Tod eines 3 jährigen

    • (1) 22.01.15 - 20:33

      Hallo zusammen.

      Bei uns in der Region kam es letzte Woche zu einem schrecklichen Todesfall. Ein 3 jähriger wurde wohl von seinem Stiefvater zu Tode geprügelt.

      <a href="http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/tragoedie-in-lenzkirch-chronik-eines-absehbaren-todes"; target="_top"><strong>Tragödie in Lenzkirch: Chronik eines absehbaren Todes?</strong>

      ( ich hoffe der Link funktioniert)

      Mich lässt das einfach nicht los! Ich habe selber einen dreijährigen Sohn und mal abgesehen von dem schrecklichen Leben das der Junge hatte frage ich mich wie die Beteiligten so weg schauen konnten.

      Einzig die Uniklinik hat ihr bestes getan. In einem anderen Artikel steht das sie sogar Strafanzeige gestellt haben. Sowas tut man nicht als Uniklinik wenn man sich nicht sicher ist.

      Was läuft den nur schief in dieser Welt? Sind unserer Ämter so unterbesetzt? Steht das elternrecht über dem wohl des Kindes?

      Ich könnte einfach nur ko..... Ich mag etwas voreilig sein aber ich bin mir sicher das es keine Konsequenzen haben wird. Alle haben ja jemand anderem dem sie die Schuld zu weisen können.

      Sorry das musste jetzt einfach mal raus.

      Lg

      • Das ist regelmäßig unfassbar. Jede Woche kommen 3 Kinder in Deutschland gewaltsam ums Leben. Grade mit einem Kind im gleichen Alter sieht man den Vergleich oder das Gemeisame und ist erschüttert. Das kenne ich auch.

        LG

        Guten abend....ich hab den linken jetzt nicht öffnen können aber ich finde es auch schrecklich was Kindern in unserem Land alles passiert. Meine Freundin hat ein pflegekind und allein da ist es erschreckend was die leibliche mutter sich als erlauben kann ohne dass das Jugendamt oder der Gesetzgeber etwas tut. Ganz ehrlich ich glaube das Elternrecht steht wirklich über dem kinderwohl weil es auch hier niemanden wirklich interessiert ob das Kind unter dem verhalten der Mutter leidet. Ich bin mir sicher dass irgendwas bei uns im Land diesbezüglich falsch läuft.

        Eine kerze für den kleinen mann....
        Nachdenkliche grüße ina

        Ich bzw bekannte haben die Erfahrung gemacht das man das Jugendamt absolut vergessen kann in unserer Region. Unfähige Menschen. Die bekannten haben sich ans Jugendamt gewendet weil sie mit ihrem Kind nicht mehr zurecht kommen, vielleicht läuft schief und sie haben um Hilfe gebeten. Wie diese Hilfe aussieht ist ein Witz. Inkompetenz weit und breit. Die Familie ist hilflos aber offenbar muss erst jemand zu schaden kommen bevor die handeln. Besonders liebe ich Unfähige Mitarbeiter die sagen “ ich rufe Sie zurück" das war vor Weihnachten. Die gute Frau hat es nicht für nötig gehalten.

        Wie dem auch sei, ich denke solche Missstände gibt es oft.

      • Ich versuche es jetzt nochmal mit dem Link

        http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/tragoedie-in-lenzkirch-chronik-eines-absehbaren-todes";

        Das es überall Missstände gibt ist furchtbar.
        Diesem Jungen hätte geholfen werden können wenn die Staatsanwaltschaft das Verfahren nicht eingestellt hätte. Es gab keine zeugen! Aber sehr wohl ärztliche und gerichtmedizinische Befunde. Der Junge wurde zwei mal in der Klinik stationär behandelt. Die Klinik hat sich ganz klar gegen die Rückgabe des Kindes in die Familie ausgesprochen.

        Das Jugendamt war laut Aussage der Leiterin der Meinung das eh kein Familiengericht der in Obhutnahme zugestimmt hätte daher wurde es nicht mal versucht. Die dorfhelferin die Inder Familie tätig war ist die Cousine des Mannes.

        Ich könnte noch viel mehr schreiben aber das sprengt den Rahmen. Das meiste sind übrigens keine Zeitungsartikel sondern Stellungnahmen der einzelnen Behörden und der Klinik.

        Wenn der Link wieder nicht funktioniert könnt ihr auch einfach bei badische-Zeitung.de nachlesen

        Lg

        Es sind irgendwie immer die Stiefväter. Wie auch bei Kevin, der tot im Kühlschrank gefunden wurde.

        Die Mutter hat auch Anteil daran, wieso zieht sie mit diesem Mann wieder zusammen?

        Ich hoffe, die Verantwortlichen beim Jugendamt werden verurteilt.

      • Lese mal "Deutschland misshandelt seine Kinder" da sind teiweise die Hintergründe schön erklärt. Ist aber keine leichte kost.

        Oftmals sind Jugendämter überlastet oder können nicht eingreifen, weil die Elternrechte so stark sind... Hier im Kreis haben sie probiert ein 1 Jähriges rauszuholen, Familiengericht abgelehnt die Inobhutnahme, 3 Monate später war ein Grosseinsatz mit Polizei und keiner wusste in dem Moment noch, ob das Kind überlebt oder noch lebt...

        Es hat überlebt. Vom Entwicklungsstand, muss es wie ein 2 Monate alter Säugling sein...

        Ich finde es erschreckend, dass Jugendämter auch auf eindeutige Hinweise oft nicht oder nicht zeitnah (genug) reagieren.

        Ein Verwandter von mir hat mal eine Mutter beim Jugendamt angezeigt, weil deren 8 Monate alter Sohn aussah wie acht Wochen alt und nur starr geradeaus blickte. Der Lebenswandel der Dame war bekannt und ließ nichts Gutes vermuten.

        Nach zwei Wochen ohne Reaktion des Jugendamtes hat der Anzeigende den Amtsleiter aufgesucht und ihm angeboten ihn anzuzeigen und die Presse zu informieren. Zwei Stunden später standen Polizei und Jugendamt vor der Wohnungstür der Mutter. Den Notarzt hat man dann auch zügig gerufen.

        Der Junge war zwei Monate in der Kinderklinik und kam von dort in Langzeitpflege. Inzwischen ist er ein Schulkind, besucht eine Förderschule und wird mit den Folgen seiner frühen Kindheit sein Leben lang zu tun haben.

        Die Mutter hat das Kind danach nie wieder in die Hände bekommen, auch ein Besuchsrecht wurde ihr nicht eingeräumt.

        Das zweite Kind (vier Jahre älter) hat man bei der Mutter gelassen.

        Wenn jetzt jemand fragt, warum ich die Details so genau kenne: es handelt sich bei der Kindsmutter um ein "angeheiratetes Stiefkind" in der entfernten Verwandtschaft. Die Ehe, die zu diesem Verwandtschaftsverhältnisses führte, wurde ein gutes Jahr später geschieden. Die Oma des Säuglings sah das Kind nämlich regelmäßig und hat nicht eingegriffen, das war für ihren Ehemann etwas zu viel.

        Lg,
        fina

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