Flüchtling aus Eritrea tot nach Pegida Demo in Dresden gefunden

    • (1) 14.01.15 - 15:11

      http://www.huffingtonpost.de/2015/01/14/fluechtling-dresden-tot-pegida_n_6467680.html

      Hallo, ich bin total schockiert und kann nicht glauben, was ich lese. Ein Mensch, der in Deutschland Schutz und eine bessere Zukunft gesucht hat, wurde ermordet.

      Wer macht sowas? Was sind das für Menschen?

      #heul

      • Hallo!

        Du hast Recht, es ist tragisch, dass ein Flüchtling aus Angst um sein Leben ins sichere Deutschland flüchtet und dann hier erstochen wird.
        Allerdings finde ich den Artikel, den du gepostet hast, doch sehr polarisierend. Schon die Überschrift läßt einen doch glauben, dass Pegida für den Tod verantwortlich ist.
        Hier ist ein etwas neutraler gehaltener Artikel, für alle, die es interessiert:
        http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/toter-asylbewerber-in-dresden-es-war-mord-13369269.html

        LG

        Hi,

        ich habe den Artikel nicht gelesen, aber mal ehrlich: wäre da jetzt ein Deutscher/Engländer/Franzose etc ermordet worden - hättest Du auch gepostet?

        Fakt ist, es wurde ein Mensch ermordet. Passiert auch in Deutschland vermutlich täglich. Fakt ist, dass es dafür jede Mange Gründe geben kann. Und nicht jeder (egal welcher Nation!), der in Deutschland lebt oder hierher flüchtet hat eine weiße Weste.

        Vermutlich war er einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort - das ist tragisch und tut mir leid. Auch für die Angehörigen.

        Gruß
        Kim

        • Der Satz mit der weißen weste war unnötig!

          Ich stelle keine Vermutung an, wer diesen Nord begangen hat, aber das ist schon wieder so ein: ja, das ist schrecklich, aber...
          Hättest du das bei einem nichtflüchling/Migranten auch gesagt? Würdest du das auch zur Mutter sagen. "Es tut mir leid um ihren Sohn, aber vielleicht hätte er ja Dreck am Stecken? "

          Ich zitiere da mal Volker pispers: ein kleiner Teil der Migranten macht Probleme, aber ein gar nicht so kleiner Teil der nicht-Migranten macht genauso Probleme.

          • Hast Du meinen Text wirklich gelesen?

            Ich glaube nicht. Natürlich habe ich nicht jede möglich Nation erwähnt (nur ein paar beispielhaft aufgeführt bzw. "egal welcher Nation" - was auch Deutsche mit einbezieht, geschrieben).

            Es ist doch egal, wer warum und mit welcher Nation hier lebt und ermordert wurde. Mord ist schlimm - für das Opfer und die Familie.

            Und oft genug werden nunmal Menschen auch deshalb ermordet, weil sie keine "weiße" Weste haben bzw. in Kreisen verkehren, die nicht ungefährlich sind. Und da hält sich mein Mitleid mit dem Opfter tatsächlich in Grenzen - auch unabhängig von der Nationalität.

            Aus meiner Sicht wurde der Artikel nur deshalb gepostet, weil es ein Flüchtlich war, der ermordet wurde.

            Die Frage war: hätte die TE den gleichen Text auch gepostet, wenn es ein Franzose gewesen wäre, der hier Urlaub macht oder zum Arbeiten hier ist oder einfach hier gerne lebt? Ich denke nicht. Und das ist es, was mich am meisten stört. Es wird als schlimm empfunden, weil es ein Flüchtling war - und der war vielleicht wirklich nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

            "Hättest du das bei einem nichtflüchling/Migranten auch gesagt? Würdest du das auch zur Mutter sagen. "Es tut mir leid um ihren Sohn, aber vielleicht hätte er ja Dreck am Stecken?""

            Ja - hätte und habe ich, wenn Du meinen Test nochmal liest.

            • Es wurde gepostet, weil es nicht unwahrscheinlich ist dass er ermordet wurde weil er ein Fluechtling war. Und das tausende von Arschloechern jeden Montage lauthals verkuenden dass Deutschland "der falsche Ort" fuer Fluechtlinge ist spielt dabei auch ne Rolle.

              Finds aber interessant dass du dir im momentanen Klima nicht vorstellen kannst dass es rassistisch motivierte More gibt, bzw dass du die nicht weiter beachtenswert findest

              • Wieso kann ich mir das nicht vorstellen? Ich habe nirgendwo geschrieben, dass es unmöglich ist. Es ist einer von vielen möglichen Gründen.

                Mich stört einfach, dass es gepostet wird, WEIL es ein Flüchtling ist. Der gleiche junge Mann, der z.B. zum Studieren eingewandert wäre oder hier Urlaub gemacht hat, hätte diese Empörung nicht ausgelöst.

                Das ist meine Überzeugung. Ich erwarte aber nicht, dass irgendjemand diese teilt.

                • Ich vermute, dass falls er tatsaechlich einem rassistischen Mord zum Opfer fuel, den Moerderernlegal war ob er Tourist, Fluechtling, auf Studentenvisum oder gar deutscher Staatsbuerger war.

