Warum haben wir Kinder?

    • (1) 09.02.15 - 02:58

      Hallo

      mein Großer (8) kam heute zu mir und fragte mich, warum Erwachsene in der heutigen Zeit sich noch für Kinder (bekommen) entscheiden.

      Ich konnte ihm so direkt keine Antwort geben. Jetzt im Nachhinein denke ich, dass die Frage doch Berechtigung findet, schaut man sich das Leben, die Wirtschaft und die Politik an, Frage auch ich mich:

      Warum bzw. was macht es reizvoll in der heutigen Zeit Kinder zu bekommen?

      Eigentlich hat man mit Kindern nur Probleme und Sorgen. U.a. finanziell oder dem Kind die bestmögliche Schulbildung zu ermöglichen und natürlich zu versuchen das Kind nach bestem Gewissen zu einem netten, lieben und sozialen Erwachsenen zu erziehen.

      Für uns kommt diese Erkenntnis leider zu spät, aber ehrlich haben wir doch einiges in unserem Leben verpasst und das bisschen Lachen und Freude der Kinder wiegt das ganze auch nicht auf. Soll jetzt nicht heißen, dass wir unsere Kinder nicht lieben, aber was hätte denn alles sein können ohne sie, tolle Karriere, viel Geld, tolles Auto, den Traumprinzen kennengelernt, ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben usw.

      C.U.

      • Moin

        Kinder bedeuten in Teilen Stress, den ich ohne sie schlicht nicht hätte.

        Schule, Hobbies, Betreuungsaufwand, Redebedürfnis, scheiß Nächte (wie heute, deshalb bin ich seit 5 auf).... alles viel Arbeit die manche nicht haben, das ist richtig.

        Aber die Freude die mir meine Kinder bereiten, kann mir sonst keiner geben. Mein Leben wäre ohne meine Kinder gehaltlos, freudlos und lieblos...

        Ich liebe meinen Mann und meine restliche Familie, aber das was ich bei der Geburt erlebt habe: die Geburt wahrer, tiefster und echter Liebe die grenzenlos Besitz von mir ergriffen hat möchte ich nicht mehr missen..

        So einfach isses#herzlich

        LG#klee

        "aber was hätte denn alles sein können ohne sie, tolle Karriere, viel Geld, tolles Auto, den Traumprinzen kennengelernt, ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben usw."

        Und du glaubst, dass ohne Kinder das alles garantiert wäre? Ich denke nicht. man sollte kinder nicht zum Sündenbock für vermeintlich verpasste Chancen machen. Zumal keines unserer Kinder darum gebettelt hat, auf die Welt zu kommen. Die meisten Erwachsenen haben diese Entscheidung ganz bewusst getroffen und damit auch bewusst auf gewisse Dinge verzichtet. Wobei man ja grundsätzlich nicht handlungsunfähig wird, bloß weil man Kinder hat. Alles das, was du aufzählst, könnte man auch mit Kindern schaffen.

        vg, m.

        Ach komm, ein Frischling, der nur stänkern will...

      "Soll jetzt nicht heißen, dass wir unsere Kinder nicht lieben, aber was hätte denn alles sein können ohne sie, tolle Karriere, viel Geld, tolles Auto, den Traumprinzen kennengelernt, ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben usw."

      Außer der tollen Karriere, die ich noch nie wollte, habe ich all das trotz und wahrscheinlich auch wegen unserer Kinder bekommen. Meine Freundin hat trotz 4 Kinder eine tolle Karriere und ein ziemlich sorgenfreies Leben. Die Kinder sind der Antrieb, der uns immer weiter vorantreibt. Wir hatten 10 Jahre ohne Kinder und bin sehr froh darüber, dass wir Kinder bekommen haben, auch wenn wir nicht ganz pflegeleichte Exemplare bekommen haben. Meine besten Freunde sind ungewollt Kinderlos und ich sehe dort seit Jahren einen absoluten Stillstand in der Entwicklung und all das von dir beschriebenen, haben sie nicht bekommen. Eher im Gegenteil wir mit unseren Kindern sind sichtlich erfüllter.

    • (7) 09.02.15 - 07:02

      -----den Traumprinzen kennengelernt,---

      Wieso das? Hast Du mit irgendeinem Vollhonk ein Kind bekommen?

      Du solltest Dich mal mit Menschen...... alten und älteren Menschen....... unterhalten, die keine Kinder bekommen haben.

      -------- aber was hätte denn alles sein können ohne sie, tolle Karriere, viel Geld, tolles Auto, den Traumprinzen kennengelernt, ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben usw.-----

      Ich finde es ziemlich schade, wenn man seinen Kindern die Schuld daran gibt, ein "beschissenes" Leben zu führen.

