und noch eine frage, wie geht es euch mit den ganzen schlimmen nachrichten..

    • (1) 19.02.15 - 12:49

      hallo,

      ich fange mal bei mir an. ich bin es unsagbar leid, immer diese furchtbaren nachrichten im fernsehen und im radio zu hören. überall ist krieg. überall sterben auch unschuldige kinder.

      warum bekommen manche menschen viele kinder und können sich nicht richtig drum kümmern und ander bekommen keine obwohl sie vermutlich super eltern wären.

      warum gibt es diese ich nenne es jetzt einfach mal salopp "ungerechtigkeiten"? wie seht ihr unsere aufgabe im leben. ich versuche ein positiver mensch zu bleiben, aber immer wieder wird mein weltbild erschüttert und ich kann dieses ganze unrecht nicht fassen, nicht verarbeiten, meine lebensqualität leidet dadurch, dass ich mir klar mache, wie schlecht es vielen menschen geht.

      ich verstehe die welt nicht mehr. warum müssen kinder sterben. warum werden familien durch tragödien, unfälle etc auseinandergerissen. kann man da noch mal glücklich werden?

      fragen über fragen... wie geht es euch damit?

      lg l.

      • Also es kommt stark darauf an. Dinge aus meinem Umfeld die mich oder Freunde betreffen da habe ich je nach schwere auch mal kurzzeitig zu knabbern wie der Verlust eines Menschen oder wenn mal was was nicht perfekt läuft.
        Dinge aus Fernsehen/ Radio prallen an mir ab da es mich nicht betrifft es liegen Welten dazwischen.
        Beruflich habe ich beim Drehen des Schlüssels Feierabend und nehme die Dinge nichtmals mit ins Auto.
        Mich lassen sehr viele Dinge kalt.
        Weine aber dann bei Disneyfilmen #klatsch

        Hallo,

        ich lasse so etwas nicht so nah an mich ran. Bei Nachrichten aus aller Welt fällt mir das relativ leicht, weil es oft weit weg ist - so schlimm das jetzt auch klingen mag. Natürlich setze ich mich damit auseinander, aber es belastet mich nich so sehr, dass es meine Lebensqualität einschränkt.

        Was mir wichtig ist: Ich versuche uns und meinen Kindern immer wieder bewusst zu machen, dass wir großes Glück haben so leben zu können, wie wir leben. Wir sprechen darüber, dass es nicht selbstverständlich ist, alles zu haben, was wir hier haben, dass wir Frieden haben, eine Familie... und das es daher gut und richtig ist, zu helfen wo man kann. Man kann nicht alles ändern, aber vor Ort gibt es immer Möglichkeiten zu helfen.

        LG

        "meine lebensqualität leidet dadurch, dass ich mir klar mache, wie schlecht es vielen menschen geht."

        Vielleicht hast Du Dich ja nur unbedacht ausgedrückt...

      • Ich kann dich schon verstehen.
        Vorher ging mir ja so etwas schon nahe, aber seit ich ein Kind habe, ist es noch schlimmer.
        Eine alte Dame fragte mal, ob sie in den Kinderwagen schauen dürfe und meinte dann, dass sie ihm Gesundheit wünscht und dass er niemals Krieg erlebt. Ich hoffe, dass es eine gute Fee war!

        Ich verstehe auch nicht, warum Menschen sich nicht einfach in Ruhe lassen können. Diskutieren ja, streiten ok, aber warum Gewalt. Es gäbe auch genug zum Leben für alle...

        Aber, was bringt es, komplett unglücklich zu sein? Es hilft niemandem weiter.

        Ich versuche einfach, dass zu machen, worauf ich Einfluss nehmen kann. Ich achte auf die Produkte, die ich kaufe, ich versuche Menschen anzulächeln und engagiere mich sozial.

        • kurz und sehr schön geschrieben, gerade der letzte Satz.

          Man muss nicht versuchen die ganze Welt zu verändern, einen allein wird das auch nicht gelingen, aber die kleinen Dinge machen schon viel aus.

          Bei uns arbeite ich Ehrenamtlich mit Flüchtlingskindern zusammen und kann dort etwas geben.

