Sozialität und Technologie

    • (1) 16.02.15 - 21:55

      "Nothing really changes. We may find more people blundering down the street staring at a phone screen rather than the sidewalk in front of them, but extrapolating carelessness and (yes) rudeness into some sort of societal collapse isn't an original idea, or even a recent one. Anything beneficial is ignored to portray an army of dead-eyed techno-captives ruining the world, one Tweet/Instagram/Facebook update at a time. It's not any truer now than it was back when people stood shoulder-to-shoulder staring intently at the newspaper in front of them."

      Es gibt immer Menschen, die ein gesundes Mass nicht kennen. Diese "soziale Technologie" und Kommunikation ist immer noch in den Kinderschuhen, die Gesellschaft versucht noch immer eine Balance der Integration zu finden - es ist normal, dass Menschen dies ablehnen und Menschen es übertreiben und der Grossteil ist irgendwo in der Mitte. Das war und ist immer so mit einer neuen Erfindung!
      Diese aber bleibt. Ich halte es für weltfremd und rückständig, sich nicht damit auseinander zu setzen. Ich benutze mein Mobiltelefon eher wenig, trotzdem informiere ich mich über die Situation. Die meistens in diesem Forum sind zu jung, um den Anschluss zu verpassen und sich rauszureden, insbesondere, da diese Technik sich auch immer mehr ins Berufsleben einschleicht bzw. teilweise je nach Industrie voll integriert ist.

      Übrigens: ich habe in keinem der Länder, in denen ich gelebt habe, ein unwillkommenes Übermass an Menschen gesehen, die nur noch auf den Bildschirm starren. Das sind Momentaufnahmen. Alternativ fällt es mir nicht so auf, weil ich meinen Blick auf bessere Dinge lenke, als den Tischnachbarn zu beobachten und verurteilen. Zum Beispiel mein Essen.

      Wer sich Errungenschaften widersetzen will, der soll das tun - aber nicht die Menschen verurteilen, die Fortschritt respektieren, sich damit konstruktiv auseinander setzen und annehmen. Und wer zu sehr eingenommen ist, oder sogar süchtig, dem wünsche ich Menschen und die Disziplin, die helfen den Blick auf andere Sachen zu lenken.

      margaery

      • ???
        was willst du damit genau sagen?

        Ich persönlich denke es gibt kein richtig- kein falsch.
        Für mich gibt es nur meine Entscheidung für mich.
        Mein Mann und meine größeren Kinder besitzen ein Smartphone.
        Ich will keines besitzen (und jede meiner Entscheidungen ist eine Momentaufnahme und ich nehme mir das Recht jederzeit mir eine andere Meinung darüber bilden)

        Bei uns gibt es nur die Regel, beim Essen , beim Beisammen sein in der Familie bleibt das Smartphone im eigenen Zimmer...
        Ich finde das Benutzen des Smartphones während eines Gespräches unhöflich.

        Ansonsten soll jeder SEINEN Umgang damit finden :-)

        Karna

        Huhu,

        Da hat jeder so seinen eigenen Tunnelblick.

        Dir ist noch kein Übermaß an Dauerhandystarrern begegnet, ich halte es bereits für ein definitives Übermaß wenn ca. 6 von 10 Eltern/Elternteilen es nicht schaffen ihre Kinder morgens ohne Smartphonegeklitsche in den Kindergarten zu bringen.

        Selbst auf dem Weg, bei der Straßenüberquerung wird da dem Nachwuchs vorgelebt das es vollkommen in Ordnung ist aufs "Handy" zu starren.

        Es ist völlig in Ordnung wenn du dich in Gesellschaft lieber mit anderen Dingen beschäftigst, mir fällt es unangenehm auf wenn Menschen es noch nichtmal für eine Stunde oder 2 schaffen sich auf eine Gesellschaft und den Gastgeber einzulassen.
        Was Fremde am Nebentisch veranstalten interessiert mich dabei wenig.

        Im übrigen ist es ein großer Unterschied ob man einen Menschen oder nur sein Handeln beurteilt.

        Wenn ich jetzt von der unteren Diskussion ausgehe dann wurden Smartphonenichtnutzer explizit als weltfremd betitelt, das ist so eine Verurteilung die nicht sein muß.

