Thema meiner Bachelor-Arbeit, Dozentin unzufrieden

    • (1) 26.02.15 - 17:50

      Hallo ihr Lieben,

      ich studiere Soziale Arbeit und beginne demnächst mit meiner Bachelor-Arbeit. Ich hatte mir konkret die Frage als Thema überlegt "Ist der Bildungserfolg von Kindern abhängig von dem der Eltern?".

      Habe mir darüber auch schon Literatur besorgt. Jetzt wollte ich mein Thema anmelden und meine Dozentin hat mir mitgeteilt, dass mein Thema so zu oberflächlich wäre - ich solle doch noch eine "Unterfrage/Unterthema" formulieren.

      Nun bin ich echt frustriert, weil mir irgendwie nichts Gescheites einfällt... :-(
      Hat jemand von euch vielleicht eine Idee und kann mir helfen?

      Würde mich wirklich sehr freuen.

      • Dann bezieh es nur auf Deutschland, vorzugsweise Westdeutschland, da in der DDR soviel vorgegeben wurde und nicht jeder so leicht studieren konnte un der Vergleich da echt schwer fallen wird.

        Und nur auf die Schulbildung und z.B. die Weiterempfehlungsrate der einzelnen Schultypen, wenn die Kinder von der Grundschule abgehen...oder nur auf die Hochschulbildung.

        Hallo,

        ich finde die Frage sehr allgemein! Was willst Du denn genau untersuchen? Was interessiert Dich am meisten an der Frage, in welchem soziokulturellen Umfeld bewegst Du Dich mit der Arbeit, welche Zeitspanne willst Du untersuchen.... und so.

        Was bedeutet Bildungserfolg in Deiner Arbeit? Eine sichere Stelle? Ein abgeschlossenes Hochschulstudium? Eine akademische Laufbahn?

        Das fällt mir auf den ersten Blick dazu ein, wie man das Thema eingrenzen könnte. Und daraus ergibt sich der Untertitel.

        Was sagt denn die Dozentin außer "zu oberflächlich"?

        Ich finde das Thema zwar nicht unbedingt zu pauschal, aber - genau dazu gibt es doch schon dutzende Studien in allen Varianten! Vielleicht erwartet sie deshalb eine
        Spezialisierung, was ich auch verstehe.

        Schon zu meiner Studienzeit vor zwanzig Jahren war klar dass es da natürlich
        einen Zusammenhang gibt - inzwischen ist das Thema doch fast totgeforscht...

        LG, katzz

      • Hallo,

        da verstehe ich Deine Dozentin. Das Thema ist zu allgemein und irgendwie so pauschal doch ausgelutscht.

        Was meinst Du mit Bildungserfolg?

        Hast Du Praktika gemacht in entsprechenden Bereichen und hast da quasi Brennpunkte in Deiner Stadt/Landkreis etc. kennengelernt?
        Kannst Du das Wissen von Profis dort anzapfen? (Erziehungsberatungsstellen, Schulen etc...

        Gruß

        Moin,

        auch ich finde das Thema bereits ziemlich tot geforscht und nicht neu. Wen dann musst Du eine "Ecke" finden in der noch Potential ist. #schein
        zB: Wie ist das bei Adoptiv und Pflegekindern ? Viele dieser Kinder haben massive Probleme in der Schule obwohl sie zum Teil schon als Säuglinge zu ihren Adoptiv/Pflegeeltern kamen. Woran liegt das ? Erziehung ? Vererbung ? Schubladendenken der Lehrer ? ....

        Wen ja gibt s vielleicht eine Altersgrenze ? usw....

        Das sind jetzt jetzt nur grobe Ideen und ich habe von Bachelor Arbeiten wirklich gar keine Ahnung und habe keinen Schimmer ob das was ich vorgeschlagen habe überhaupt etwas ist aus dem man "was machen" kann. Wen nicht verzeih mir und vergiss es.

        LG dore

        • *Woran liegt das ? Erziehung ? Vererbung ? Schubladendenken der Lehrer ?*

          An keinem der drei Dinge!

          Eher an: Pränatalem Stress, Drogenentzug nach der Geburt, Bindungsstörung...

          Sorry, hat nichts mit dem Thema zu tun... aber ich schaffs grad nicht, deine Thesen unkommentiert zu lassen.

