Die Trinkgeld Diskussion

    • (1) 14.02.15 - 01:23

      Vorne weg ich bin erfreut das es doch viele gibt die immer Trinkgeld geben.

      Was mich stutzig macht sind die Aussagen von wegen die bekommen doch auch ihren Lohn warum sollte ich dann Trinkgeld geben?

      Ist es heute wirklich so üblich das man nicht mehr über den eigenen Tellerrand schaut? Das wenn es heißt nö ich geb kein Trinkgeld ist ja in der Rechnung schon eingeschlossen nicht mehr der Verstand einsetzt und das die die da bedienen oder sonst was von ihrem Gehalt alleine nicht leben können. Überleben ja aber nichts anderes.

      Und wenn es dann heißt na dann such dir doch einen besser bezahlten Job wenn du leben willst. Ist es denn so abwegig das man seinen beruf Vlt wirklich liebt. Wer serviert uns denn unser essen, wer räumt unsere hotel Zimmer auf wer schneidet uns denn die Haare wenn nicht die die es gerne machen?

      Ich gehöre zu denen die ihren Beruf über alles lieben und die zum Leben darauf angewiesen sind das kleine Plus zu bekommen.

      Und ja bitte steinigt mich aber ich habe kein Verständnis mehr für die Arroganz die gerne mal an den Tag gelegt wird! Es können nunmal nicht alle 2000 plus verdienen sonst würde nen Haarschnitt locker mal 100€ Kosten. Was auch wieder keiner zahlen will! Nein möglichst selber färben und nen 15€ Schnitt um dann noch zu mosern das die Haare scheise sind.

      Mindestlohn hin oder her es geht doch um gegenseitigem Respekt. Oh ja ich hätte studieren können aber das wollte ich nicht den ich wollte keinen Job in dem ich nur frustriert rumhänge. Ich habe mich bewusste dafür entschieden das zu machen was mir Spaß macht. Und ja mir war bewusst das man wenig verdient nur habe ich nicht einkalkuliert das der Egoismus so zunimmt.

      Ich frage mich ernsthaft warum ist das so? Ich spreche nicht von schlechtem Service sondern davon das man vor 8 Jahren noch 5€ Trinkgeld gegeben hat und heute 1€ oder Nichts mehr? Die gleiche Person die gleiche Dienstleistung.

      Wie es aussieht stell ich mir viele Fragen zu dem Thema. Zwangsläufig.

      Mich würde eure Meinung dazu interessieren.

      Lg

      • Hallo,

        verstehe was du meinst, aber du musst auch bedenken, dass es mir selbst auch nicht besser geht wie dem Kellner und ich eben auch nicht 2000+ verdiene und auch schauen muss wie ich über die Runden komme. Für mich ist es bereits Luxus ein Restaurant zu besuchen, 2 Erwachsene und ein Kind = mind. 60 Euro und dann noch Trinkgeld.

        Ich arbeite als Hausmeister und habe trotz häufigem Kundenkontakt noch nie ein Trinkgeld bekommen, vielleicht weil man von mir genau diese Tätigkeit erwartet und ich bekomme auch nicht mehr als 8,50 € die Stunde.

        Und wo soll das aufhören bzw beginnen, Trinkgeld für den Kellner, Tankwart, Friseur, Bedienung bei McD/BK/KFC, dem Elektriker, der Klofrau und eben alle die kaum was verdienen = zum Schluss bleibt von meinem hart verdienten Geld nichts mehr für mich selbst übrig.

        Wenn ich was gebe, dann runde ich auf den nächsten Euro auf, mehr ist halt eben nicht drin.

        AW Schubart

      Hallo

      ....davon das man vor 8 Jahren noch 5€ Trinkgeld gegeben hat und heute 1€ oder Nichts mehr?

      Das Trinkgeld kassiert nun dein chef weil es in der Zeit die Preise angehoben hat.

      .....Und ja mir war bewusst das man wenig verdient.................

      dann musst du auch mit den Konsequenzen leben.

      Als Kunde bezahle ich den verlangten Preis und habe meine Schuld beglichen. ob ich mehr bezahle sollte mir überlassen sein

    • Hallo,

      Ich verstehe dein Anliegen zwar, verstehe aber auch die die nichts geben... Viele gehen mit dem gleichen Gehalt wie du nachhause und können sich schlichtweg nicht leisten noch 5€ drauf zu packen, die sind genauso auf diese 5€ angewiesen wie du.
      Früher hatten die Leute meist noch mehr Geld locker und generell ist grad vieles sehr viel teurer geworden (wie z.b. Der Friseur).

      Um ehrlich zu sein könnte ich mir es auch kaum leisten nun jeglichen Dienstleister pauschal 5€ in die Hand zu drücken und geizig bin ich mit Trinkgeld nun wirklich nicht.

