Was können die Bürger tun?

    • (1) 29.01.15 - 13:05

      Hallo,

      hoffe, mein Thema passt hier rein. ;-)

      Wir wohnen in einer verkehrsberuhigten Straße, die als Schulweg von sehr vielen Kindern und Jugendlichen genutzt wird.

      Vor einigen Jahren wurde die Straße von der Stadt für ca 6Mon als Umleitung genutzt. Auch jetzt noch sehr praktisch für viele, man gewinnt ca 150m #klatsch zum früheren Weg.

      Laut Auskunft des Ordnungsamtes hat sich die Anzahl der durchfahrenden Autos verdreifacht, und leider auch die GEschwindigkeit, die zum Durchfahren genutzt wird.

      Rein rechnerisch rast alle 3Min ein Fahrzeug zu schnell durch unsere Straße, plus die anderen, die noch fahren.
      Grad heute morgen habe ich einen Raser gestoppt, als die Laufgruppe meiner Tochter sich aufn Schulweg machte. :-(

      So. Wir, die Anwohner, würden gern die Stadt um Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung bitten. Wie können wir am besten vorgehen?

      Aktuell sammeln wir Interessenten, die mitwirken möchten. Haben auc versucht, mit der Stadtverwaltung einen Gesprächstermin zu organisieren, wir warten auf Rückmeldung.

      Habt ihr Ideen? Danke und Gruß: Sushi

      • Hallo,

        ich finde es toll, dass ihr euch engagiert #pro

        Auf jeden Fall würde ich versuchen, die Presse mit ins Boot zu holen- ein bisschen öffentlicher Druck kann ja nicht schaden.

        Habt ihr schon Bodenwellen oder diese Betonkübelhindernisse ?

        LG

        • danke, wir würden auch diese Kübel bevorzugen.
          Eventuell müssen wir es selbst zahlen, da befürchte ich, dass die meisten zurückschrecken werden.
          Weißt du, wer uns da Auskunft geben kann?

          Die Presse ... hmmm.... ich glaube, da bin ich zu sehr Angsthase...#schwitz ich wüsste gar nicht, was ich da schreiben/sagen soll. Ideen? #zitter

          • Hallo,

            ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr als Anwohner das zahlen müsst, wenn ihr es vernünftig begründet.

            Vor der Presse brauchst du keine Angst zu haben. Letztendlich ist es ein Tauschgeschäft, die brauchen Stoff um ihre Seiten zu füllen, dir nutzt die Publicity.

            Es gibt da verschiedene Wege. Zum einen kannst du natürlich einfach mal nach den Kontaktdaten eurer lokalen Presse schauen und eine Mail schicken oder Anrufen. Zum anderen könntest du auch die Konversation mit der zuständigen Behörde einfach weiterleiten, die Zeitung (en) in den CC setzen oder eine Kopie des Briefes hinfaxen /einscannen und hinschicken.

            Insgesamt würde ich dabei einen freundlichen aber bestimmten "Wir wollen unsere Kinder vor einer Gefahr durch Raser schützen"- Ton anschlagen, die Sachlage und eure Ängste schildern, vielleicht 1,2 Fotos mitschicken und ein persönliches Gespräch anbieten.

            Ich kann mir gut vorstellen, dass sowas im Lokalteil platz findet.

            Viel Erfolg!

      Meine Nichte wohnt in einem ländlichen Teilort, Straße hat schon 30er Begrenzung, trotzdem wurde gerast, obwohl hier auch viele Kinder unterwegs sind. Die Anwohner griffen zur Selbsthilfe.....die Bauern ließen ihre landwirtschaftlichen Maschinen und teilweise auch Fahrzeuge so am Straßenrand stehen, sodass Durchfahrende zu einem langsamen Slalom gezwungen wurden. Dazu noch Schilder "Fahr DU gemäß Vorschrift, dann räum ICH auch meinenen Trecker wieder weg". Ganz ohne Ordnungsamt usw. #cool
      Die Ämter interessiert das meist nicht. Kurze Ortsbesichtigung, ach - ist doch alles in Ordnung - fertig.
      Es dauerte gerade mal einen Sommer lang, dann fuhren sie in der o.a. Straße wieder "normal". Ausreißer gibt's immer, aber kein Vergleich zu früher.
      Weiß aber nicht, ob das bei euch realisierbar ist.
      LG Moni

      PS: Ich würde nicht "versuchen, einen Gesprächstermin zu organisieren", sondern würde den Bürgermeister lediglich schriftlich fragen, WANN er zu einem Ortstermin vorbeikommt. Nicht so zaghaft, sonst machen die garnichts.

