Wie haltet Ihr das mit Glauben, Beten und der Ungewissheit ob das alles so stimmt?

    • (1) 04.03.15 - 18:16

      Hallo zusammen.

      Erstmal allen einen tollen Tag. Ich hoffe Euch geht es soweit gut, bei diesem " tollen" Wetterchen da draußen, aber was soll's es ist Winter.

      Ich möchte Euch was erzählen und gleichzeitig etwas fragen.

      Ich komme ja Ursprünglich aus einem sehr christlichen Land, somit ist meine Mutter sehr sehr christlich. Soll heißen Kindheit ging ohne jeden Sonntag Kirche garnichts und vor dem Essen wurde gebetet und vor dem schlafengehen auch.

      Nun, irgendwann wird man ja doch ein eigenständig denkender Mensch und bekommt mit das Gott evtl doch nicht für allen Ursprungs verantwortlich sein könnte.

      Ich komme mal zum Punkt: ich versuche mich so menschlich wie möglich zu benehmen, klaue nicht, füge keinem böses zu, trete keine Regenwürmer platt, versuche das fluchen zu unterlassen und andersleuts Kerle hab ich auch schon immer in Ruhe gelassen usw. Nun bete ich aber eher selten. Und mir fällt auf, das ich auch nicht wirklich weiß glaub ich nun an Gott, versteht ihr ich weiß es ja nicht, gibt's ihn nun oder eben nicht?!?!? Dennoch denke ich evtl gibt es so eine höhere Macht, die uns irgendwie lenkt?!?!?

      Mir fällt aber auf, das wenn ich Angst habe, oder es mir nicht so gut geht, oder lieben Menschen um mich herum, ich anfange das Gespräch mit Gott zu suchen. Dann gleichzeitig immer der Gedanke: hmmm jetzt haste Dich solange nicht bei ihm gemeldet, der hustet Dir was. Und dann bekomme ich Gewissensbisse. Versteht ihr? Ich weiß einfach nicht an was ich glauben soll. Dabei bin ich doch schon erwachsen.

      Ich würde gerne auch an ein Leben nach dem Tod glauben, aber ich weiß es ja nicht wirklich. Wie kann ich an etwas glauben, wovon ich nicht weiß gibt es das oder nicht?

      Ich hätte auch nicht wirklich was zu Beichten, wenn ich etwas ausfresse Regel ich das meist mit den jeweiligen Personen.

      Irgendwie fällt mir das alles gerade auf.

      Meine Mama ist erneut schwer erkrankt und ich weiß nicht an wen ich glauben soll. Stelle kerzchen auf und komme mir etwas seltsam dabei vor, als wollte ich nur was, wenn es nötig ist!

      So ein Typ Mensch bin ich aber nicht.

      Wie Regel ich das denn nun ?
      Wie handhabt Ihr das?

      • Hallo,

        also ich glaube an eine höhere Macht und ich bete auch zu Gott. Vor dem Essen beten wir irgendwie nie, obwohl ich finde es ist nicht selbstverständlich etwas zu essen zu haben, es gibt so viele Menschen, die das nicht haben. Meine Kinder möchten von sich aus manchmal vor dem Essen beten. Grundsätzlich bete ich jeden Abend mit meinen Kindern und auch oft, wenn mich etwas bewegt oder es mir schlecht geht.

        Ich bin kirchlich aufgewachsen, besuche aber keine Kirche mehr. Ich finde man kann an Gott oder eine höhere Macht glauben, eine Kirche braucht es meiner Meinung nach aber nicht.

        Ich finde es gut, wenn man den Anspruch hat, ein guter Mensch zu sein. Wenn jeder so denken würde, dann würde es wohl weniger Leid und Elend auf der Welt geben. Am meisten regen mich die Religionskriege auf, die sind völlig unnötig.