                  Rassisten machen da normalerweise keinen Unterschied.

                  • Klar - dem / den Mördern schon, aber würde es dann auch hier stehen?
                    Würde es auch hier stehen, wenn es ein nichtfarbiger Osteuropäer gewesen wäre?

                    Auch Rumänen, Bulgaren, Polen etc kommen in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Deutschland.

                    Und nur das ist es, was mich daran stört, dass es so betroffen gepostet wird. Ich bin nämlich der Überzeugung, dass es nicht gepostet worden wäre.

                    Rassismuss & Fremdenhass ist falsch, genauso wie Mord - da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren.

                Ja genau, WEIL er ein Flüchtling ist und hier Schutz und Hilfe gesucht hat. Und sein Vertrauen in Deutschland mit dem Leben bezahlt hat.

                Wahrscheinlich hofft noch jemand, dass dadurch Flüchtlinge abgeschreckt werden.

                Vorher lesen schadet übrigens nicht. Die braune Dresdner Polizei wollte den Mord zuerst vertuschen.

                • Naja, ein Mord ist schlimm, egal woher jemand nach Deutschland kommt und warum. Deutschland gilt - wie viele andere europäische Länder - als sicher und ich denke, dass ist es auch. Auch deshalb kommen viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen hierher.

                  Würde es Dich wirklich nicht interessieren bzw. hättest Du es gepostet, wenn es ein Engländer / ein Pole / Rumäne gewesen wäre? Ganz unabhängig davon, dass der Artikel von einem rassistischen Hintergrund ausgeht (den ich keinesfalls ausschließen möchte - gerade nicht in Dresden).

                  Allerdings erlaube ich mir kein Urteil darüber, ob der Mord wirklich vertuscht werden sollte. Wenn dem so ist, dann müssen übergeordnete Stellen dem Nachgehen und entsprechende Konsequenzen ziehen. Allerdings kenne ich durchaus das Prinzip "eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus" - was, wenn die Vermutung stimmt und auch die Polizei komplett "rechts" ist, mehr als wahrscheinlich eintreten wird. Aber wie gesagt, ich kann es nicht beurteilen.

                  • Ich habe es gepostet, weil es ein Flüchtling aus einer Flüchtlingsunterkunft war. Sie sind kurz vorher dort bedroht worden, es wurde versucht, die Tür einzutreten.

                    Aus den von dir genannten Ländern kann kein Flüchtling mehr kommen. Diese Leute können auch einfach so herkommen. In deren Heimatländern ist die Situation nicht vergleichbar.

                    • Natürlich sind es keine Flüchtlinge, aber die meisten hoffen auf ein besseres / sicheres Leben in Deutschland, deshalb ist es für mich durchaus vergleichbar.

                      Allerdings verstehe ich Deine Intension nun besser. Und man muss ja auch nicht zwingend immer zu einer gemeinsamen Meindung kommen.

          Ja, leider habe ich deinen post gelesen.

          Es wurde hier auch gepostet, dass Udo Jürgens gestorben ist. Der war 80 und selbst da könnten die Menschen Anteil nehmen. Genauso finden wir es auch traurig, wenn ein Kind stirbt, aber bei einem 20 jährigem Flüchtling ist es demnach überflüssig?

          Mord ist IMMER ein Verbrechen! Und einfach mal zu unterstellen, dass Opfer von morden ja hauptsächlich auch eine Mitverantwortung tragen, strotzt nur so von Vorurteilen.

          Und ich glaube dir nicht, dass du bei der Schlagzeile "30-jährige Mutter eines 3 jährigem Kindes im Hauseingang ermordet" den gleichen Müll geschrieben hättest.

          • Nein, Du hast es nicht gelesen - zumindest nicht sinnerfassend.

            Ja, manche Opfer tragen eine Mitschuld, andere sind einfach zur falschen Zeit am falschen Ort oder haben schlicht Pech gehabt. Macht es nicht besser und es ist tragisch (was ich auch schon im ersten Text geschrieben habe) und es tut mir leid für die Angehörigen.

            Und ja - die von Dir angesprochene Mutter gehört für mich in die Kategorie "falsche Zeit / falscher Ort" und würde mir genauso leid tun, wie der junge Mann aus Eritrea (warum auch immer er ermordet wurde) - und noch mehr leid tun mir die Angehörigen der Opfer. Die müssen nämlich mit dem Verlust leben.

            Ach so... mir tun auch die Angehörigen von Udo Jürgens leid, weil sie einen Angehörigen verloren haben, aber er selbst war alt, hatte ein erfülltes Leben und ist auf eine Art gestorben, die sich wohl jeder wünscht. Von mir aus hätte er 100 werden können - ist er aber nicht und das ist nunmal der Laufe der Dinge, dass wir irgendwann alle gehen müssen. Schön ist es, wenn es wie bei Udo Jürgens ist. Schlecht ist es, wenn jemand ein Leben einfach so nimmt (aus welchen Gründen auch immer).

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