      • danke dir.

        klingt sehr gut.
        wird bei uns nicht klappen. mal von den fehlenden maschinen abgesehen. #rofl

        die bürgermeisterin habe ich direkt kontaktiert, leider hat sie mich postwenden an den nächsten verwiesen.
        aber die idee mit dem ortstermin ist prima, werden wir angehen! danke danke!

      • Und dann kommt die Feuerwehr nicht durch oder der Krankenwagen....ganz toll.

        Eines meiner Patenkinder mußte auf diese Art 15 Minuten länger auf den Krankenwagen warten während eines heftigen Epilepsieanfalls, weil dort einige Anwohner ähnliches veranstalten und der Krankenwagen dann einen anderen, längeren Weg nehmen mußte.

        Ein anderes mal stand die Feuerwehr sage und schreibe 10 Minuten dort rum, ehe Platz zur Durchfahrt war, während sich ein Kaminbrand in einem Nachbarhaus austobte.

        So richtig toll kann ich sowas nicht finden :-(

        Gruß

        Andrea

        • Wir parken hier auch strategisch damit langsamer gefahren werden muss aber es passt immer noch problemlos die Feuerwehr und ein Laster durch.

          Bei uns ist der Kindergarten und am schlimmsten sind die Eltern die ihre Kinder schnell in den Kiga bringen. Seit weiter hinten ein Neubaugebiet entstanden ist haben wir noch mehr Verkehr der sich weder an die 30 noch an das Spielstraßenschild hält.

          Deswegen parken wir abwechselnd draußen auf der Straße weil die Stadt überhaupt nicht in die Pötte kommt und so können wir zumindest das gerase etwas eindämmen.

          Soetwas wie du beschreibst gibt es bei uns nicht.

          • Frühchenomi schrieb das diese Straße nur noch in langsamem Slalom befahrbar war.

            Wenn normale PKW zu einem langsamen Slalom gezwungen werden, dann ist das ungehinderte Durchkommen eines Löschzuges definitiv nicht mehr gewährleistet.

            Wenn ihr das so im Griff habt ist das ja eine ganz andere Geschichte.

            Lg

            Andrea

        Also das ist schlimm. Wobei ich bezweifle, dass die Anwohner daw dauerhaft durchführen können. Ggf war das ein schlimmer Zufall.

        Bei uns gibt es in unmittelbarer Nähe zwei Wege, die ggd auch für die Feuerwehr etc mit 150m Unweg maximal befahren werden könnte.

        Ich denke, dass bei uns niemand in der Nachbarschaft die Straße so zuparken würde.

        Man muss aber auch Abhilfe schaffen können. Wenn jemand dadurch zu Schaden kommt, ist es genauso schlimm, wie ein angefahrenes Kind auf der Straße. Leider kann man nicht überall an die Vernunft der Mitmenschen appellieren.

        • Leider kein Zufall dort wird seid Jahren so geparkt, ab und zu gibts "Schimpfe" vom Ordnungsamt, dann ist es eine Weile gut, aber dann gehts von vorne los.

          Es ist und bleibt ein schwieriges Thema und ich habe auch jede Menge unnette Gedanken wenn hier einer die Straße ( Wohnbereich/Schrittgeschwindigkeit) mit 50 raufbrettert.

          Lg

          Andrea

      Absoluter Quatsch - da sind sogar Mähdrescher durchgekommen, dann kommt auch die Feuerwehr durch. Es ging nicht ums Versperren sondern ums Langsam machen.
      LG

Ich will eigentlich gar nicht blöd rumunken, weil ich das Engagement gut finde und die Methode bei euch ja offenbar geholfen hat!

Möglichen Nachahmern würde ich aber zu bedenken geben: Trecker versperren nicht nur den Weg, sondern auch die Sicht auf spielende Kinder.

Und wenn dann ein Ball am Trecker vorbei Richtung Straße rollt, und ein Kind hinterher... #schwitz

Hi,

bei uns parken auch viele Autos auf der Straße sooo schön, da sie denken, dass es eine verkehrsberuhigende Wirkung hat.

ABER, die Kinder haben dadurch gar keine Übersicht mehr, was auf der Straße los ist.

Ist Slalom fahren besser oder ein Auto was schneller fährt aber gesehen wird?
Solange die Kinder auf dem Fußwge bleiben und diesen nicht unnötig hin und her überqueren sind sie doch eigentlich nicht mehr gefährdet, als wenn man an einer normalen Straße wohnt.

Lisa

Top Diskussionen anzeigen