        LG

        Carola

        Hallo,

        wie ich Dir schon hier

        http://www.urbia.de/forum/11-allgemeines/4560845-leben-nach-dem-tod-glaubt-ihr-dran/30062657
        antwortete, tut mir Deine Mama sehr leid aber Du scheinst ja wohl doch in einer größeren Krise zu stecken was Glaubensfragen, Leben und Tod usw. angeht.
        Wäre es da eventuell nicht besser wenn Du Dir Hilfe in einem Glaubenskreis Deiner Kirche holst denn hier wird Dir niemand 100%ig schreiben können was Glaube ausmacht, ob es Leben nach dem Tode gibt oder wie und wo usw. Du beten kannst.

        lg, marada

      Ich glaube nicht an einen Gott.

      Aber, wenn es denn diesen barmherzigen Gott geben sollte, glaube ich nicht, dass er es wichtig findet, wie oft oder wo wir zu ihm beten.
      Ich denke, ihm wäre wichtig, dass wir seine Schöpfung achten, wir Menschen haben, die wir lieben und wir uns an der Welt erfreuen. Ich denke, es wäre ihm wichtig, dass wir ein Gewissen haben und anderen so wenig wie möglich Schaden.

      Hallo,

      ich bete jeden Abend, in der Hoffnung, daß es auch da ankommt, wo ich es hinschicke.
      Glaube und Kirche gehört für mich auch nicht unbedingt zusammen, das heißt, ich gehe nicht oft zur Kirche, mir war es aber wichtig in der Kirche vor Gott zu heiraten.

      Ich bedanke mich JEDEN einzelnen Tag dafür, daß meine Kinder gesund sind, was alles schön war, usw.
      Deshalb hab ich auch kein "schlechtes Gewissen",wenn ich dann auch bete, wenn ich um etwas bitte.

      Ja, manchmal denke ich: "Und wenn es das alles gar nicht gibt?" ABer das Risiko geh ich einfach mal ein. Und schaden tut das Beten und das Glauben ja auf keinen Fall.

      Meine Mutter ist auch sehr krank und klar denke ich oft, waurm lässt er das zu, usw.
      Aber dann wird mir klar, daß ich ihm eigentlich dankbar sein kann, daß ich (für mich) die allerbeste Mutter habe (bzw hatte), die ich mir nur wünschen konnte und daß meine Kindheit total schön war, usw.

      Aber auch wenn es ein Leben nach dem Tod gibt und dieses ja auch das Paradies sein soll, hab ich totale Angst davor, da ich mein Leben, so wie es gerade ist, total liebe (außer daß meine Mutter gesund sein könnte) und ich gar kein anderes Leben will.

      lg

    • Ich persönlich glaueb nicht an einen Gott

      aber ich glaube daran, dßa es uns menschen hilft ins gespräch zu gehen- auch ins selbstgespräch, daß es uns hilft uns an jemanden zu wenden, den wir uns nur vorstellen, daß uns rituale helfen (kerzen aufstellen), daß es uns hilft uns zu sortieren ,wenn wir meditieren oder beten oder tagebuch schreiben.
      Ich glaube, daß uns zeiten und orte der ruhe gut tun, wie wir sie in krichen moscheen oder synagogen finden, daß es uns gut tut uns mit anderen als mit allein tagesaktuellen themen zu beschäftigen, wie wir es in der predigt oder der beschäftigung mit (bibel)texten tun

      und ich glaube auch, daß die gemeinschaft, wie wir sie in den gemeinden vorfinden uns gut tut, mit unserer angst, hoffnung ,trauer und sorge umzugehen.

      hab kein schlechtes gewissen, dich all dieser dinge zu bedienen, auch wenn du im moment nicht weißt, ob du glauben kannst.

      meien oma war eine sehr sehr gläubige frau und ihre tochter- meine tante ebens o(mein vater schon nicht mehr:). jedenfalls ist meien cousine gestorben als sie anfang 30 war. für meine (und ihre) oma und ihre mutter (also meien tante) war das furchtbar und hat ihren glauben auf eien sehr sehr harte probe gestellt.
      gerade in dieser zeit haben sie wirklich serh mit ihrem glaube nan gott gehadert.
      aber ich glaube, daß es auch dieser starke glaube war, der sie es hat schaffen lassen, den tod der tochter und enkelin zu integrieren in ihr leben.