        Zu sagen " ich mag es nicht das so viele nur noch damit beschäftigt sind" verurteilt höchstens das Verhalten!

        Hier jetzt davon auszugehen das wir Nichtnutzer uns nicht mit der Materie auseinandergesetzt hätten, ist ebenso eine vorschnelle Verurteilung.

        Ich für meinen Teil besitze seit 2013 ein Smartphone, das ich allerdings beharrlich als Handy bezeichne, weil mir Smartphone zu affig klingt.
        Jo es kann einiges, trotzdem wird mein nächstes Handy eben wieder genau das sein, ein Handy.

        Um nun noch dein Bild anzusprechen, an Haltestellen stören weder Zeitung noch Handy, beim Familienessen ist beides gleichermaßen fehl am Platz.

        Letztendlich schießt du übers Ziel hinaus, niemand verurteilt hier Smartphonenutzer.

        Gruß

        Andrea

        Du nennst den kritischen Umgang mit der Materie und auch den Fakt, dass die juengere Generation den Anschluss verpassen koennte. Was ist eigentlich mit der aelteren Generation? Hat die den Anschluss per se verpasst?

        Leider laesst der Grundtenor Deines Beitrags genau diesen kritischen Umgang vermissen. Im Gegenteil liest sich Dein Post eher so, als fuehltest Du Dich in die Defensive gedraengt...

        Ich geb Dir mal ein technologisches Beispiel aus meiner Berufswelt. Ich bin Architekt. Wir benutzen heute CAD-Programme zum Zeichnen von Projekten. Zu der Zeit, als ich an der Uni war und studierte gab es keine nennenswerte Anzahl an Computerarbeitsplaetzen und wir haben das Zeichnen noch richtig mit der Hand gelernt. Und damit auch noch richtig die Sorgfalt im Entwurf, denn es macht keinen Spass, eine Zeichnung anzufertigen und sie nach einer Woche Arbeit von neuem zu beginnen, weil man gegen Ende etwas falsch gemacht hat.
        Mit der Einfuehrung von CAD hat sich das Verhalten grundlegend veraendert. Da man einen Fehler mit dem Druck auf "delete" einfach wettmachen kann und schnell neuzeichnet, statt mit der Rasierklinge die Tinte vom Papier zu kratzen, hat sich dadurch auch die Sorgfalt veraendert.
        Die gesamte Architektur hat sich dadurch veraendert, wenn man es genau nimmt. Und ganz sicher nicht zum Besseren, weil man heute einfach macht, bevor man anfaengt darueber nachzudenken was man tut. Eine Korrektur ist ja schnell und einfach moeglich.

        Man stelle sich einfach vor, was passiert, wenn Herzchirurgen mit einer aehnlichen Entwicklung ihren Job ausueben wuerden... ;-)

        Ein einfacher Erklaerungsversuch:
        Wenn jemand den Fuehrerschein macht, dann lernt er in der Regel nicht auf einem Ferrari oder Porsche. Man lernt das Fahren auf einem "normalen" Auto und wenn man dann einigermassen verstanden hat, wie es funktioniert, dann darf man gerne auf die groesseren Kaliber umsteigen. Wenn man das nicht tut und die unerfahrenen Autofahrer in einen Supersportwagen setzt, endet das eben oft traurigerweise in den Nachrichten...
        Diese durchaus sinnvolle Staffelung ist beim Motorradfuehrerschein sogar gesetzlich geregelt.

        Also ist es im Grunde gerade die aeltere Generation, die sich durch einen kritischen Umgang mit der Materie (oder neuer Technologie) auseinandersetzt, da sie eben ueber etwas verfuegt, das der juengeren Generation naturgemaess fehlt: Erfahrung.

        Und genauso ist es eben das Vorrecht der Jugend, dies zu ignorieren und ihre eigenen Fehler zu machen.

        Mit 20 dachte ich, ich wuesste alles ueber die Welt. Mit 30 habe ich dann festgestellt, dass ich keine Ahnung hatte. Aber dann mit 30 wusste ich tatsaechlich alles! Bis ich 40 wurde und merkte, dass ich nix verstanden hatte. Denn erst jetzt mit 40 war alles sonnenklar und man wusste alles... usw...
        Momentan bewege ich mich auf den Moment zu wo ich mit 50 feststellen werde, dass ich auch mit 40 daneben lag... eine ganz normale Entwicklung, die sehr viel Spass bereitet, wenn man sie sich erst einmal vergegenwaertigt...