      (8) 09.02.15 - 07:08

      Hallo,

      wir, mein Mann und ich, haben Kinder bekommen, weil Kinder einfach zu unserem Lebensentwurf dazugehörten und immer noch gehören. Das war alles in allem eine eher emotionale Entscheidung als eine rationale. Unsere Kinder sind ein Teil von uns, etwas was uns beide verbindet, selbst wenn die Paarbeziehung einmal scheitern sollte.

      Was wir ohne Kinder hätten haben und erleben können bedeutet uns zudem auch nicht sehr viel. Manches, was laut Meinung anderer Menschen nicht mit Familie vereinbar ist, kann man aber auch gut mit Kindern umsetzen / erreichen, wenn man es möchte.

      Ich für mich kann sagen, dass ich meine Kinder sehr liebe und um nichts in der Welt möchte ich das Leben mit Kindern missen. Ein Leben ohne Kinder ist zudem auch kein Garant für all das, was du anscheinend vermisst.

      Arbeite "trotz" Kindern an deinen Träumen und lerne an manchen Stellen auch einmal zufrieden zu sein, mit dem, was du hast.

      LG

      Ohne Kinder hätte man andere Sorgen, Probleme, usw.

      Ich habe nur 1 Kind - bewusst - und das ist für mich genau die richtige Entscheidung gewesen.
      Ich liebe mein Leben wie es jetzt ist und seit meine Tochter auf der Welt ist, weiß ich auch, was mir immer gefehlt hat. Mein Leben wäre in gewisser Weise langweilig und inhaltslos.

      Schade, dass es Eltern wie dich gibt, die nicht so denken. Ich hoffe, das färbt nicht auf deinen Sohn ab.

      (10) 09.02.15 - 07:45

      Hallo,

      irgendwie verstehe ich Deine Frage nicht ganz, denn Du unterstellst, dass bestimmte Dinge "besser" sind als andere. Wieso soll ein Leben ohne Kinder sorgenfrei und unbeschwert sein ? Gibt es dann nicht andere Dinge zum Sorgen ? Wieso soll ein tolles Auto "besser" sein als ein tolles Kind ? Wieso ist die Entwicklung einer tollen Karriere "besser" als die Entwicklung eines Kindes von der Geburt bis zum Auszug, zumal das Eine das Andere vielleicht bremst, aber nicht ausschließt. Geld als solches stellt ja auch noch keinen Wert dar, sondern das, was man damit machen kann. So stellt sich die Frage, wieso ein teures Essen in einem teuren Restaurant "besser" sein soll als beispielsweise ein Familienausflug in den Zoo.

      Wenn ich mich umsehe, stelle ich fest, dass Leute ohne Kinder zwar anders, aber nicht unbedingt "besser" leben.

      ... aber denke auch, dass so eine Frage in einem Familienforum eher provozieren soll .....

      LG

      (11) 09.02.15 - 08:02

      Hallo,

      ist das nicht Biologie 5. Klasse ?

      Ein jedes Lebenwesen ist einfach nur dafür da, dass es sich vermehrt.

      Wenn wir keine Kinder mehr bekommen würden, wäre die Menschheit in ein paar Jahren ausgestorben.

      Andere Leute bekommen z.B. die Kinder, die Dir nachher Deine Rente finanzieren oder Dir im Altenheim den Hintern abwischen. Wer sollte das Deiner Meinung nach übernehmen, wenn alle heute schlagartig beschließen keine Kinder mehr zubekommen ?

      Klar bedeuten Kinder nicht nur Spaß und gute Laune sondern auch viel Stress und Arbeit - wenn man seine Elternrolle ernst nimmt - nur da die Menschheit ja weiter existieren möchte, wirds auch weiterhin Kinder geben :-)

      LG
      Tiffy

      • (12) 09.02.15 - 09:09

        Es soll auch Lebewesen gegeben haben, die ausgestorben sind, weil auf der Welt kein Platz mehr für sie war ....

        ... hab ich in der 6. Klasse Biologie gehört .... ;-)

        Für manche wäre es bestimmt besser, sie hätten keine Kinder in die Welt gesetzt, und nur damit die Menschheit weiter existiert, würde ich bestimmt keine Kinder in die Welt setzen ....

    (13) 09.02.15 - 08:43

    "In der heutigen Zeit" ist es wesentlich einfacher, Kinder zu haben als vor 50, 100 oder 200 Jahren.
    Früher hat man es allerdings als selbstverständlich empfunden, Kinder in die Welt zu setzen und sich nicht gefragt, ob es "reizvoll" ist.

    Der Unterschied ist wohl eher, dass manche Leute heute jeden kleinen Streß gleich als "ich habe Probleme und Sorgen statt Traumprinz und Traumjob" definieren, während früher klar war, "die Welt ist ein Jammertal, Probleme und Sorgen sind eher der Normalzustand".

    Hallo,

    auch wenn ich noch keine Kinder habe, muss ich mich dazu jetzt doch mal äußern:

    "Jetzt im Nachhinein denke ich, dass die Frage doch Berechtigung findet, schaut man sich das Leben, die Wirtschaft und die Politik an.."

