Angststörung??

    • (1) 18.01.15 - 19:05

      Hallo zusammen,

      ich weiß nicht, in welche Kategorie im Forum mein Problem am ehesten passt. Sollte ich hier falsch sein, bitte verschieben.

      Zum Thema: ich habe panische Angst, davor nachts alleine Zuhause zu sein.

      Mein Mann ist aktuell auf Geschäftsreise, ich bin mit meinem Sohn also alleine.

      Sobald es auf die Nacht zugeht, bekomme ich Panik. Panik vor Einbrechern. Dass irgendwer hier einsteigt und uns etwas antut.

      Ich liege stundenlang wach und traue mich nicht, die Augen zuzumachen. Dauernd sehe ich vor meinem inneren Auge, dass die Schlafzimmertür aufgeht, jemand reinkommt und uns umbringt. Ich traue mich nachts nichtmal auf Klo.

      Ich steigere mich da so dermaßen rein, ich kann irgendwie nichts dagegen machen. Ich weiß, es sind alle Rolläden unten, die Türen verriegelt, wir haben sogar Kameras vorm Haus.

      Normalerweise ist mein Mann maximal eine Nacht weg, das krieg ich dann irgendwie hin. Aber nun ist er über ne ganze Woche weg und ich drehe durch.

      Kennt das jemand von euch?? Ich hab keine Ahnung, wo das herkommt, ich habe das quasi schon immer. Früher ging's einigermaßen, aber seitdem unser Sohn da ist, komme ich überhaupt nicht mehr klar.

      Habt ihr eine Idee, wie ich das in den Griff kriegen könnte? Denn so kann ich das nicht mehr viel länger. Ich war schon kurz davor, uns für ne Woche ins Hotel einzuquartieren.

      Viele Grüße

      • Hallo,

        ich kann Dir leider nicht wirklich helfen, aber ich hatte das über 15 Jahre auch ganz schlimm. Bei mir lag es vermutlich daran, dass tatsächlich mal jemand versucht hat in mein Elternhaus einzubrechen und ich den Einbrecher als Kind am Fenster rumwerkeln sehen hab. Als ich irgendwann alleine gewohnt hab, hatte ich jede Nacht ganz schlimme Angst, vor genau den Dingen die Du aufführst. Ich hab mich zu Hause regelrecht verbarrikadiert und nur mit einem Messer neben dem Bett geschlafen. Und trotzdem hatte ich panische Angst. Wenn ich keinen Partner hatte, habe ich ganz oft meine beste Freundin bei mir schlafen lassen.

        Irgendwann hab geheiratet und bin mit meinem Mann in ein Einfamilienhaus gezogen. Hier in der Gegend wurde auch sehr häufig eingebrochen. Die ersten Nächte wo mein Mann auf Geschäftsreise mußte waren der Horror. Irgendwann wurde es mit meiner Angst besser. Ich kann nicht genau sagen warum. Vielleicht weil wir jetzt Kinder und einen großen Hund haben. Ich hab zwar nachts immernoch ein bißchen Bammel, aber bei weitem nicht mehr so schlimm. Ich hatte mal mit einer Psychologin über das Thema gesprochen und sie sagte es wäre eine beginnende Angststörung. Da kann man mit einer Therapie was machen.

        LG und auf dass die einsamen Nächte schnell vorbei sind

        Hallo,

        gibt es vielleicht die Möglichkeit, dass für die Zeit, die dein Mann weg ist, jemand anders bei euch übernachtet?

        Deine Mutter, Schwester, Freundin... ?!

        Oder habt ihr mal über eine Alarmanlage nach gedacht, wenn es dich wirklich so beeinträchtigt?

        VG! #winke

        Da hilt kein Aufrüsten rund ums Haus und auch ein zeitweiliger Auszug wenn dein Mann nicht da ist, beseitigt nicht das grundlegende Problem.