          Ein Lächeln oder freundliches Wort im Alltag, die Tür aufhalten, auch mal über die übelgelaunte Verkäuferin drüber wegzusehen oder oder, wenn jeder solche klitze kleinen Gesten der Freundlichkeit im Alltag zeigen würde, könnten wir zusammen schon viel erreichen.

      Hi,

      also die schlechten Nachrichten aus Radio und sonstigen Medien über Krieg oder sonstiges in der ganzen Welt lasse ich nicht soo nah an mich ran, obwohl mir das Verständnis für diese "Handlungen" teilweise wirklich fehlt.

      Anders ist es mit Schicksalsschlägen im näheren Umfeld... da hadere ich schon mal, stell mir die Frage nach dem Warum und hoffe und bete natürlich, daß ich und meine Familie davon verschont bleiben.

      Andererseits muß man es wohl aus der Perspektive sehen: All das Glück, die Freude, Zufriedenheit, die unseren Alltag bereichert, gäbe es wohl nicht, wenn man nicht doch auch von diesen "Ungerechtigkeiten", wie du es nennst, wissen würde. Wenn bsp. jeder planen könnte, wann genau Kind Nr. 1, Nr. 2. geboren wird, sicher gehen könnte, daß diese dann von schweren Krankheiten oder Unfällen verschont bleiben, daß man mit seinem auserwählten Partner glücklich alt werden darf, ... dann denke ich, wäre man dafür, daß es so ist, nicht mehr dankbar, würde dies überhaupt nicht mehr schätzen.

      LG

      Hallo!

      Ich war mal Kriegsflüchtling.
      Ich habe viele Kinder (7), meine Schwester kann keine bekommen

      Was soll ich dazu sagen?
      Zu den Kriegen: Ich konnte damals nicht begreifen, wie die restliche Welt normal leben kann, wenn bei uns Krieg und Hunger herrscht. Heute kann ich das ganz gut, denn ich habe meinen Alltag, den ich bewältigen muss, und was bringt es mir, wenn ich mich über die anderen Kriege aufrege? Ändern kann ich eh nichts. Ungefähr so konnte der Film im Kopf ablaufen. Die Wahrheit ist, dass es mich fertig machen könnte, wenn ich es zuließe. Auch die hungernden und toten Kinder. Natürlich kann ich Geld spenden oder eine Patenschaft übernehmen, aber ändert das was? Jedes gerettete Kind ist ein Erfolg, klar, wieviele aber sterben und leiden?

      Warum regt es Dich auf, wenn jemand viele Kinder hat? Es muss nicht automatisch bedeuten, dass alle kinderreichen Eltern schlechte Eltern sind. Bzw. kann man auch nicht sagen: die haben keine Kinder und wären bestimmt ganz tolle Eltern. Man kann es nicht wissen

      Gruß

      Das ein oder andere aus den Nachrichten geht mir schon näher und ich denke vlt. auch länger drüber nach aber es ist jetzt nicht so das mein Leben darunter leidet
      Ich kann dazu jedenfalls sagen : “Be the change that you wish to see in the world."
      Als Einzelperson kannst du nur einiges natürlich gar nicht oder nur bedingt ändern oder helfen aber auch als Privatperson kannst du einiges tun
      Wir spenden zb. jeden Monat feste Beträge für bestimme Organisationen, wenn wir was sehen das wir als wichtig empfinden auch noch extra einmalig
      Wir haben einen Hund aus dem größten Tierheim der Welt gerettet und wir haben ein Patenkind in Afrika das im Partnerort unserer Gemeinde lebt dem wir durch unsere Spende quasi das Leben und die Bildung finanzieren können
      Allein durch die Spenden aus Deutschland ist die Lebensqualität in dem Dorf in Afrika um Welten gestiegen und auch sehr wichtig, es wird hoher Wert auf die Bildung gesetzt was die Kinder schon mal in eine sehr gute Ausgangsposition fürs weitere Leben bringt!
      Verhältnissmäßig ist es zwar natürlich nur ein Ort von vielen aber es ist ein Anfang und die Entwicklung ist echt toll mit anzusehen

      Manches, was ich höre, lese oder sehe, macht mich wütend, manches sprachlos, manches lässt mich den Kopf schütteln. Aber meine Lebensqualität leidet darunter nicht, denn mir ist bewusst, dass ich nicht die Welt retten kann.

