"Keine Werbung oder kostenlose Zeitungen einwerfen" - wird konsequent missachtet. Was unternehmen?

    • (1) 07.01.15 - 10:57

      Hallo,

      wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit 6 Parteien. Die Briefkästen sind innenliegend, allerdings haben wir nicht nur an jedem Briefkasten, sondern auch an der Eingangstür einen "keine Werbung oder kostenfreie Zeitungen einwerfen"- Aufklebern angebracht.

      Soweit ich weiß, müssen diese rechtlich gesehen beachtet werden. Das klappt hier allerdings überhaupt nicht, im Gegenteil, wir haben eine regelrechte Flut an Werbung, Anzeigenblättchen, Info-Flyern und Zeitungen.

      Die werden dann auch nicht nur in die Briefkästen gestopft, sondern auch einfach ins Treppenhaus geworfen, teilweise zu 50+ Exemplaren.

      Das ist nicht nur super nervig und sieht unordentlich aus, sondern ich finde es auch unmöglich, dass diese Mengen an Papier dann schließlich weggeworfen werden.

      Weiß jemand, wie man dagegen vorgehen kann bzw. ob man gegen Auftraggeber oder Zusteller vorgehen muss? Das Problem ist, dass ich nicht genau sagen kann, wer die Werbung abliefern und ich habe weder Lust noch Zeit mich da ewig auf die Lauer zu legen.

      Falls allerdings die Post verantwortlich sein sollte, würde ich mir überlegen in eine Klage zu investieren, denn das würde das Fass der zum überlaufen bringen.

      Für jeden Tipp oder Präzedentfall bin ich dankbar #winke

      P.S. Ich bin eigentlich nicht spießig und ich weiß auch, dass Postbote oder Austräger nicht die tollsten Jobs sind, letzteres habe ich selbst schon gemacht. Aber vor allem im Herbst und Winter wenn alles noch schön matschig und nass ist ist es echt die Pest., vom Umweltgedanken ganz zu schweigen.

      • Hallo!

        Bei einigen kannst Du vermutlich direkt bei der jeweiligen Zeitung reklamieren. Mit etwas Glück hängen die Zeitungen mit einem Teil der Werbeprospekte zusammen.
        Ich habe als Jugendliche Zeitungen ausgetragen, und da kamen oftmals Änderungswünsche, Reklamationen etc. direkt von der Zeitung bei mir an.

        Vermutlich sind nicht die Auftraggeber schuld - es ist sicher nicht in deren Interesse, dass die Leute genervt sind vom vielen Papier und auch nicht, dass ihre Erzeugnisse (die immerhin Geld kosten) in großer Zahl in Treppenhäuser geschmissen werden. Die zahlen nämlich pro Stück, was den Übereifer des Zustellers erklären könnte.

        Nee. Reklamation an den Auftraggeber -> Ärger für den Zusteller und vielleicht wird es dann besser.

        Viele Grüße!

        Wenn es Werbezeitungen sind dann würde ich dort mal in der Redaktion anrufen und fragen. Sind es Blättchen örtlicher Märkte würde ich mich hier mal versuchen schlau zu machen über wen sie verteilen lassen und dann lass es krachen. Sowas finde ich nämlich auch ne Frechheit, vor allem bei dem Mass!

        Ela

        Da kannst Du kaum was machen, weil Werbung darf nicht eingeworfen werden, ja, Verbrauerinformationen aber schon.

        Dazu genügt ein allgemeiner Satz, wie z.B. Forscher haben herausgefunden, das musikalische Früherziehung die Intelgenz steigert, dazu Werbung einer Musikschule.

        Damit ist der Einwurf legal.

        Ja, Du kannst dich an die Verlage und Absender wenden und Dich ärgern. Oder den Kram einfach in den Papiermüll werfen. Bei innenliegenden Briefkästen kann es ja nun nicht sooo viel sein.