        • Schöner Beitrag - danke dafür! :-)

          Die Frage ist: Wie sich die Architektur verändert? Ist die Veränderung objektiv negativ? Oder ist es eine ordentliche Portion Nostalgie und Arroganz, die da mitschwingt. Die Jungschen lernen nicht "richtig", wenn sie nicht mühsam und umständlich Fehler vom Papier kratzen oder von vorne anfangen müssen. Reicht es nicht, dass das Endergebnis fehlerfrei und termingerecht vorliegt. Spielt es eine Rolle wie oft der Architekt auf "delete" zurückgegriffen hat?

          Und Architekten sind und waren nie Herzchirurgen. Da sind Fehler schwerwiegender und lassen sich weder wegkratzen noch zusammenknüllen.

          • Da muss ich Dir entschieden widersprechen. Der Architekt (u.a.) kreiert und gestaltet den Lebensraum, in dem wir alle uns tagtaeglich bewegen. Die Verantwortung, die da rein spielt ist sicher nicht weniger schwerwiegend oder langfristig, als die Verantwortung eines Mediziners. Der Einfluss, den der Lebensraum, oder auch der Erlebnisraum, auf die Psyche des Menschen hat sollte nicht unterschaetzt werden.

            Und genau deswegen spielt die Sorgfalt beim Entwerfen eine groessere Rolle, als Nostalgie. Ginge es mir um Nostalgie, dann haette ich Nostalgie genannt. So sprach ich aber von Sorgfalt.
            Und ja, Heute hat sich die Architektur objektiv in der Qualitaet verschlechtert. Haeuser werden bewusst nur noch auf 30- 60 Jahre Lebensdauer entworfen, da derjenige, der sich die Immobilie leistet nicht wesentlich laenger leben wird...
            Was meinst Du warum soviele Gruenderzeitbauten in den Ballungsgebieten noch stehen? ;-)
            Auch die Designqualitaet ist dahin. Details? Im Gros der zeitgenoessischen Architektur Fehlanzeige... Zum Glueck gibt es einige loebliche Ausnahmen, aber selbst die sind mittlerweile modischen Trends unterworfen, was eben auch mit der Lebensdauer zusammenhaengt.
            Ueber nix von dem, was heute gebaut wird, werden Menschen in 500, 1000 oder 2000 Jahren noch staunen. Schlicht, weil nichts mehr davon uebrig ist.
            Das Collosseum zB steht aber noch, viele Kirchen und Sakralbauten kann man heute auch noch betreten und bestauenen. Die meisten Leute sind von historischen Stadtkernen in irgendeiner Art bewegt, positiv zumeist. Schick die Leute in ein klassisches Neubauviertel und schau Dir die Reaktionen an...

            Fakt ist, dass alles nur noch auf Effizienz getrimmt wird. Schnell, schnell, schnell eben. Da bleibt die Qualitaet zwangslaeufig auf der Strecke. Und um auf die Mediziner zurueck zu kommen: Dort ist es genauso. Wenn Du nicht gerade privat versichert bist, hat Dein Hausarzt auch nicht mehr so viel Zeit Dich zu sehen, wie frueher. Die unterliegen genau solchen Zwaengen.

            Ich bin sicher kein Nostalgiker, aber Qualitaet ist mir wichtiger als Quantitaet. Und die rueckt mittlerweile immer mehr in den Hintergrund. Den Menschen wird permanent eingetrichtert, dass die komplette Auswahl und staendige Verfuegbarkeit von allem jederzeit etwas Gutes ist. Laengst geht es nicht mehr um Inhalte, sondern nur noch darum, dass man darauf zugreifen kann. Wikipedia ist ein klasse Beispiel. Jeder nimmt es fuer bare Muenze was dort geschrieben steht.

            Niemand weist auf die "Gefahren" oder zumindest Nebenwirkungen dieser Entwicklung hin. Es ist Zeit die Welt wieder etwas zu entschleunigen und Dinge kritisch zu hinterfragen.

            Das sind Entwicklungen, die durch alle Teile der Gesellschaft gehen. Die Architektur habe ich nur deswegen genannt, weil das eben mein Fachgebiet ist...