        Denk mal darüber nach

        http://www.lebenshilfe-abc.de/angst-panik-therapie.html

      Vielleicht kannst du das mit einer Therapie in den Griff kriegen.

      Es nützt ja nichts, dem Auslöser deiner Angst auszuweichen. Es geht darum, keine Angst mehr zu haben, wenn die Situation eintritt.

      Wenn also dein Mann dich über Nacht nicht mehr allein lässt, wenn du dich ins Hotel einmietest, wenn eine Freundin oder die Mama bei dir schläft, dann löst du deine Angst nicht auf, sondern umgehst nur die Auslöser. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit aber weitet sich deine Angst dann nachher noch aus.

      Es wäre also weitaus gesünder, bald einen Therapeuten aufzusuchen, der das mit dir angeht. Damit du auch allein schlafen kannst, ohne diese Angstgedanken zu erleiden.
      Nur Mut, das kann funktionieren. Und es würde deine Lebensqualität deutlich verbessern.

      Alles Gute und

      L G

      White

    • Hallo, ich kann das erstehen, wir bauen gerade und ich überlege, einen großen Hund anzuschaffen.

      Lass Deine Ängste behandeln, das ist doch so kein Leben.

      Emotionscoaching mit Hypnose wird Dir helfen, die Angst aufzulösen und wieder ein normales Leben führen zu können.

      Alles Gute!

      Schau mal hier, hier berichten auch andere darüber:
      http://forum.gofeminin.de/forum/f231/__f1924_f231-War-bei-der-Hypnose-gegen-angste-BiEN.html

      Hallo,

      eine Angststörung wird da zum Problem, wo sie die Lebensqualität massiv einschränkt.

      Und das tut sie bei Dir.

      Such Dir professionelle Hilfe, um Deine Angst in den Griff zu bekommen.

      Und bis Du aus der Spirale raus bist, übernachte vielleicht bei Freunden oder der Familie.

      GLG #klee

      Hallo

      Ich habe das auch und zwar so massiv, dass ich NIEMALS nachts alleine bleiben würde.

      Klingt wahnsinnig anstrengend, ist es auch.

      Wenn mein Mann über Nacht unterwegs ist, schlafe ich mit den Kindern bei meinen Elter, oder unser "Bezahlbabysitter" der glücklicherweise Single ist und seit Jahren fast zur Familie gehört schläft im Gästezimmer.

      Ich habe diese Angst, stehe dazu, erzähle das auch und arrangiere mich damit.

      Da ich das Problem des Alleinseins nicht allzuoft habe, akzeptiere ich meine Angst. Für eine Therapie fehlt mir die Zeit und der Elan.

      LG#klee

      • Hmm, ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Vorgehen ein bisschen unbedacht finde.

        Für eine Therapie, die dafür sorgt, dass man wieder normal leben kann, sollte man IMMER Zeit und Elan haben.

        Ich hatte/habe auch eine depressive Angststörung. Ich werde in vielen Bereichen immer ein etwas ängstlicherer Mensch bleiben, ABER ich kämpfe dagegen an und lasse die Angst nicht grösser werden.
        Problem bei einer Angststörung ist oft auch, dass die Ängste sich ausweiten und auch auf andere Gebiete überschlagen.
        Deshalb sollte man schon den Anfängen wehren.

    Hallo,

    Ich hatte immer Angst alleine zu sein. Wenn er nur das Problem ist....

    ...seitdem wir einen Hund haben, hat sich dies vollkommen erledigt. Ich weiss, dass der Hund seehr gut aufpasst.

    LG

    Hallo ihr Lieben,

    ich danke euch sehr für eure Antworten, vor allem für das Verständnis. Nicht selten bekomme ich zu hören, ich solle mich nicht so anstellen.

    Ich werde das Thema nun angehen und mir einen entsprechenden Therapeuten suchen. Weiß jemand, wie ich das am besten angehe? Erst zum Hausarzt?

    Nochmal herzlichen Dank und viele Grüße!

Top Diskussionen anzeigen