Hund hat angeblich Katze gebissen

    • (1) 20.01.15 - 23:41

      Hallo

      Wir haben folgendes Problem.
      Vor ca. 2 Wochen haben wir uns einen Hund angeschafft, einen kleinen Mischling. Wir waren auch mit ihm zum Tierarzt dort ist er geimpft worden und er ist kerngesund.

      Wir wohnen in einen Mehrfamilienhaus und unsere Nachbarin unter uns hat 2 Katzen. Die Katzen schlafen und essen im Keller und laufen auch im Treppenhaus hin und her, sogar in unsere Wohnung hat sie sich schon geschlichen. Auch durchs Dorf laufen sie umher. Die Katzen sind ihr mal zugelaufen, sie hat sie gefüttert und seitdem hauen sie nicht mehr ab.

      Vor ein Paar Tagen passierte nun folgendes: Unser Hund mag keine Katzen. Als er die sah jagte er die runter zum Keller. Er hatte sich losgerissen, er ist irgendwie durchs Halsband geschlüpft. Dort kam es dann zum gebell und die Katzen haben gefaucht unser Hund lief darauf dann weg. Gesehen was da unten abging hat keiner. Gesehen wurde nur wie er sich los riss und die Katzen jagdte. Wohlgemerkt unser Hund hat noch niemanden gebissen. Dasdie Katzen aber bei ihr In der Wohnung wohnen das möchte sie nicht.

      Unsere Nachbarin war nun nicht gerade begeistert davon. Die eine Katze hat am nächsten Tag nichts gegessen und hätte wohl Fieber. Sie fuhr zum Tierarzt und sagte noch vorher, wir sollten die Rechnung übernehmen.

      Heute war in unser Briefkasten einen Briefumschlag mit einen Brief + Rechnung.

      Im Brief stand drinnen das wir die Rechung innerhalb 14 Tage bezahlen sollen + Fahrkoste, (Nachweis der Fahrkosten hat sie nicht). Ansonsten will sie das Ordnungsamt einschalten gegebenfalls auch ihren Anwalt. Anhand der Rechnung kann ich nicht erkennen das dies durch einen Biss hervorgerufen worde, auch nicht das irgendwie ein Biss vorhanden war bzw. behandelt wurde.

      Wir haben eher die Vermutung die Katze war schon vorher krank und sie hat es provoziert das der Hund irgendwas tut. Sie stand ja mit der Nachbarin im 1.OG, während die Katze vorne an der Haustür standen und Sie hat uns auch kommen sehen mit den Hund. Also sie hat jetzt auch nichts getan das sie die Katzen vorher wegholt.

      Wir haben daher auch nicht vor die Rechnung zu bezahlen und selbst mal einen Anwalt zu befragen. Was meint ihr? Wie sieht den unser Recht aus? Hatte schon einmal jemand solch einen Fall oder kennt sich jemand aus?

      So das wars erstmal, schönen Abend noch.

      • In die Rechnung muss eine Diagnose stehen!
        Steht da was von Biss?
        Oder was anderes?
        Fahhrtkosten müssen nachgewiesen sein.
        Es reicht eine Bestätigung vom Tierarzt das die Katze an dem Tag dort behandelt wurde, ohne Nachweis gilts aber ein festen Satz nur.
        Freilaufende ungeimpfte Katzen haben schnell alles mögliches an Krankheiten.

            • Also wenn da nichts von einer Bißverletzung steht, gibt es auch kein Geld.....ganz einfach. Und selbst dann sollte da stehen, das es eine frische Bißwunde ist, Katzen kloppen sich andauernd und meistens merkt es erst Tage später das was nicht stimmt. Laß sie einschalten wen sie will.

      Hallo,

      aaalso, wir haben einen Kater, der ein richtiger Raufbold war in jungen Jahren :-) Der hatte öfter mal Bisswunden (auch mal von einem Hasen #schock) - was wir aber grundsätzlich erst nach ein paar Tagen gemerkt haben, wenn er nicht mehr gefressen hat wg Schmerzen. Dass die Katze deiner Nachbarin bereits am nächsten Tag krank war, kommt mir etwas komisch vor.
      Ich würde eine Rechnung verlangen, auf der die Diagnose steht (bei uns stand immer Behandlung einer Bisswunde).

      Wie`s rechtlich aussieht, kann ich dir leider nicht sagen.

      LG Claudia

    • Hallo,

      "Vor ca. 2 Wochen haben wir uns einen Hund angeschafft, einen kleinen Mischling..."

      "Wohlgemerkt unser Hund hat noch niemanden gebissen"

      Das kannst du aber nur über die zwei Wochen sagen, wo du ihn hast, oder??
      Ich bin selbst HUndebesitzerin.

      Du als Hundehalter bist in der Pflicht, deinen Hund so zu sichern, dass er nichts und niemanden schädigen kann. Unabhängig davon, ob dein Hund Katzen leiden kann oder nicht, hast du dafür Sorge zu tragen, dass dein Hund die Katzen der Nachbarin nicht belästigt. Dabei ist es unerheblich, ob der Hund ausversehen aus dem Halsband geschlüpft ist oder nicht.

      Ich hoffe, dass du eine Haftpflichtversicherung für deinen Hund abgeschlossen hast. U. U. kannst du die Forderung der Katzenhalterin gegen dich, so sie sich als haltbar erweist und der Hundebiss vom TA bestätigt werden kann, von der Versicherung regulieren lassen.
      Ich hoffe auch für dich, dass ihr den Hund vorschriftsmäßig zur Hundesteuer angemeldet habt. Sollte die Nachbarin euch doch beim Ordnungsamt anzeigen und der Hund ist noch nicht angemeldet (ich meine, du hast dafür zwei Wochen Zeit) bekommst du zusätzlich noch ein Bußgeld aufgedrückt.