        Man soll eh nicht immer aufdrücken, ohne zu wissen wer da klingelt

        Pina

        • Hallo,

          es ist wahnsinnig viel, teilweise ist der ganze Boden des ersten Treppenabsatzen bedeckt. Die Post hat übrigens einen Schlüssel zum Haus, da klingelt niemand.

          Und oft werden die Blättchen dann auch einfach vor die Hauseingangstür gelegt - noch besser bei Regen und Wind.

          Und ehrlich gesagt nervt es mich nicht nur, ständig die Müll wegräumen zu müssen, sondern unsere Papiertonnen sind häufig schon nach 4, 5 Tagen voll und wir haben eh ein Problem mit zuviel Müll bzw. zu wenig Tonnen.

          Das mit den Verbraucherinfiormationen wusste ich nicht, danke dafür :-)

          Hallo!

          Das mit den Verbraucherinformationen stimmt zwar, dein Beispiel aber nicht. Dann könntest du jede Wochenzeitung als Verbraucherinformation rechnen.
          Allerdings ist es so, dass Wochenzeitungen, die einen redaktionellen Teil enthalten, eingeworfen werden dürfen, wenn lediglich eine Aufkleber "Keine Werbung" angebracht ist. Erst wenn auch ausdrücklich "keine kostenlosen Wochenzeitungen" auf dem Briefkasten prangt, dürfen auch diese nicht eingeworfen werden. Und wenn die Wochenzeitungen eingeworfen werden dürfen, ist die darin enthaltene Werbung u.U. noch als Bestandteil der Zeitung anzusehen und muss akzeptiert werden.
          http://www.zuhause.de/unerwuenschte-werbung-reklame-und-gratis-zeitungen-im-briefkasten/id_53849288/index

          Wenn allerdings beides auf dem Briefkasten vermerkt ist, müssen sich die Zusteller auch daran halten. Tun sie es nicht, würde ich zunächst einmal den Absender informieren. Ein erster Schritt wäre es, die Zeitungen anzurufen und darauf hinzuweisen, dann pfeifen hoffentlich ihre Zusteller zurück. Zeigt der Anruf keine Wirkung, würde ich das ganze schriftlich formulieren, ggf. auch mit dem Hinweis, dass in Zukunft jegliche Reklame kostenpflichtig zurückgeschickt wird. Und wenn das alles nichts bringt, hilft nur eine Klage, wobei da mitunter auch die Androhung einer solchen schon wirksam ist.

          LG

      Hallo!

      Ich habe bis zum letzten Jahr ebenfalls in einem Mehrfamilienhaus gelebt, und es waren 8Etagen.

      Das heisst, Werbung wurde entweder Bündelweise vor die Haustür gelegt oder in den innenliegenden Korb.

      Alles was noch verpackt (ja de haben die Packen eingeschweißt bei uns abgelegt) oder deutlich über die Anzahl der Wohnungen lag, habe ich dann telefonisch kontaktiert. Und zwar diejenigen die diese Dingern bewerben.

      Einem "Zusteller" habe ich den eingeschweißten Packen direkt wieder retour vor sein Wägelchen gepackt mit ner gehörigen Ansage!

      Man muß nur immer wieder hartnäckig bei den Werbenden nerven, dann tut sich auch was.

      LG

      Mich würde interessieren wie die ins Treppenhaus reinkommen!
      Bei uns war das immer mit einem Summer verschlossen. Es muss jemand also die Tür öffnen damit die Werbeverteiler das Haus betreten.
      Ich würde mal mit allen Parteien reden und ausmachen, die Tür nur zu öffnen wenn sie wissen wer klingelt!

      Mona

      • Hallo,

        also die Postboten haben einen Schlüssel, das habe ich mittlerweile herausgefunden.

        Die, die nicht reinkommen legen das Zeug aber auch einfach vors Haus, also auf den Treppenabsatz vor der Haustür.

