Würdet ihr mit Fremden mitfahren?

    • (1) 05.01.15 - 21:08

      Hallo zusammen,

      meine Frage steht ja schon im Betreff.

      Es war am Freitag so dass ich unverhofft schon um 12:30 Uhr Feierabend machen konnte. Mein Mann hatte aber das Auto und war mit den Kindern unterwegs.
      So stand ich dann frierend an der Bushaltestelle und der Bus fährt nur stündlich um jeweils 22 Minuten nach.
      Es hielt ein Auto und eine freundliche Frau fragte mich wo ich denn hin wolle und dann hat sie mich fast bis nach Hause gefahren.
      Ich fand das super und hab mich gefreut.

      Mein Mann fand das gar nicht lustig.#schwitz
      Ich persönlich hab dann überlegt dass ich sicher bei einem Mann nicht so leichtfertig eingestiegen wäre, je nach Gefühl halt...bei der Frau hatte ich überhaupt keine Bedenken....#schein

      Ich hab auch schon mal eine ältere Dame mitgenommen der der Bus vor der Nase wegfuhr.

      Jetzt meine Frage an euch, wie würdet ihr entscheiden?

      Ach ja, meine Kinder fanden es auch schlimm, man steigt nicht zu Fremden ins Auto#hicks

      LG, Helene

      • Hallo

        Ich bin auch mal bei einer fremden Frau eingestiegen. War im Urlaub in Spaniern und in der Stadt unterwegs und wollt zu Fuß wieder zurück zur Ferienwohnung, als ich kurz nach dem Ortsschild war hat eine Frau angehalten und mich spontan mitgenommen. Sie konnte kein Deutsch, ich kein Spanisch aber es war trotzdem eine nette Fahrt inf ich habe mir keinerlei Gedanken darüber gemacht dass etwas passieren könnte.

        Ein anderes Mal hatte ich einen Autounfall, mitten in der Nacht, mitten im Wald. Da war echt krin Mensch unterwegs, Ein einziges Auto fuhr vorbei, der Fahrer ( ein Mann ) bot mir an mich heim zufahren. Normalerweise würde ich nicht bei einem fremden Mann einsteigen, aber im Wald war es echt unheimlich, mir sind sämtliche Gruselgeschichten die man sich so im Jugendalter erzählt eingefallen, daher hab ich mich dafür entschieden bei dem mann mitzufahren. Ist gut ausgegangen.

        (3) 05.01.15 - 21:32

        Hey,
        ich bin ein sehr ängstlicher Mensch und umgehe Situationen, die ich für potenziell gefährlich halte. Dazu gehört für mich auch, zu Fremden ins Auto zu steigen oder Fremde mitzunehmen (deshalb nutze ich die Mitfahrzentrale z. B. nicht).

        Davon mal abgesehen ist es doch etwas schizophren, Kindern beizubringen, nicht mit Fremden mitzugehen/-fahren und es selber zu tun. Das ist nicht böse gemeint, sondern eben einfach etwas, was für mich nicht zusammenpasst.

        LG
        Kristina

        • Naja, es kommt wohl auch auf das Alter an und auf die Eigenverantwortung, meinst du nicht?
          Wenn ich erwachsen bin, schätze ich die Gefahren selbst ein. Als Mutter/Vater bin ich für die Sicherheit meines Kindes verantwortlich.

          Meinem Sohn wurde mal erklärt, er solle nicht mit Fremden sprechen. Es wurde dann schwer, ihm das Prinzip des SmallTalks, beispielsweise im Zug, zu erklären. Was ist da noch "ok", was ist nicht ok?

          Wann ist es ok, bei einem Fremden mitzufahren, wann nicht? Auch Kinder müssen erkennen, dass es ab einem gewissen Alter so ist, dass man das neu beurteilen muss und einschätzen lernen muss.
          Ausserdem:
          Ich verbiete meinem Kind, Alkohol zu trinken, trinke aber selbst ab und zu einen Aperitif.
          Ich verbiete meinem Kind, bis spät in der Nacht auf zu bleiben, gehe aber selbst erst spät ins Bett (spät ist relativ, ich weiss).

          So würde ich das meinen Kindern erklären: Ich als Erwachsene beurteile selbst, ob es für mich gefährlich ist, in diesen Wagen zu steigen oder nicht. Als Mutter muss ich es dem Kind, das in meinen Augen wesentlich verletzlicher ist als ich es bin, zunächst generell verbieten, wenn ich nicht dabei bin. Und mit der Zeit, wenn es älter wird, muss es Situationen selbst einschätzen lernen.
          Damit mein Kind dann als Erwachsener keine Angst mehr vor Fremden hat, sondern versucht, mögliche Risiken einschätzen zu können in der jeweiligen Lage.

      Hallo,

      nein, ich würde nicht bei Fremden mitfahren. Dazu bin ich ein viel zu großer Schisser... #hicks

      Es müsste schon eine extreme Notsituation vorliegen und auch dann würde ich vorher noch das Kennzeichen fotografieren und Jemandem schicken, bzw. wenn möglich ständig per Handy mit Jemandem in Kontakt bleiben während der Fahrt.

      Aber grundsätzlich: nein. Und erst recht Niemanden mitnehmen! #zitter

      VG!

      Hallo!