      Du hast aber schon etwas davon gehört, dass ein Hund, bei dem es zum Beißvorfall gekommen ist (ja auch andere Tiere zählen dazu) Gefahr läuft, als "gefährlich" eingestuft zu werden. U. U. musst du dann mit deinem Hund einen Wesenstest absolvieren, wenn du ihn behalten möchtest.

      Ich kenne solche Fälle zur Genüge, ich bin ehrenamtlich im Tierheim tätig. Was meinst du, wie viele so genannte "Vorfallshunde" hier sitzen, die von Amts wegen eingezogen wurden, weil die Halter keine Anstalten gemacht haben, den auferlegten Wesenstest (Kosten bei uns ca. 600 € mit Vorbereitung) zu absolvieren.

      Ich würde noch einmal genau abwägen, ob ich nicht die Begleichung der TA-Rechnung die günstigere Variante für dich und vor allem für den Hund darstellt. Und vor allem sichere deinen Hund in Zukunft ggf. doppelt mit GEschirr und Leine, damit er nie wieder eine Katze belästigen oder gar beißen kann.

      Alles Gute

      Nici#winke

      • Bei den Steuern ist er angemeldet, allerdings brauchen wir dort nichts bezahlen da mein Freund 100% behindert ist, darunter auch Sehbehindert. Er ist auch als alleinger Hundehalter eingetragen.

        • Also ich würde ihr sagen das es an sich nicht dein Hund gewesen sein. Kann sollte es nachweislich eine Bisswunde gegeben haben ( dann lass es dir vom Tierarzt bestätigt zeigen ) dann würde ich mir vorbehalten die Rechnung zu übernehmen. Denn sollte es dein Hund gewesen sein würde ich selbst natürlich dafür gerade stehen. Solange sie dir aber nur mit fadenscheinigen Sprüchen kommt, die Bisswunde nicht bewiesen ist ( auch nicht ob sie älter ist oder neuer) würde ich gar nichts zahlen. Katzen zwischen Hausflur und Keller zu halten hmmm ist eh so ne Sache. Gut die sind auch draußen unterwegs. Aber sie füttert die fremden Katzen an, behält somit fremdes Eigentum, will sie in ihrer Bude nicht haben aber regt sich auf wenns draußen Probleme gibt? Hm das muss an sich auch nicht sein!

          Ela

      Nun ja. Katzen haben aber auch nichts im Hausflur, bwz im Keller zu suchen. Wenn die Nachbarin keine in der Wohnung haben will, kann sie sie nicht einfach im Keller einquatieren.

      Nehmt euch ebenfalls einen Anwalt. Wenn der Hund sie nur erschreckt hat, kann sie nichts fordern. Dann hat sie PEch gehabt.

      Wie hoch ist die Rechnung?

      • Hallo,

        "Nun ja. Katzen haben aber auch nichts im Hausflur, bwz im Keller zu suchen. Wenn die Nachbarin keine in der Wohnung haben will, kann sie sie nicht einfach im Keller einquartieren"

        Das sehe ich natürlich genauso. Ein Wunder, dass das die anderen Mieter und vor allem der Vermieter so mitmachen.

        LG

        Nici

    Aber es muss doch nicht jeder Hund einen Wesenstest machen.

    Und was ist mit Katzen? Die können auch Hunde belästigen oder gar kratzen und beißen. Das muss man sich dann gefallen lassen?

    • Hallo,

      bei Hunden, die auf Grund von Beißvorfällen von Amts wegen eingezogen werden, bekommen die Auflage, einen Wesenstest zu absolvieren, wenn der Besitzer sie zurück haben will bzw. sie an einen neuen Hundebesitzer vermittelt werden sollen.

      Kannst dir sicherlich vorstellen, dass diese Hunde es besonders schwer haben, wieder aus dem Tierheim rauszukommen. Und meist passieren die Beißvorfälle auf Grund von Fehlern des jeweiligen Besitzers. Ich habe noch nicht einen von diesen Hunden erlebt, der grundsätzlich bissig gewesen wäre.

      Im Fall der Eingangsposterin wollte ich zum Ausdruck bringen, dass sie ihren Hund auf Grund der Katzen ganz besonders gut zu sichern hat, weil es im Wiederholungsfall eben doch zu einer Anzeige beim Ordnungsamt kommen kann. Und dann hat sie den Ärger und ist in der Beweispflicht.

      Das die Katzenhaltung der Nachbarin im Keller und im Hausflur natürlich auch unter aller Kanone ist, steht auf einem anderen Blatt. Hier muss der Vermieter eingreifen

      LG

      Nici

Hallo,

jetzt mal ganz abhängig davon, ob euer Hund die Katze gebissen hat.

Ihr müsst trotz allem dafür sorgen, das er fest an der Leine ist, wenn ihr die Wohnung verlasst. Und da zählt auch nicht "er ist irgendwie durchs Halsband geschlüpft". Überspitzt gesagt, es hätte auch ein Kind sein können... und da hätte die Ausrede auch nicht gegolten.

Wenn sich ein Hund losreißt, ist es in 1. Linie erstmal Schuld der Besitzer..

lg

Hallo,

ich würde die Rechnung bezahlen und gut ist es.

Das kann nämlich ganz schnell nach hinten los gehen, wenn Dein liebes Hundchen sich das nächste Mal losreißt und vielleicht die Nachbarin zwickt.

Ihr habt dafür zu sorgen, dass der Hund nichts und niemanden gefährdet.

GLG

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