          Warum sollten Pflegeeltern schlechter erziehen?
          Weshalb sollten Eltern, die ihr Kind zur Adoption freigeben, über "schlechteres" Erbgut verfügen als andere?
          Aus welchem Grund sollten Lehrer Adoptiv-/ Pflegekinder abstempeln?

          (Hast du wahrscheinlich nicht drüber nachgedacht, aber deine Thesenvorschläge sind echt #zitter)

          • Das sind keine Thesen sondern denk Anstöße !

            Wen die TE sich dann mit dem Thema befasst wird sie sicher darauf kommen das es an all den von Dir genannten Dingen liegt.
            Ich denke nicht das Lehrer Adoptiv Kinder abstempeln aber "wissenschaftlich Untersucht" im Rahmen eine Arbeit habe ich das nicht. Genauso wenig ob oder in wie weite das "Erbgut" oder Erziehung verantwortlich ist. Ich wollte lediglich eine "Lücke" aufzeigen aus der man vielleicht in irgendeiner Form noch eine Bachelor Arbeit machen kann. Nicht mehr nicht weniger !

            LG dore

      Ich glaube jeder hier weiß schon das Ergebnis dieser Studie, da es doch in allen Medien und der Politik breit getreten ist.

      Pillipalle, was willst Du neues erfinden?

      lisa

    Wo wohnst du denn?

    In einigen Bundesländern ist der Einschulungs-Stichtag vor einiger Zeit nach hinten verschoben worden. Relativ viele Kinder kommen deshalb mit 5 in die Schule.

    Außerdem ist es in einigen BL kaum noch möglich, schulunreife Kinder zurückzustellen

    Interessant wäre, zu schauen, wie das frühe Einschulungsalter sich auf den Schulerfolg auswirkt.

    Das dürfte ein interessantes, überschaubares und noch nicht so ausgelutschtes Thema sein.

    LG

    • Das fände ich auch ein hochinteressantes Thema.

      Bei uns im Landkreis (kein großer) wurden im vergangenen Jahr 90 Kinder zurückgestellt. Das ist enorm und die Anzahl wäre mE nicht so hoch, gäbe es (wieder) den 30.06 als Stichtag. Da würden dann nur Extremfälle zurückgestellt. Auch das Argument, dass dann eben Mai-Kinder als Grenzkinder massiv zurückgestellt werden, glaube ich nicht, da die Kinder im September ja dennoch deutlich 6 Jahre alt sind.

      Der 30.09 (bei uns hier) führt eben dazu, dass viele August- und Septemberkinder zurückgestellt werden (meine auch, geboren am 29.09).

      Viele Grundschullehrer und auch Kinderpsychologen hier bei uns sind auch der Ansicht, dass die späten Sommerkinder zu früh eingeschult werden.

      Tolles Thema :-)!

      • Bei uns DARF die Schulärztin nur Extremfälle zurückstellen.

        Was dazu führt, dass zunehmend schulunreife Kinder im ersten Schuljahr sitzen.

        Die Logik der Gesetzemacher: Ist nicht schlimm, das Kind kann ja drei Jahre in der Eingangsstufe bleiben.
        Was den Gesetzemachern entgangen ist: Ein Kind, das erstmal ein Jahr lang in der Schule frustriert wird, weil es den Anforderungen nicht gewachsen ist, gwöhnt sich in diesem Jahr oft schon sehr ungesunde Vermeidungsstrategien an und baut eine Menge Schulfrust auf. :-[

        PISA-Gewinner Finnland schult erst mit 7 ein. Warum wohl. #aha

        LG :-)

        • "PISA-Gewinner Finnland schult erst mit 7 ein. Warum wohl. #aha"

          Dieses Argument bringe ich immer dann, wenn mir Hinz und Kunz erzählen will, dass meine Kinder dann bei der Einschulung ja schon fast 7 (!) sind! Wie schlimm!

          Wir haben keine erweiterte Eingangsstufe bei uns, daher würde das "drei Jahre verweilen" nicht funktionieren.

          Wie auch immer: Meine gehen erst 2017 :-), das werde ich schon durchsetzen.

          LG
          delfinchen

          • Ich bin selbst vorzeitig eingeschult (Oktoberkind), und für mich wars genau richtig! Ist ja nicht so, als gäbs das nicht!

            Aber das zur üblichen Praxis zu erklären, war einfach keine gute Idee.

            LG

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