dass nur aufgrund der Discounter die Massentierhaltung in einem solchen Maße ausgebaut wurde.

      ich kann mich da aber nicht rausnehmen.

      Mir ist das Fleisch auf dem Markt beim Biohändler auch zu teuer und in die Metzgerei vor Ort habe ich wenig Vertrauen weil ich denke, dass die ihr Fleisch genauso auf dem Großmarkt kaufen und man das gleiche Fleisch wie beim Discounter bekommt.

      LG Tina

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