    Das ist ja wohl der größte Quatsch den ich seit langem gelesen habe: denk doch mal bitte so bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurück und was dort alles an Kriegen etc. passiert ist und hätten die Menschen in diesen -wie ich finde weitaus schwierigeren- Zeiten aufgehört Kinder zu kriegen, dann wärst Du jetzt auch nicht hier.

    Wir leben doch in einem der sichersten Länder mit sozialer Absicherung mit doppeltem Netz und Boden. Klar, ist die Kinderbetreuung nicht optimal gelöst aber ganz ehrlich: im Vergleich zu anderen -gerade armen- Ländern (und von denen gibt es so einige!) ist das Jammern auf hohem Niveau.

    Auch wenn dieser eine Punkt nicht optimal ist, kann man auch mit Kind eine Karriere verfolgen und ganz ehrlich: wenn Du so viel Wert darauf legst, irrsinnig viel Geld zu verdienen und um die Welt zu jetten, dann solltest Du ohnehin keine Kinder kriegen wenn schon jetzt absehbar ist, dass Sie viel zu kurz kommen werden in Deinem Leben.

    ---

    "Eigentlich hat man mit Kindern nur Probleme und Sorgen. U.a. finanziell oder dem Kind die bestmögliche Schulbildung zu ermöglichen und natürlich zu versuchen das Kind nach bestem Gewissen zu einem netten, lieben und sozialen Erwachsenen zu erziehen."

    Ist es nicht gerade das, was es so spannend macht? Einen kleinen Menschen zu einem verantwortungsbewussten Menschen aufzuziehen? Jemandem das mitzugeben, was man selbst gelernt hat im Leben und ihn darauf vorzubereiten, eine großartige Persönlichkeit mit einem glücklichen Leben zu werden?

    Wenn Du so schön Dein Kind mit Deiner verpassten Karriere vergleichst: ist ein Kind nicht -wenn wir mal anfangen schwarz/weiß zu denken- auch ein Projekt ähnlich wie das im Job? Du bekommst es aufgetragen als weiße Fläche mit ersten Ansätzen und vielen Tipps wie Du am besten loslegst und worauf Du am besten achtest. Du ziehst es groß, betreust es tagtäglich und sorgst dafür, dass es Form und Gestalt annimmt und am Ende Deiner Firma einen Gewinn beschert.

    So, ersetze am Ende Firma durch Umwelt und es ist 1:1 das gleiche Schema... Du kriegst dafür zwar nicht das Geld, was Dir Dein Projekt in der Firma einbringen würde, aber wenn das Projekt abgeschlossen ist, sitzt Du alleine mit Deinem vielen Geld daheim. Dein Kind fertig abgeschlossen (im Sinne von: eigenständig, zieht daheim aus) besucht Dich weiterhin, ist für Dich da und begleitet Dich auf Deinen Wegen und je älter Du wirst desto mehr freust Du dich darüber.

    Irgendjemand über mir hatte schon einmal geschrieben, dass man sich ältere Leute ohne Kinder anschauen muss und das ist auch sehr zutreffend: wir saßen neulich mit meiner Oma auf der Kerb als eine Freundin von ihr sich zu uns setzte und mit Tränen in den Augen meine Oma beneidete, dass sie ihre zwei Enkelkinder hat; sie selbst wäre einfach nur einsam und seit ihr Mann tot ist, weiß sie selbst nicht mehr wohin mit sich.

    Ob sie sich damit trösten kann, dass Tausende von Euro auf ihrem Bankkonto schlummern? Für Reisen, die sie altersbedingt nicht mehr machen kann? Für Autos, die sie ohnehin nicht mehr fahren kann? Für ein großes Haus, das ihr erst recht deutlich macht wie allein sie ist?

    --

    "aber was hätte denn alles sein können ohne sie, tolle Karriere, viel Geld, tolles Auto, den Traumprinzen kennengelernt, ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben usw."

    Sorgenfrei und unbeschwert? Wohl weniger.. Man findet immer einen Grund sich über irgendwas den Kopf zu zerbrechen und sei es, ob der schwarze oder der helle Marmor sich besser im 10. Badezimmer macht...

    Den Traumprinzen kennen gelernt?? Warum hast Du denn Kinder bekommen, wenn Du doch gar nicht den richtigen Mann dafür hattest? Gut, das kann man auch immer erst "im Nachhinein" wissen, aber mach doch Deine Kinder nicht dafür verantwortlich, dass Du unglücklich mit Deinem Partner bist!

    --

    Zusammenfassend:
    Wenn Du Deinem 8-jährigen gegenüber solch eine Frage nicht beantworten kannst, dann habe ich großes Mitleid mit Deinem Sohn, der sich nun -da Du diese Frage ja nicht beantworten kannst- bestimmt nicht gerade wahnsinnig gewollt und geliebt vorkommt!

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