            • O.o

              Und die Ursache dafür verortest du in den technischen Hilfsmitteln?
              Was ist mit veränderten Bedürfnissen? Materialien? Möglichkeiten?

              Und wie misst man Designqualität?

              Inwiefern hängt spielt es eine Rolle wieviel Versuch und Irrtum während der Designphase heute ohne zusätzlichen Zeitaufwand möglich ist.

              Klingt alles reichlich esoterisch.

              Hat die Qualität von Literatur abgenommen, weil es Backspace, Datenträger und Drucker gibt?

              • Absolut. Die technischen Hilfsmittel haben einen grossen Anteil daran. Denk mal an den Zauberlehrling, der ausserhalb seiner Faehigkeiten agierte. Das ist der unkritische Umgang mit den Technologien, die einem heute zur Verfuegung stehen...

                Haben sich die (menschlichen Grund-) Beduerfnisse grundlegend veraendert? Oder ist das eher etwas, dass uns zB die Wirtschaft glauben machen will, um uns weiterhin konsumieren zu lassen?
                Zu den Moeglichkeiten habe ich mich bereits geaeussert. Ich bin nicht der Meinung, dass eine Vielzahl an (Wahl-)Moeglichkeiuten per se etwas Gutes ist, wenn wir nicht mehr in der Lage sind kritisch zu hinterfragen (oder eben mit der entsprechenden Sorgfalt zu agieren).
                Die Verarbeitung moderner Materialien hat nur bedingt etwas mit der Herangehensweise an den eigentlichen Designprozess zu tun.

                Technischen Fortschritt hat es immer gegeben und wird es auch immer geben. Dagegegn spricht auch erstmal nix. Es ist der Umgang damit, der das Problem zutage foerdert... The media is the message...

                Wie misst man Designqualitaet?... Attention to detail zum Beispiel. Die Liebe zum Detail, die auch gewisse Prozesse beruecksichtigt. Proportionen, Verhaeltnisse, Taktilitaet da spielen sehr viele Faktoren mit rein.

                Vergleich mal ein Qualitaetsprodukt mit einer davon inspirierten China-Kopie. Da merkt man meist schon beim ansehen, dass irgendetwas falsch ist.

                Trial and error... da triffst Du den Nagel genau auf den Kopf. Heute wird eben nicht mehr analysiert bevor die beste Loesung zu Papier gebracht wird, sondern man versucht eben solange, bis irgendwer sagt: "Das passt schon." Und genau das sieht man der Architektur meistens an.

                Was ist schlecht oder gar falsch an Esoterik?

                Thema Literatur... Ist sie schlechter geworden? Das kommt auf den Standpunkt an. Sie ist sicherlich massenverfuegbarer geworden. Ob die Qualitaet abnimmt, wenn heute Autoren quasi wie am Fliessband liefern muessen, muss jeder fuer sich selbst entscheiden. Ob allerdings auf diese Art Meisterwerke (im Sinne eines Goethe zB) nicht nur aus Zufall entstehen, darf bezweifelt werden.
                Selbst zu Zeiten, als Literatur noch an der Schreibmaschine entstand, wurde sicher mit mehr Sorgfalt agiert, als heute, wo Gratis-Software aus dem Internet suggeriert, ein jeder koenne zum Star-Autor werden. Ueber die Zeit vor dem Buchdruck reden wir am besten erst gar nicht (ich will ja nicht als Gegener des Fortschritts ausgelegt werden ;-) ).

                Wie ich schon sagte ist mein Eindruck, dass es immer weniger auf Inhalte ankommt... The media is the message...

      > Wer sich Errungenschaften widersetzen will, der soll das tun - aber nicht die Menschen verurteilen, die Fortschritt respektieren, sich damit konstruktiv auseinander setzen und annehmen

      Ich glaube, du beziehst dich auf den Thread weiter unten, wo's um die Smartphone-Nutzung ging.

      Ich denke, die Einstellung zu dem Thema hat auch viel mit dem Alter zu tun, und da hatte der gute Douglas Adams ganz recht:

      * Alles, was es schon gab, bis man so 15 war, ist ganz normal und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.
      * Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär.
      * Alles, was nach dem 35. Lebensjahr erfunden wird, widerspricht der natürlichen Ordnung der Dinge.