      ich drück dir die daumen, daß dich dein glaube auch darin unterstützen kann

      Hallo,

      wenn Du wüsstest, dass es Gott gibt, könntest Du nicht an ihn glauben - Du glaubst ja auch nicht, dass 2 + 2 = 4 ist, Du weißt es (glaub ich jedenfalls).

      LG, kathi

    Glauben schadet nicht. Egal ob an Gott, oder an eine höhere Macht. Wenn es in der bestimmten Situation "hilft".
    Nicht zu glauben schadet allerdings auch nicht.

    ich würde sagen, du steckst noch in deinem kinderglauben. entweder wird der nun erwachsen oder nicht ;-)

    ich bin zum glauben gekommen weil ich mir dachte: versuchen kann man es ja, wenn er dich enttäuscht kannste ihm immernoch die freundschaft wieder kündigen - das bedürfnis hatte ich dann aber nie...

    das heißt du wirst dich mit der sache beschäftigen müssen, um dir eine meinung zu bilden. also entweder bissel gemeinschaft anderer christen suchen, oder lesen... da gibts ja verschiedene lektüren...

    für tiefer gehende fragen vermute ich wird das hier die falsche plattform sein... daher bleibts für mich bei diesem beitrag...

    Vielleicht könntest Du mal einen Pfarrer finden, zu dem Du Vertrauen haben kannst und mit ihm darüber sprechen ?
    Ich selber bin "normal christlich" aufgewachsen und hatte zu meinem Herrgott immer ein recht spezielles persönliches Verhältnis. Ich gehe auch in die Kirche, aber am liebsten alleine - sein Bodenpersonal sagt mir nicht immer zu - allein fühle ich mich wohler.
    Dankbar bin ich ihm sehr, dass er meine Bitten erhört hat, als es um meine Frühchen-Enkelmaus ging.

    Sehr gestört ist mein Verhältnis zu ihm, seit meine langjährige beste Freundin ganz ganz elendiglich eineinhalb Jahre lang an Leukämie gestorben ist, das war sowas von unmenschlich.
    Ich will mir sicher nicht die Rosinen rauspicken, aber da wurde mein Glauben schon sehr erschüttert.
    Wenn es Dir hilft, stell Kerzen auf und bete - ich denke nicht, dass das irgendwo "aufgerechnet" wird, ob Du ein braver oder lässiger Christ bist.
    An ein Leben nach dem Tod glaube ich nicht, auch wenn es sicher Dinge gibt, die man einfach nicht wissen kann.
    Aber wie eingangs geschrieben, ich würde an Deiner Stelle mich mal umschauen, was so an Pfarrern bei euch arbeitet, vielleicht auch ein junger - und hier mal ein Gespräch suchen. Schaden kann es nicht.
    LG Moni

    Ich glaube nicht an DEN Gott aber sehr wohl an irgendwas was da ist.

    Ich wurde nicht besonders religiös erzogen sehr wohl aber nach ich sag mal christlichen Vorstellungen. Aber die findet man in allen Religionen.

    Du scheinst in einer echten Glaubens und Vlt Lebens Krise zu stecken. Laut dem was ich gelernt habe ist Gott barmherzig und vergibt ( auch wenn es ein krasser wieder Spruch zur Busse etc ist aber das ist ein anderes Thema) demnach ist es ihm egal wie und wann du betest.

    Wie dir schon geraten würde such den Kontakt zu deiner Gemeinde. Die können dir besser helfen als dieses Forum

    Die stehen dir auch bei bei allem was Vlt noch auf dich zu kommt.

    Ich wünsche die alles gute und das du für dich den richtigen Weg findest

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