Der Verbrecher...

    • (1) 02.02.15 - 02:01

      Seit 3 Tagen geht mir eine Sache nicht aus dem Kopf, mich würden dazu Meinungen interessieren.

      Bei uns auf der Arbeit (in einem Museum) ist seit letzten Montag ein neuer 1- Euro Jobber. Normal ist bei uns das du keine Eintragungen im Führungszeugis haben darfst. Irgendwas ging wohl was schief beim Arbeitsamt oder der zuständigen Behörde.

      Jedenfalls haben wir nun einen der 11 Jahre im Knast war, mit 28 Jahren. Also wird er nicht mehrere Ladendiebstähle gemacht haben.

      Nun hat er die ersten Tage wohl super gearbeitet, hat auch nicht hinterm Berg gehalten mit seiner Vorstrafe. Mein Mann der mit einem Kollegen nun entscheiden muss, fragt sich nun ob sie versuchen sollen/wollen ihn zu behalten oder die Sache mit einem Anruf zu beenden.

      Ich wäre ja normal dafür eine Chance zu geben, auf der anderen Seite möchte ich mit jemanden zusammen arbeiten der vielleicht unverhofft austickt z.B. weil er sein Methathon nicht genommen hat ect.

      NIcht das meine Meinung jetzt einen Unterschied machen würde. Mich würde einfach interessieren wie ihr reagieren würdet.

      • Warum soll er seine Vorstrafe denn verheimlichen?!

        Seid doch froh das er so ehrlich ist!

        Gebt ihm eine Chance sich zu beweisen. Raus schmeißen könnt ihr ihn immernoch, wenn er "auffällig" wird. Ich glaube nicht, das er von 0 auf 100 entgleisen würde.

        Am besten ihr behaltet ihn etwas mehr im Auge, lasst ihn aber mal machen.

        Wenn er guten Willen zeigt, würde es für mich devinitiv keinen Grund geben die "Sache" wie Du so schön schreibst zu beenden.

        VG

        • Ich schreib hier nix schön oder schlecht, sonder ich denke das ich recht sachlich schreibe. Würde ihn dort einer unbedingt loshaben wollen würde ein Anrufen reichen.

          Gerade eben weil er mit der Vorstrafe so ehrlich ist hat er auch einen Stein im Brett.

      Gebt ihm die Chance zumal er ja so ehrlich ist und diese Vorstrafe nicht verheimlicht. Wisst ihr eigentlich was es genau war? Wegen Diebstahl wandert man ja eigentlich nicht so lange ins Gefängnis.

      Klar ihn trotzdem etwas mehr beobachten sollte schon gemacht werden. Aber ich glaube er ist unheimlich froh das er trotz seiner Geschichte bei euch seinen 1€ Job machen darf.

      Ich habe einige alte Schulkameraden die auch schon mehrfach im Gefängnis gesessen sind und inzwischen aber wirklich sehr brave ehrliche Bürger sind und auch sehr sehr glücklich waren das sie von jemanden die Chance auf einen Job bekamen.

      Trotz allem würde ich aber dem Arbeitsamt anrufen und fragen was die sich dabei gedacht haben, er die Chance erhält aber sofort fliegt wenn etwas ist und ihr sowas nicht nochmal erleben wollt gerade wenn es bei euch eigentlich Zwingend Notwendig ist ein sauberes Führungszeugnis zu haben.

    • Ich würde wissen wollen, warum er im Bau gewesen ist.

      Es gibt schon Unterschiede zwischen einer Gewalttat und einer anderen Tat, jedenfalls, was mein Sicherheitsgefühl betrifft. Vielleicht hat er auch mehrere Straftatbestände realisiert und die haben sich dann summiert.

      Hallo!

      Ich kann dich da schon verstehen - irgendwie ist da zunächst mal ein komisches Gefühl.

      Auf der anderen Seite: Das Ziel einer "Resozialisierung" ist doch gerade das auch ein Straftäter wieder ein normales Leben führen kann.

      Wie soll das funktionieren, wenn er keine Chance darauf bekommt?

    (10) 02.02.15 - 09:18

    da du im Museum bist würde ich definitiv darauf bestehen, ein ausführliches Führungszeugnis zu sehen. Dort gibt es Werte, Kindergruppen u.a.

    • (11) 02.02.15 - 18:04

      Daran hat der Personalchef sicher gar nicht gedacht, dass es dort Werte gibt #augen - und Kindergruppen laufen dort auch mit Begleitpersonen (Lehrer, Kita-Erzieherinnen) auf, die die Aufsichtspflicht haben.

      Und ein Mitarbeiter hat definitiv kein Recht, das Führungszeugnis eines Kollegen zu sehen!

      • (12) 02.02.15 - 20:33

        Auch Personaler sind sehr dankbar wenn sie einem Hinweis beikommen,dass bei der Vermittlung eines 1 Eurojobbers offensichtlich ein Fehler gemacht wurde.Woher soll er es sonst wissen?Bei meinen MAEs u.a.ist der Vermittler verpflichtet auf das Führungszeugnis zu achten,muss es uns aber nicht einreichen. Wenn da ein Fehler passiert wäre würde ich mich sehr über einen Hinweis freuen.Und die Pflicht zur Vorlage des erweiterten und nicht des normalen für diesen Bereich gibt es nicht ohne Grund.

    (13) 04.02.15 - 04:53

    In dem Moment wo auch nur ein Eintrag im Führungszeugnis ist kommst du bei uns nicht rein.

Hallo

Einem Sexualstraftäter würde ich keine Chance geben.

Ansonsten gib ihm doch die Chance gerade wenn er gut arbeitet.

"Nun hat er die ersten Tage wohl super gearbeitet, hat auch nicht hinterm Berg gehalten mit seiner Vorstrafe. "

DAS wäre für mich ausschlaggebend und nicht,dass der Mann mal im Knast war.

"Ich wäre ja normal dafür eine Chance zu geben, auf der anderen Seite möchte ich mit jemanden zusammen arbeiten der vielleicht unverhofft austickt z.B. weil er sein Methathon nicht genommen hat ect."

Wenn ich durch die Zeitungen blättere und täglich die Nachrichten verfolge ,ticken inzwischen auch genügend anscheinend "normale" Menschen ohne Knast - und Drogenvergangenheit aus.Das kann dir also immer und überall passieren.

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