      (kann man nicht nur auf Erfindungen anwenden, sondern genauso auf den Musikgeschmack etc.)

      Und die einen werden innerlich eben später 35 als die andern...

      Ich selbst bin bei technischen Neuerungen erstmal eher skeptisch und warte ab. Ein Smartphone habe ich mir z.B. erst vor zwei Jahren gekauft, weil ich dann das Gefühl hatte, dass es für mich persönlich doch einen Nutzen haben könnte, der mir den Preis wert war (davor habe ich 10 Jahre mit demselben Nokia telefoniert). Mittlerweile vermisse ich es, wenn ich es nicht dabei habe.

      Und wir sind halt die ersten, die Regeln für den Umgang damit finden müssen, und das ist wahrscheinlich das, was du mit "konstruktivem Auseinandersetzen" meinst.

      Das dauert ein bisschen, und ist für uns Erwachsene schon schwer, und für Kinder umso schwerer. Trotzdem glaube ich, dass sich das in ein paar Jahren normalisiert haben wird und dass die Folgen nicht nur negativ sein werden.

      Kinder helfen übrigens dabei, länger 35 zu bleiben....

      Diese Phase der Ablehnung und der Etablierung müssen alle neuen Medien durchmachen: vor ein paar Jahren das Internet und E-Mail, davor Mp3-Player, CD, Walkman, Fernsehen, das Telefon usw.

      Ich kenne in meinem Bekanntenkreis viele, die noch vor ein paar Jahren vehement der Meinung waren, sowas wie E-Mail wäre nichts für sie, und die heute nicht mehr ohne auskommen.

      Irgendwann wird auch das Smartphone so normal sein wie heute der Fernseher. Und irgendwann so altmodisch wie heute ein Videorekorder...

      Hallo!

      Du hast genau erfasst, was ich mit konstruktivem Auseinandersetzen meine.

      Und das sehe ich nicht nur beim Mobiltelefon, sondern zum Beispiel auch bei Konsolen - die sind nicht wie früher einzig zum Spielen gut, sondern man kann ohne Probleme damit ins Internet und Unsinn damit anstellen.
      Dann schauen die Mutter oder der Vater zwar nach kindergerechten Spielen, setzen sich aber mit dem System selber nicht auseinander. Wichtigstes Schlüsselwort: Kindersicherung!

      Ich habe Verständnis, dass man bei neuen Sachen skeptisch ist, je nach Charakter, aber ich finde es rückständig, wenn Menschen in meinem Alter (!) oder unter vierzig sich vehement gegen etwas wehren, das schon lang Alltag ist und als "böse" ansehen, wenn es einzig und alleine vom Nutzer abhängt.

      Man muss dazu nicht einmal ein eigenes Smartphone haben, es erleichtert einfach den Lerneffekt, aber ich persönlich finde, dass ein Überblick über die Technik einfach heute auch zur Allgemeinbildung gehört und das man sich zumindest das Wissen aneignen kann.

      Was ich bemerkt habe, ist, dass das Alter ein Unterschied in der Lerntechnik macht. Aber wenn meine 86-jährigen Grosseltern ein iPad für sich nutzen können, dann verstehe ich nicht, wieso sich weniger als halb so alte Menschen so echauffieren.

      Die Technik wird weiter greifen, sie wird im Alltag oder Berufsalltag mehr Platz nehmen und wer nicht einmal mehr 30 Jahre vor der Pensionierung ein Grundverständnis entwickeln kann, wird irgendwann ein Problem haben, schätze ich.

      Und das grösste Problem ist: Diese Menschen müssen einen anständigen Umgang ihren Kindern beibringen! Und ich sehe das in dieser Situation als kritisch an.

      LG
      margaery

      • Vielleicht als Nachtrag: ich bekommen wahrscheinlich den alten Schallplattenrekorder meines Grosspapas, Schallplatten habe ich auch noch... Der steht dann im gleichen Raum mit meinen Flatscreen und PS4 und ich freue mich sehr darauf, weil es wieder ein ganz anderer Klang ist. Und dann werde ich auch gerne wieder moderne Musik über den USB-Stick über meine PS4 spielen lassen. Das eine schliesst das andere nicht aus. :-)

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