      Ich bin kein sonderlich ängstlicher Mensch und ich kann mir Situationen denken, in denen ich mit Fremden mitfahren würde, ja. Auch meinen Sohn ermutige ich, sich Passanten anzuvertrauen, wenn er unterwegs in eine Notlage gerät (er ist 8 und legt kürzere Strecken in der Stadt alleine zu Fuß zurück).

      Aber in einer Situation, wie Du sie beschreibst - hellichter Tag und nach einer Stunde fährt der nächste Bus - hätte ich das nicht gemacht. Ich finde das Verhalten der Frau suspekt - warum sammelt sie tagsüber wildfremde Menschen an Bushaltestellen ein? #gruebel
      Nä. Ich hätte gewartet. Bzw. wäre gegen Kälte und Langeweile zu Fuß losgezogen und wäre dann irgendwo unterwegs in den nächsten Bus gestiegen.

      Viele Grüße!

    Hallo!

    Ja, ist oefters vorgekommen. Meinen Kindern wuerde ich es nicht erlauben.

    LG

    Das würde ich definitiv nur in einer Notsituation machen wo ich keinen anderen Weg sehe und dann aufs beste hoffen
    Kindern sagt man immer sie sollen,verständlicherweise, bei keinem Fremden einsteigen und man selbst macht es dann nur weil man auf den Bus warten muss?
    Das "Gefühl" das man da hat ist auch nicht wirklich hilfreich, ich zumindest fühle nicht ob ich da mit einem Mörder oder mit einer hilfsbereiten Person rede :-P
    Gleiches gilt für das Geschlecht

    Ja, ich bin schon öfter mit Fremden mit gefahren. Ist eigentlich voll unvorsichtig, aber mir ist dann in den jeweiligen Situationen irgendwie ziemlich egal. Ich will dann irgendwo hin und wenn es keine bessere Möglichkeit gibt, dann eben trampen. Hinterher dachte ich mir dann schon öfter, oh Mann, das hatte auch ein Psycho sein können #zitter aber bisher habe ich nur nette Menschen getroffen :-)

    Hi Helene,
    in der heutigen Zeit würde ich nicht mit jedem Mitfahren, aber da würde der erste Blick mit entscheiden. Eher wohl auch bei einer Frau, und einer mit Kindersitzen im Auto bestimmt eher, als ohne.

    Eine Freundin hatte 1 Woche kein Auto und keine Fahrgelegenheit zur Arbeit, bzw. heim hätte sie 2 Std. warten müssen. So ist sie per Anhalter heim, auch mit wild Fremden. Lieber hätte ich 2 Überstunden gemacht und gewartet.

    1989 bin ich mal mit einem "Fremden" aus dem Nachbarort 5 km mit heimgefahren. Der war fast in jedem "Echo" WE-Zeitung hier auf dem Land. Er ist im Posaunenchor, Faustball-Verein usw. Meine Mutter war auch nicht erfreut. Ich konnte ihr ihn dann im nächsten Echo zeigen, und dann war alles gut.

    Gruß Claudia

    (13) 05.01.15 - 22:59

    Niemals!
    Eher würde ich 10 Stunden laufen.
    Und auch dabei unsichere Strecken möglichst meiden. Schon im Flieger ist mir jeder Passagier mit Adidastasche suspekt *g*

    LG
    Merline

    ja klar, würde ich das machen..
    ich bin früher viel getrampt- ich hatte nie eine ahnung, wenn ich abends weggegangen bin, wie ich wieder nach hause kommen sollte- und der öffentliche nahverkehr kam um 19 uhr zum erliegen.
    heimgekommen bin ich immer

    habe heute extra mein auto geholt um einen alten mann, der gestürzt war aufzusammeln und in sein Pflegeheim zurückzufahren.

    Und ja- ich würde auch fremde leute an bushaltestellen aufsammeln- nehme auch immer wenn ich kann tramper mit, ich weiß noch immer wie das ist.

    meinen kindern sage ich in der tat, daß sie das nicht tun sollen- genauso wie ich ihnen verbiete zu rauchen und alkohl zu trinken- und zwar genau so lange, wie ich denke, daß sie nicht in der lage sind diese situationen einzuschätzen.
    es wird der tag kommen, an dem sie selbst entscheiden müssen, ob sie rauchen, trinken und trampen werden- daher kann das für mich kein argument sein (den kindern verbiete ich es, selbst mache ich es aber)

    • Ich persönlich würde unterscheiden zwischen Menschen in Notsituationen, die man einsammelt und dem Aufgabeln fremder Leute an Bushaltestellen. Trampen ist auch nochmal eine andere Sache.

      Ich finde, es ist ein großer Unterschied, ob man (als Tramper etwa) quasi darum bittet, mitgenommen zu werden oder ob man als Fahrer tagsüber eine Bushaltestelle ansteuert und Leute mitnimmt. Da wäre mir die Motivation des Fahrers zu unklar. Notfälle ausgenommen, ganz klar.

      Vielleicht hinkt der Vergleich, aber meinem Sohn bringe ich bei, offensiv um Hilfe zu bitten, wenn er Hilfe braucht und nicht verhuscht am Eck zu stehen, bis jemand IHN anspricht.

      Einfach ein Bauchgefühl und eine schlechte Erfahrung, die mir für immer reicht.

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