      LG

      Ich denke du musst das in Relation sehen. Wenn jemand selber nur Mindestlohn oder ein schlechtes Gehalt bekommt dann fällt es ihm auch schwer 5 Euro Trinkgeld zu geben.

      Für guten Service gebe ich klar Trinkgeld. Gerade bei jungen bemühten Bedienungen oder wo ich denke es ist gut investiert.

      Bei meiner Frisörin bekommt immer der Lehrling Trinkgeld obwohl sie mich schneidet. Ich leg da fast 100 Euro hin, und was die mir so erzählt wo die im Urlaub ist und ich weiß was sie für ein Auto fährt. Ich glaube ihre Preise sind angemessen, Trinkgeld braucht die Chefin keins. Bekommt der Lehrling fürs tolle Haare waschen.

    Hallo,

    hast du denn schon einmal daran gedacht, dass der Kunde auch nur mit wenig Lohn haushalten und leben muss? Dass so ein Friseuerbesuch durchaus hart erspart ist? Das ein Restaurantbesuch nicht selbstverständlich jeden Monat drin ist?

    Die Aussage, dass andere daran denken sollen, dass du auf das Trinkgeld angewiesen bist, im gleichen Atemzug mit "über den Tellerrand gucken" zu erwähnen finde ich schon dreist. Guck du doch auch einmal über den Tellerrand, auch deine Kunden schwimmen nicht alle in ihrem Geld. Es gibt Menschen die haben ein ebenso geringes Gehalt wie du und sie arbeiten vielleicht in einer Branche in der es nie Trinkgeld gibt. Das steht ihnen aber nicht ins Gesicht geschrieben.

    Für den vereinbarten Preis erwarte ich einfach eine gute Leistung. Deine Einstellung rechtfertigt ja, dass man für den vereinbarten Preis keine gute Leistung zu erwarten hat. Eine schlechte Leistung wird voll bezahlt, eine gute wird darüber hinaus honoriert. Das kann nicht sein. Trinkgeld ist eine freiwillige Leistung und nur ich allein entscheide, ob ich mir ein Trinkgeld leisten kann und will. Ich muss diese Entscheidung als Kunde auch nicht rechtfertigen.

    Wenn du von deinem Gehalt nicht leben kannst, ist das sehr traurig. Daran sind aber nicht die Kunden schuld, die kein Trinkgeld zahlen, sondern derjenige, der dir dein Gehalt zahlt.

    LG

    Ich gebe gerne Trinkgeld und gerne auch etwas mehr, wenn es "verdient" ist! Wenn der Service nett, freundlich, schnell was auch immer war etc.

    Allerdings fällt es mir, finanziell gesehen, auch immer schwerer mehr zu geben. Der Haarschnitt meiner Tochter hat vor kurzem noch 12 € gekostet, jezt sind es schon 17 €, für ein paar Minuten trocken schneiden. Ich finde das ziemlich viel und wenn ich dann noch meine 5€ Trinkgeld geben soll, ist für mich auch irgendwann Ende auch wenn ich es gerne machen möchte.

    (11) 14.02.15 - 10:13

    Es st immer das Gleiche....l

    Jetzt melden sich Leute zu Wort, die wenig verdienen.....wo sind die Urbianer, die die Kinder zum Geburtstag/ Weihnachten/Ostern/Nikolaus....mit Geschenken überschütten, deren Kinder 10 Hobbies die Woche ausüben.....

    Die halten sich bei solchen Diskussinen gerne raus, deswegen sind solche Diskussionen/Umfragen unsinnig.

    lisa

    • Die habe doch in der vorherigen Diskussion schon gesagt, dass sie Trinkgeld geben. Ich schreibe das doch hier nicht nochmal. Lg

      Du, ich melde mich auch zu Wort. Aber ich sehe nicht ein, warum erwartet wird, eine Leistung, die schon bezahlt ist, nochmals zu bezahlen. Bwz, das es erwartet wird.

      Jup...und nun? Ich würde mein letztes Hemd für meine Kinder ausgeben, nicht aber für eine Dienstleistung die ich ja auch nicht geschenkt bekomme sondern für die ich ja GEld ausgebe.

      Mona

      (15) 14.02.15 - 18:54

      Im ersten Moment dachte ich: Treffer! #pro

      Dann fiel mir ein: Ach ja richtig, die bilden ja Rücklagen, weil sie nie-nicht-niemals ein Auto finanzieren würden und auch NULL frustriert sind, wenn Waschmaschine, Trockner und Kühlschrank auf einmal kaputt gehen - weil man das ja sowas von IMMER EINPLANEN muss.

      Da bleibt natürlich trotz Riesenverdienst nichts übrig für Trinkgeld. ;-)

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