      In MEINER kleinen Welt bin ich glücklich.

      Ich verpasse die nachrichten immer irgendwie. sehe auch keinen sinn drin, sie regelmäßig zu sehen. schlagzeilen kriegt man immer und überall mit. ausnahme - als das in frankreich passiert ist mit dem attentat - habe ich gezielt geguckt, auch sämtliche brennpunkte. aber eigentlich ist es - krank. macht krank. und bringt nix.

      (12) 19.02.15 - 18:56

      Eine meiner Aufgaben im Leben ist es, jungen Menschen eine reflektiertere und fundiertere Meinungsbildung zu ermöglichen als die zu der du in der Lage bist.

      Hallo lala7272,

      ich schaue, lese und höre keine Nachrichten!
      Das finden viele Menschen befremdlich und ich kenne auch die Argumentation, dass es zur Allgemeinbildung gehört an dem was in der Welt geschiet teilzuhaben, aber ich habe mir dazu meine eigene Meinung gebildet.
      Zunächsteinmal ist alles was wir über die Medien erfahren von Menschen, Konzernen und Poitikern nach ihren Interessen und Meinungen gefiltert. Ich möchte mich davon nicht berieseln lassen und bilde mir lieber eine eigene Meinung.
      Aber der wichtigste Punkt ist:
      Wie kann ich die Welt besser machen? Ich glaube nicht dadurch, dass ich Nachrichten konsumieren und mit den Menschen still mitleide. Statt dessen nutze ich diese zeit lieber mich gezielt darüber zu informieren was genau ich als kleiner Mensch tun kann.
      Da gibt es ganz viele Ansätze und ich schaffe es in immer mehr Bereichen das zu tun was mir möglich ist.
      So habe ich mich nach reiflicher Information zum Beispiel dazu entschlossen Vegetarier zu werden. Nicht weil mir Fleisch nicht schmeckt, sondern weil ich erkannt habe was alles hinter unserer "Fleischproduktion" steckt und wie sich unser Konsum auf die Menschen in armen Ländern, die Trinkwassermenge und das Klima auswirkt.
      Natürlich kann da einer alleine nichts großes verändern, aber viele meiner Mitmenschen fragen nach, warum ich das tue und fangen ebenfalls an sich zu informieren und ich bin erstaunt wieviele inzwischen selbst anfangen etwas zu tun.
      Ich könnte jetzt ewig weiterschreiben was ich noch für Möglichkeiten sehe, selbst etwas zu verbessern, aber darum geht es ja nicht.

      Ich schaue es mir also nicht an und ich habe zu meinem erstaunen auch festgestellt wie abgestumpft ich durch die Medien wirklich schon war. Mein Mitgefühl für die Menschen in meinem Umfeld und daraus resultierend meine Hilfbereitschaft ist dadurch auch wieder viel größer geworden.

      Meine Erfahrung: Verbessere ich die Welt Stück für Stück in meinem direkten Umfeld, schließen sich immer mehr Menschen an und es entsteht langsam aber sicher ein Schneeballprinzip. Vielleicht kann genau damit und einer großen Portion Geduld und Ausdauer den Menschen den es sehr schlecht auf dieser Welt geht besser geholfen werden als mit dem anschauen von Nachrichten.

      Alles Liebe
      Sunny

      Hallo!
      Weil man genug anderes im Kopf hat.
      Traurig, aber wahr.
      Das ist ein Schutzschild der Natur, man kann nur eine gewisse Menge am Negativen aushalten, dann ist das Mass voll.
      LG

      Du hörst dich an wie meine Mutter, aber die ist über 70 :-)
      Die ruft mich auch im Büro an, weil sie grade wieder was Trauriges im TV gesehen hat (Krieg, kranke Kinder etc.)

      Ich denke über sowas nicht allzu viel nach, bekommt mir nicht. Wenn es mich mal selbst betrifft, dann ist es früh genug, nervös zu werden....................

      LG
      Merline

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