Sollen wir verstorbenen Nachbarn zur Beerdigung Geldkarte zukommen ...

    • (1) 07.06.06 - 11:37

      Hallo,

      wir haben folgendes Problem.

      Unser alter Nachbar ist am Sonntag verstorben. Dieser Nachbar war auch schon der
      Nachbar meiner Schwiegereltern, als sie noch in unserem Haus gewohnt hatten. somit
      sind sie miteinander befreundet.

      ABER seit wir dieses Haus haben, wollte uns der Alte und seine Frau ständig ans Zeug flicken. Wir haben
      den Hof aufgerissen (war asphaltiert) und einen Garten daraus gemacht. Der Alte wollte
      uns vorschreiben, dass wir das rückgängig zu machen hätten, da ja jetzt das
      Regenwasser in sein Haus fließen könnte #augen. An die Argumentation, die er meinem
      Schwiegervater vor 30 Jahren gab, das die asphaltierung das Regenwasser an seiner
      Hauswand staut und dadurch sein Haus schaden nimmt, konnte er sich plötzlich nicht
      mehr erinnern.

      Jetzt kann das Wasser wieder in den Boden sinken und zum Grundwasser laufen. Das
      was er vor 30 Jahren beibehalten wollte! Jetzt ist es aber plötzlich wieder falsch
      #kratz#augen#kratz

      Naja, jedenfalls gibt es zwischen uns jetzt kein gutes Verhältnis mehr.

      Nun meine Frage. Sollen wir das Kriegsbeil begraben und zur Beerdigung der Ehefrau des
      verstorbenen eine Karte mit Geld zukommen lassen? Dazu sei noch angemerkt, dass wir
      vor 3 1/2 wochen unseren zweiten Sohn bekommen haben und uns die Nachbar nicht
      mal gratuliert haben.

      Sollen wir jetzt die ersten sein, die nachgeben? Oder sollen wir so tun, als wenn uns das
      nichts angeht?

      Wie würdet ihr handeln?

      LG
      birgit

          • Danke für die Aufklärung, bei uns gibt es so was nicht.

            Zwackelmann

            • Bei uns ist es auch üblich, daß man Geld zur Trauerkarte legt. So kann es später für Grabschmuck verwendet werden. Ist ja schade, wenn man ein teures Gesteck kauft, daß nach einer Woche im Müll landet. Mit dem Geld ist den Hinterbliebenen oft mehr geholfen. Denn Beerdigungen sind ja sehr teuer.

      (7) 07.06.06 - 11:54

      Am besten ist wenn du das tust was dein Herz dir sagt!!!!
      Nix aus Pflichtgefühl!!!!!

      Ich fände es angemesen eine Trauerkarte mit einem Spruch zu schicken.
      Aber doch kein Geld!! Schon gar nicht zur Beerdigung.

      • HuHU!

        Bei uns ist es durchaus üblich Geld zu einer Beerdigung zu geben - auch wenn das wohl ganz darauf ankommt von wo man herkommt.

        Und ehrlich - wenn man mal einen zu Grabe tragen musste - dann weiß man auch wofür es gut ist.

        LG sissy

    (10) 07.06.06 - 12:30

    HuHu!

    Willst du ehrlich das Kriegsbeil begraben und eine Freundschaft wieder aufleben lassen? Empfindest du wirkliche Anteilnahme? Dann nur zu tu es dann ist es das richtige!!!

    Empfindest du eine Verpflichtung auf Grund der früheren Freundschaft eurer Familien so denke ich auch noch das es angemessen ist, vll. auch nur eine Beleidsbekindung in dem Fall?

    Trifft keines der dreien auf euch zu dann lasst es nach meiner Meihnung besser - Heuchelei ist nie gut.

    LG sissy

    (11) 07.06.06 - 13:32

    Tja,...

    hier im Dorf ist es üblich, dass sowieso aus jedem Haus einer zur Beerdigung geht.

    Je, nachdem wie gut man miteinander konnte, gibt man dann auch etwas Geld in die Karte, kauft Blumen oder einen Kranz.

    Deine Kinder werden größer und wirst mit Deiner Nachbarin weiterhin gut auskommen wollen oder müssen, oder? Heißt ja nicht, dass Ihr gleich supergute Freunde werden müßt.

    Also ich würde in jedem Fall eine Karte schicken, ruhig auch mit 10 Euro drin.

    Auf gute Nachbarschaft sozusagen.

    (12) 07.06.06 - 17:49

    Hallo Birgit,
    ich würde eine Karte schicken und auch Geld reinlegen.
    Die Frau hat einen schweren Verlust zu tragen und manchmal wird man zumindest für eine Zeit wieder weicher. Es ist die Chance wieder Frieden zu schaffen.
    Liebe Grüße
    Dagmar

    (13) 07.06.06 - 19:41

    Danke für eure Antworten,

    mein Mann hat eben das Machtwort gesprochen. Er ist (was ich bisher nicht wusste! #gruebel)
    anscheinend sehr nachtragend. Er will auf keinen Fall sein Beileid aussprechen.
    Die
    Enkeltochter, deretwegen ich die Karte abgeben wollte (mit ihr haben wir ein gutes Verhältnis)
    haben wir schon persönlich Beileid gewünscht. Aber der Witwe will er absolut kein Beileid, erst Recht
    kein Geld für Grabschmuck zukommen lassen. dafür war das Verhalten der Nachbarn uns gegenüber
    zu stark.

    Tja, also keine Karte...

    LG
    Birgit

    (14) 13.06.06 - 13:03

    Ist es nicht eine Gelegenheit, den Nachbarn die Hand zu reichen? Der Mann ist nicht mehr da und die Frau braucht jede Hilfe, die sie kriegen kann.
    Eine Karte würde ich auf jeden Fall schicken - ob mit oder ohne Geld, da würde ich mich vom Gefühl leiten lassen.

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