        Das ist fast genauso ätzend.

        lg

    bei uns ist es so, dass die zusteller der zeitungen ihre stapel werbung dazu bekoommen, selber einsortieren und verteilen müssen. das geht natürlich schneller, wenn man 50stück afu einmal im treppenhaus ablädt...

    zumindest bei den zeitungen würde ich einach mal anrufen, denn die wissen normalerweise sehr genau welcher zusteller da dran ist und seinen auftrag nicht erfüllt.

    die post hält sich soweit ich das beobachte ziemlcih an diese aufkleber... dann müsste auch irgendein porto-vermerk drauf sein. "postwurf spezial" oder "qan alle haushalte" oder so... steht gar nichts drauf sind die bei uns nie von der post sondern von irgendwelchen zeitungen..

    dem postboten wüde ich gf mal auflauern (der kommt doch täglich, kann ja dann nicht lange dauern..) und ihn freundlich drauf ansprechen... bei dem frechen/faulen zeitungsboten dürfte das relativ zwecklos sein... da würde ich eher die zeitung selber anrufen, ggf anschreiben wenn das nichts hilft..

    Letztlich ist je nach Sachlage auch ein Unterlassungsanspruch durchsetzbar.

    Die Frage ist halt, ob man dafür (vor)leisten möchte mit dem Risiko am Ende auf Kosten sitzen zu bleiben.

    Kostenfrei wäre den Urheber der Werbung anzurufen anzuschreiben um zur Unterlaassung aufzufordern, mit dem Hinwies, dass du im Wiederholungsfall einen Anwalt damit beauftragen wirst.

    Ob sich daran gehalten wird ist trotzdem offen.

    Hallo,

    ruft doch mal bei den Firmen ein, die diese Prospekte verteilen lassen. Normalerweise reagieren die ziemlich empfindlich, wenn ihre Angstellten Werbung irgendwo einwerfen, trotz dieser Schilder. Noch größeren Ärger gibts, wenn Werbung stapelweise in Hauseingänge gelegt werden...

    lg

    Da es sich um Anzeigenblätter mit teils redaktionellen Beitrag handelt, muss Du beim Herausgeber anrufen und stornieren, da es NICHT unter Werbung läuft.
    Das klappt sehr gut.

    sagt Dir jeder Austräger.....reine Werbung, sei es EDKA Flyer, darf mit Aufkleber nicht eingeworfen werden, wenn doch, ebenfalls kontaktieren.

    Lisa

    Ich habe mir mal mehrere Wochen die Arbeit gemacht, die Werbung, die mit den Regionalzeitungsausträgern kam, bei den Zeitungsniederlassungen auf den Tresen zu klatschen, auch teils richtige zermatschte Pakete.
    Austräger, die ich erwischte, wurden von mir sowas von angeschnauzt, dass sie es sich merkten und - o Wunder - nach diesen ca. 3 Wochen war Ruhe.
    Wenn ich den Austräger nicht ermitteln kann, würde ich mich an die entsprechenden Absender (z.B. Kaufland o.ä.) wenden - aber unmißverständlich.
    Werbung mit aufgedrucktem Namen kommt von der Post und die muss eingeworfen werden wie ein Brief. Da hilft nur beim Absender zu protestieren..
    Derzeit bin ich dabei, unerwünscht zugesandte Kataloge mit der Aufschrift zu versehen "Annahme verweigert, Werbung unerwünscht" und wieder in den Briefkasten zu schmeißen.
    Ich habe alle Versandhäuser, bei denen ich bestelle, per mail gebeten, mir keine Kataloge zu schicken, weil ich nur online auswähle - war für die Katz, somit kriegen sie ihr Altpapier eben wieder zurück.
    LG Moni

    PS: Vielleicht hat auch die Verbraucherzentrale noch einen Rat ? Dort könntest Du auch noch nachfragen.

Top Diskussionen anzeigen