Fristlose Wohnungskündigung bei fehlender Monatsmiete des laufenden Monats möglich?

    • (1) 13.02.15 - 16:25

      Hallo,

      ich habe folgendes Problem.

      Ich zog grad einen Brief aus dem Kasten mit einer Fristlosen Kü ndigung meiner Wohnung zium 28.2.15

      Der Grund, ich buchte im februar die Miete zurück, wie auch schon alle 3 Monate davor, da mein Vermieter (eine große Wohnungsbaugesellschaft) mir jedesmal neben der Miete die Betriebskostennachzahlung mit abbuchte, gegen diese legte ich aber Einspruch ein da sie mit einer falschen Wohnungsnummer aufgeführt waren und ich somit davon ausgehe das ich für meine Nachbarn nachzahlen soll, die letzten Jahre bekam ich nämlich immer Geld zurück.

      Nachdem ich die Mieten zurück buchte, zahlte ich immer nur den normalen Mietsatz.

      So, das selbe Spiel im Februar, der ja aktuell grad noch ist auch, nur buchte ich es vor ungefär einer Woche zurück und überwies noch nicht neu... wollt ich am WE tun.

      Also istr meine Miete aktuell grad eigentlich NICHT im Rückstand da wir ja noch Februar haben und es ist quasie nur schon länger die Betriebskostenabrechnung offen, die beträgt 113€ also nur ein Minibruchteil der Gesammtmiete.

      Um nicht rauszufliegen hab ich grad den Gesammtbetrag überwiesen und beuge mich somit ja auch der Missachtung seitens des Vermieters gegen meinen Einspruch zur Betriebskostenabrechnung.

      Nun meine Frage, darf er in dem Fall überhaupt eine Fristlose Kündigung aussprechen??? Ich dachte das dürfen die erst wenn 2 Monatsmieten offen sind! Und es streht ja drinn wegen Zahlungsverzug im Februar, der ja grad mal angefangen hat.....

      Kann mich mal bitte jemand aufklären damit ich denen am Montag was handfestes vorlegen kann zu ihren feinen Metoden???

      LG

      • "Um nicht rauszufliegen hab ich grad den Gesammtbetrag überwiesen und beuge mich somit ja auch der Missachtung seitens des Vermieters gegen meinen Einspruch zur Betriebskostenabrechnung."

        Schade. Da ging wohl die Rechnung des Vermieters auf: Schnell vor dem Wochenende einen Brief mit "fristloser Kündigung" zukommen lassen, und in Panik zahlt der Mieter alles, was noch offen ist.

        Ich hätte erst einmal angerufen, dort beim Sachbearbeiter nachgefragt, was das solle. Ausserdem hätte ich vorher dafür gesorgt, dass mein Vorhaben schriftlich beim Vermieter hinterlegt wird, ich ihn also schriftlich darüber in Kenntnis setze, dass ich die Betriebskosten vorerst nicht zahle, sondern abwarte, was da schief gelaufen ist.
        Wobei ICH auch noch meinen Mieterverein zu Rate gezogen hätte.

        Weiss denn die Gesellschaft, dass und warum du die Betriebskosten nicht gezahlt hast? Haben sie sich in irgendeiner Form dazu geäussert?

        Auch würde ich mal nachschauen, ob in deinem Vertrag etwas zu den Betriebskosten steht. Du hast ja nun GAR KEINE Betriebskosten gezahlt, auch nicht das, was du früher gezahlt hast, verstehe ich das richtig? Du verbrauchst aber de facto Strom, Wasser/Abwasser, nutzt den Hausmüll etc.

        Kommunikation ist alles, auch in diesem Fall. Ich weiss leider zu wenig über die Verhältnisse bei dir (gab es einen Briefwechsel zwischen dir und Gesellschaft, hast du mitgeteilt, was du zu tun gedenkst?), als dass ich dir einen guten Rat geben könnte, ich weiss nur, SO ist es jetzt doof gelaufen.

        Vielleicht gibt es ja noch einen Rat von anderen Usern.

        • " Du hast ja nun GAR KEINE Betriebskosten gezahlt, auch nicht das, was du früher gezahlt hast, verstehe ich das richtig?"

          Ich habe es so verstanden, dass sie ihre Miete schon inkl. Nebenkosten beglichen hat, aber immer ohne die Nachzahlung, gegen die sie ja Einspruch eingelegt hat.

          Der Vermieter hat anscheinend eine Einzugsermächtigung (die ich wohl in solch einem Fall entzogen hätte) und hat wohl die letzten 3 Monate immer zusätzlich zu Miete und NK die Nachzahlung (i.H.v. 113€) miteingezogen. Also hat sie jedes Mal alles zurückgebucht und dann nur ihre Miete + NK separat überwiesen. Also einfach ohne die von ihr derzeit angefochtene Nebenkostennachzahlung. So habe ich das verstanden.

          • Warum versteht das keiner #kratz

            Auch wenn die Nebenkostennachzahlung nicht richtig wäre, was ja mal vorkommt, sie hätte sie innerhalb von 30 Tagen zu zahlen gehabt. DAS sagt das Gesetz ganz klar aus, egal ob Widerspruch oder nicht.

                • Nun, im Internet steht viel, wenn der Tag lang ist, u.a. auch das, wovon ich ausgegangen bin.

                  http://www.nebenkostenabrechnung.com/widerspruch-gegen-nebenkostenabrechnung-einlegen/

                  "Ist die fehlerhafte Abrechnung zumindest aus Sicht des Mieters erkennbar begründet, kann er den Vermieter zur Korrektur auffordern und bis dahin sein Nachzahlungsverlangen ablehnen. "

                  • http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__286.html

                    Vielleicht glaubst du Gesetzen mehr.
                    Dieses Gesetz trifft übrigens auch auf Forderungen aus der Nebenkostenabrechnung zu.

                    • Punkt 4 genau dieses Paragraphen besagt:

                      "Der Schuldner kommt nicht in Verzug, solange die Leistung infolge eines Umstands unterbleibt, den er nicht zu vertreten hat."

                      Dies ist der Fall, wenn der Vermieter nicht auf den Widerspruch des Mieters reagiert und die Richtigkeit der Nebenkostenabrechnung darlegt.

                      • (10) 14.02.15 - 00:07

                        Wobei wir wieder am Anfang sind.

                        Hat der Vermieter den Widerspruch erhalten? Kann die TE beweisen, dass der Widerspruch beim Vermieter eingegangen ist? Fragen über Fragen. Und nur die TE weiß die Antworten.

                      Quatsch. Damit sind Sonderfälle gemeint wie z. B. Unfall und infolge dessen Koma.

                      Die mangelnde Reaktion auf einen Widerspruch ist kein Umstand, der eine unterbliebene Zahlung rechtfertigt.

                      • Das scheint Auslegungssache zu sein.

                        http://www.nebenkostenabrechnung.com/nebenkostenabrechnung-zahlungsfristen/

                        "Daher kann er seinen Widerspruch mit der Aufforderung an den Vermieter verbinden, dass er Einsicht in die Originalabrechnungsunterlagen nehmen möchte. Der Vermieter muss ihm diese Einsicht gewähren oder ihm gegen Kostenerstattung Kopien der Abrechnungsunterlagen übersenden. Solange der Mieter die Unterlagen noch nicht eingesehen hat, kommt er nicht in Verzug, da er die Nichtzahlung nicht zu vertreten hat (§ 286 IV BGB) (AG Naumburg WuM 2004, 690)."

                        Ob das auf die TE zutrifft, kann ich natürlich nicht sagen. Ich weiß ja nicht, wie sie ihren Widerspruch formuliert hat und ob sie überhaupt einen Nachweis darüber hat, dass sie ihn eingereicht hat. Die Möglichkeit besteht theoretisch aber. Die Zahlungsfrist beläuft sich in einem solchen Fall auf maximal 30 Tage ab Einsicht der Unterlagen (die ja als Reaktion auf den Widerspruch zu verstehen ist).

        Ich denke eher, sie hat sich nicht gut ausgedrückt. Ich habe mir gerade alles noch einmal durchgelesen und gebe wasteline recht.
        Auch ihre Vorgehensweise ist zweifelhaft. Warum bucht sie erst jetzt zurück und will dann erst später zahlen, warum denkt sie, solange es noch Februar hat, ist alles gut, ein Rückstand entsteht erst im nächsten Monat?#gruebel
        Ich lese deutlich, dass sie nur ihre MIETE zahlt, und das seit DREI Monaten, und das immer zu spät. Die Betriebskosten/Nebenkosten (das ist ein und dasselbe) zahlt sie laut dem Ausgangsthread NICHT. Nachzahlungen werden nicht einfach abgebucht, es sei denn, man vereinbart das so mit dem Vermieter. Sie hat auch nichts von Nachzahlungen gesagt, sondern nur von Betriebskosten.
        Aber gut, sie äussert sich nicht mehr, bleibt zu hoffen, dass sie Montag zum Vermieter tapert, um abzuklären, ob die Betriebskosten richtig berechnet sind, wie sie diese nachzahlen kann, ob an der Kündigung festgehalten wird.

        • Hm, im Ausgangsthread steht doch aber "da mein Vermieter (eine große Wohnungsbaugesellschaft) mir jedesmal neben der Miete die Betriebskostennachzahlung mit abbuchte" - es geht ihr doch also um die Nachzahlung, die immer wieder (trotz Widerspruch) abgebucht wird. Unser Vermieter zieht Nachzahlungen auch automatisch ein, weil er eine Einzugsermächtigung hat.

          "Nachdem ich die Mieten zurück buchte, zahlte ich immer nur den normalen Mietsatz."

          "Normaler Mietsatz" meint doch wohl nicht nur die Grundmiete, sondern auch die normalen Nebenkosten. Dachte ich zumindest.

          Dass sie zu spät gezahlt hat, sehe ich auch so. Kann man nur hoffen, dass sich alles klärt, da hast du recht.

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